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Klimaanlage reinigen Schwachsinn?

Mercedes E-Klasse S210
Themenstarteram 12. Juli 2007 um 19:50

Hallo Leute,

ich habe letzte Woche meine Lüftungsanlage mit einem Schaumreiniger selber gereinigt. Ob das wirklich was bringt, lassen wir mal dahin gestellt.

Nach beendeter Arbeit kam ein Freund, der beruflich sehr viel mit Klimaanlagen zu tun hat. Er meinte, es sei totaler quatsch sowas zu machen. Die Anlage sei doch sowieso fast immer aus und da wäre sie ständig trocken und somit könnten sich dort auch keine Pilze und Bakterien halten.

Nun habe ich ein Gutes und ein schlechtes Gefühl. Was meint Ihr, lohnt sich eine Reinigung überhaupt ?

Egal ob nun in der Werkstatt oder Spraydose ?

Gruß

Bergshire

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17 Antworten

Wenn deine Anlage saubere Abläufe für das Kondenswasser hat und du den ggf. vorhandenen Innenraumfilter regelmäßig austauschst, gibt es wenig was stinken kann. Klima aus bedeutet bei MB das die rote Kontrolle in der EC Taste leuchtet. Wenn du wie dein Freund behauptet die Klima immer aus hast, weise ich dich jetzt darauf hin, dass es besser ist sie ab und zu zu benutzen. Im kältemittelkreislauf gibt es eine Trocknerpatrone, die dem Kältemittel eingedrungene Feuchtigkeit entzieht. Benutzt man die Klima nicht, führt die zu Korrosion in der Anlage und letztendlich zum Ausfall.

am 15. Juli 2007 um 14:00

Naja, schimmeln + faulen tun die eigentlich nicht, seid dem die nen Innenraumfilter haben.

Von daher würde ich mir da wenig Sorgem machen.

Mfg, Mark

Moin,

Solange du die KLimaanlage entsprechend "trocken" fährst ... und eben nichts müffelt oder riecht ... hat dein Kollege da durchaus recht. Ob du da Bakterien oder Pilzbefall hast ... kannst du ja schon sehr einfach feststellen ;) Eine Wartung schadet dem Teil aber grundlegend nicht.

MFG Kester

@Bergshire

Wenn Dein Freund Klimatechniker ist, dann wird er auch die DIN 1943 und hier besonders den Teil 4 kennen. Hier wird der Umgang mit RLT (Raumlufttechnischen Anlagen beschrieben). O.K. gilt für Grossklimageräte aber bei der Autoklima einfach zu sagen "wartungsfrei" wäre doch blauäugig. Durch eine verkeimte Klimaanlage sind im Jahr 1976 in den USA bei einem Legionärstreffen 200 Teilnehmer an einer Lungenentzündung erkrankt und einige sind auch daran verstorben. Seit dem nennt man diese Erkrankung "Legionärskrankheit"! Hervorgerufen durch "Legionellen"! Diese Bakterien leben im Wasser und Klimaanlagen mit Luftbefeuchter könen durchaus mit diesen Keimen befallen sein. Ebenso ist es möglich das sich in Klimaanlagen Pilze ansiedeln. Eine Desinfektion ist durchaus angeraten und lässt sich leicht selber durchführen:

- Innenraumfilter im Motorraum abnehmen

- Klima aus

- Lüftung auf größte Stufe

- in die offene Ansaugöffnung im Motorraum kann jetzt ein Desinfektionsmittel eingesprüt werden. Z. B. "Terralin liquid" von der Fa. Schülke&Mayr. Das Einsprühen sollte mehrmals wiederholt werden in verschiedenen Lüftungseinstellungen.

Gruß,hajo!

Legionella

 

Als Lungenfacharzt klann ich nur nahelegen seine Klima alle 2 Jahre reinigen zu lassen (auch im Haus). Vor allem wenn noch alte aktivkohlehaltige Filter im Spiel sind da diese die Brutstell für Legionellen darstellen. Auch Aspergillen könnten durchaus wachsen, wären abe nur in immunsuprimierten Patienten, Patienen mit Alveolitis oder mit Allergie genen Schimmeöpilz ein Thema.

Gruß Pagodino

Dem kann ich nur zustimmen!

Bin zwar kein Pulmologe/ Pneumologe aber als Fachkrankenpfleger für Hygiene habe ich z. B. auch mit Klimatechnik zu tun!

