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Korrosionsschutz des W211 sehr fragwürdig - eine Empfehlung

Themenstarteram 23. August 2005 um 9:54

Hallo,

ich habe mir heute Morgen zusammen mit dem Mercedes-Meister meines Vertrauens meinen W 211 von unten angesehen. Auch wenn es nur minimale Korrosionsspuren gibt (z.B. an den Antriebswellen, wo die Lackierung abplatzt - auch ein schlimmer Fehler) war ich ziemlich entsetzt: es gibt keinerlei Unterbodenversiegelung. Lediglich die Nähte der Bleche sind versiegelt, ansonsten ist da nur das dünn lackierte nackte Blech zu sehen. Auch unter den Kunststoffverkleidungen gibt es nur nacktes Blech, wenn auch verzinkt. Mein Meister sagte, er habe schon ganz andere W 211 gesehen, meiner zeige ja kaum Korrosion. Mein Fahrzeug wurde bisher im Winter kaum gefahren, und diese Entscheidung war nach dem, was ich gesehen habe, korrekt.

Bevor jetzt jemand anfängt zu mosern: ich bin ordentlicher Professor, habilitierter Physikochemiker und verstehe eine ganze Menge von Elektrochemie und Korrosion. Moderator AKL33 kennt meine Identität.

Kurze Einführung:

Jedes Metall korrodiert, manche nur an der Oberfläche mit wenigen Monolagen (Platin, Gold), manche in der Volumenphase (Eisen bzw. Karosseriestahl). Wie jeder weiß, kann sich Eisen vollständig in die Oxide (= Rost) umwandeln. Das hat elektrochemische Gründe. Leichtmetalle und Legierungen aus Leichtmetallen wie Aluminium, Magnesium und Zink bilden deckende und manchmal selbstpassivierende Oxidschichten. Diese Schichten (beim Edelstahl: Chromoxid) verhindern aus kinetischen Gründen die weitere Korrosion. Das gelingt mit Aluminium, Magnesium und seinen Legierungen, nicht jedoch mit reinem Zink. Eine reine Zinkschicht korrodiert auch nicht sehr viel langsamer als Stahl, die Korrosion ist lediglich gleichmäßiger, d.h. es entsteht in der Regel keine Lochfraßkorrosion in Zinkschichten. Wenn die Zinkschicht verbraucht ist, beginnt das Eisen aber zu rosten. In der Technik wird Zink phosphatiert, d.h. (nur) an der Oberfläche in Zinkphosphat umgewandelt. Diese Schicht reduziert die Korrosion drastisch, solange die Schicht unversehrt ist, da diese Schicht elektrisch nicht leitend ist. Bei einem Steinschlag, der die Zinkschicht absprengt, wird Eisen eine Weile durch das verbleibende Zink kathodisch geschützt (Lokalelement, Zink ist die Opferanode), irgendwann greift der Sauerstoff jedoch das Eisen an, und die Korrosion beginnt. Wenn man das zu spät merkt, können auch verzinkte Bleche völlig durchrosten. Ein wirksamer Korrosionsschutz ist daher immer mehrschichtig. D.h., verzinktes und phosphatiertes Blech muss im Unterboden mit einem sehr elastischen Material beschichtet sein, mehrschichtig lackiert und dann mit einem hochelastischen Wachs versiegelt werden. Steinschläge werden dann abgefedert, die Wachsschicht ist selbstheilend, und Korrosion hat in der Regel keinerlei Chance. Von Bitumen-aehnlichen Schichten im Unterboden ist abzuraten, da diese Schichten irgendwann aushärten, spröde werden, Wasser und Salz durchlassen und dann unter der "Schutzschicht" die Korrosion losgeht.

Aus wissenschaftlicher und technischer Sicht muss ich die Rostvorsorge am Unterboden des W 211 als mangelhaft bis ungenügend einstufen. Es ist ein schlimmer Anfängerfehler, zu glauben, dass es reicht, das verzinkte Blech nicht zu schützen. Gerade am Unterboden darf das nicht passieren, Mercedes bei der hochpreisigen E-Klasse schon 2x nicht.

Mensch, was machen die für einen Blödsinn....

