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Kleines Unfall - lohnt sich ein anwalt

Themenstarteram 13. Februar 2016 um 19:01

Hallo

Ich hatte gestern einen kleinen Unfall als ich auf einer 2 spurigen Strecke unterwegs war und der Unfall Verursacher plötzlich von rechts auf meine Spur kam und ich Vollbremsung durchführen musste um eine Kollision zu verhindern.

Weiterhin musste ich ausweichen und kam mit dem Felge (vorne links) gegen Bordstein.

Alles wurde polizeilich aufgenommen

Zeuge ist vorhanden (mein Cousin fuhr mit seinem Pkw hinter mir her, also hatte er die Übersicht was alles geschah)

Meine Frage ist jetzt: lohnt sich ein Anwalt für so einen "kleinen Schaden"? Da ich weiß, das bei solchen Sachen die Versicherung Probleme machen und ich keine Lust habe mich drum zu kümmern.

Meiner Meinung nach beläuft sich der Schaden um ca 870 Euro dies aus dem Grund:

1x Felge (550 Euro)

1x reifen (200 Euro)

1x achsvermessung (100 Euro)

1x Montage etc (20 Euro)

Danke für euren Aufmerksamkeit

Beste Antwort im Thema

und was machst du, wenn sich bei der Vermessung herausstellt, dass mehr kaputt ist?

Sollte sich eine unfallbedingte Fehlstellung offenbahren muss nämlich ein bischen mehr erneuert werden, wie nur die Rad/-Reifenkombination.

Zum Beispiel das Lenkgetriebe, oder der/-die Querlenker oder, oder......

Ich würde dir empfehlen, dass Auto erst einmal einen Sachverständigen vorzustellen.

Der wird dich dann weiter beraten und dich erläutern was du machen kannst, oder auch nicht.

Ist aber nur ein Empfehlung, musst du natürlich selber wissen.

 

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31 Antworten

Zitat:

@Holger-TDI schrieb am 13. Februar 2016 um 21:13:49 Uhr:

Meine Erfahrung ist: Sofort zum Anwalt. Welche dreisten Geschichten und Unschämtheiten ich mir schon von fremden Versicherungen anhören musste, geht auf keine Kuhhaut. Pauschal werden Gutachten nicht anerkannt, Positionen im Gutachten gestrichen oder einfach nicht auf Schreiben reagiert. Selbst beim letzten völlig eindeutigen Fall zahlte die Versicherung erst, nachdem ein Gerichtstermin einberufen worden ist. Alle Schreiben, sogar die vom Anwalt, wurden ignoriert.

Bei meiner Beliebheitsskala liegen Kfz-Versicherungen weit hinter Fond-Managern und Drogenkartellbesitzern.

Kannst Du Deine Erfahrungen auch in Zahlen verifizieren?

Themenstarteram 14. Februar 2016 um 1:32

Zitat:

@phaetoninteressent schrieb am 13. Februar 2016 um 21:22:13 Uhr:

Hat der Unfallverursacher angehalten und war bei der polizeilichen Aufnahme dabei?

Ja er hat zugegeben das er mich nicht gesehen hat

dann denke ich brauchst du erst einmal kein anwalt.

fallstrick (nur der vollständigkeit halber):

ein anwalt will auch bezahlt werden. er wird nach dem streitwert bezahlt, also nach dem wert, um den man sich streitet. dieser liegt hier schon unter 1000€ und die daraus ergebene vergütung für den anwalt ist in der ausgangslange schon nicht die welt.

Bedenke, dass Anwalte ungerne angefangene Vorgänge übernehmen, weil da im zweifel taktisch einiges falsch gelaufen ist und es den vorgang für sie erschwert. zudem sinkt ggf. ihre vergütung, wenn der streitwert sinkt. forderst du 800 und die versicherung zahlt sofort 700 davon, dann streitet ihr nurnoch um 100. schaltest du dann ein anwalt ein, wird dieser auch nur nach den 100€ bezahlt. dann wird es im zweifel schwer überhaupt einen anwalt zu finden, da aus sicht des anwalt miserable bezahlung für ein vom Clienten verpfutschten Fall (aus seiner Sicht).

Themenstarteram 14. Februar 2016 um 12:16

Kann die Versicherung nachvollziehen was der Unfallverursacher ausgesagt hat ? Also in der Akte ?

 

Ich hatte es so vor:

 

Versicherung anschreiben + Gutachten schicken + 2 Wochen Frist setzen

Auch sollte an dieser Stelle einmal darauf aufmerksam gemacht werden, dass es zahllose Anwälte gibt, die nicht gerade als Zierde ihres Berufsstandes bezeichnet werden können. D.h. teilweise schlampige Bearbeitung, Nichteinhaltung von Terminen usw. Ich habe jedoch nicht die Absicht Pauschalierungen auszusprechen.

Davon wird hier kaum etwas gepostet.

