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Kostenrechnung LPG - Benzin

Themenstarteram 14. Dezember 2006 um 11:24

Hallo zusammen,

habe mir mal die Mühe gemacht, für mein Fahrzeug eine Vollkostenvergleichsrechnung Benzin-/Gasbetrieb zu machen. Berücksichtigt wurden alle anfallenden Kosten incl. Wertverlust bei einer Nutzungsdauer von 6 Jahren. Das Fahrzeug und die Gasanlage habe ich degressiv abgeschrieben, wobei die Gasanlage auf 0 und das Fahrzeug auf einen reellen Restwert abgeschrieben wurde. Meine Fahrleistung beträgt 26.000 km p.a.

Zunächst beeindruckend erscheint eine Kostenersparnis in 6 Jahren von insgesamt rund EUR 4.300. Ernüchternd dagegen, dass diese Ersparnis gerade mal 11,5% der Gesamtkosten ausmacht. Bei 4 Jahren (die als Nutzungsdauer für mich wahrscheinlicher sind) sind es 9,5%.

Was ich damit sagen will: Mann sollte nicht dem Irrglauben unterliegen, dass der Gasbetrieb das Autofahren erheblich günstiger macht. Ich denke, hier wirkt auch ein psychologischer Effekt: Wenn ich für 30 Euro volltanken kann, und sonst immer 60 Euro bezahle, ist das zunächst mal erfreulich. Dass aber im Hintergrund 90% der Fahrzeugkosten weiterlaufen, nimmt man dabei nicht wahr.

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46 Antworten

Laaaaaaaaaaaaaaaach..........

 

na dann fahr mal 1000000Km im Jahr und kauf dir vom Ersparten jedes Jahr ein neues Auto.

 

 

Äpfel sind ja auch gleich Birnen.........:D.........oder wie war das noch?

Themenstarteram 14. Dezember 2006 um 20:11

So, ich melde mich nochmal zu Wort.

Klar kann man sich arm oder reich rechnen. Darum ging es mir gar nicht. Ich wollte nur mal einen Hinweis darauf geben, dass die Treibstoffkosten nicht überbewertet werden sollten, weil sie nur einen relativ geringen Anteil am gesamten Kostenapparat haben. Demzufolge macht sich eine Kostenhalbierung durch LPG auch nur relativ geringfügig bemerkbar.

Oder anders rum: Manch einer glaubt, er könne eine fette Karre für kleines Geld fahren, wenn er sie einfach auf Gas umrüstet. Der Schuß kann gewaltig nach hinten losgehen.

Mein Auto (übrigens nicht wie vermutet ein Neuwagen, sondern ein 6 Jahre alter Volvo V70) kostet mich incl. Wertverlust, Treibstoff, Steuer, Versicherung, Werkstatt usw. runde 500 Euro im Monat. Und ich bin günstig versichert. Ich mach mir halt nur nichts vor. Denn irgendwann soll ja auch wieder ein neuer Wagen her und den will ich bar bezahlen. Also muß ich die Kohle für den Wertverlust jetzt schon auf Seite schaffen.

ich hab eh vor mein auto zu fahren bis es auseinanderfällt.

somit schreib ich gleich den kaufpreis komplett ab.

reperaturen werden kostengünstig durchgeführt und zum glück sind es nicht allzuviele. somit wäre bei mir der größte posten der kosten wirklich die treibstoffkosten.

Hallo meepmeep,

das ist ja auch Ok so, wie du es schreibst. Ich wollte damit ja auch nur sagen, dass der kpl. Kostenapparat ja gleich bleibt, egal ob man Benzin oder Gas fährt.

Wenn du jetzt mit Gas einen monatlichen Gesamtkostenaufwand von 500,00€ hast, wie hoch wäre der denn im Benzinbetrieb gewesen. Müsste ja dann auf jeden Fall höher liegen.

Dieses Geld kann man sich sparen für einen Neuerwerb, da geb ich dir Recht und dies kann auch nicht bestritten werden.

Wo sollte sonst auch der wirtschaftliche Hintergrund einer Gasanlagenanschaffung sein?.........Die Verringerung des Kofferraums oder der Wegfall der Reserveradmulde?

Aber wie schon geschrieben, jeder muss das für sich selber entscheiden und nicht waghalsige Rechenbeispiele aufführen, bei welchen ohnehin niemand durchblickt.

 

Gruß "Die Maus"

Fakt ist, das man bei gleicher Laufleistung niedrigere Spritkosten hat.