Wenn der Unterboden des W 211 nicht nachbehandelt wird, sind die ersten Durchrostungen beim W 211 so 2007 zu erwarten. Dann heißt es wieder, das seien ja nur Einzelfälle. Da greift auch nicht die 30-jährige Garantie, denn die gilt nur für Durchrostung von innen nach aussen. Wegen der Materialwahl ist das nur bei den Scwellern und den Türen zu erwarten. Der Unterboden wird gewiss nicht von innen nach aussen rosten.

Meine Empfehlung, die ich jedem von euch ans Herz lege: lasst den Unterboden nachbehandeln. Die Mercedes-Werkstaetten bieten an, den gesamten Unterboden (also auch unter den Verkleidungen) mit einem hochelastischen Wachs zu beschichten. Die Kosten bei einer E-Klasse werden so um 250 Euro liegen. Oder geht zu den Jungs von TimeMax www.timemax.de, dort kostet eine Behandlung aber gleich um die 1100 Euro.

Auf die Frage, ob der eingesparte Unterbodenschutz mit der EU-Altautoverordnung oder den Sparmaßnahmen zusammenhängt, meinte mein Meister: das sind ganz klar die Sparmaßnahmen. Er meinte auch, dass sich die Sparmaßnahmen nun beim W210 schon bitter rächen und Mercedes schon viel Geld durch Nachbehandlungen am W210 verloren hat. Aber, die Reparaturen können auch beim W210 nicht von Dauer sein. Man müsste das Fahrzeug ja schon komplett zerlegen und die Konstruktionsfehler ausmerzen.

Ich werde Mercedes in meiner Funktion als Universitätsprofessor demnächst ein ausführliches Schreiben senden und ihnen meine Sicht der Dinge darstellen.

Nochmals zu AUDI: Klar, hier im Forum kann es nur wenige AUDI-Fans geben, viele tragen halt eine rosarote Mercedes-Brille. Mein Meister meinte jedoch, dass AUDI von allen Herstellern wohl am konsequentesten in die Rostvorsorge investiert.

Euer Ferrocen

Beste Antwort im Thema
Themenstarteram 23. August 2005 um 9:54

Hallo,

ich habe mir heute Morgen zusammen mit dem Mercedes-Meister meines Vertrauens meinen W 211 von unten angesehen. Auch wenn es nur minimale Korrosionsspuren gibt (z.B. an den Antriebswellen, wo die Lackierung abplatzt - auch ein schlimmer Fehler) war ich ziemlich entsetzt: es gibt keinerlei Unterbodenversiegelung. Lediglich die Nähte der Bleche sind versiegelt, ansonsten ist da nur das dünn lackierte nackte Blech zu sehen. Auch unter den Kunststoffverkleidungen gibt es nur nacktes Blech, wenn auch verzinkt. Mein Meister sagte, er habe schon ganz andere W 211 gesehen, meiner zeige ja kaum Korrosion. Mein Fahrzeug wurde bisher im Winter kaum gefahren, und diese Entscheidung war nach dem, was ich gesehen habe, korrekt.

Bevor jetzt jemand anfängt zu mosern: ich bin ordentlicher Professor, habilitierter Physikochemiker und verstehe eine ganze Menge von Elektrochemie und Korrosion. Moderator AKL33 kennt meine Identität.

Kurze Einführung:

Jedes Metall korrodiert, manche nur an der Oberfläche mit wenigen Monolagen (Platin, Gold), manche in der Volumenphase (Eisen bzw. Karosseriestahl). Wie jeder weiß, kann sich Eisen vollständig in die Oxide (= Rost) umwandeln. Das hat elektrochemische Gründe. Leichtmetalle und Legierungen aus Leichtmetallen wie Aluminium, Magnesium und Zink bilden deckende und manchmal selbstpassivierende Oxidschichten. Diese Schichten (beim Edelstahl: Chromoxid) verhindern aus kinetischen Gründen die weitere Korrosion. Das gelingt mit Aluminium, Magnesium und seinen Legierungen, nicht jedoch mit reinem Zink. Eine reine Zinkschicht korrodiert auch nicht sehr viel langsamer als Stahl, die Korrosion ist lediglich gleichmäßiger, d.h. es entsteht in der Regel keine Lochfraßkorrosion in Zinkschichten. Wenn die Zinkschicht verbraucht ist, beginnt das Eisen aber zu rosten. In der Technik wird Zink phosphatiert, d.h. (nur) an der Oberfläche in Zinkphosphat umgewandelt. Diese Schicht reduziert die Korrosion drastisch, solange die Schicht unversehrt ist, da diese Schicht elektrisch nicht leitend ist. Bei einem Steinschlag, der die Zinkschicht absprengt, wird Eisen eine Weile durch das verbleibende Zink kathodisch geschützt (Lokalelement, Zink ist die Opferanode), irgendwann greift der Sauerstoff jedoch das Eisen an, und die Korrosion beginnt. Wenn man das zu spät merkt, können auch verzinkte Bleche völlig durchrosten. Ein wirksamer Korrosionsschutz ist daher immer mehrschichtig. D.h., verzinktes und phosphatiertes Blech muss im Unterboden mit einem sehr elastischen Material beschichtet sein, mehrschichtig lackiert und dann mit einem hochelastischen Wachs versiegelt werden. Steinschläge werden dann abgefedert, die Wachsschicht ist selbstheilend, und Korrosion hat in der Regel keinerlei Chance. Von Bitumen-aehnlichen Schichten im Unterboden ist abzuraten, da diese Schichten irgendwann aushärten, spröde werden, Wasser und Salz durchlassen und dann unter der "Schutzschicht" die Korrosion losgeht.

Aus wissenschaftlicher und technischer Sicht muss ich die Rostvorsorge am Unterboden des W 211 als mangelhaft bis ungenügend einstufen. Es ist ein schlimmer Anfängerfehler, zu glauben, dass es reicht, das verzinkte Blech nicht zu schützen. Gerade am Unterboden darf das nicht passieren, Mercedes bei der hochpreisigen E-Klasse schon 2x nicht.

Mensch, was machen die für einen Blödsinn....

Wenn der Unterboden des W 211 nicht nachbehandelt wird, sind die ersten Durchrostungen beim W 211 so 2007 zu erwarten. Dann heißt es wieder, das seien ja nur Einzelfälle. Da greift auch nicht die 30-jährige Garantie, denn die gilt nur für Durchrostung von innen nach aussen. Wegen der Materialwahl ist das nur bei den Scwellern und den Türen zu erwarten. Der Unterboden wird gewiss nicht von innen nach aussen rosten.

Meine Empfehlung, die ich jedem von euch ans Herz lege: lasst den Unterboden nachbehandeln. Die Mercedes-Werkstaetten bieten an, den gesamten Unterboden (also auch unter den Verkleidungen) mit einem hochelastischen Wachs zu beschichten. Die Kosten bei einer E-Klasse werden so um 250 Euro liegen. Oder geht zu den Jungs von TimeMax www.timemax.de, dort kostet eine Behandlung aber gleich um die 1100 Euro.

Auf die Frage, ob der eingesparte Unterbodenschutz mit der EU-Altautoverordnung oder den Sparmaßnahmen zusammenhängt, meinte mein Meister: das sind ganz klar die Sparmaßnahmen. Er meinte auch, dass sich die Sparmaßnahmen nun beim W210 schon bitter rächen und Mercedes schon viel Geld durch Nachbehandlungen am W210 verloren hat. Aber, die Reparaturen können auch beim W210 nicht von Dauer sein. Man müsste das Fahrzeug ja schon komplett zerlegen und die Konstruktionsfehler ausmerzen.

Ich werde Mercedes in meiner Funktion als Universitätsprofessor demnächst ein ausführliches Schreiben senden und ihnen meine Sicht der Dinge darstellen.

Nochmals zu AUDI: Klar, hier im Forum kann es nur wenige AUDI-Fans geben, viele tragen halt eine rosarote Mercedes-Brille. Mein Meister meinte jedoch, dass AUDI von allen Herstellern wohl am konsequentesten in die Rostvorsorge investiert.

Euer Ferrocen

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99 Antworten
Themenstarteram 25. August 2005 um 9:01

Hallo,

das halte ich für eine gute Entscheidung. Wie schon mal erwähnt, ich mag AUDI und Mercedes nahezu gleichermaßen, BMW auch noch. Ich halte es mit meinen Mitarbeitern immer wie folgt: jeder darf Fehler machen (auch neue), aber man darf einen Fehler nicht wiederholen - das ist unverzeihlich. Vorschlag als Argument gegen Deine Frau: nur wenn Mercedes aus seinen Fehlern nicht endlich lernt, wird es ein AUDI. Ich werde hier weiter ueber meine Erfahrungen mit Mercedes berichten. Sobald ich Zeit habe (wohl Mitte September) werde ich ein ausführliches Schreiben zu meinen (begründeten) Bedenken aufsetzen. Ueber die Antwort von Mercedes werde ich dann hier berichten.