Es ist bekannt, dass die Entwicklung der Versicherungen hinsichtlich der Schadenregulierung negativer, und schon dadurch die Hinzuziehung eines Anwaltes verständlicher geworden ist.

Ich habe immer nur einen Ra beauftragt, wenn ich bemerkt habe, dass es nicht rund läuft.

in den letzten 30 Jahren, dank des Verhaltens vom Audi Zentrum Berlin, 2015 das 2. Mal.

Zitat:

@Onur91 schrieb am 14. Februar 2016 um 12:16:15 Uhr:

Kann die Versicherung nachvollziehen was der Unfallverursacher ausgesagt hat ? Also in der Akte ?

Ich hatte es so vor:

Versicherung anschreiben + Gutachten schicken + 2 Wochen Frist setzen

wenn der unfallgegner yeiner versicherung etwa anderes sagt, wird sie die amtliche ermittlungsakte anfordern, also lapidar gesagt das was die Polizei notiert hat.

Zwei Wochen frist ist zu ambitioniert. Stell dir mal vor der unfallgegner ist im Urlaub oder lässt sich mit der Antwort Zeit. Die Versicherung wird nicht ohne seine Aussage regulieren. Setze vier Wochen.

Zitat:

@germania47 schrieb am 14. Februar 2016 um 12:17:51 Uhr:

dass es zahllose Anwälte gibt, die nicht gerade als Zierde ihres Berufsstandes bezeichnet werden können.

das ist jetzt aber schon die hohe Schule der Rhetorik :-)

"Zierde ihres Berufsstandes" --> direkt gespeichert :-)

Zitat:

Kannst Du Deine Erfahrungen auch in Zahlen verifizieren?

Ja, in den letzten 8 Jahren waren es drei Unfälle. Alle unverschuldet. Beim letzten war es laut Versicherung ein wirtschaftlicher Totalschaden. Laut Gutachter nicht. Die Versicherung hatte einfach bei eBay mein Auto gesucht, dann den niedrigsten noch vertreten Preis (600,- Euro) angesetzt und mir diesen ausgezahlt. Laut Gutachten war der Wiederbeschaffungswert 2800,- Euro aufgrund des sehr guten Zustandes.

Jedenfalls stellte sich die Versicherung ein halbes Jahr einfach tot, reagierte auf diverse Schreiben des Anwalts nicht, auch nicht auf Fristsetzungen. Erst als der Gerichtstermin feststand, zahlte die Versicherung (mit geringen Abzug). Die Fälle davor verliefen zwar nicht so extrem, aber ohne Anwalt wäre ich nicht zum Ziel gekommen.

Dazu kommt dann noch, das nach Unfällen die Unfallgegner von plötzlichen Gedächtnisausfällen geplagt werden und eine völlige andere Geschiche der Versicherung erzählt werden. Ohne Zeugen hat man dann die Pappnase auf. Deshalb gilt für mich auch, sofort Zeugen suchen, auch wenn der Fall noch so eindeutig ist.

Diese Problem müssen zwar nicht die Regel sein, nur für mich gilt deshalb: Null Eigeninitiative, bei dem kleinsten Kratzer alles dem Anwalt übergeben. Letztendes ist dies auch mein Recht.

am 14. Februar 2016 um 18:48

Zitat:

@Holger-TDI schrieb am 14. Februar 2016 um 18:24:02 Uhr:

…. Null Eigeninitiative, bei dem kleinsten Kratzer alles dem Anwalt übergeben. Letztendes ist dies auch mein Recht.

…. und der gegnerische Versicherer muss ja die Kosten tragen

DAS IST HAUPTSÄCHLICH GRUND FÜR EINE ANWALTSBEAUFTRAGUNG nach einem unverschuldeten Schadenereignis. In allen anderen Bereichen des täglichen Lebens auch im Schadenfall mit der eigenen Versicherung wird ein Anwalt nur dann hinzugezogen, wenn es auch tatsächlich erforderlich ist.

Ja aber da sind die Versicherungen doch selbst schuld wenn sie sich so verhalten. Logischerweise zieht man dann alle Register. Wenn man bei Versicherungen (egal welcher Coleur) nicht permanent das Gefühl hätte, über den Tisch gezogen zu werden, würde sich in vielen Fällen die Inanspruchnahme eines Anwaltes erübrigen.

Aber allein die Verzögerungstaktiken nötigen einen ja schon dazu ....

Zitat:

@xAKBx schrieb am 14. Februar 2016 um 18:48:52 Uhr:

Zitat:

@Holger-TDI schrieb am 14. Februar 2016 um 18:24:02 Uhr:

…. Null Eigeninitiative, bei dem kleinsten Kratzer alles dem Anwalt übergeben. Letztendes ist dies auch mein Recht.

