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Kaufberatung für einen Fahranfänger

Themenstarteram 23. Dezember 2017 um 10:11

Hallo liebe Forengemeinde,

gerade frisch angemeldet suche ich als 17jähriger Jungspund Hilfe beim Kauf meines ersten Autos. Dazu geb ich euch erstmal paar Rahmenbedingungen, damit ihr wisst, welche Anforderungen das Auto haben sollte.

Ich werde ab Herbst nächsten jahres studieren. Dazu fahre ich jeden Tag insgesamt mindestens 50 km, 5 Tage die Woche. Dazu werden noch monatliche Fahrten nach Leipzig hinzukommen - 100km hin und zurück. Aller drei Monate werde ich auch mal in Berlin sein -> einfache Strecke 330km.

Macht also übers Jahr gesehen schonmal mindestens 50*5*50+200*12+660*4=17540km. Regelstudienzeit wären 4,5 Jahre, also rechnen wir die Laufleistung mal 5 und kommen auf 87700km. So lange müsste mein Auto also durchhalten. Vorausgesetzt sind regelmäßige Wartungen und pünktlicher ZR-Wechsel.

Es stellt sich also die Frage, ob Benziner oder Diesel, gerade auch in Anbetracht der aktuellen Entwicklungen mit Fahrverbot etc.

 

So genug der langweiligen Mathematik. Kommen wir mal zu meinen persönlichen Wünschen.

Ich bin 1,88m groß und werde vermutlich überwiegend allein fahren. Ich brauche also vorne genügend Platz. Raum im Fond ist erstmal zweitrangig.

Der nächste Punkt wäre die Motorisierung. Die 25km sind hauptsächlich Landstraße und die Autobahn-Fahrten kommen auch hinzu. Ich will daher keine Notfallmotorisierung fahren, sondern gut motorisiert unterwegs sein. Was ich von vornherein ausschließe, sind 3-Zylinder-Motoren. Gerade wegen der Haltbarkeit sollte es ein 4Zyl werden, am besten ab 1.3l aufwärts. Denn mein kumpel fährt einen

Renault Modus von 2004 mit 1.2l und 75ps. Jeder Föhn hat mehr Durchzug...

 

Weitere Rahmenbedingungen wären folgende:

- ab Bj 00

- scheckheftgepflegt!

- Nichtraucherfahrzeug

- grüne Plakette

- Schaltgetriebe

- Servolenkung

- günstiger Unterhalt und geringe Versicherungseinstufung

- ABS

- KEIN Franzose

 

Nun meine Nice-to-have-Sachen, also Sachen, die nicht wirklich notwendig sind, aber schön wären:

- unter 100tkm

- max. 2 Fahrzeughalter

- Klimaanlage

- elek. Fensterheber

- 5-Türer

- 8fach bereift

- AUX-Anschluss fürs Handy

- ZV mit Fernbediening

- Alu-Felgen (ich bin jung und brauche den Swag xD)

 

Soweit erstmal meine Wünsche. Kommen wir mal zum Budget.

Ich bin in meinem Freundeskreis der einzige, der sein Auto nicht von seinen Ellis übernehmen konnte oder sogar eines geschenkt bekommen hat. Die die sich ihr Auto doch selber kaufen mussten, waren Azubis und hatten dementsprechend mehr Geld als ich. Als kleiner Abiturient ist eben nicht viel drin.

Daher würde ich bis max. 3000€ ausgeben. 1200 hab ich schon und bin weiter fleissig am sparen. Meine Ellis könnten mir wohl nochmal 1000€ dazu geben.

 

So da wir das abgehandelt hätten, kommen wir mal zu den Modellen, die für mich infrage kommen. Ich hab mir zu mehreren Autos Infos eingeholt, darunter Seat Ibiza, Seat Leon, VW Golf 4, VW Polo, Skoda Fabia, Ford Fiesta, Ford Fusion, Opel Astra, Opel Corsa und noch paar andere.