Zitat:

Original geschrieben von Rudlof.D

Moin,

habe grad mit meinem KD-Meister gesprochen und die hier angeführten Bedenken geäußert.Wir werden zur nächsten Inspektion die Unterbodenverkleidung abbauen und den Wagen nachversiegeln.

 

Grüße

Rudolf

 

 

PS:meine Frau die das Telefonat mithörte sagte:" der nächste wird aber ein Audi" :confused:

am 25. August 2005 um 9:23

kein Rost

 

hi ferrocen,

ich kann deine Aussagen so nicht nachvollziehen(zumindest praktisch, technisch schon;) ).

hab aufgrund deiner Infos mal mein Bruder, er ist TÜV Prüfer, befragt, er meinte die Rostvorsorge sei beim W211 tadellos o.k.

Zurzeit müssen ja viele W211 aus den ersten Baujahr zum 1. TÜV und da ist absolut nix zu erkennen.

Hab auch mal wegen dem Rost an Antriebswellen nachgehakt,

er meint dies ist abolut unbedenklich, alle A-wellen haben irgendwann Flugrost, eh dies ernsthaft wird, liegt das Auto längst aufm Schrottplatz :D

Hast du event. Bilder von deinem Unterboden vor der Wachs-Aktion?

Vielleicht kann man sich dann einen besseren Eindruck machen, wo und wie sich Rost gebildet hat.

werde auch bei n. Inspektion meinen Unterboden genau checken u. ggf. fotographieren.

Trotzdem danke f. die Tips, man weiss ja nie.

gruss

Torsten

Themenstarteram 25. August 2005 um 10:45

Re: kein Rost

 

Hallo,

nein, meine Kamera hatte ich leider vergessen. Nach der Konservierung ist eh nicht mehr viel zu sehen, da der ganze Unterboden nun mit einem schwarzen Wachs überzogen ist. An einem Blech gab es zuvor einen Steinschlag, und der zeigte minimale Korrosion. So, wie ich es aus elektrochemischer Sicht auch erwarte. Mein Fahrzeug wird im Winter aber so gut wie nie gefahren, daher war ich um so mehr überrascht. Auch die oberflächliche Korrosion der Leichtmetallträger muss nicht sein. Bei Aluminium und seinen Legierungen ist die Spannungsrisskorrosion (z.B. in Folge eines Steinschlags) gefürchtet, und dann kann so ein Träger auch schon mal brechen, auch wenn das wohl selten vorkommt. Ein einfaches Versiegeln mit einem hochelastischen Wachs verlangsamt auch diese Korrosion drastisch.

Ich stimme zu, dass es eine Weile dauern wird, bis es massive Korrosion am W211 gibt, aber sie wird ganz sicher kommen. Von vorbildlichem Korrosionsschutz kann man nun wirklich nicht sprechen, siehe meine Erläuterungen. Die erste Durchrostung wird bei Fahrzeugen, die im täglichen Einsatz sind (z.B. Taxis), auch kommen. Es wird aber etwas länger als beim W210 dauern. Der Rost an den Antriebswellen muss auch nicht sein. Sie sind zwar lackiert, aber nicht sehr professionell. Auch die wären irgendwann durchgerostet.

Tenor meiner Ausführungen soll sein, dass die Korrosion wirklich nicht sein muss, wenn man ein paar Gegenmaßnahmen einleitet, und Mercedes hier eben nicht vorbildlich vorsorgt. Klar, wenn man sein Auto nur 5 Jahre fährt und danach abschiebt, spielt es für den Erstbesitzer eher keine Rolle. Irgendwann rächt sich die mangelnde Vorsorge aber.

Bilder anderer E-Klassen habe ich keine. Das wäre aber mal ein sehr interessanter Thread.

Nochmal, um nicht missverstanden zu werden: ich hoffe sehr, dass ich mich irre.

