Kauft ihr den nächsten Q5 aus Mexiko?

Audi Q5 8R

Hallo,
der nächste Q5 wird ja in Mexiko produziert werden. Ist das für euch ein Grund euch anders zu orientieren oder ist euch egal wo er herkommt?

Ich habe mich u.a. gegen einen X3 entschieden weil er in USA gebaut wird. Ich fand es "sympathischer" eine deutsche Firma zu unterstützen die auch in D Arbeitsplätze schafft bzw, erhält.

- Die niedrigeren Produktionskosten werden sich auch nicht beim Kunden niederschlagen sondern im Unternehmen bzw. beim Bonus der Manager.

- Die Lieferzeiten werden sich durch den Transportweg noch mehr verlängern.

- Qualität ? Keine Ahnung. Sollte mittlerweile ähnlich sein, oder? Solange die Bordsoftware nicht aus Indien kommt sehe ich heute keine Probleme.
Kann mich noch an die Mängel beim Z3 made in USA eines Bekannten erinnern. Das war schon ein Witz bei einem Premiumhersteller.

Beste Antwort im Thema

Ein nettes Hallo,

gerne möchte ich auf diesen doch interessanten Beitrag antworten.

Ja ich mache mir darüber schon Gedanken, wo, was und auch wie etwas hergestellt wird....Ich habe eine mitelständige Firma und ich kaufe alle meine Materialien, Rohstoffe oder sonstiges aus Deuschland, in ganz wenigen Fällen EU das ist mir sehr wichtig denn hier sind unsere Arbeitsplätze.

Ich kaufe auch mein Fleisch nur aus Metzgereien, hier weiß ich von welchem Bauernhof aus der Region es kommt und muss keine Testosteron, Antibiotika oder sons Mist essen!

Unternehmer kommt von dem Wort wir "unternehmen" etwas...aber wir schauen oft auch ohne jeglichen Einfluss zu was am Markt, Arbeitsmarkt besonders Politik passiert was sehr betrüblich ist.

Ich stelle mir oft die Frage, was wird in den nächsten Jahren in Deutschland sein, was wird passieren? Wer soll all dies noch finanzieren in Deutschland was für Kosten auf uns Bürger, ja besonders auch mittelständische Unternehmen zukommt, wir bekommen keine Subvensionen oder Fördermittel wie die großen Unternehmen.

Ich denke auch sehr global, jedoch sollten wir eines nicht vergessen es muss auch finanziert werden und das geht nur wenn wir so viele als mögliche Bürger in Lohn und Brot haben in Deutschland. Also müssen wir Arbeitsplätze schaffen und erhalten.

Aus diesen Gründen tu ich mir dann mit Sicherheit sehr schwer bei meiner nächsten Entscheidung des Fahrzeugkaufs...Ich hätte meinen SQ5 mit Sicherheit nicht bestellt, wenn dieser in Mexiko produziert werden würde.

Ich hoffe ich habe mich nicht zu missverständlich ausgedrückt, denn dieses Thema hat auch etwas brisantes an sich. Ich hoffe ich bin auch keinem zu Nahe getreten oder habe jemanden verärgert...aber es ist meine Denke und dazu steh ich...

Nette Grüße Tom

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Glaub er schrieb er hat sich GEGEN BMW entschieden, weil die in USA bauen ...

Zitat:

Original geschrieben von JamesBond007


Glaub er schrieb er hat sich GEGEN BMW entschieden, weil die in USA bauen ...

Wer lesen kann ist klar im Vorteil.

Sorry

Hallo allseits,

Mit Interesse verfolge ich Euer Thema. Gestern hab ich meine (1 Monat junge) Q geputzt und dabei ist mir aufgefallen, dass an nicht wenigen Teilen 'Slovakia' draufsteht.....
War auch etwas überrascht, da ich dachte, dass hauptsächlich die 7er Q dort produziert wird und die Q5 schon aus Deutschland kommt.....
Weiß jemand was Näheres darüber?

