Kaufberatung V60 für Vielfahrer

Volvo V60 3 (Z)

Hallo zusammen,

ich interessiere mich für einen V60-2 Automatik für einen Kaufpreis von <30.000€.
Ich fahre im Jahr zwischen 30.000 und 35.000 Kilometer, mein Fahrprofil ist fast täglich 50 Kilometer zur Arbeit und zurück (überwiegend Bundes- und Landstraße, maximal 120 km/h beim überholen, sonst durchschnittlich eher so 90 km/h)

Zuhause habe ich keinen Zugang zur Wallbox, an der Arbeit wäre das sporadisch (alle paar Tage für 3 Stunden) möglich.

Jetzt ist die große Frage: welcher Motor?

Ich sehe den Wald vor lauter Bäumen nicht und bräuchte dringend Erfahrungswerte, hinsichtlich Verbrauch/Kosten, aber auch Haltbarkeit/Reparaturanfälligkeit.

Vielen Dank

28 Antworten

@febrika3 Naja. Die kW/ h kostet mich etwa 30 Cent. Bei der letzten Probefahrt mit einem XC40 brauchte ich 17 kW/h. Das sind doch dann etwa 5 Euro auf 100km. Mein Diesel braucht so im Durchschnitt 6,5 Liter. Sind bei einem Preis von 1,70 € etwa 11 Euro. Bei 30000 km im Jahr also Mal 300. Oder verrechne ich mich irgendwo?

Deswegen sagte ich, dass es für die gilt, die keine Wallbox/Lademöglichkeit zuhause haben.

Außerdem sind die 17 kWh das, was du abgelesen hast. Da kommen noch mal etwa 10% Ladeverluste drauf. Zuletzt ist XC40 Golfklasse, also etwa mein ID3, der laut Tacho auch bei 18 kWh/100 km liegt.

Mein e-tron (irgendwo zwischen XC 60 und 90) liegt bei knapp 30 kWh/100 km laut Anzeige. Ein mit dem XC60 vergeleichbarer BEV dürfte im Schnitt ab Steckdose bei 25 kWh/100 km liegen.

30.000 km fährt man auch kaum, wenn nicht auch extern lädt. Dann eher für mind. 45 ct/kWh. Im Schnitt 1/3 extern, 2/3 at home laden kommt man auf etwa 3.600 € Ladekosten bei 30 TKM/Jahr.

Also etwa das, was ein Diesel auch benötigt. Lädt man nur extern, liegt man eher darüber, ausschließlich zuhause, eher darunter. Wallbox, der nette Firmenparkplatz mit freier Box oder so ein Tarif wie meiner = Bingo.

ETron verbraucht wohl generell ziemlich viel, aber Ladeverluste hatte ich außen vor gelassen. Es gibt ja immer wieder Leute, die behaupten das wäre nicht so viel. Das Diesel SUV mit Allrad muss man aber auch erst Mal mit 6,5 Litern bewegen. Auf kurzen Strecken kommt man da nicht ran.

Eigentlich muss das jeder für sich individuell rechen. Die Vorraussetzungen sind viel zu unterschiedlich. Als ich meinen kommenden V60 CC B4 mit meinen aktuellen Kosten verglichen haben, habe ich mit einem Dieselverbrauch von 7,5 l/100 km gerechnet. Diesen hatte ich mit meinem Passat Allltrack, der noch etwa 50 kg leichter war. Dafür 40 PS stärker.

Ich habe sogar zwei Versionen gerechnet, einmal mit einer aktuellen, extrem, extrem günstigen Ladekarte und einmal, wenn mir diese gekündigt würde.

Wenn man wie der TO keine Lademöglichkeit zuhause hat, dürfte es schwer werden unter den Preis der Dieselverbrauchskosten zu kommen.

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Ich sehe das genau wie du mit den individuellen Vorraussetzungen und denke, dass je nach Fahrprofil auch 7,5 Liter Durchschnittsverbrauch bei einem V60 CC möglich sein können, wenn man z.B. Strecken unter 10- 20 Kilometen fährt. Als TE würde ich bei gebrauchten V60 aber auch die B4 Benzinvariante in Betracht ziehen, wenn es da gute Angebote gibt. Ich hatte diesen Sommer einen XC40B3 Benzin- Mietwagen (163PS) und auf langen Strecken war der auch ziemlich sparsam und hätte mir von den Fahrleistungen auch locker gereicht.

Jetzt habe ich überschlägig gerechnet. BEV, Diesel oder Benziner, jeweils auf Grundlage meiner Erfahrungen bei 30.000 km im Jahr:

Nehmen wir an der BEV hat errechnete echte Ladekosten von 25 kWh je 100 km. Das ist recht realistisch für ein Modell Y, Enyaq oder ID4.

Mit meiner jetzigen günstigen Ladekarte mit Roaming - die es neu nicht mehr gibt, dazu meine Wallbox mit separatem Zähler (habe ganz aktuell auch einen super Tarif gefunden, 21,86 ct/kWh, 11,91 Grundpreis/Monat) und etwa 100-200 € im Jahr für Hotel, Ausland und Co.
rund 1.600 € im Jahr

Ohne meine günstige Karte, Wallbox mit separatem Zähler (habe ganz aktuell auch einen super Tarif gefunden, 21,86 ct/kWh, 11,91 Grundpreis/Monat), 2/3 zuhause, 1/3 Auswärts geladen (enBW Tarif L) und etwa 100-200 € im Jahr für Hotel, Ausland und Co.
rund 2.700 € im Jahr

Ohne meine günstige Karte, ohne eigene Wallbox nur mit recht günstigem enBW Tarif L (17,99 Grundgebühr/Monat) 50% enBW Ladesäulen, 50% andere, kein Ionity und etwa 100-200 € im Jahr für Hotel, Ausland und Co.
rund 3.700 € im Jahr, womit man etwa bei den Kosten eines Diesle liegt

Diesel 7 l/100 km je 1,70 €
3.570 €

Benziner 8,5 l/100 km je 1,70 €
4.335 €

Zusätzlich hat der BEV noch den Vorteil von 0 € KFZ Steuer und der jährlichen THG Prämie, was zusammen etwa 600 € im Jahr sind. Für Firmenwagenfahrer mit Privatanteil kommt noch die reduzierte Steuerlast des BEV hinzu. Je nach Auto, Entfernung zum Arbeitsplatz und Steuerlast schnell ein dreistelliger Betrag im Monat.