Die Frage bleibt aber offen, warum AUDI trotz Vollverzinkung und Leichtmetallen alle Hohlräume und den Unterboden sorgfältig konserviert. Die könnten das doch nach dem Vorbild von Mercedes auch einfach Alles weglassen. Vielleicht waren die ja bei mir in der Vorlesung ;)

Gegen das Argument der Verkapselung spricht auch, dass beim W210 durch solche Kunststoffblenden abgedeckte Längsträger schon mal weggerostet sind. Unterschätzt bitte nicht die Kriechfähigkeit von Salzlake, z.B. auf einer gestreuten Straße. Das Zeug kriecht auch unter die Verkleidungen. Wer mir das Alles nicht glaubt möge im Internet mal unter "Salzsprühtest" recherchieren. Darueberhinaus empfehle ich auch noch die Bild der Wissenschaft Ausgabe 07/2005,

 

Zitat:

Original geschrieben von warpbird

hi ferrocen,

ich kann deine Aussagen so nicht nachvollziehen(zumindest praktisch, technisch schon;) ).

hab aufgrund deiner Infos mal mein Bruder, er ist TÜV Prüfer, befragt, er meinte die Rostvorsorge sei beim W211 tadellos o.k.

Zurzeit müssen ja viele W211 aus den ersten Baujahr zum 1. TÜV und da ist absolut nix zu erkennen.

Hab auch mal wegen dem Rost an Antriebswellen nachgehakt,

er meint dies ist abolut unbedenklich, alle A-wellen haben irgendwann Flugrost, eh dies ernsthaft wird, liegt das Auto längst aufm Schrottplatz :D

Hast du event. Bilder von deinem Unterboden vor der Wachs-Aktion?

Vielleicht kann man sich dann einen besseren Eindruck machen, wo und wie sich Rost gebildet hat.

werde auch bei n. Inspektion meinen Unterboden genau checken u. ggf. fotographieren.

Trotzdem danke f. die Tips, man weiss ja nie.

gruss

Torsten

Re: Re: kein Rost

 

Zitat:

Original geschrieben von Ferrocen

Die Frage bleibt aber offen, warum AUDI trotz Vollverzinkung und Leichtmetallen alle Hohlräume und den Unterboden sorgfältig konserviert. Die könnten das doch nach dem Vorbild von Mercedes auch einfach Alles weglassen. Vielleicht waren die ja bei mir in der Vorlesung ;)

Wieviel zahlt Audi eigentlich so?

Themenstarteram 25. August 2005 um 21:19

Re: Re: Re: kein Rost

 

Hallo,

ich gehe davon aus, dass Du einfach nur den Smiley vergessen hast.....

Für den Ärger, den ich mit meinem 98er A6 hatte, müssten die mir nachtraeglich aber eigentlich schon Schmerzensgeld zahlen ;)

Wenn die mir was zahlen würden, würde ich mich als Beamter meines Bundeslandes der Korruption strafbar machen.

Wie gesagt, Moderator AKL33 und andreas sl 55 amg kennen meine Identitaet. Beide können mich auch gerne mal im Buero anrufen.

Gruß

Frank

Zitat:

Original geschrieben von rohei

Wieviel zahlt Audi eigentlich so?

Zitat:

Original geschrieben von Rambello

Vielleicht fahre ich da doch besser meinen 124er 230E weiter. Der hat erst 205000 km runter und rostet bei täglichem Gebrauch... nach 18 Jahren immer noch nicht ...

und macht auch sonst keine Probleme ...

Das war noch ein echter Mercedes und kein Chrysler zum Mercedespreis.

Tausend dank an dieses Forum, sonst hätte ich jetzt auch einen W211 am Hals.

Re: Re: Re: Re: kein Rost

 

Zitat:

Original geschrieben von Ferrocen

...ich gehe davon aus, dass Du einfach nur den Smiley vergessen hast.....

Wenn die mir was zahlen würden, würde ich mich als Beamter meines Bundeslandes der Korruption strafbar machen.