Ob ich mir in einen Twingo und 10.000 km p.a. eine LPG Anlage für 2.000 EUR montieren würde?

Eher nicht - und ich finde den Twingo mit seinem Riesenfaltdach super cool.

Wenn ich aber wie in meinem Fall bei 30.000 km aktuell 2.000 EUR Treibstoffkosten p.a. sparen kann, dann dürfte die Entscheidung einfach und leicht sein.

Für die Vergesslichen unter uns:

Super war im August/September 2005 bei 1,40 EUR und im Zuge ders New Orleans Hipes sogar bei knapp 1,50 EUR.

Im Juli / August 2006 lagen wir ebenfalls bei knapp 1,40 EUR.

Jetzt könnt ihr das wieder verdrängen und über die 8 Cent schreien, die LPG in den letzten 2 Jahren im Bundesmittel gestiegen ist.

Das ist doch mal ein realistisches Wort!

Wenn ich vom gleichen Fahrzeug, gleichen Komfort und gleichen Fahrleistungen rede, und da gehe ich von aus, muß man schliesslich nur die Einbau- und Wartungskosten der LPG Anlage gegen die Kraftstoffersparnis stellen!

Alles andere ist Quatsch!

Ich verändere weder mein Fahrverhalten noch meine Fahrleistungen.

Wartungskosten , Abschreibungen und Reparaturen verändern sich schliesslich nicht.

Ganz davon zu schweigen, das unter normalen Umständen die Laufleistung eines Benzinmotors verlängert wird (Fakt=bewiesen) und damit die Nutzungsdauer länger ist.

Ich fahre den 3,0 zügig mit 14-15L LPG und damit auf ca. 9,00€ /100km. Der Rest interessiert nicht!

Unfälle machen eh jede Rechnung kaputt, da unvorhersehbar!

Und wer wie ein Milchmädchen rechnet sollte mit dem Bus fahren!

Übrigens, wo bleiben in diesem Fred eigentlich die Dieselfahrer mit ihrer Meinung?

am 16. Dezember 2006 um 6:03

Zitat:

Original geschrieben von guzzidriver

Übrigens, wo bleiben in diesem Fred eigentlich die Dieselfahrer mit ihrer Meinung?

Auf die warte ich auch!

Ich habe meinen Benziner mit der festen Absicht gekauft, ihm eine Gasanlage zu verpassen, über einen Diesel hatte ich allerdings auch nachgedacht.

In der Tat liegen meine Kraftstoffkosten jetzt auf dem Niveau eines gleich starken Diesel...

...aber dafür:

- konnte ich einen 4 1/2 Jahre alten Wagen mit nur 36.500km aus erster Hand beim Audi-Vertragshändler kaufen

(der Mehrpreis für so einen Diesel wäre schon höher als die Kosten für meine -nicht ganz billige- Gasumrüstung, vorausgesetzt man findet überhaupt ein so wenig bewegtes Fahrzeug)

- zahle ich knapp 400 Euro/Jahr weniger an die Versicherung

- werde ich durch den Fiskus bei der KFZ-Steuer um ~170 Euro/Jahr weniger geschröpft

- spare ich mir eine Rußfilter-Nachrüstung (~600 Euro)

- habe ich geringere Wartungskosten

- komme ich ohne Teile wie Turbo und PD-Elemente aus

- fahre ich verdammt schadstoffarm

(vgl. mit'm Diesel-Stinker allemal)

Und was sage ich nun einem Diesel-Verfechter, der mir erklärt, daß er bei Spritmonitor zahlreiche 85kW-TDI findet, die auf 100km 50 Cent weniger kosten?

Rrrrrrichtiiig, aber fahr' damit erstmal die höheren Fixkosten wieder rein! Ab 60.000km/Jahr, wenn man das Starbenzin bei mir noch obendraufgibt, ist der Diesel also tatsächlich wieder gleichauf. Eher später, denn ich habe ja jetzt nur Versicherung und Steuer berücksichtigt.

P.S.:

Nicht vergessen: Ostern und der Sommer kommen ja auch wieder...hehe...

Hab mich auch schon mit mehreren Dieselfahrern darüber unterhalten. Vom Job her geht das schon gar nicht anders.

Und im Endeffekt kamen wir wieder darauf, dass es ein reines Glücksspiel ist. Es sind viel zu viele Faktoren, die über die Wirtschaflichkeit des Diesels oder des LPG-Fahrzeuges entscheiden.