Die Aussage in Bezug auf den Aspergillus möchte ich nicht revidieren aber ergänzen:

Vor langer Zeit hat einmal ein Gelehrter gesagt (frei übersetzt ins Hochdeutsche):

Alle Dinge sind Gift!

Nur die entsprechende Dosis macht, das etwas Gift ist!

Nun, in Bezug auf den Aspergillus ist hier nicht nur die Dosis in der Klima wichtig sondern auch der Zeitfaktor. Will sagen, das nicht nur Immunsupprimierte Menschen sonder auch Gesunde durchaus erkranken können. Wenn man längere Zeit mit einer Aspergillusverseuchten Klima durch die Gegend fährt, können auch Gesunde erkranken!

Eine hauptberufliche Feuerwache in Duisburg musste auf Grund von Aspergillusbefall nicht nur geschlossen, sondern auch abgerissen werden. Eine Sanierung war nicht mehr möglich. Der Befall wurde erst festgestellt, als die Mitarbeiter dieser Wache sich fast komplett mit Atembeschwerden - Kein Wunder - krank meldeten und sich weigerten die Wache wieder zu betreten!

Deshalb volle Zustimmung zur regelmäßigen Wartung und Desinfektion der Klima!!

Gruß,hajo!

am 23. Juli 2007 um 11:23

Dieser Hoch-Weisen Meinung schließe ich mich an.

Bei meinem 124er Kombi ist jetzt eh alles neu, da habe ich damit kein Problem.

Im alten Verdampfer habe ich aber so einiges gefunden, was sich da im Laufe der Zeit angesammelt hat.

Wartet, ich krame mal...

http://www.killerwolfs-masternet.com/opelp1page/300teklima/20.JPG

So sah das aus nem 85er 300e aus...

Und so sieht es jetzt erst einmal aus: http://www.killerwolfs-masternet.com/opelp1page/300teklima/21.JPG

Das was man oben alles im Verdampfer hängen sieht, ist überwiegend Dreck, der von draußen mit eingefangen wird.

Blätter, tote fliegen, etc.

Das Zeug wird da auch nicht heiß genug, um Geviechs ab zu töten, da der Verdampfer im Luftstrom VOR dem Heizungskühler sitzt. Der Heizungskühler kann unter heißtesten Bedingungen Kopfwasser mit ca. 100°C kriegen, was aber nicht reicht um den Heizungskasten vorne auf mindestens 60°C zu erwärmen um z.B. Bakterien zu töten.

Selbst wenn sie dort aber getötet würden, kommen mit der nächsten Fliege neue nach, die dort optimalen Nährboden finden.

Dazu ist dieser Bereich durchgehend feucht, und um halbwegs trocken zu bleiben, müsste etwa 2 Minuten das Gebläse ohne Klima laufen, um die Feuchtigkeit halbwegs raus zu blasen.

Und dieses Trockenfahren ist bei meinem Kurzstreckeneinsatz gar nicht möglich, ich kann nicht 10 min am Tage damit verbringen, jedes mal die Klima trockenlaufen zu lassen.

Seid Mitte der 90er baut Damiler Benz dann Staubfilter ein, später sogar Aktivkohlefilter und seid dem ist so ein Siff geschichte. Pilzkolonien können sich trotzdem ansetzen.

Wenn man aber wie ich z.B. mein 300CE sehr selten fährt, und dann meißtens noch offen, wird einen eine kleine Bakteriendusche aus den Lüftungsdüsen nicht umbringen, im Gegenteil, sie stärkt eher das Imunsysten ;)

Bakterien sind überall, wir haben den ganzen Tag umgang damit und eine Gesunde Dosis von den Viechern ist Lebenswichtig, da sich unser Imunsystem nur so darauf einstellen kann. Wenn wir alle Steril leben würden, könnte und schon eine einzige eigentlich Harmlose Bakterie umbringen.

Mfg, Mark

am 23. Juli 2007 um 11:26

Es schadet sicher nicht, mal gelegentlich eine Klima zu desinfizieren, eine regelmäßige Desinfektion, das würd ich nicht tun, denn man weis nie genau was in diesen ganzen Sprays alles für Gifte drinnen sind, und Gift ist es nun mal und das möchte ich auch nicht ständig einatmen.

am 23. Juli 2007 um 14:20

Ich frage mich gerade, wie kommen die Bakterien am Verdampfer in deinen Klimakühlkreislauf?

Ich denke nämlich gar nicht!