Ok ... :) :) :)

Ich dachte nur, dass Mercedes den großen Fehler gemacht hat, nicht mit dem richtigen Prof. den Beratervertrag abgeschlossen zu haben. :D

Themenstarteram 25. August 2005 um 22:57

Re: Re: Re: Re: Re: kein Rost

 

Hallo,

dacht ichs mir doch :)

Bei den Profs gibt es solche und solche. Der Beruf macht (zumindest mir) eine Menge Spaß, er hat aber auch viele Schattenseiten. Eine fragwürdige Entwicklung an den Hochschulen ist, die Lehre auf dem Gebiet der Korrosion, und zwar in der Grundlage, zu vernachlässigen, indem viele Berufungen nach Mode-Erscheinungen erfolgen. In der Forschung kann man auf dem Gebiet der Korrosion eigentlich nur noch einen Blumentopf gewinnen, wenn man die Korrosion auf der atomaren oder zumindest der Nanometerskala durchführt. Das machen wir, und da kommen interessante Dinge raus. Auf makroskopische Effekte kann man dann relativ einfach rueckschließen. Das Fatale ist, dass sich die Ingenieur-Kollegen allzuoft auf die makroskopische Korrosion konzentrieren. Und das ist ein Fehler. Den Ingenieur-Kollegen fehlen sehr häufig die naturwissenschaftlichen Grundlagen. Aber das ist eine ganz andere Geschichte.

Ich habe mich heute gerade wieder über Mercedes geärgert. Der Computer hat Kulanz für meinen defekten Antennenkompensator abgelehnt, und die Konditionen für einen (aus Drittmitteln zu leasenden) Dienstwagen waren auch nicht gerade überzeugend. AUDI hat uns das beste Angebot gemacht. Dienstlich fahre ich dann demnächst halt einen A4. Immerhin, ich habs mit einer C-Klasse probiert. Der Wille war da, aber wenn Mercedes nicht will .....

Beste Grüße

Frank

Übrigens: Ferrocen ist eine chemische Verbindung mit dem wissenschaftlichen Namen Bis(cyclopentadienyl)eisen. Es löst sich in Dieselkraftstoff und hilft beim Abbrand von Rußpartikeln.

Zitat:

Original geschrieben von rohei

Ok ... :) :) :)

Ich dachte nur, dass Mercedes den großen Fehler gemacht hat, nicht mit dem richtigen Prof. den Beratervertrag abgeschlossen zu haben. :D

Rostvorsorge

 

Hallo ,

mit Interesse lese ich Eure Berichte.

Ich fahr zwar einen Opel , schaue aber auch gerne mal in andere Bereiche.

Zum Rostschutz habe ich hier www.korrosionsschutzshop.de einige interessante Infos gefunden.

Sind alles Mittel die für die Schiffahrt entwickelt wurden , aber was gegen Salzwasser schützt kann einem Auto bestimmt nicht schaden.

Vielleicht werdet Ihr dort ja auch fündig um Eure Schätzchen vor dem nagenden Zahn der Zeit zu schützen.

Gruß Cybion.

Zitat:

Übrigens: Ferrocen ist eine chemische Verbindung mit dem wissenschaftlichen Namen Bis(cyclopentadienyl)eisen. Es löst sich in Dieselkraftstoff und hilft beim Abbrand von Rußpartikeln.

Aha - jetzt kommt's raus! Nach dem Abbrand geht es dann durch meine Klimaanlage (Aktivkohle wurde ja weggespart) in meine Lunge und entfacht dort früher oder später seine kanzerogene Wirkung - behaupte ich jetzt mal vorsorglich, damit die Wissenschaftler vor Anwendung mal das Gegenteil beweisen müssen.

Lieber Ferrocen - wird das Zeug oder was Ähnliches derzeit schon dem Dieselkraftstoff beigemixt, ohne daß der Verbraucher das weiß, oder ist es das Additiv, das Peugeot beim HDI-FAP einspritzt, um den Ruß besser zu verbrennen?

So langsam sollte man sich wohl angewöhnen, hinter Dieselfahrzeugen den doppelten Sicherheitsabstand zu halten, wenn einem Gesundheit und langes Leben was wert sind - oder diese schnell überholen!

 

Zitat:

AUDI hat uns das beste Angebot gemacht.

Siehste rohei, da kommt's raus! :D :D

 

Zitat:

Das Fatale ist, dass sich die Ingenieur-Kollegen allzuoft auf die makroskopische Korrosion konzentrieren. Und das ist ein Fehler. Den Ingenieur-Kollegen fehlen sehr häufig die naturwissenschaftlichen Grundlagen.

