Kolbenfresser, Kolbenbolzen, Drehmomment

Ford

Hi, kann mir bitte jemand schreiben

1. Mit welchen Drehmomment die Schrauben der Nockenwellenlagerdeckel beim
Zetek 1,8L; 115PS; 16v; 2-0928 / 3-923 festgedreht werden?

2. Warum müssen die Schrauben mit denen der Zylinderkopf befestigt ist nach der Demontage mit neuen ersetzt werden?

3. Kann der Bolzen auch ohne Hitze und Kälte ausgetrieben werden ohne dass das Pleuel beschädigt wird?

Ich habe aus Versehen einige Hydrostößel verwechselt eingesetzt, aber die Ventile schliesen wieder alle normal.
4. Worauf muss ich noch dabei achten?

Der Motor hatte einen Kolbenfresser den ich versuche zu reparieren, indem ich den defekten Kolben durch einen neuen erzetze. Ich warte auf das bestellte nichtflammbare Kältespray um den Bolzen aus der Pleuel herauszutreiben. Der Bolzen ist in der Pleuel festgepresst, am Kolben sind keine Sicherungsringe die den Bolzen festhalten könnten.
5. Kann der Bolzen auch ohne Hitze und Kälte ausgetrieben werden ohne dass das Pleuel beschädigt wird?
MfG, Ioan

30 Antworten

Bei den Schrauben kommt es auf den Duchmesser und das Material an. Bei M8 so 40Nm, ich mach das nach Gefühl.
Die Zylinderkopfschrauben dehnen sich etwas und bleiben gedehnt. Deswegen soll man die nicht zu oft nehmen.
Den Kolbenbolzen kannst du rausschlagen, wenn kein Sicherungsring drin ist. Nur bei dem Kolben, ist der Zylinder auch unbrauchbar und muß ausgedreht werden.
Bei verwechselten Hydrostößel: Am besten zurückwechseln, sonst: Augen zu und durch.

sieht ja bös aus der kolben...

wie geht es der zylinderwand?

Zitat:

Original geschrieben von Georg266


Bei den Schrauben kommt es auf den Duchmesser und das Material an. Bei M8 so 40Nm, ich mach das nach Gefühl.

Mich interessieren eigentlich nicht die Drehmomente von irgendwelchen Schrauben, sondern genaue Angaben die ganz bestimmte Schrauben betreffen, und zwar die die ich genannt habe.

Zitat:

Original geschrieben von Georg266


Zylinderkopfschrauben dehnen sich etwas und bleiben gedehnt. Deswegen soll man die nicht zu oft nehmen.

"Nicht zu oft" ?! Es wird als zwingend erforderlich angegeben sie immer auszuwechseln,... ohne wenn und aber. Warum? Welche Nachteile bringt dies mit sich? Die Schrauben stoßen ja durch die Dehnung nicht irgendwo an, also können sie ja auch dann festgeschraubt werden wenn sie um einige µm länger sind als sie vorher waren, das kann nicht der Grund für den Austausch sein, also muss es dafür einen anderen geben, und den wollte ich wissen. Ich kann mir auch nicht vorstellen das die Schrauben durch die erste Dehnung so sehr geschwächt werden dass sie bei einem zweiten Festziehen nicht mer genug halt bieten. Gibt es jemand der das genau weiß?

Zitat:

Original geschrieben von Georg266


Den Kolbenbolzen kannst du rausschlagen, wenn kein Sicherungsring drin ist. Nur bei dem Kolben, ist der Zylinder auch unbrauchbar und muss ausgedreht werden.

Wenn ein Sicherungsring vorhanden währe, würde ich ihn geschmeidig entfernen und den Bolzen elegant aus der Pleuel hinausführen. Es ist leider ganz anders. Georg, kannst Du mir bitte das mit dem unbrauchbaren Zylinder etwas genauer beschreiben? Warum soll der unbrauchbar geworden sein? Ich kann an ihn keine Veränderung sehen, außer das etwas Aluminium an der obere Kante klebt, was aber für mich kein Problem darstellt, ich kann das leicht entfernen, ohne den Zylinder zu beschädigen. Klar, sicherlich kann ich mit einem 10kg Hammer bei gehen und dem Bolzen ein Angebot machen das er nicht ablehnen kann, nur möchte ich sein vom Schmerz verzerrtes Gesicht nicht durch das schöne Pleuel jagen, das ich ja danach noch verwenden möchte. Wenn es überhaupt möglich währe den Bolzen aus der Pleuel ohne Temperaturbehandlung zu bewegen, würde ich es viel lieber mit pressen versuchen.

Zitat:

Original geschrieben von Georg266


Bei verwechselten Hydrostößel: Am besten zurückwechseln, sonst: Augen zu und durch.