Wichtig ist nicht der Dreck am Verdampfer, sondern der im Innenraum beim Luftverteiler. Wie heisst dieses Teil nochmal? Sieht aus wie ein Wärmetauscher. Da entstehen nämlich die Gerüche, nicht am Verdampfer. Der Verdampfer ist da vollkommen egal.

An diesem Wärmetauscher oder wie das Ding heisst, entsteht nämlich logischerweise Kondenswasser und da wo Wasser ist, sind auch Bakterien und Pilze und diese stinken eben, wenn sie feucht sind.

Daher ist eine Desinfektion schon sinnvoll, weil Desinfektionsmittel sind glaube ich weniger schädlich als Pilzsporen in der Lunge ;)

am 24. Juli 2007 um 10:43

Luftverteiler?

Ich hab keinen Luftverteiler.

Das im Innenraum ist der Verdampfer, das vor dem Kühler draußen der Kondensator.

Im Verdampfer herscht ein Unterdruckt, in welchen durch das Expansionsventil die Kühlflüssigkeit eingespritzt wird und beim expandieren abkühlt.

Im Kondensator wird nur die Verdichtete Flüssigkeit abgekühlt.

Bubu5, das mit den Legionellen war meines Wissens nach ein Aerosol erzeugender Springbrunnen.

Nein stimmt nicht!

Schaust DU:

Zitat:

Die Legionärskrankheit (Legionellose) ist eine Infektionskrankheit. Sie wurde 1976 zum ersten Mal beschrieben. Ihren Namen erhielt sie nach einem Treffen der US-Kriegsveteranenvereinigung „American Legion“ in Philadelphia. In dem Hotel, in dem die Veteranen untergebracht waren, erkrankten 200 Teilnehmer, 34 starben an einer Lungenentzündung. Die Erreger wurden in der Klimaanlage entdeckt.

Zitat Ende!

Die schwächer verlaufende Form der Legionärskrankheit - oder besser von den Legionellen verursachte Krankheit - nennt man Pontiac-Fieber!

Ein Wort noch zu den Pilzen:

Hier sind nicht die Pilze - Aspergillus - im Filter selber relevant sondern die Pilzsporen verursachen die Beschwerden bis hin zur Pneumonie!

Im Kondenswasser werden sich sehr wahrscheinlich Bakterien der Gattung Pseudomonas aeruginosa nachweisen lassen. Auch diese Bakterien können Pneumonien, Bronchitis oder auch Wundentzündungen verursachen. Der Pseudomonas ist ebenso wie Legionella ein Wasserkeim und die fühlen sich bei Temp´s ab 22° C pudelwohl!

Gruß,hajo!

Hi nochmal,

1tens Pseudomonas kann man überall nachweisen.

2tens glaube ich immer noch an einen Springbrunnen, denn so habe ich es mal in MiBi gelernt. Es war zur Zeit der Tagung sehr heiß. Der Springbrunnen im Foyer des Hotels hatte demzufolge eine für Legionella gute Temperatur.

In Klimaanlagen hat man selten solche Temperaturen.

Die Legionellen raffen im Übrigen (fast) nur morbide Menschen dahin. Die Legionäre, die sich in den 70ern dort trafen waren alle schon reichlich alt, und somit empfänglich für diese Urasche der Lungenentzündung.

Ich muss Dir leider nochmal wiedersprechen:

Es war die Klimaanlage!

Und zwar war die Wäschekammer der Anlage mit Legionellen befallen und über die Luftverteilung wurden die Legionellen transportiert.

Weiterhin ist es nicht unbedingt erforderlich warme Lufttemp´s zuhaben. Die Wassertemp ist entscheidend. Legionellen werden regelmäßig im Trinkwasser nachgewiesen (Warmwasser). Ich habe gerade heute einen positiven Befund für eine Abteilung in einem KrHs erhalten. Liegt zwar weit unter dem Grenzwert von 1000 aber wir haben die Warmwasservorlauftemp auf 65° C erhöht. Man kann sich theoretisch auch beim Duschen infizieren wenn die Dosis hoch genug ist.

Also wie ich oben schon geschrieben habe - 22° C Wassertemp reichen, bei entsprechender Dosis - schon aus. Es ist aber unwahrscheinlich durch eine Autoklima an der Legionärskrankheit oder am Pontiac-Fieber zu erkranken. Eher sind hier die Pilzsporen relevant.

Gruß,hajo!

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