Zur Themeneröffnuns-Frage: Nein, wenn ich wüsste, dass wirklich in Mexico produziert werden würde, würde ich wohl ein 'heimischeres' Auto suchen, vielleicht wärs dann kein Audi mehr.

Grundig gibt es übrigens auch noch......aber da wurde nur der Namen für einen Haufen Geld verscherbelt, Qualität wurde nicht mitverkauft. So wäre das dann wohl auf kurz oder lang auch bei Audi...denk ich mir.
Und ich schließe mich einigen Vorrednern an, Arbeitsplätze hier sind wichtiger als ein paar Manager Boni. Oder glaubt hier wirklich IRGENDJEMAND dass die Q 'aus Mexico' billiger beim Endverbraucher ankäme?????

und: hier haben wir über einiges geredet, aber noch nicht über den ArbeitnehmerInnen Schutz, der in Mexico sicher nicht dem in Deutschland entspricht.....und daher dort die Produktion auch 'billiger' macht, auf Kosten der Gesundheit der dortigen ArbeitnehmerInnen.....

Adidas hieß doch mal Adi Dassler Sportschuh Fabrik. Was davon ist da heute noch in Deutschland, außer vielleicht ein Design-Center und ein paar Büros wenn überhaupt.

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Zitat:

Original geschrieben von picknicker197!



Zitat:

Original geschrieben von JamesBond007


Glaub er schrieb er hat sich GEGEN BMW entschieden, weil die in USA bauen ...
Wer lesen kann ist klar im Vorteil.
Sorry

Kein Problem. Ist ja nun geklärt.

Zitat:

Original geschrieben von snowplow


Und ich schließe mich einigen Vorrednern an, Arbeitsplätze hier sind wichtiger als ein paar Manager Boni. Oder glaubt hier wirklich IRGENDJEMAND dass die Q 'aus Mexico' billiger beim Endverbraucher ankäme?????

Ich möchte jetzt gar nicht in die Managergehalt-Diskussion einsteigen. Das hat so ein wenig Stammtischparolen Niveau - da geht es um Signalwirkung und Bild-Schlagzeilen.

Die paar Millionen sind nun wirklich Peanuts zu der Summe die zB ein Werk wie Ingolstadt für allein Personal im Budget hat.

Man sollte jedoch einfach mal die Frage aufwerfen ob Audi die Preise auf dem gleichen Niveau für den Kunden halten kann/möchte.

Vielleicht stellt sich die Frage für manch einem hier im Forum dann gar nicht mehr, weil er sich den in Deutschland produzierten Q5 gar nicht mehr leisten könnte?

Fakt ist - ich leite selber ein Werk mit über 300 MA - das der Standort sehr kritisch ist wird und viele Leute gar nicht den ernst der Lage begreifen. Deutschland ist zu teuer und die Gewerkschaften "sabotieren" das noch mit Sachen wie "Equal-pay" für Leasing MA.

Der Qualitätsgedanke "Made in Germany" wird immer gerne hoch geholt, aber die Leute vergessen das wir das schon seit den 70er tun. Das zieht noch bei einem mittelständischen Maschinenbau von der Schwäbischen Alb, aber bei der Endmontage von PKW, bei den die meisten Teile als vorgefertigte Gruppen angeliefert werden wird die Luft schon dünner.

Schaut Euch doch die Toyotas dieser Welt an.

Zu dem sind MA in diesen Ländern höchst motiviert für einen deutschen/europäischen Konzern zu arbeiten - das im Gegenteil zu den MA in Deutschland mit Ihren "Wohlstandbäuchen und Sorgen".

Und das o.g. gilt nicht nur für das produzierende Gewerbe.
Viele Unternehmen/Konzerne outsourcen bereits Lohnbuchhaltung, Buchhaltung, Controlling und alle "Routineaufgaben" im Administrativ-Bereich für die man praktisch nur einen Rechner mit Excel oder Word benötigt nach Ost-Europa oder Asien. Da sind Horden von jungen qualifizierten Hochschul-Absolventen mit Fremsprachkenntinissen die einen Bruchteil eines unmotivierten deutschen Arbeiters mit Berufschulabschuss kosten.
Und da sind wird noch erst am Anfang - das wird in den nächsten Jahren noch das Thema werden.