Lange bin ich am Ford Fiesta hängen geblieben, genauer dem 1.4er mit 80ps. Doch ich hab mich weiter belesen und erfahren, dass man in der Preisklasse nicht mehr nach Marke, sondern nach Zustand kauft. Also hab ich mal mein Suchradius etwas erweitert und das Budget weiter gesenkt. Außerdem habe ich erfahren, dass die Asiaten gar nicht mal so schlecht in Sachen Haltbarkeit sein sollen. Deswegen hab ich hier mal folgende Automodelle für euch gesucht und wollte mal eure Meinung zu den Angeboten wissen:

 

https://suchen.mobile.de/.../details.html?...

 

Dieses Angebot habe ich bei mobile.de gefunden:

 

Mazda 323 F 1.6 Sportive Klima Sommer+Winterräder

Erstzulassung: 02/2003

Kilometerstand: 107.700 km

Kraftstoffart: Benzin

Leistung: 72 kW (98 PS)

 

Preis: 1.390 €

 

Der erste Kandidat. Ich hab gelesen, dass die 323er zwar sehr robust und wartungsarm sein sollen, aber Probleme mit Rost haben. Vor allem die letzten Baukahre wie der hier.

 

https://suchen.mobile.de/.../details.html?...

 

Dieses Angebot habe ich bei mobile.de gefunden:

 

Nissan Primera 1.8 Elegance/TÜV NEU/XENON/SHZ

Erstzulassung: 04/2000

Kilometerstand: 106.000 km

Kraftstoffart: Benzin

Leistung: 84 kW (114 PS)

 

Preis: 1.550 €

 

Der nächste Kandidat. Zwar für einen Anfänger ne große Motorisierung, aber wenn man sich anschaut, was ich fahre, ists wohl keine schlechte Idee. Was meint ihr?

 

https://suchen.mobile.de/.../details.html?...

 

Dieses Angebot habe ich bei mobile.de gefunden:

 

Ford Fiesta 1.4 Trend Tüv Bis 12,2018 Euro4

Erstzulassung: 12/2003

Kilometerstand: 118.000 km

Kraftstoffart: Benzin

Leistung: 59 kW (80 PS)

 

Preis: 1.600 €

 

Und hier haben wir noch nen kleinen feinen Fiesta ^^

 

Na dann, ich bin auf eure Antworten gespannt.

 

Gruß Heizerling

Beste Antwort im Thema

Okay, Butter bei die Fische:

Ich halte das ganze Unterfangen für Unsinn. Warum?

Zunächst mal ist deine Fahrleistung viel zu positiv geschätzt. Du wirst, wenn du ein Auto hast, privat damit herumfahren. Ergo: rechne mal mit mindestens 25.000km im Jahr. Bei deinen 4 Jahren sind das 100.000km. Dass das ein uraltes Auto nicht ohne Reparaturen übersteht, sollte klar sein. Solche Modelle gibt es nicht und wenn doch, werden die nicht verkauft.

Du schreibst, du hast 400 Euro im Monat. Das sind 4.800 Euro im Jahr, oder eben 19 Cent/km. Ist machbar, aber auf jeden Fall am unteren Ende und jede fette Reparatur macht dir einen Strich durch die Rechnung. Allein die Versicherung sind bei dir mindestens 1.000 Euro, dazu noch mal 8 Liter Sprit à 1,40 Euro, sind 2.800 Euro. Plus Steuer von 150 Euro, sind wir schon mal bei knapp 4.000 Euro im Jahr, die sowieso anfallen. Du siehst, viel Luft für Wartung und Reparaturen bleibt da nicht.

Jeden Tag nach Leipzig fahren: du sagst, du hast deine Gründe. Meistens sind die aber „ich will ein Auto und WG ist eh doof“. Ganz altklug sage ich dir: das ist Unsinn. Während deine Kommilitonen nach der Vorlesung nämlich noch mal schnell in eine Bar hüpfen, hängst du schon wieder auf der A72. Wenn die sich spontan zum Lernen treffen, hängst du auf der A72.