EINSPRUCH! Diese Leute haben wie Du und ich ein natur- oder ingenieurwissenschaftliches Studium hinter sich und sind nicht zu blöd zu wissen, was bei einem solch uralten Thema wie Korrosionsschutz notwendig ist. Wenn sie ihren Job richtig machen (und das machen sie sicherlich und nicht nur bei unseren "Premiumherstellern"), so treiben sie F+E, entwickeln Schutzmethoden und testen diese - und binden Forschungsinstitute und Professoren wie Dich dabei ein.

Danach aber kommt die Kostenseite - und da tritt die eigentliche Fehlentwicklung zutage in Gestalt diverser Kaufleute, Kostenrechner und Controller! Denn deren Aufgabe ist es, den Nutzen für das Unternehmen zu maximieren. Die gehen dann auf eine Gratwanderung und legen fest, wie lange ein Produkt oder Bauteil denn wirklich leben muß bzw. darf. Ich fürchte, man legt aus auf ein Überstehen der Gewährleistungszeit plus einer Schamfrist von ganz wenigen Jahren bis zum geplanten Ausfall.

Und somit liegt es an uns Kunden, herauszufinden, welche Marke oder welches Produkt die größeren Lebensdauerreserven bietet.

In dieser Hinsicht hast Du uns eine Anregung gegeben, wofür ich Dir danke!

Morgen hab' ich einen Werkstattermin und werde mal meinen CLS ingenieurmäßig und mit Argusaugen von unten betrachten.

Themenstarteram 28. August 2005 um 16:04

Hallo

Zitat:

Original geschrieben von Rockbit

Aha - jetzt kommt's raus! Nach dem Abbrand geht es dann durch meine Klimaanlage (Aktivkohle wurde ja weggespart) in meine Lunge und entfacht dort früher oder später seine kanzerogene Wirkung - behaupte ich jetzt mal vorsorglich, damit die Wissenschaftler vor Anwendung mal das Gegenteil beweisen müssen.

Lieber Ferrocen - wird das Zeug oder was Ähnliches derzeit schon dem Dieselkraftstoff beigemixt, ohne daß der Verbraucher das weiß, oder ist es das Additiv, das Peugeot beim HDI-FAP einspritzt, um den Ruß besser zu verbrennen?

In welchem Dieselkraftstoff Ferrocen aktuell zugesetzt wird, weiß ich nicht genau. Vor Ferrocen braucht man aber keine Angst haben. Es (nicht ich ;)) verbrennt zu Eisenoxid, das den Rußabbrand katalysiert, und zu Kolhlendioxid. Bei Peugeot sind Ceroxid-Nanopartikel (CeO2) gelöst, die durch eine organische Oberflächenmodifizierung löslich gemacht wurden.

 

Zitat:

Original geschrieben von Rockbit

So langsam sollte man sich wohl angewöhnen, hinter Dieselfahrzeugen den doppelten Sicherheitsabstand zu halten, wenn einem Gesundheit und langes Leben was wert sind - oder diese schnell überholen!

Nun gut, so kritisch würde ich das nicht unbedingt sehen. Wissenschaftlich ist bzgl. Dieselemissionen noch gar nichts hieb- und stichfest bewiesen. Mein nächster wird aber wahrscheinlich auch wieder ein Wagen mit Benzinmotor, sehr wahrscheinlich ein A6 2,4 Multitronic. Der Aufwand, die Dieselabgase zu reinigen, wird noch weiter ansteigen. Dann lieber einen kultivierten 6-Ender Benzinmotor.

 

Zitat:

Original geschrieben von Rockbit

EINSPRUCH! Diese Leute haben wie Du und ich ein natur- oder ingenieurwissenschaftliches Studium hinter sich und sind nicht zu blöd zu wissen, was bei einem solch uralten Thema wie Korrosionsschutz notwendig ist. Wenn sie ihren Job richtig machen (und das machen sie sicherlich und nicht nur bei unseren "Premiumherstellern"), so treiben sie F+E, entwickeln Schutzmethoden und testen diese - und binden Forschungsinstitute und Professoren wie Dich dabei ein.

Danach aber kommt die Kostenseite - und da tritt die eigentliche Fehlentwicklung zutage in Gestalt diverser Kaufleute, Kostenrechner und Controller! Denn deren Aufgabe ist es, den Nutzen für das Unternehmen zu maximieren. Die gehen dann auf eine Gratwanderung und legen fest, wie lange ein Produkt oder Bauteil denn wirklich leben muß bzw. darf. Ich fürchte, man legt aus auf ein Überstehen der Gewährleistungszeit plus einer Schamfrist von ganz wenigen Jahren bis zum geplanten Ausfall.