Zitat:

Original geschrieben von snowplow


und: hier haben wir über einiges geredet, aber noch nicht über den ArbeitnehmerInnen Schutz, der in Mexico sicher nicht dem in Deutschland entspricht.....und daher dort die Produktion auch 'billiger' macht, auf Kosten der Gesundheit der dortigen ArbeitnehmerInnen.....

Das ist m.E. so nicht richtig. Ich habe selber ein Werk in einem Entwicklungsland aufgebaut und geleitet. Gerade die internationalen und insbesondere die deutschen Unternehmen bringen Ihre hohen Corporate Standards wie zB Code of Conduct in diese Länder.

Die Unternehmens-Standards (zB im Bereich HSE) liegen meist über den lokalen Gesetzten und heben das Niveau.

Im Sinne der Arbeitsplätze und dem Frieden in Deutschland wird es sinnvoll sein, so lange wie möglich "deutsche" Autos zu kaufen.

Ein Auto ist ein deutsches Auto, wenn die Hochzeit in Deutschland stattfindet, also die Endmontage. Es ist für den Kunden kaum noch zu überblicken, wo sein Auto bzw. die Komponenten herkommen. Porsche holt den Cayenne in Bratislava kurz vor der Hochzeit vom Band und läßt die Hochzeit in Leipzig vollziehen, womit der Cayenne ein deutsches Auto wäre.

Die Weltmarktsituation und insbesondere das Einsteigen der Chinesen in den Markt wird zu folgendem führen (meine Prognose):

- Die Brot- und Butterautos werden aus China, Korea und Indien kommen.
- Opel, Ford, einige französische Hersteller und Fiat werden sterben.
- Audi, Volkswagen, BMW und Mercedes werden weiter weltweit Autos verkaufen können, ihre Produktion aber in die Welt auslagern müssen. Die deutschen Werke der Prämiumhersteller werden nach und nach aufgegeben werden.
- Nur Porsche, Wiesmann und einige wenige markennahe Veredler werden weiter in Deutschland produzieren können, weil sie jeden Preis erzielen können.

In 10 Jahren wird das weitgehend vollzogen sein.

Zitat:

Original geschrieben von picknicker197!



Man sollte jedoch einfach mal die Frage aufwerfen ob Audi die Preise auf dem gleichen Niveau für den Kunden halten kann/möchte.
Vielleicht stellt sich die Frage für manch einem hier im Forum dann gar nicht mehr, weil er sich den in Deutschland produzierten Q5 gar nicht mehr leisten könnte?

--> etwa so wie jetzt bei "Grundig" - die Produktion ist in der Türkei, die Geräte super billig, im hiessigen Elektrogrossmarkt kostet ein 40 Zoll Grundig Flat TV ein paar Euro, ca 1/3 eines Samsung oder Sony Gerätes, ganz zu schweigen von LOEWE oder Metz. Aber: NIEMAND wills´mehr.....die Zeiten wo Grundig=deutsche Qualität bedeutet hat, sind vorbei!

Fakt ist - ich leite selber ein Werk mit über 300 MA - das der Standort sehr kritisch ist wird und viele Leute gar nicht den ernst der Lage begreifen. Deutschland ist zu teuer und die Gewerkschaften "sabotieren" das noch mit Sachen wie "Equal-pay" für Leasing MA.

-->Als Unternehmer UND Arbeitsmediziner sage ich Ihnen ganz klar und deutlich, dass Leasingarbeit gleichzusetzen ist mit "moderner Sklaverei", Leasing ist für Konzerne deshalb interessant, weil man die ArbeiterInnen schlicht und ergreifend kommentarlos vor die Türe setzt, sobald man sie nicht mehr braucht. Es werden die ANSchutzVorschriften nicht eingehalten, weder das Schichtarbeitergesetz, noch die Ruhezeiten, bzw. sind Leasing Arbeiter einfach auch im Falle eines Unfalls nicht so abgesichert wie ein normaler Dienstnehmer.