Das ist keine schlechte Idee, könnte von mir sein, nur, wenn ich noch gewusst hätte wo jeder hingehört hätte ich sie sicher nicht verkehrt eingesetzt. So ein Misst dass sie sich alle so zum verwechseln ähnlich sind. Auf einmal lagen sie alle durcheinander und dann nahm ich sie halt wie sie waren. "Augen zu und durch" ist nicht meine Art, deswegen möchte ich lieber wissen auf was ich mich gefasst machen sollte. Weiß jemand was passieren kann wenn man die Ordnung der Hydros durcheinander bringt?

Danke Georg für dein guter Wille und für die Hilfsbereitschaft, aber ich möchte genaueres erfahren.

man sollte die Zylinderkopfschrauben aus folgen den grund nicht nochmal ver wenden , weil wenn diese auf Drehmoment und Grad gezogen werden dehnen diese sich und wenn du diese nochmal benutzt
können diese Zylinderkopfschraub abbrechen und dann ist die "kacke" richtig am dampfen

nun zu deiner kolbenwand , wenn ich mir den kolben anschaue muss deine zylinderwand im motorblock auf jedenfall gehohnt werden denn die beschädigung wird selbst mit einen neuen kolben nicht besser da geht um 10 tel milimeter.

die kolbenringe müssen so gedreht sein das jede öffnug von den kolbenringe woanders hinzeigt "wichtig" so haste am ende keine kompression weil alles durch pfeift

wenn der kolben im zylinder hoch und runter fährt sollte er kein kippspiel haben und so wie die beschädigung aussieht kann das der fall sein ambesten bild machen und ab zum motorbauer denn es wird passieren du baust alles zusammen und der motor wird nicht solaufen wie er sollte

Danke, habs jetzt verstanden, und Drehmoment?

40Nm ist ein bischen üppig, ist ja in den Alukopf geschraubt, nimm mal so 25Nm bis 30Nm.

Die Kopfschrauben können, beim Wiederverwenden abreißen, tun sie aber meist nicht. Ich hab die im Escort zum dritten Mal in Verwendung.

Hydrostößel sollten alle gleich sein, aber trotzdem nicht vertauscht werden, lässt sich aber nicht mehr ändern.

Alle Teile vom Motor und Getriebe sollten, auf eine sauberen Unterlage, in der richtigen Reihenfolge abgelegt werden. Nicht Alles in ne Schraubenkiste schmeißen. Das kann man beim Getriebeausbau uä. machen.

Ich nochmal, Frage:

die Öffnungen der Kolbenringe sollen jeweils zu den anderen zwei um ein Drittel versetzt sein, damit der Weg der Gase und des Schmierstoffs auf Maximal verlängert wird.

Scheint auch logisch zu sein.

Was aber absolut unlogisch ist, ist dass die Kolbenringe sich frei um den Kolben drehen können. Nichts hindert sie daran. Es scheint mir nicht glaubwürdig anzunehmen dass sie sich während der Motor dreht, nicht auch um den Kolben drehen. Was ist denn mit der Kompression wenn sich der Abstand zwischen den Kolbenringöffnungen verringert, oder zwei davon an der gleichen Stelle sind, und der dritte nur wenig versetzt? Ich gehe sogar weiter und frag was passiert wenn mal alle drei an der gleichen Stelle sind?

Das was bei meinem Motor der Fall ist?

Die heiße Gaze schießen durch die Ringöffnungen und zerstören den Kolben?

Warum werden die Kolbenringe, oder zumindest einer davon, nicht durch einen Stift am drehen gehindert?

Halten dann die Motoren länger als es den Herstellern in dem Kram passt?

Zitat:

Original geschrieben von Georg266


40Nm ist ein bischen üppig, ist ja in den Alukopf geschraubt, nimm mal so 25Nm bis 30Nm.

Georg, ich habe eine bei 15 N/m regelrecht abgerissen! Die andere Hälfte blieb im Alublock! Hab ich aber durchgebohrt und rausgeholt. Danach sah ich mich gezwungen gesehen selbst herauszufinden wie stark sie gedreht werden müssen. Es sind 12 N/m! Mit dieser Kraft waren die originär in einem gleichen Motor verschraubt. Hab ich mit einem Drehmomentschlüssel überprüft. Das Aussenmaß des Gewindes der Schrauben ist 6,85mm und es wird in Aluminium geschraubt.

Zitat:

Original geschrieben von Georg266


Die Kopfschrauben können, beim Wiederverwenden abreißen, tun sie aber meist nicht. Ich hab die im Escort zum dritten Mal in Verwendung.

Das haben mir auch andere Leute erzählt. Deswegen wollte ich eine Antwort von jemand der es genau weiß, um das Risiko einigernassen einschätzen zu können. Ich drehe sie auch zurück, weil ich keine Lust habe einen Haufen Geld zu investieren, wenn andere Teile (Zylinder) noch schwächer sind. Wenn er läuft ist gut, wenn nicht, hab ich mich schon damit abgefunden ein anderes Auto zu kaufen. Mein Esi ist BJ ´97 und ich habe ihn gebraucht gekauft. Der Motor hat 200000 km hinter sich.

