Kostenanstieg
Hallo zusammen,
ich habe meinen Opel Vectra B zu meinem FOH gebracht. Sinn der Übung: Zahnriemenwechsel, Ölwechsel + Ölfilterwechsel, vordere Bremsen reinigen, TÜV + ASU, Kühlflüssigkeitscheck, Radiocode ermitteln.
Kostenvoranschlag: 620 Tropfen von meinem Herzblut.
Heute bekam ich einen Anruf von der Werkstatt: TÜV + ASU bestanden, jedoch hätte man die Bremsklötze hinten ersetzen müssen.
Resultat: statt 620€ lautet die Rechnung jetzt 860€.
Meine bescheidene Frage: sind 240€ Mehrkosten gerechtfertigt?
Bevor jemand fragt: ja, ich bin autotechnischer Laie, würde mich aber über sachdienliche Hinweise sehr freuen.
Beste Grüsse
henninghb
20 Antworten
HI,
naja - 240 € nur Bremsklötze hinten ist arg übertrieben. Ist eine Sache von 20 Minuten mit Materialpreis von (geschätzter fOH Preis) 60 €... da würde ich mal eine detaillierte Rechnung verlangen und den Betrag vorerstmal nur unter Vorbehalt bezahlen... dann die Rechnung mal genauestens prüfen.
100 € gehen schonmal auf TÜV + AU.
ZR-Wechsel schätz ich mal 350 €
Ölwechsel mit Öl und Filter geschätzte 100 €
Bleiben noch ca. 310 € für Radiocode, Bremsklötze hinten und den arbeitslohnintensiven anderen Kram...
Wär das mein fOH hier im Saarland, würde ich sagen - ja kommt in etwa hin.
Aber da die nicht-saarländischen fOH i.d.Regel günstiger sind (frag mich nicht warum) kommt mir das ca. 100 € zuviel vor.
Aber wie gesagt - mal die Rechung vom Meister erläutern lassen...
gruß cocker
http://www.datentransfer24.de/mangelhafte-Ware.html
Ich kenns mit der 10% Regel auf Arbeitszeit - unseriöse Betriebe haben bei einem Kostenvoranschlag gerne mal die MWST "vergessen" und schlagen diese bei der Rechnung natürlich oben drauf... Schon 20% auf den gesamten Rechnungsbetrag extra gemacht, nicht nur 10% auf die Arbeit. Bei diesem Betrieb war ich genau zwei mal - das erste und letzte mal.
Zitat:
Original geschrieben von henninghb
Hallo zusammen,ich habe meinen Opel Vectra B zu meinem FOH gebracht. Sinn der Übung: Zahnriemenwechsel, Ölwechsel + Ölfilterwechsel, vordere Bremsen reinigen, TÜV + ASU, Kühlflüssigkeitscheck, Radiocode ermitteln.
Kostenvoranschlag: 620 Tropfen von meinem Herzblut.
Heute bekam ich einen Anruf von der Werkstatt: TÜV + ASU bestanden, jedoch hätte man die Bremsklötze hinten ersetzen müssen.
Resultat: statt 620€ lautet die Rechnung jetzt 860€.
Meine bescheidene Frage: sind 240€ Mehrkosten gerechtfertigt?
Bevor jemand fragt: ja, ich bin autotechnischer Laie, würde mich aber über sachdienliche Hinweise sehr freuen.
Beste Grüssehenninghb
Also so wie ich das verstehe hat der FOH dem TE einen Kostenvoranschlag auf die oben beschrieben Sachen gemacht,also gehe ich davon aus das dieser Preis erstmal so bleibt,weil der FOH wird wohl wissen was die Sachen so Kosten,plus evtl.Kühlflüssigkeit nachfüllen was er ja vorher nicht wissen kann obs denn sein muss,gehen wir jetzt mal von 620,00Euronen aus plus 30,00Euronen für Kühlflüssigkeit was auch noch zuviel wäre sind wir bei 650,00Euro,bleiben aber noch immer 210,00Euro Mehrkosten und das finde ich sehr Unverschämt,es sei denn was noch sein kann das er 620,00Euro ohne Märchensteuer gemeint hat,aber das müsste ja der TE wissen.
Gruß Walter
Zitat:
Original geschrieben von GaryK
http://www.datentransfer24.de/mangelhafte-Ware.htmlIch kenns mit der 10% Regel auf Arbeitszeit - unseriöse Betriebe haben bei einem Kostenvoranschlag gerne mal die MWST "vergessen" und schlagen diese bei der Rechnung natürlich oben drauf... Schon 20% auf den gesamten Rechnungsbetrag extra gemacht, nicht nur 10% auf die Arbeit. Bei diesem Betrieb war ich genau zwei mal - das erste und letzte mal.
Hallo!
Na ja, die Mehrwertsteuer muss der Betrieb ja an das Finanzamt abführen, d.h dass in dem geschilderten Fall die Werkstatt gar nix "extra gemacht" hat, jedenfalls nicht in Form von Einnahmen! Zudem beträgt die Märchensteuer 19%!
Unabhängig davon sollte sich auch der Kunde VORHER alles Schriftliche genau durchlesen und eventuelle Unklarheiten ansprechen!
Hinterher ist es immer leicht die Schuld nur beim Anderen zu suchen!
Gruß
Fliegentod
Kostenvoranschlag ohne MWST? Hab ich zwar noch nie erlebt aber gut zu wissen. Das wäre natürlich schön mies wenn darauf nich hingewiesen wird.