Und somit liegt es an uns Kunden, herauszufinden, welche Marke oder welches Produkt die größeren Lebensdauerreserven bietet.

In dieser Hinsicht hast Du uns eine Anregung gegeben, wofür ich Dir danke!

Morgen hab' ich einen Werkstattermin und werde mal meinen CLS ingenieurmäßig und mit Argusaugen von unten betrachten.

Ich stimme bedingt zu, brauchen wir aber nicht vertiefen. Das mit den Kaufleuten ist aber sicher richtig. Mit denen habe ich auch noch keine guten Erfahrungen machen können. Nachdem sich bei meinem Fahrzeug an der Frontschürze größerflächig der Lack ablöst und ich die Lackierung mit ziemlicher Sicherheit selber zahlen muss (sieht peinlichst aus), habe ich mich entschieden, nächstes Jahr wieder zu AUDI zurückzukehren. Das Fass ist jetzt leider übergelaufen :(.

Es wird wohl ein A6 2,4 multitronic. Vielleicht nehme ich auch einen 6 Monate alten Werkdienstwagen mit maximal 10.000 km. Schlimmer als mein W211 kann es nun wirklich kaum noch kommen.

Der CLS ist ein schönes Auto. Mercedes hat bei mir das Vertrauen nun aber endgültig verspielt. Vielleicht sind die in 10 Jahren qualitativ wieder top, dann könnte es bei mir auch wieder ein Benz werden.

Re: Korrosionsschutz des W211 sehr fragwürdig - eine Empfehlung

 

Zitat:

Original geschrieben von Ferrocen

... Nochmals zu AUDI: Klar, hier im Forum kann es nur wenige AUDI-Fans geben, viele tragen halt eine rosarote Mercedes-Brille. Mein Meister meinte jedoch, dass AUDI von allen Herstellern wohl am konsequentesten in die Rostvorsorge investiert.

Euer Ferrocen

Ich bin mittlerweile ein AUDI-Fan.

Herzlichen Dank für diese Information; sie tut wirklich gut - nach 5 Neufahrzeugen (1xW214 war super, 4xW210 waren prinzipiell ganz gut; der zweite und vorletzte wurden "de facto gewandelt" und der letzte wurde "rechtlich gewandelt") und grundsätzlichem Ärger mit DC-Händler und Sindelfingen-Management bin ich 2004 auf den neuen Audi A6 3.0 TDI (Kauf zum Produktionsstart!) umgestiegen. Ich habe es nicht bereut und freue mich nach wie vor auf jede Fahrt damit.

PS: DC-Werkstätte war immer engagiert und bemühte sich; konnte aber letztendlich gegen konstruktive Fehler und Management auch nichts ausrichten ...

Zitat:

Original geschrieben von Ferrocen

Vielleicht reagieren die bei Mercedes, wenn ein Schreiben eines Professors eintrudelt - man soll die Hoffnung ja nie aufgeben.

Schade um Zeit und Briefpapier - sie begreifen's nicht ...

@ ferrocen

Der A6 2,4 Benziner hat aber rel. schlechte Verbrauchs/Abgaswerte...

(siehe Audi / Motoren)

Ich habe MB 1997 wegen Qualitätsmängeln verlassen, fahre einen A4 2.8 30V und bin sehr zufrieden.

Habe ihn für 2.700 EUR auf Autogas umgerüstet und tanke jetzt bei einem Mehrverbrauch von 20 % für 50 Cent/l (Bundesschnitt 58 Cent/l).

Steuer und Versicherugn wie Benziner.

Die Abgasemmisionen sind je nach Schadstoff um 20 bis 80 % zurückgegangen.

Die Lebensdauer von Autogasmotoren ist rund doppelt so hoch wie die von Benzinern.

Wenn es interessiert, hier ein paar Fakten:

http://www.hydrogeit.de/autogas.htm

Der 2.4er von AUDI ist ein seit 1997 bewährter Motor über den kaum Klagen kommen.

Nachtrag:

Die Maschine wurde 2004 neuentwickelt, sorry Irrtum meinerseits.

Hier ein Vergleichstest.

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