Ein paar davon waren bis vor 2 Jahren absolut nicht absehbar:

- Mehrwertsteuererhöhung

- Rußpartikelfilter

- Biodieselbesteuerung

- Gleichstellung LPG-CNG

- ...

Diverse weitere Faktoren kreisen aber schon wie ein Geier über dem Aas:

- Euro 5

- Cityfahrverbot für Diesel ohne DPF

- Autobahnmaut mit Verringerung der KFZ-Steuer/Minaralölsteuer

- Selbstverpflichtung der Automobilhersteller für CO2-Minderung (geht nur mit Erdgas und Diesel, LPG ist fast raus)

- Gleichziehen mit asiatischem Fahrzeugangebot (Hybrid, LPG)

Und andere Faktoren kommen beim weiteren Grübeln auf:

- Rückdrehen der Gleichstellung LPG-CNG

- Straßennutzungssteuer wie in Holland

- Autobahnmaut ohne Anpassung der KFZ-/Mineralölsteuer

- Wasserstofftechnik

... einige dieser Punkte kann man eigentlich nicht ohne nähere Erklärung hier stehen lassen ... ich tu's aber mal trotzdem.

Als Privatperson reicht es, wenn man auf die nächsten 40.000 km schaut und somit in jedem Fall umrüstet, wenn man noch so viel fährt.

Als Automobilhersteller muss man die nächsten 10 Jahre vordenken und versuchen in seiner Glaskugel möglichst klar zu lesen. Deshalb tun wir Deutschen uns ja auch so schwer mit den Entscheidungen pro LPG-OEM-Fahrzeuge.

Aber bei mittlerweile fast allen deutschen Automobilkonzernen ist die Entscheidung pro LPG-Modelle entschieden und 2008 wird das Autogasjahr schlechthin. Das wird auf jeden Fall noch in 2009 boomen, bis in 2010 Autogas etabliert sein wird.

Ab 2011 wird die Regierung erkennen, dass ihr die Mineralölsteuereinnahmen wegbrechen und es wird gegengesteuert. ... aber wohl nur in dem Maße, dass Autogasfahren weiter attraktiv bleiben wird - ich gehe mal davon aus, dass Benzin dann nur noch 50% teurer sein wird - keine 100% mehr.

Bis dahin weiß man aber auch, dass die Autos mit LPG wesentlich länger halten und weniger Wartungskosten haben als die Diesel.

Bis dahin ist mein Z4 aber auch schon schrottreif ... nur was fahre ich dann ?!?

Gruß, Frank

Ich spare durch meine Umrüstung p.a. ca 1300€. Auf diese Summe komme ich, wenn ich die derzeitigen Kraftstoffpreise zugrunde lege (bezahle hier in München 0,65€ für 80/20 Plörre...). Ich behaupte, dass sich die mögliche Ersparnis in Zukunft wieder zugunsten von LPG bewegen wird. Super wird z.B. wohl bereits in gut 2 Wochen wieder über 1,30€ kosten.

Das macht meinen BMW noch lange nicht zu nem "Schnäppchen" aber einen Hunni mehr (oder weniger) im Monat auf der Kralle zu haben macht sich langfristig sehr wohl bemerkbar.

Machen wir uns nichts vor, solange die LPG-Umrüstung noch eher was mit Individualbastelei und Pioniergeist zu tun haben, wird niemand seine Außendienstler in solchen Autos auf die Piste schicken (zumindest nicht in D).

Insofern werden die Diesel auch weiterhin erste Wahl für Vilefahrer bleiben.

Ein A4 mit 81 Diesel-KW ist aber auch nur sehr bedingt mit den 121 LPG-KW des 2.4-er Benziners zu vergleichen.

Das dort der Diesel natürlich billiger ist, sollte doch kaum überraschen.

zu Gebrauchtwagenkosten

Ich kann zudem Guzzi´s Meinung voll bestäigen. Ein wenig gefahrener Benziner mit großem Motor ist gebraucht billig. Wenn dann noch der Kilometer z.B. im (jetzt wieder) A6 billiger ist, als in meinem "Notbehelf" Citroen AX 1.0, dann ist wohl auch die Entscheidung klar, auch wenn die Werkstatt absolut gesehen teuer ist.

Ich denke, das hat wenig mit "In die eigene Tasche lügen" zu tun oder gar "reichrechnen". Einfache Arithmetik sollte der geneigte Halter beherrschen, die eine solche Entscheidung fällen hilft.