Schaut Euch doch die Toyotas dieser Welt an. -->deswegen fahren wir ja keine Toyotas oder?

Zu dem sind MA in diesen Ländern höchst motiviert für einen deutschen/europäischen Konzern zu arbeiten - das im Gegenteil zu den MA in Deutschland mit Ihren "Wohlstandbäuchen und Sorgen".

--> man kann sich immer nach "unten" orientieren, das stimmt. Nur weil apple (wie auch andere Konzerne) unter katastrophalen Bedingungen produzieren lassen, heisst das nicht, dass das für deutsche Konzerne Vorbildwirkung haben sollte.

Und das o.g. gilt nicht nur für das produzierende Gewerbe.
Viele Unternehmen/Konzerne outsourcen bereits Lohnbuchhaltung, Buchhaltung, Controlling und alle "Routineaufgaben" im Administrativ-Bereich für die man praktisch nur einen Rechner mit Excel oder Word benötigt nach Ost-Europa oder Asien. Da sind Horden von jungen qualifizierten Hochschul-Absolventen mit Fremsprachkenntinissen die einen Bruchteil eines unmotivierten deutschen Arbeiters mit Berufschulabschuss kosten.
Und da sind wird noch erst am Anfang - das wird in den nächsten Jahren noch das Thema werden.

--> die "Horden von jungen qualifizierten Hochschulabsolventen mit Fremdsprachenkenntnissen, die einen Bruchteil eines deutschen Arbeiters kosten....." - alleine diese Aussage spricht Bände. Dass das auch Menschen sind, die, um der grössten Not zu entkommen fast jeden Job annehmen würden, bezeichnen Sie vielleicht auch noch als Entwicklungshilfe???
Dass diese jungen hochqualifizierten Akademiker auch unseren dickbäuchigen Managern bald über den Kopf wachsen könnten und werden - schon mal daran gedacht, als sie den Vergleich mit den deutschen Arbeitern zogen???

Zitat:

Original geschrieben von picknicker197!



Zitat:

Original geschrieben von snowplow


und: hier haben wir über einiges geredet, aber noch nicht über den ArbeitnehmerInnen Schutz, der in Mexico sicher nicht dem in Deutschland entspricht.....und daher dort die Produktion auch 'billiger' macht, auf Kosten der Gesundheit der dortigen ArbeitnehmerInnen.....
Das ist m.E. so nicht richtig. Ich habe selber ein Werk in einem Entwicklungsland aufgebaut und geleitet. Gerade die internationalen und insbesondere die deutschen Unternehmen bringen Ihre hohen Corporate Standards wie zB Code of Conduct in diese Länder.
Die Unternehmens-Standards (zB im Bereich HSE) liegen meist über den lokalen Gesetzten und heben das Niveau.

--> schon mal in einem westlichen Stahlwerk gewesen? In Deutschland oder Österreich? Kennen Sie die Arbeitsbedingungen dort ??? - und HIER gelten zwar ausbaubedürftige aber doch ganz gute Arbeitnehmerschutzgesetze, die auch umgesetzt werden....
Aber da ist sofort klar, warum die Produktion in ein möglichst armes Land ausgelagert werden soll: weil dort ArbeiterInnen nichts wert sind und wenn die dort einen Unfall oder eine Berufskrankheit haben, steht tagsdarauf einfach ein neuer da.