Bremsen und Verschließ wage ich mal nicht zu bewerten. Das geht fast im Grundrauschen unter, auch wenn es im Einzelfall 100-200 € im Jahr sein können.

Hotel, Ausland und co?
25 kWh für ein Y find ich auch viel angesetzt. Aber das ist zu viel ins klein klein vertieft.
Du sagst ja extra aufgrund deiner Erfahrungen. *Daumen hoch*

Also, ich würde das nochmal anders aufrollen. Der Themenstarter sucht wohl
was gebrauchts, für jeden Tag zur Arbeit usw. Ich denke dann wohl auch zum
Kauf. Da würde m.E. ein BEV oder PHEV ausscheiden. Denn hier ist die technische
Entwicklung rasend schnell. Was heute modern und neu ist, ist nächstes Jahr
veraltet. Also, wie bereits mehrfach kommuniziert, bei diesem Profil auf alle
Fälle B4D mit 197 PS, alternativ als Benziner, auch mit 197 PS. Es kommt auch
darauf an ob z.B. Hängerbetrieb gefragt ist usw. Dann denke ich er will das Fahr-
zeug auch länger fahren. Dann sollte man auch auf due anderen Kosten für die
Verschleißteile usw. schauen. Wie gesagt meine Wahl wäre in diesem Fall der
V60 B4D als FWD oder als AWD - je nach dem wie benötigt.Wir haben den iX als
Nachfolger unseres XC60 B4D AWD geleast - war ein unschagbares Angebot. Der
X1 isr gekauft. Da ich keine Lust mehr habe bei der Leasingrückgabe zu streiten
(hat mich beim XC 60 rund 1.000.-€ gekostet) werde ich mein nächstes Auto auch
kaufen und auch in Hinsicht auf eine längere Haltedauer - das hat aber bei mir
etwas mit dem Alter und dem Beruf zu tun.
Wie gesagt, V60 B4 D oder B und alles ist gut. Evtl. mal über eine XC60 nach-
denken, da dürfte das Angebot wesentlich größer sein-

TS

Man muss auch mal auf den geplanten Preis schauen. <30.000.-€ als
V60 2 mit Automatik. Da gibt es mehrere Jahre alte D3 oder D4 oder
auch T4,5,6 mit ab ca. 60. -70-000 km und mehr. Da erledigen sich
viele Fragen. T würde ich nicht nehmen, die haben alle Durst. Unser,
parallel zum XC60, gefahrener V60 CC als T5 mit 250 PS lag immer im
Bereich 10,5 - 13,5 ltr. Er war auch kein Mildhybrid.

TS

Zitat:

@febrika3 schrieb am 9. Dezember 2023 um 13:58:26 Uhr:


Zusätzlich hat der BEV noch den Vorteil von 0 € KFZ Steuer und der jährlichen THG Prämie, was zusammen etwa 600 € im Jahr sind.

Ich glaube du bist in dem Punkt etwas zu optimistisch. KFZ-Steuer für die drei genannten BEV (wenn die Befreiung endet):

  • Tesla Model Y (*) = 80€
  • Skoda Enyaq (*) = 74€
  • VW ID.4 = 74€ - 80€ (je nach Version)

(*) Hersteller gibt keine technischen Daten an. Der Wert für das zul. Gesamtgewicht stammt aus dem Netz, daher keine Garantie auf Richtigkeit.

THG wurde in 2023 schon von 300€ auf 250€ reduziert. Die neuen Werte für 2024 sind noch nicht bekannt, aber man hört öfters Spekulationen über eine zweistellige THG Prämie.

So weit in die Zukunft habe ich nicht geschaut, BEV sin ja bis 2030 steuerbefreit. Wer weiß, wie der Dieselpreis 2030 sein wird… ?

Zitat:

@febrika3 schrieb am 10. Dezember 2023 um 10:34:06 Uhr:


(...) BEV sin ja bis 2030 steuerbefreit.

Das ist so pauschal nicht ganz richtig. Die Einschränkungen lauten:

Zitat:

Reine Elektrofahrzeuge sind bei erstmaliger Zulassung bis Ende 2025 für maximal zehn Jahre von der Steuer befreit. Die Befreiung ist begrenzt bis längstens 31.12.2030.

Für die vollen 10 Jahre musste die Erstzulassung bis 31.12.2020 erfolgen.

Als Leasingfahrer muss ich über so lange Zeiträume nicht rechnen 😉

Um mal wieder auf die Ausgangsfrage zurück zu kommen, werfe ich mal Leasing ins Rennen. Wird unter dem Strick wahrscheinlich nicht günstiger werden, eventuell aber stressfreier, wenn man das Pech hat und viele Reparaturen kommen… dann sogar auf ähnlichem Preisniveau.

Nur etwas suchen muss man…

Also guck was dir bei der Ausstattung in dein Budget passt, egal ob D4 oder B4. Die nehmen sich nichts im Verbrauch, auch wenn hier immer was anderes behauptet wird. Würde jetzt aber nicht mehr Geld ausgeben, nur weil es ein B4 ist.

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