Spontan nach Berlin fahren: macht man sowieso nicht. Man redet sich das immer ein, aber im Endeffekt weiß man durch äußere Umstände sowieso recht genau, wann man losfährt. Dann wirst du in Berlin auch irgendwann von der Parksituation genervt sein, ich spreche aus Erfahrung. Das gleiche gilt dann für Leipzig (an der Uni zu parken ist jetzt gar nicht mal so easy wie man sich das vorstellt). In diesen Städten brauchst du sowieso kein Auto.

Du büßt also dein Sozialleben ein, um es lieber auf der Autobahn zu verbringen, willst dafür extra arbeiten gehen um noch mehr Zeit dafür zu opfern und verpasst die besten Jahre, die Studienzeit.

Mein Tipp: nimm dir ein Zimmer in Leipzig und genieße dort dein Leben. Pendeln kannst du als Arbeitnehmer immer noch genug.

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Deine Vorgehensweise find ich gut. So gepflegte renter autos haben wahrscheinlich die größte Chance noch ein paar Jährchen durchzuhalten. Wissen kann das keiner, kann auch in 1000km Schrott sein.

Die Autos musst du dir halt anschauen. Wäre ich an deiner Stelle wurde ich nach Asta G oder VW Bora usw. Schauen. Mit Stufenheck will die kaum jemand haben.

Viel erfolg!

80 PS sind 80 PS, egal o aus 1.2 oder 1.4 Liter. Wenn dir der Wagen von deinem Kumpel viel zu lahm vorkommt, warum suchst du dir dann einen 1.4er Fiesta aus :confused:

Selbst 98 PS sind nicht viel besser. Würde sagen, du solltest ab 120 PS aufwärts schauen.

Themenstarteram 23. Dezember 2017 um 12:15

Einen VW Bora hätte ich hier ganz in der Nähe:

 

https://suchen.mobile.de/.../details.html?...

 

Dieses Angebot habe ich bei mobile.de gefunden:

 

Volkswagen Bora 1.6 Comfortline

Erstzulassung: 05/2001

Kilometerstand: 100.000 km

Kraftstoffart: Benzin

Leistung: 77 kW (105 PS)

 

Preis: 1.999 €

 

Naja es kommt auch auf die Leistungsentfaltung und das Fahrzeuggewicht an. Den 1.4er empfanden bisher alle Leute beim Fiesta als ausreichende Motorisierung. Ich bin keine Straßenraketen gewöhnt, habe dementsprechend auch keine hohen Ansprüche. Aber flott vom Fleck kommen sollte (bei nem gewissen Drehzahlniveau) schon drin sein und das war beim Modus nicht der Fall.

Und es kommt zuallererst auf den Hubraum an. 1.4 Liter werden bei gleicher Leistung besser vom Fleck kommen als 1.2 Liter.

Zu Leistungsstark darfs wegen der Versicherung auch nicht sein. Der Primera wäre da schon grenzwertig.

Zitat:

@Deloman schrieb am 23. Dezember 2017 um 11:55:42 Uhr:

80 PS sind 80 PS, egal o aus 1.2 oder 1.4 Liter. ...

kommt nur drauf an:

wieviele kg/Tonnen zu bewegen sind?

(Corsa A mit 75 PS dürfte spritziger sein als ein Golf 5 oder 6 mit 80 PS ;) )

und wie der Drehmomentverlauf des Motors ist!

(ich empfinde meinen derzeitigen Laguna mit 90 PS deutlich träger als den zuvor gefahrenen gleich großen Mondeo mit ebenfalls 90 PS!)

 

PS:

Zitat:

@Heizerling schrieb am 23. Dezember 2017 um 12:15:00 Uhr:

Und es kommt zuallererst auf den Hubraum an. 1.4 Liter werden bei gleicher Leistung besser vom Fleck kommen als 1.2 Liter.

nicht unbedingt ...

der o.g. Mondeo holt die 90 Pferde aus 1,6 l - die 90 lahmeren Gäule im Laguna verteilen sich auf 1,8 l

Der Bora schaut innen etwas versifft aus und aussen ramponiert. Aber im Prinzip wäere das genau mein Beuteschema. Wenns eh in der Nähe ist mal mit nem Schrauberkumpel hinfahren und anschauen. Im schlimmsten Fall 2Std verlorene Zeit.