Mir ist schon klar, dass sich Vieles nicht aufhalten lassen wird, aber deswegen finde ich gerade, dass man als Konsument sehr vieles beeinflussen kann und soll. Man muss heute in Kauf nehmen, dass in einer 0,99€ Lasagne eben kein Hochwert-BioRindfleisch aus der Region ist. Deswegen kaufe ich sie ja nicht. Wenn ich für ein Auto 90t oder mehr ausgebe, kann ich erwarten dass auch "das Rundherum" passt. Und wenn wir in so schlimme Zeiten schlittern, dass ein >90t Auto zu dem Preis NICHT mehr in Deutschland produziert werden kann, sondern per Kinderarbeit oder katasrtrophalen Bedingungen in Drittweltländern, müssen wir uns meiner Meinung nach,überlegen ob wir überhaupt noch ein Auto brauchen.

Zitat:

--> etwa so wie jetzt bei "Grundig" - die Produktion ist in der Türkei, die Geräte super billig, im hiessigen Elektrogrossmarkt kostet ein 40 Zoll Grundig Flat TV ein paar Euro, ca 1/3 eines Samsung oder Sony Gerätes, ganz zu schweigen von LOEWE oder Metz. Aber: NIEMAND wills´mehr.....die Zeiten wo Grundig=deutsche Qualität bedeutet hat, sind vorbei!

Man sollte nicht alles über einen Kamm scheren.
Nokia geht es auch schlecht und nicht weil es die Produktion von D nach RO verlagert hat, sondern weil es Innovationen und Trends verschlafen hat.

-->Als Unternehmer UND Arbeitsmediziner sage ich Ihnen ganz klar und deutlich, dass Leasingarbeit gleichzusetzen ist mit "moderner Sklaverei", Leasing ist für Konzerne deshalb interessant, weil man die ArbeiterInnen schlicht und ergreifend kommentarlos vor die Türe setzt, sobald man sie nicht mehr braucht. Es werden die ANSchutzVorschriften nicht eingehalten, weder das Schichtarbeitergesetz, noch die Ruhezeiten, bzw. sind Leasing Arbeiter einfach auch im Falle eines Unfalls nicht so abgesichert wie ein normaler Dienstnehmer.

Ein Leasing AN hat einen AV mit der Leasingagentur, welche für die Überwachung Einhaltung der gesetzlichen AN-Schutzgesetzte zuständig ist.
Ein Unternehmen welches eine Leasingfirma beansprucht ist gut beraten dieses auch zu überwachen - siehe Amazon.
Nichts desto trotz klingt das nach Gewerkschafter und BR Polemik.
Wie überall gibt es schwarze Schafe und unternehem die IhreVerantwortung ernst nehmen.
Ich arbeite wohl bei Letzterem.

--> man kann sich immer nach "unten" orientieren, das stimmt. Nur weil apple (wie auch andere Konzerne) unter katastrophalen Bedingungen produzieren lassen, heisst das nicht, dass das für deutsche Konzerne Vorbildwirkung haben sollte.

Ich denke auch nicht das das der Fall sein wird.
Schauen Sie sich doch mal die VW Werke in LatAm an. Wollen Sie ernsthaft behaupten das dort nur im entferntesten Zustände wie bei FoxConn herrschen...?
Produktion wird in diese Länder verlagert, weil dort niedriegere Löhne herrschen und der Kündigungschutz nicht so absurde Dimensionen wie in D hat.

--> die "Horden von jungen qualifizierten Hochschulabsolventen mit Fremdsprachenkenntnissen, die einen Bruchteil eines deutschen Arbeiters kosten....." - alleine diese Aussage spricht Bände. Dass das auch Menschen sind, die, um der grössten Not zu entkommen fast jeden Job annehmen würden, bezeichnen Sie vielleicht auch noch als Entwicklungshilfe???
Dass diese jungen hochqualifizierten Akademiker auch unseren dickbäuchigen Managern bald über den Kopf wachsen könnten und werden - schon mal daran gedacht, als sie den Vergleich mit den deutschen Arbeitern zogen???