Zitat:

Original geschrieben von Georg266


Hydrostößel sollten alle gleich sein, trotzdem nicht vertauscht werden, lässt sich aber nicht mehr ändern.

Ja, wenn sie neu sind, bevor sie gearbeitet haben. (!) Danach passen sie sich an den Verschleiß des jeweiliges Ventil an, und der ist bei jedem anders. Wenn nun ein Hydro, das an einem durch Verschleiß kürzer gewordenes Ventil war, an ein längeres verwendet wird, stimmt die Anpassung nicht mehr, der Hydro ist zu lang, schiebt das Ventil zu tief im Brennraum und geht danach auch nicht mehr richtig zu, verliert also die Kompression. Zum Glück ging das Öl aus den Hydros raus als ich sie etwas länger unter Druck hielt. (Das Ventil mit der Nocke hinuntergepresst.) Sie schließen jetzt alle.

Zitat:

Original geschrieben von Georg266


Alle Teile vom Motor und Getriebe sollten, auf eine sauberen Unterlage, in der richtigen Reihenfolge abgelegt werden. Nicht Alles in ne Schraubenkiste schmeißen. Das kann man beim Getriebeausbau uä. machen.

Ich arbeite an dem Motor in einem Carport. An dem Abend war das Wetter zwar bedrohlich, aber ruhig. Bis plötzlich ein Sturm mit Hagel kam und meine schön säuberlich geordnete Teile bombardierte. 30 Sekunden Horror! Danach war alles anders!

Zitat:

Original geschrieben von heckelcross


Die heiße Gaze schießen durch die Ringöffnungen und zerstören den Kolben?
Warum werden die Kolbenringe, oder zumindest einer davon, nicht durch einen Stift am drehen gehindert?

Das ist eine Gefahr, die nicht vorhanden ist. Ein Stift zum Sichern gibts beim Zweitakter, damit die Kolbenringe nicht in den Überströmkanälen hängen bleiben.

Beim Einbauen sollten die Öffnungen versetzt sein und dann bleiben die auch erstmal so.

Das Gas kann an der Stelle nicht so heiß werden bzw. es kühlt sich durch den Spalt ab.

Bei deinem Kolben wird ein Stück von Feuersteg abgebrochen sein. Kann auch Falschluft oder die Zündung als Ursache haben.

Es sieht nicht abgebrochen aus, sondern in feinen Partikeln abgetragen oder geschmolzen. An der Stelle sind keine scharfe Kanten. Sieht aus wie weggepustet und es entstand ein Loch hinter den Ringen, bis ins Innere des Kolben.

was brauchste denn alles fuer drehmomente ich schau heute mal nach

Danke, es geht darum:

Zitat:

Original geschrieben von heckelcross


Hi, kann mir bitte jemand schreiben
Mit welchen Drehmomment die Schrauben der Nockenwellenlagerdeckel beim
Zetek 1,8L; 115PS; 16v; 2-0928 / 3-923 festgedreht werden?

Ich habe sie mit 12N/m festgedreht, weis aber immer noch nicht ob das richtig ist.

Zitat:

Original geschrieben von heckelcross


Kann der Bolzen auch ohne Hitze und Kälte ausgetrieben werden ohne dass das Pleuel beschädigt wird?
MfG, Ioan

Inzwischen weis ichs, es ist in einer Autowerkstatt eine Sache von minuten und hat mich 5€ gekostet. Das Pleuel hat keine Spur von einer Beschädigung. Die haben eine Presse benutzt, hab sie nicht gesehen, aber gehöhrt.

Gruß, Ioan

soweit ich weis nur mit wärme um beschädigung zu vermeiden

Hallo Leute, es ist heute ziemlich früh, ich bin nochmal hereingekommen hoffend dass sich doch noch jemand meldet und mir beim Drehmoment hilft.
Hab die Schrauben provisorisch mit 12 N/m festgedreht. So wird es in meinem Buch vorgegeben. Nun geh´ich wieder raus und setz den Zahnriemen drauf. Hab noch kein Lineal, muss mir was einfallen lassen. Leider werd´ich mich nicht trauen ihn mitten in der Nacht zu starten. Wenn er in die Luft fliegt, soll er zumindest nicht das ganze Viertel wecken.
Schlaft mal schön weiter, ich hab noch a bisserl zu tun.

na dann gutes gelingen , dreh den motor erstmal von hand durch und wenn er sich gut durchdrehen läßt ist es dcoh schonmal nen gutes zeichen
was haste denn nun mit deinen kolben gemacht ?

Deine Antwort