Zitat:

@Heizerling schrieb am 23. Dezember 2017 um 12:15:00 Uhr:

Zu Leistungsstark darfs wegen der Versicherung auch nicht sein. Der Primera wäre da schon grenzwertig.

Die Autos sind in Versicherungsklassen eingereiht, siehe autoampel.de. Mit der schieren Leistung hat die Einteilung erstmal nichts zu tun, durchaus können die schwächeren Motorisierungen teurer sind. Steuern ist dann eine andere Geschichte, generelle Unterhalts- und Verbrauchskosten nochmals eine. Siehe auch autokostencheck.de.

Der Anspruch, nochmals 5 (sorgenfreie) Jahre mit einem Auto aus der Restschrottklasse zu erleben, ist Realitätsverweigerung. Man kann Glück haben, aber auf einen ~15 jährigen GW an die 100tkm draufzupacken wird nicht ohne Frischhaltemassnahmen abgehen.

Generell scheint Deine finanz. Ausstattung am unteren Ende des machbaren zu sein. Rechne da ganz genau nach, wie Du pro Jahr 18tkm finanzieren kannst, Sprit/Mt. sind allein schon 140€ (1500km/Mt, 7l/100km, €1,30). 700-1000€ würde ich noch als Reserve für erste Reps mitnehmen, dann Vers./Steuern plus der normale Verschleiss. Und etwas Sparquote, damit Du bei Bedarf wieder ein Auto kaufen kannst.

Ich würde mich da auf Kleinwagen ausrichten und die Franzosen nicht einfach beiseite lassen, z.B. kann ein Renault Twingo durchaus ein günstiger Einstieg sein. Zustand ist entscheidend, nicht Marke. Für die Berlinfahrten wäre Fernbus/Bahn eine Alternative.

Der Bora knuspert an der Front schon bedenklich, der Mazda ist mit HK 18 nicht günstig und hat allg. Rostprobleme, der Nissan hat mit den Xenon teure Teile drin. Zu Fiesta, Bora und Mazda steht nix bzgl. ZR-Wechsel. Der Fiesta scheint mir für Deine Zwecke realistisch und sieht auf den 1. Blick gut aus, HK 16 ist auch zahlbarer. Ansonsten: schau nicht nur bei Händlern, bei Privaten gibt's fürs Geld meist mehr Auto, da die Händlermarge entfällt.

Günstig zu betreiben wäre noch dieser solide Smart Forfour, 1. Hand, neuer TüV, Steuerkettenmotor, HK 15.

Der Bora ist optisch zu schlecht für das Geld.

Außerdem hat er nur noch 4 Monate Rest-HU; was der Prüfer zu dem Rost sagt muss man abwarten. Auf jeden Fall muss das gemacht werden, z.B. mit Zinkfarbe aus dem Baumarkt.

Zum Zahnriemenwechsel steht auch nichts. Fazit: Schlechter Deal.

Zitat:

@Heizerling schrieb am 23. Dezember 2017 um 10:11:22 Uhr:

 

https://suchen.mobile.de/.../details.html?...

Dieses Angebot habe ich bei mobile.de gefunden:

Nissan Primera 1.8 Elegance/TÜV NEU/XENON/SHZ

Erstzulassung: 04/2000

Kilometerstand: 106.000 km

Kraftstoffart: Benzin

Leistung: 84 kW (114 PS)

Preis: 1.550 €

Der nächste Kandidat. Zwar für einen Anfänger ne große Motorisierung, aber wenn man sich anschaut, was ich fahre, ists wohl keine schlechte Idee. Was meint ihr?

Der hat kein Xenon, auch wenn der Händler das angibt.

