ForumSL
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Auto
  4. Mercedes
  5. SL
  6. Japan-Import: Verkauf im Kundenauftrag

Japan-Import: Verkauf im Kundenauftrag

Mercedes
Themenstarteram 12. Juli 2017 um 16:16

Guten Tag in die Runde,

in letzter Zeit fällt mir auf, das speziell Japan-Importe von Händlern vermehrt im Kundenauftrag verkauft werden (bei einem Fahrzeug war es sogar so, dass dies erst nach einiger Standzeit beim Händler der Fall war).

Der Hintergrund ist schon klar - Umgehung der Gewährleistung.

Aber wie kommt so etwas zustande? Verkauft der Händler zunächst pro forma an einen Privaten, der das Fahrzeug dann wieder pro forma weiter veräußert?

Wer kennt sich aus?

Gruß

Jürgen

Ähnliche Themen
39 Antworten

sehr oft wird eine dem Unternehmen nahestehende Verwandte dazu "missbraucht"! Wer sich darauf einlässt, ist selber schuld. Wenn das Fahrzeug offiziell durch einen Händler angeboten wird, muss ER auch der Verkäufer sein.

Zitat:

@ditroi9076 schrieb am 12. Juli 2017 um 16:33:25 Uhr:

Wenn das Fahrzeug offiziell durch einen Händler angeboten wird, muss ER auch der Verkäufer sein.

Ist das tatsaechl. so? Auch wenn er dies ausdruecklich ausschliesst? Kann ich mir eigtl. gar nicht vorstellen, es sei denn, hier hat es eine konkrete Gesetzesaenderung gegeben.

Zitat:

@SL Teufel schrieb am 12. Juli 2017 um 16:56:01 Uhr:

Zitat:

@ditroi9076 schrieb am 12. Juli 2017 um 16:33:25 Uhr:

Wenn das Fahrzeug offiziell durch einen Händler angeboten wird, muss ER auch der Verkäufer sein.

Ist das tatsaechl. so? Auch wenn er dies ausdruecklich ausschliesst? Kann ich mir eigtl. gar nicht vorstellen, es sei denn, hier hat es eine konkrete Gesetzesaenderung gegeben.

Verkauft ER das Auto im Kundenauftrag, dann ist es Kommisionsware, ist also auch nicht vorsteuerabzugsfähig und somit ein reiner Privatverkauf.Dann muss aber im Angebot stehen: VERKAUF NUR IM KUNDENAUFTRAG

Zitat:

@ditroi9076 schrieb am 12. Juli 2017 um 18:57:29 Uhr:

Verkauft ER das Auto im Kundenauftrag, dann ist es Kommisionsware, ist also auch nicht vorsteuerabzugsfähig und somit ein reiner Privatverkauf.Dann muss aber im Angebot stehen: VERKAUF NUR IM KUNDENAUFTRAG

Naja, das ist klar. Das steht da ja in dem Fall immer in der Anzeige... Genau DAS ist dem TE ja aufgefallen. Letztlich ist es aber so, dass der Haendler schon einen grossen Gestaltungsspielraum hat, bzw. Gestaltungsmissbrauch betreiben kann.

Also zur Frage des TE: Ja, es wird oft ein Strohmann dazwischen geschoben. Egal ob Familie oder externer Dulli... Fragt das FA nach, wird halt schnell eine Vereinbarung zwischen dem Haendler und dem Strohmann nachgeschoben. Das kann dann natuerl. Kreise ziehen, wenn das FA nachbohrt, wie der Strohmann das Auto angeblich finanziert/bezahlt hat usw. Aber das haengt dann eben davon ab, wie genau recherchiert wird. Nachgeforscht wird leider nur, wenn der Haendler diesen Schmu in einem Umfang betreibt, der eben auffaellig wird und sich Verdachtsmomente beim FA ergeben.

Es ist ja ein offenes Geheimnis, dass kaum ein Haendler z.B. einen fruehen R230 offiziell verkaufen mag. Eben wegen der Gewaehrleistung. Mercedes selbst versteigert in Zahlung genommene Autos ab einem bestimmten Alter grundsaetzlich an Haendler... und dort beginnt dann das Spiel.

Fakt ist aber auch, dass die Gewaehrleistungsverpflichtung den klassischen Faehnchenhaendler in die Kniee gezwungen hat. Bei der Komplexitaet heutiger Autos, ist die Gewaehrleistung fuer alte Autos eigtl. von einem 08/15 Gebrauchtwagenhaendler nicht zu stemmen... Nur wenige gravierende Faelle in Folge koennen einen Haendler ganz schnell in die Pleite treiben.

das mit der wegfallenden Gewährleistung beim Privatverkauf kennt ja jeder. Aber mir ging es um die Aussage vom TE, Zitat:_

(bei einem Fahrzeug war es sogar so, dass dies erst nach einiger Standzeit beim Händler der Fall war).