Diese Akademiker gehören in den Ländern zur Mittelschicht und kämpfen nicht um die Existenz.
Noch einmal - und das ist m.E. das Problem - wir haben uns in der Nachkriegszeit an einen Wohlstand gewöhnt, der so nicht zu halten sein wird. Ob ich das gut finde oder nicht ist ein anderes und nicht das Thema.
Deutschland steht im dem internationalen Wettbewerb. Produkte aus Deutschland werden so teuer da sie sich ein "normal" Verdiener nicht mehr leisten kann und dieser kauft am Ende doch Produkte aus dem Ausland.

--> schon mal in einem westlichen Stahlwerk gewesen? In Deutschland oder Österreich? Kennen Sie die Arbeitsbedingungen dort ??? - und HIER gelten zwar ausbaubedürftige aber doch ganz gute Arbeitnehmerschutzgesetze, die auch umgesetzt werden....
Aber da ist sofort klar, warum die Produktion in ein möglichst armes Land ausgelagert werden soll: weil dort ArbeiterInnen nichts wert sind und wenn die dort einen Unfall oder eine Berufskrankheit haben, steht tagsdarauf einfach ein neuer da.

Bei und werden alle LTC und Fatalities global reported und die Regelungen wann es sich um ein LTC sind auch überall gleich.
Vielleicht arbeite ich in einem Ausnahmekonzern.

--> Mir ist schon klar, dass sich Vieles nicht aufhalten lassen wird, aber deswegen finde ich gerade, dass man als Konsument sehr vieles beeinflussen kann und soll. Man muss heute in Kauf nehmen, dass in einer 0,99€ Lasagne eben kein Hochwert-BioRindfleisch aus der Region ist. Deswegen kaufe ich sie ja nicht. Wenn ich für ein Auto 90t oder mehr ausgebe, kann ich erwarten dass auch "das Rundherum" passt. Und wenn wir in so schlimme Zeiten schlittern, dass ein >90t Auto zu dem Preis NICHT mehr in Deutschland produziert werden kann, sondern per Kinderarbeit oder katasrtrophalen Bedingungen in Drittweltländern, müssen wir uns meiner Meinung nach,überlegen ob wir überhaupt noch ein Auto brauchen.

Für die erste Hälfte gebe ich Ihnen recht. Andert aber nichts an der Realität die sich Deutschland stellen muss und wird.
Aber..."Kinderarbeit in Drittweltländern" ...geht es noch polemischer.

Das Problem liegt weiter up-stream. Für den Stahl und die Rohstoffe werden Kinderarbeit und andere Vergehen von den Vorlieferanten begangen. Daran ändert aber auch keine Produktion in D etwas.

Also ich hab mich gegen den X3 entschieden weil er nicht in Deutschland gebaut wird. Bezahl doch keine 50 000 Euros wenn die Kiste aus dem Ausland kommt.
Sollte der Audi wirklich dort gebaut werden kann ich leider nur sorry sagen und bye bye.

LG

Ich schließe mich meinem Vorredner an und werde nur ein Auto kaufen, dass hier in Deutschland gebaut wurde.
Natürlich werden Unternehmen bestimmte Sparten auslagern. Jedoch bei einem hier gebauten Fahrzeug kann ich sicher sein, dass ich hier in Deutschland diese Arbeitsplätze sichere.
Der X3 erscheint in einigen Eigenschaften dem Q5 ebenbürtig, jedoch ist der Zusatz "Made in USA" trotz z.Zt. hoher Rabatte ein "no go".
Sollte ein Q5 in den Mexiko gebaut werden, bliebe für mich evtl. ein A4 Allroad die Alternative, der Q5 käme nicht in Frage.

VW wagte diesen Versuch mit dem Golf Variant, der meines Erachtens mit "Made in Germany" besser gelaufen wäre. Der Golf7 Variant wird wieder hier gebaut. Bestimmt nicht um Kosten zu senken. Es darf spekuliert werden.
Auf den nicht genutzten VW Bändern in Mexiko könnte dann der Q5 Version 2 produziert werden.