Aber mal anschauen würde ich ihn trotzdem. Scheint irgend ein Re-Import zu sein, das Scheckheft ist jedenfalls nicht auf deutsch.

Generell würde ich mir auch lieber so Rentnermobile suchen, die sind meist besser gepflegt als die Standard-Kleinwagen, die will jeder Fahranfänger und deswegen wird auch für den letzten Schrottkarren noch ein recht hoher Preis verlangt.

 

Themenstarteram 23. Dezember 2017 um 16:03

@Deloman und @Schrottkarrn

Ja diese Mängel sind mir am Bora auch aufgefallen. Und iwie merke ich bei dem Angebot, dass da nochmal VW-Bonus drauf geschlagen wurde. Hatte jetzt nur mein Interesse geweckt, weil er im Budget und in der Nähe war.

@Railey

Danke erstmal für deinen qualifizeirten Beitrag. Sowas hilft mir am besten weiter :)

Also kann man nicht sagen, dass die Versicherungseinstufung pauschal von der Marke und der Motorleistung abhängt, sondern dass es immer ne Einzelfalleintscheidung sein sollte?

Auf der Website hab ich gerade mal geschaut und sie etwas gefüttert. Da gehts tatsächlich mit dem 1.4er Fiesta los und zwar bei 202€. Garnicht schlecht. Weiter gehts dann mit dem VW Polo und dem Seat Ibiza mit 205 bzw. 211€, auch 1.4l.

Naja warum lese ich dann von vielen Leuten, dass sie ihre Autos bis 200tkm und darüber hinaus ohne große Reparaturen fahren können? Ich erwarte ja nicht, dass ich niemals Reparaturenhaben werde. Ich möchte mir bloß kein Auto zulegen, was nach einer Woche ein wirtschaftlicher Totalschaden ist. Das kann zwar bei allen Autos passieren, ohne Frage, aber die Wahrscheinlichkeit dafür ist von Modell zu Modell unterschiedlich und möchte wissen, welche Modelle in meinem Beuteschema bekannt für Wartungsarmut sind.

Oder mal anders herum gefragt: Gibt es Autos, um die ich einen großen Bogen machen sollte?

Finanziert bekomme ich das Auto. Meiner Meinung nach muss man sich fürs Studium zwischen Auto und eigener Wohnung am Studienplatz entscheiden. Ich hab mich für das Auto entschieden, da ich bei meinen Eltern wohnen bleiben möchte (aus diversem Gründen). Außerdem möchte ich mir dann n Minijob auf 450€ Basis suchen, schliesslich muss ja irgendwie Geld rein kommen. Dann kommt hoffentlich noch etwas BaFöG dazu (sagen wir mal 50€). Abziehen werde ich schonmal 100€ monatlich für die Studiengebühren (Mensa, Bibliothek etc.). Bleiben also noch 400€. Ich kann natürlich nicht alles planen und das wird sich alles erst zeigen, wenn es nächstes Jahr dann wirklich losgeht, aber ich denke, ich bekommen das Auto schon finanziert und hab noch Möglichkeiten für Reserven.

Wenn es keine gleichwertigen Alternativen zu den Franzosen gäbe, würde ich sie nicht auschliessen. Da es sie aber gibt (zB eben FoFi), tue ich es trotzdem. Es sind einfach zahlreiche Sachen, die mir an ihnen nicht gefallen. Sei es die Technik, das Design oder das allgemeine Image. Schlechte Erfahrungen und eine gewisse negative Prägung auf alles Französische lassen mich einfach nicht mit diesen Autos warm werden. Dann suche ich lieber länger und in einem größeren Umkreis und fühle mich dann auch wohl in meinem Auto.

Zur Thematik Fernbus:

Damit habe ich durchaus Erfahrung. Immerhin hatte ich ne Fernbeziehung in Berlin (hach das waren noch Zeiten xd) 37€ für Chemnitz - Berlin Südkreuz sind eine Kampfansage und das bekommt man mit dem Auto auch nicht wirklich günstiger hin. Die Busse sind auch komfortabel und ziemlich pünktlich. Aber mit dem Auto bist du einfach frei in der Entscheidung, wann du fahren möchtest. Und diesen Luxus möchte ich mir schon leisten. Sollte es in einem Monat doch mal knapp werden, kann ich ja immer noch mit dem Bus fahren.