…. und der gegnerische Versicherer muss ja die Kosten tragen

DAS IST HAUPTSÄCHLICH GRUND FÜR EINE ANWALTSBEAUFTRAGUNG nach einem unverschuldeten Schadenereignis. In allen anderen Bereichen des täglichen Lebens auch im Schadenfall mit der eigenen Versicherung wird ein Anwalt nur dann hinzugezogen, wenn es auch tatsächlich erforderlich ist.

Ist doch totaler Quatsch. Woher hast du derartige Weisheiten.

Wann weisst Du als Laie, wann ein Anwalt erforderlich ist? Welche Rechte stehen dir als Geschädigter zu? Welche Kostenerstattungen stehen dir zu? Weisst Du, ob die Abrechnung der Versicherung auch rechtens ist? Und, und...

Letztenendes würde ich als Laie mit einem Profi bei der Versicherung verhandeln. Das wäre genauso gerecht, als ich wenn mich vor Gericht selber verteidigen müßte.

Das ist sicherlich aus deinen Augen gerecht. Zusätzlich werden aber genau diese Kosten bei der Versicherung in den Prämien mit einkalkuliert. Genauso die Beträge, um denen Geschädigte wissentlich beschissen werden.

naja, es schon etwas dran, das die leute - sagen wir mal - ungehemmter zum Anwalt gehen, wenn die gegnerische Versicherung diesen per Gesetz zahlen muss, was in normalen zivilrechtlichen Streitigkeiten außergerichtlich nicht der Fall ist.

Das muss man sich durchaus vor Augen halten, wobei ich nicht sagen will, dass ich diese Regelung für falsche halte, zumal "David gegen Goliath" seine Ansprüche durchsetzen muss.

Das macht die Entscheidung jeoch zumindest leichter. Zugegeben das Regulierungsverhalten mancher Versicherer am Markt gibt sein übriges, wobei ich mich dagegen verwehren würde, alle über ein Kamm zu scheren.

Problematisch ist halt oft, dass der Geschädigte den Versicherer als Betrüger, Abzocker oder sonstig denunziert, sobald dieser nicht nach seinen Wünschen, die ebenfalls auch oft nicht mit den rechtlich tatsächlichen vorhanden Anspürchen in Einklang zu bringen sind, reguliert.

Prinzipiell stimme ich dir ja zu, dass man nicht wegen jeden Mist zum Anwalt rennen mussen. Nur nach meinen Erfahrungen versuchen Versicherungen mit nicht gerade wenig Aufwand die Höhe der Zahlung zu drücken oder nach ihren Gunsten schönzurechnen. Dafür haben sie ausgebildete Sachbearbeiter und Rechtsabteilungen, deren Kosten sich auch in den Versicherungsbeiträgen niederschlagen.

Das hat auch nichts damit zu tun, das ich Versicherungen generell und betrugsverdacht stelle. Versicherung sind gewinnorientiert und versuchen die Kosten zu drücken. Das ist natürlich legitim. So handelt jedes Wirtschaftsunternehmen. Sie handeln auch nicht zu Gunsten der Menschheit, wie sie es in der Werbung versprechen.

Und aus diesem Grunde versuche ich es gar nicht erst, mit Sachbearbeitern zu diskutieren. Entweder gehen sie auf meine Forderung ein, so wie ich es mir nach meinen Rechtsverständnis vorstelle oder ich gebe die Sache einem Anwalt. So können sich wenigstens Leute mit gleichem Fachwissen unterhalten.

Themenstarteram 15. Februar 2016 um 10:54

Falls Bedarf halte ich euch auf den laufenden.

 

Weiterhin geb ich die Sache meinem Anwalt ab. Wie Holger es erwähnt, kann nur ein Anwalt deren Sprache sprechen.

Zitat:

@Holger-TDI schrieb am 15. Februar 2016 um 08:50:24 Uhr:

Prinzipiell stimme ich dir ja zu, dass man nicht wegen jeden Mist zum Anwalt rennen mussen. Nur nach meinen Erfahrungen versuchen Versicherungen mit nicht gerade wenig Aufwand die Höhe der Zahlung zu drücken oder nach ihren Gunsten schönzurechnen. Dafür haben sie ausgebildete Sachbearbeiter und Rechtsabteilungen, deren Kosten sich auch in den Versicherungsbeiträgen niederschlagen.

Das hat auch nichts damit zu tun, das ich Versicherungen generell und betrugsverdacht stelle. Versicherung sind gewinnorientiert und versuchen die Kosten zu drücken. Das ist natürlich legitim. So handelt jedes Wirtschaftsunternehmen. Sie handeln auch nicht zu Gunsten der Menschheit, wie sie es in der Werbung versprechen.

Und aus diesem Grunde versuche ich es gar nicht erst, mit Sachbearbeitern zu diskutieren. Entweder gehen sie auf meine Forderung ein, so wie ich es mir nach meinen Rechtsverständnis vorstelle oder ich gebe die Sache einem Anwalt. So können sich wenigstens Leute mit gleichem Fachwissen unterhalten.

perfekt, dem ist nichts hinzuzufügen!

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