Ich sage handelt es sich um einen Kostenvoranschlag mit MWST dann sind 240€ mehr keinefalls angemessen.
bremsklötze hinten beim foh haben mich 100 euro gekostet oder etwas mehr,habe für die komplette bremse hinten 320euro bezahlt wobei die bremsbacken für die trommel orig. opel waren.nur material.
mfg
André
Hallo zusammen,
besten Dank für alle Beiträge. An diesem Freitag kann ich den Wagen abholen. Dann werde ich meine Händler mal einem "Kreuzverhör" unterziehen.
Beste Grüsse
henninghb
Also kann man so nicht pauschal sagen, ob das zu teuer ist oder nicht.
Mal die detaillierte Rechnung anschauen, und fragen, wieso der höhere Preis zustande kommt. Alleine wegen der Bremsen kann ich mir eher nicht vorstellen.
Soweit ich weiß. kann aber auch ein Kostenvoranschlag überschritten werden (20%??? weiß ich nicht genau).
Also Rechnung anschauen und durchsprechen. Oft kann man auch noch verhandeln. Und wenn der Händler bockig reagiert, das nächste mal zu ner anderen Werkstatt.
Zitat:
Original geschrieben von maxthomas2001
Soweit ich weiß. kann aber auch ein Kostenvoranschlag überschritten werden (20%??? weiß ich nicht genau).
Das habe ich dazu gefunden
er Kostenvoranschlag ist kein verbindliches Vertragsangebot, sondern nur eine vorläufige Kalkulation bezüglich der voraussichtlich durchzuführenden Arbeiten.
Erkennt der Unternehmer, dass seine Kalkulation nicht einzuhalten ist, z. B. weil sich durch ein unvorhergesehenes Ereignis ein erheblicher Mehraufwand abzeichnet, so muss er seinen Vertragspartner unverzüglich hiervon unterrichten. Unverzüglich bedeutet dabei "ohne schuldhafte Zögern ", also so schnell wir möglich.
Eine Überschreitung des Kostenvoranschlages von 15 bis 20% wird von der Rechtsprechung als vertretbare Abweichung toleriert.
Gruß Walter
Die Frage wäre erstmal, ob hier wirklich ein schriftlicher Kostenvoranschlag vorliegt oder nur eine mündliche Aussage des Meisters. Letzteres hat meines Wissens rechtlich überhaupt keine Bewandtnis.
Sind die Kosten für HU+AU denn sicher schon im erstgenannten Preis enthalten gewesen? Wenn man die ca. 100€ dafür herausrechnet, würde die Kalkulation doch in etwa passen.
also beim FOH ist doch alles per "vorgeschriebener" Anzahl der AWs zu berechnen d.h. Wechsel der Bremsbeläge hinten als Bspl. 5 AW pro Seite das wäre dann eine Stunde Arbeit insg. mal von 7,- EUR pro AW (was eig. zuviel für MEchanik ist) wären das 70,- INCL MWST! d.h. wir hätten noch 170,- EUR für 2x2 Beläge hinten? Sorry hast du Keramikbremsen? (ja ich weiß die sind noch teurer)
also wie schon gesagt lass dir die Rechnung erklären und nagel sie auf das Angebot fest und lass dir Bremsebacken und die EXTRAarbeit aufschlüsseln - das können niemals 240,- EUR sein! - btw: es ist aber ohne SCheiben gewesen oder?
MfG Flo
Hallo,
also: der mündliche Kostenvoranschlag war nach der Methode: über den Daumen gepeilt. Zitat: "Ich runde da immer ein bisschen auf, damit der Kunde keinen Schrecken bekommt"
Es ging jetzt nur um die zusätzlichen Bremsklötze, keine Scheiben. TÜV und ASU waren schon in der Originalkalkulation enthalten. Ich habe nur die normale Bremsanlage des Vectra drauf.
Ich war heute nur ein bisschen überrascht, dass sich da so eine Differenz zwischen Kostenvoranschlag und Endrechnung ergeben hat.
Eigentlich machte der FOH einen kompetenten Eindruck. Ich dachte, diesmal mache ich es richtig und schlage nicht bei ATU auf.
Ja, ich weiss, Schande über mich, aber ich tu es nie wieder 😉
Schönen Abend noch
henninghb
Moin!
Es wäre sehr hilfreich, wenn Du vielleicht mal die Rechnung hier einstellen würdest!
Dann kommt eventuell Licht ins Dunkel!?
So ist das irgendwie alles nur Kaffeesatzleserei!
Gruß
Fliegentod
HI,
also ich muss echt mal was sagen:
1. macht normalerweise JEDER seriöse fOH einen schriftlichen Kostenvoranschlag - bei uns hier ist das zumindest so. Die Preise sind gesalzen, aber man bekommt alles schriftlich und muss das auch gegenzeichnen. Die Rechung wird ohne nachzufragen erläutert.
Wie das mit evtl. Zusatzarbeiten ist, die bis zum Betrag X ohne Rücksprache durchgeführt werden können, wurde hier auch schon oft genug erörtert...
2. zeigt die Erfahrung, dass es vom Kunden einer Werkstatt äusserst fahrlässig, ja fast sogar dumm ist, sich auf einen mündlichen Kostenvoranschlag zu verlassen, der keine rechtliche Grundlage hat, auf der man den fOH festnageln könnte.
Alles schriftlich festhalten, dann kann nachher keiner doof kommen.
Ist schon traurig, dass man erst solche Erfahrungen wie der TE machen muss, damit einem das klar wird...
btw - be ATU gibts auch nur alles schriftlich... mag ein Sauladen und Knauperverein sein, aber zumindest hat man was in der Hand...
Gruß cocker