Ich schaue auch wöchentlich in die Börse meiner Lokalzeitung. Da findet man auch keine schlechten Sachen. Und unser Autohausbesitzer (und guter Bekannter) hat auch zur Kenntnis genommen, dass ich auf der Suche bin. Vielleicht zieht er ein feines Rentnerauto an Land.

Zu dem Smart. Sieht erstmal nicht schlecht aus, auch wenn mir die Optik nicht unbedingt zusagt, aber dass ich da Abstriche machen muss, ist mir klar. Aber Smart gehört ja Mercedes. Und die sollen doch ziemlich teuer in der Wartung und bei Ersatzteilen sein, oder?

Kommt man mit der Motorisierung ausreichend vom Fleck und ist der Motor haltbar?

Und eine Frage hab ich noch: Warum muss es immer Steuerkette sein (So klingt es zumindest)? Was ist denn an einem Motor mit gewechseltem ZR auszusetzen?

@madmax

Ja das holländische Scheckheft hat mich auch stutzig gemacht. Die Innenausstattung kommt auch sehr altbacken rüber. Aber er soll wohl auch robust sein und hat gute Ausstattung.

Gruß Heizerling

Zitat:

@Heizerling schrieb am 23. Dezember 2017 um 16:03:28 Uhr:

 

Und eine Frage hab ich noch: Warum muss es immer Steuerkette sein (So klingt es zumindest)? Was ist denn an einem Motor mit gewechseltem ZR auszusetzen?

Es muss nicht immer Steuerkette sein, ein gewechselter ZR ist auch ok. Bloß werden die Autos oftmals vor dem ZR-Wechsel verkauft, wenn dieser kostspielig ist. Also darauf achten beim Kauf, ob das schon erledigt wurde bzw. wann dieser Wechsel fällig ist.

Vor allem VW hatte in der jüngeren Vergangenheit mit Steuerketten kein glückliches Händchen, weswegen sie wieder zum ZR zurückgekehrt sind.

Autos auf der Golf 4 Plattform sind hier die beste Wahl. VW Golf, Bora, Beetle, Audi A3 8L, Seat Leon, Toledo, Skoda Octavia. Beim Motor würde ich zu einem 1,6 Liter 100-102 PS raten, das ist der Dauerläufer aus dem VW Konzern, in allen wesentlichen Punkten unempfindlich, auch beim Zahnriemen. Der muss zwar auch gemacht weden, hat aber ein langes Intervall (keine Werksempfehlung zum Tausch, aber ab 120.000 km oder 10 Jahren sollte man mal drüber nachdenken) und ist dank 8-Ventil-Technik nur gering belastet. Außerdem günstig zu wechseln, sodass man auch ein Auto (mit entsprechendem Preisabschlag) kaufen kann, dessen Zahnriemen fällig ist.

Des weiteren kennt jede Werkstatt und jeder zweite Heimwerker die Technik dieser Plattform und Ersatzteile gibt es in großer Zahl neu wie gebraucht zu äußerst günstigen Preisen.

Beim Kauf auf 15 Zoll Felgen achten, dafür sind Reifen am billigsten, denn über 80.000 km wird man mindestens einmal neu bereifen müssen, möglicherweise sogar zweimal. Außerdem halten Fahrwerksteile damit länger durch als mit größeren Felgen.

Der Nissan kommt wohl aus Dänemark, wurde aber offenbar recht früh nach Dtl. exportiert. Zu hoffen wäre, dass das Scheckheft nach 40tkm weitergeführt wurde. Kein Xenon: mag sein, es gab aber offenbar auch welche mit, wäre im Schadensfall halt nicht günstig.