Grüße Wanderduene

Nur mal zur allgemeinen Aufklärung:

Audi verlagert den Q5 nicht nach Mexico um Produktionskosten/Zölle zu sparen.
Hintergrund ist der immer größer werdende Markt in den USA und die dortigen Kosten.
Wenn das Fahrzeug in Mexico produziert wird mit einer entsprechend hohen lokalen Wertschöpfung (local content) entfallen die Einfuhrzölle nach NA.

Die Qualität wird nicht schlechter sein als bisher.
Kenne das Thema, da ich selbst an der Verlagerung einiger Bauteile mitarbeite.

Zitat:

Original geschrieben von Spongebob666


Nur mal zur allgemeinen Aufklärung:

Audi verlagert den Q5 nicht nach Mexico um Produktionskosten/Zölle zu sparen.
Hintergrund ist der immer größer werdende Markt in den USA und die dortigen Kosten.
Wenn das Fahrzeug in Mexico produziert wird mit einer entsprechend hohen lokalen Wertschöpfung (local content) entfallen die Einfuhrzölle nach NA.

Die Qualität wird nicht schlechter sein als bisher.
Kenne das Thema, da ich selbst an der Verlagerung einiger Bauteile mitarbeite.

Versteh ich nicht.

Keine Verlagerung um Kosten/Zölle zu sparen?

Dann weiter unten im Text entfallen die Einfuhrzölle nach NA... für mich ein Wiederspruch in sich.

Außerdem bezweifle ich ich die gleichbleibende Qualität, auch wenn Spongebob persönlich im Projekt mitwirkt mag. Das ist noch lange kein Qualitätsbeweis in allen Belangen und Bereichen, auch wenn ich das persl. Engagement des Vorredners nicht anzweifle.

Nur gut, dass ich meinen mit tadeloser Qualität schon in der Garage stehen habe.
so long peati

sorry, natürlich um die Zölle zu umgehen... mein Fehler 😉

Zitat:

Original geschrieben von TomOdw


Ein nettes Hallo,

gerne möchte ich auf diesen doch interessanten Beitrag antworten.

Ja ich mache mir darüber schon Gedanken, wo, was und auch wie etwas hergestellt wird....Ich habe eine mitelständige Firma und ich kaufe alle meine Materialien, Rohstoffe oder sonstiges aus Deuschland, in ganz wenigen Fällen EU das ist mir sehr wichtig denn hier sind unsere Arbeitsplätze.

Ich kaufe auch mein Fleisch nur aus Metzgereien, hier weiß ich von welchem Bauernhof aus der Region es kommt und muss keine Testosteron, Antibiotika oder sons Mist essen!

Unternehmer kommt von dem Wort wir "unternehmen" etwas...aber wir schauen oft auch ohne jeglichen Einfluss zu was am Markt, Arbeitsmarkt besonders Politik passiert was sehr betrüblich ist.

Ich stelle mir oft die Frage, was wird in den nächsten Jahren in Deutschland sein, was wird passieren? Wer soll all dies noch finanzieren in Deutschland was für Kosten auf uns Bürger, ja besonders auch mittelständische Unternehmen zukommt, wir bekommen keine Subvensionen oder Fördermittel wie die großen Unternehmen.

Ich denke auch sehr global, jedoch sollten wir eines nicht vergessen es muss auch finanziert werden und das geht nur wenn wir so viele als mögliche Bürger in Lohn und Brot haben in Deutschland. Also müssen wir Arbeitsplätze schaffen und erhalten.

Aus diesen Gründen tu ich mir dann mit Sicherheit sehr schwer bei meiner nächsten Entscheidung des Fahrzeugkaufs...Ich hätte meinen SQ5 mit Sicherheit nicht bestellt, wenn dieser in Mexiko produziert werden würde.

Ich hoffe ich habe mich nicht zu missverständlich ausgedrückt, denn dieses Thema hat auch etwas brisantes an sich. Ich hoffe ich bin auch keinem zu Nahe getreten oder habe jemanden verärgert...aber es ist meine Denke und dazu steh ich...

Nette Grüße Tom

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Gruß aus Norwegen

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