Seit doch froh, das wir z.Zt. noch eine kleine, feine Gemeinde sind und mit den Betriebskosten / 100km auf dem Niveau eines Diesels fahren.

Im Gesamtunterhalt ist der Diesel sowieso teurer (höhere Anschaffung, Nockenwellen, Turbos, Pumpe etc.).

Die paar Zündkerzen alle 60000km treiben den Benziner nicht in die Höhe und die Langlebigkeit des Motors ist auch nicht von Nachteil!

Wenns nach mir ginge, dürfte der Anteil der LPG und CNG Fahrer die 3% Grenze nie überschreiten!

Dann werden auch wir wieder abgezockt, vom Staat oder von den Tanken.

Momentan zeige ich noch mein "Grinsgesicht"!

der guzzi hat recht...

wer so autos kauft und fährt ist am günstigsten unterwegs!

Hi Pappo, was ist denn nun mit deiner Kaufentscheidung geworden?

Lenkst du denn mittlerweile einen BMW oder Audi? Mir persönlich wäre ja er 5-er deutlich zu klein. Abgesehen davon find ich eine Heckschleuder nicht besonders Sexy. Die (Benzin-) Motoren allerdings sind erste Sahne, allerdings erst, wenn sie auf LPG laufen ;)

Autogas vs. Sparbuch

 

Hallo, liebes Forum

Das Auto fahren teuer ist, ist unumstritten. Auszurechen, wie viel man in Relation zum Autofahren spart, macht einen dann auch eher traurig. Ich habe aber ein anderes Rechenbeispiel. Und zwar Autogas gegen Sparbuch.

Annahmen:

1. Ich habe 2.500 Euro auf einem Sparbuch liegen, mit sagen wir mal 4%/Jahre

2. Ich fahre ein Auto, dass

11 L/100km braucht

ca. 14.000km im Jahr, das ist nicht viel

das noch 6 Jahre oder 84.000km hält und ich auch noch so lange fahren will.

Entwicklung Sparbuch mit 4% (ganz grob)

nach 1 Jahr: 2600€

nach 2 Jahren 2704€

nach 3 Jahren 2812€

nach 4 jahren 2924€

nach 5 Jahren 3041€

nach 6 Jahren 3160€

Alternativ nehme ich die 2500 Flocken und lasse mir Autogas einauen.

Die 2500 Euro sind weg, dafür spare ich (habe ich mit einem Amortisierungsrechner im Netz gerechnet):

nach 1 Jahr: 777€

nach 2 Jahren 1554€

nach 3 Jahren 2331€

nach 4 jahren 3108€

nach 5 Jahren 3885€

nach 6 Jahren 4662€

Hätte ich das Geld für den gleichen Ertrag anlegen wollen, müsste ich eine Sparmöglichkeit finden, die mir innerhalb von 4 Jahren 6%/Jahr bietet, oder innerhalb von 5 Jahren 9%/Jahr bietet. Nach 6 Jahren sind es 14%. Danach geht es voll ab!

Das sind ganz grobe Annahmen (Spritpreis, Gaspreis, Haltbarkeit des AUtos, etc.), aber für mich doch ein Argument.

Und man tut ja auch was für die Umweld (Lacht nicht).

Gruß

martin.h1

Zitat:

Original geschrieben von Audi-gibt-Omega

Hi Pappo, was ist denn nun mit deiner Kaufentscheidung geworden?

Lenkst du denn mittlerweile einen BMW oder Audi? Mir persönlich wäre ja er 5-er deutlich zu klein. Abgesehen davon find ich eine Heckschleuder nicht besonders Sexy. Die (Benzin-) Motoren allerdings sind erste Sahne, allerdings erst, wenn sie auf LPG laufen ;)

Joa, Heckantrieb is halt was für Fortgeschrittene, die mit Autos umgehen können :D So oder so ist Heckantrieb das einzig wahre für sportlich ambitionierte Fahrer. "Sexier" gehts doch gar nicht. Frontantrieb bzw. Allrad ist doch nur was für Fahranfänger und Bergvolk. Davon abgesehen, wer nen 5er für zu klein hält, der is mit nem Audi A6 aber auf dem völlig falschen Dampfer...

Ok, nach dieser kleinen aber feinen Stichelei muss ich dir zu guter letzt aber auch mal recht geben, die BMW Motoren SIND erste Sahne :)

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