Wie Mad_Max77 andeutet, werden ältere Fzge oft nicht mehr nachhaltig gewartet, das summiert sich dann bis zum Verkauf, gerne vor dem TüV. Schwups hast Du dann fällige Bremsen, Ölwechsel, Klimaservice etc. pp an der Backe und aus dem vermeintlichen Schnäppchen wird eine Dauerbaustelle. Das kann auch für Rentnerfzge gelten, Pfennigfuchser gibt's in jedem Alter.

200tkm sind bei guter Wartung iaR. kein Problem, trotzdem gibt es Verschleiss, der repariert werden muss. Und wenige km auf viele Jahre können auf Kurzstreckenbetrieb hindeuten, dh. viele Kaltstarts mit entspr. lebenszeitverkürzender Belastung der Mechanik. Der Nissan zB ist die ersten 10 J. keine 4000km / J. bewegt worden. Nb. der Laufleistung muss auch das Alter berücksichtigt werden, Korrosion wie gesehen zB kann TüV-relevant sein.

Der Smart ist ein Zwilling des Mitsubishi Colt, gilt als recht solid. Die Wartung musst Du natürlich nicht im MB-Glaspalast machen lassen, Teile werden tw. auch im freien Handel erhältlich sein, z.B. Bremsen. ESP war übrigens in der Alterskategorie nicht standard, ein kleines Plus. Ob Dir der zumindest für die tägl. Fahrten zur Uni und nach Leipzig reicht, musst Du halt ausprobieren, für 300km nach Berlin gibt es natürlich besseres wie den Nissan Primera, der zugegeben recht schön dasteht, aber im täglichen Betrieb mit 3 Kl. höherer Haftpflicht, höherem Verbrauch und auch teurerer Steuer einfach mal mehr kostet.

Themenstarteram 23. Dezember 2017 um 17:25

@markuc

Diese Modelle sind mir auch mit als erstes eingefallen. Wir konnten früher auch einen VW Golf 4 Variant mit genau dieser Motorisierung unser Eigen nennen. Mit ihm gabs soweit ich weiss keine größeren Probleme. Und er hat mir schon als kleines Kind gefallen. Dementsprechend traurig war ich, als er durch einen VW Touran getauscht wurde. Aber er fährt heute noch irgendwo in Tschechien rum. Schön zu wissen ^^

Golf, Bora, Ibiza, Cordoba und Fabia wären auch Fovoriten von mir. Nur muss man in meiner Preisklasse erstmal was finden. Da macht es einem der Fiesta schon leichter und er ist ja auch grundsolide.

@Railey

Darauf müsste man halt gucken.

Also wäre es besser, nach Autos mit möglichst frishem Tüv Ausschau zu halten, richtig?

Das ist die Frage, die ich mir schon lange stelle: Wo soll ich die Grenze für die Laufleistung ansetzen? Zu wenig darf es wegen zu häufiger Kurzstrecke nicht sein, aber zu viel sollte es dann auch nicht sein. Aber wo sollte ich Schluss machen? 125, 150, 200 tkm?

Wie schlimm ist Korrosion bzw was kann ich denn tuen, wenn ich mein absolutes Traumwägelchen finde, es aber schon etwas Rost angesetzt hat? Klar, die tragenden Teile sollten einwandfrei sein, aber wie sieht das mit dem Rest aus?

Ok klingt gut, wenn ich ihn günstig gewartet bekomme. Dass er ESP hat, wusste ich nicht. Das ist tatsächlich ein Plus. Aber werde ich mit dem kleinen Hubraum wirklich glücklich? Das kann wohl nur ne ausgiebige probefahrt klären.

Klar wäre der Nissan dann teurer. Aber mit dem Motor hätte ich wohl wesentlich mehr Fahrspaß. Ich muss halt wissen, wie wichtig mir der ist und bis jetzt hatte ich noch nicht viele Vergleichswerte

Ich würde auch auf die Marke achten oder besser darauf, keinen Exoten zu kaufen. Für die Ersatzteilversorgung und Reparaturmöglichkeiten ist ein möglichst gängiges Modell sehr hilfreich.

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