Also in diesem Fall hätte der Händler das Fahrzeug mit Vorsteuerabzug gekauft und würde dann beim Verkauf die bezahlte Mehrwertsteuer in die eigene Tasche stecken, das wäre ein "Schwarzgeldgeschäft" und strafbar, da er die vereinnahmte Mwst nicht an das FA abführt. Ich glaube kaum, dass ein Händler das wagt, jedoch Ausnahmen bestätigen die Regel.

Zitat:

@ditroi9076 schrieb am 12. Juli 2017 um 23:01:18 Uhr:

das mit der wegfallenden Gewährleistung beim Privatverkauf kennt ja jeder. Aber mir ging es um die Aussage vom TE, Zitat:_

(bei einem Fahrzeug war es sogar so, dass dies erst nach einiger Standzeit beim Händler der Fall war).

Also in diesem Fall hätte der Händler das Fahrzeug mit Vorsteuerabzug gekauft und würde dann beim Verkauf die bezahlte Mehrwertsteuer in die eigene Tasche stecken, das wäre ein "Schwarzgeldgeschäft" und strafbar, da er die vereinnahmte Mwst nicht an das FA abführt. Ich glaube kaum, dass ein Händler das wagt, jedoch Ausnahmen bestätigen die Regel.

woher deine annahme, dass er MIT vorsteuerabzug gekauft hat?

Zitat:

@gamby schrieb am 13. Juli 2017 um 06:54:01 Uhr:

Zitat:

@ditroi9076 schrieb am 12. Juli 2017 um 23:01:18 Uhr:

das mit der wegfallenden Gewährleistung beim Privatverkauf kennt ja jeder. Aber mir ging es um die Aussage vom TE, Zitat:_

(bei einem Fahrzeug war es sogar so, dass dies erst nach einiger Standzeit beim Händler der Fall war).

Also in diesem Fall hätte der Händler das Fahrzeug mit Vorsteuerabzug gekauft und würde dann beim Verkauf die bezahlte Mehrwertsteuer in die eigene Tasche stecken, das wäre ein "Schwarzgeldgeschäft" und strafbar, da er die vereinnahmte Mwst nicht an das FA abführt. Ich glaube kaum, dass ein Händler das wagt, jedoch Ausnahmen bestätigen die Regel.

woher deine annahme, dass er MIT vorsteuerabzug gekauft hat?

Der TE schreibt, das Fahrzeug hätte wochenlang zum Verkauf gestanden, erst danach hätte er es "Im Kundenauftrag" deklariert.. Für mich stellt sich somit ein Einkauf mit Vorsteuerabzug dar. Aber es nutzt nichts, wenn wir hier Philosophie betreiben, ich kann den Fall nicht recherchieren und stelle somit die Diskussion für mich ein. Gruß Dieter

Zitat:

@ditroi9076 schrieb am 13. Juli 2017 um 10:03:27 Uhr:

Zitat:

@gamby schrieb am 13. Juli 2017 um 06:54:01 Uhr:

 

woher deine annahme, dass er MIT vorsteuerabzug gekauft hat?

Der TE schreibt, das Fahrzeug hätte wochenlang zum Verkauf gestanden, erst danach hätte er es "Im Kundenauftrag" deklariert.. Für mich stellt sich somit ein Einkauf mit Vorsteuerabzug dar. Aber es nutzt nichts, wenn wir hier Philosophie betreiben, ich kann den Fall nicht recherchieren und stelle somit die Diskussion für mich ein. Gruß Dieter

naja, es gibt genügend verkaufangebote in mobile OHNE mehrwertsteuerausweis.

von daher war dieser gedanke für mich nicht nachvollziehbar.

wenn dem so wäre - wäre es betrug der umsatzsteuer, da hast du recht.

aber das eine setzt das andere (nach wochenlanger standzeit im kundenauftrag zu verkaufen) nicht automatisch voraus.

im letzten punkt gebe ich dir wieder vollkommen recht. alles spekulation.

bringt weder uns noch den te weiter.

wenn es den te so brenndend interessiert, kann er den händler ja mal anrufen und drauf ansprechen...

gruß gamby

Themenstarteram 13. Juli 2017 um 10:55

Danke für das Feedback..

Die Problematik mit der Umsatzsteuer war mir dabei gar nicht bewusst. Mir ging es um das Procedere...

PS: Zum Fall "wochenlange Standzeit, dann erst im Auftrag..." - das ist ein großes Autohaus, ich kann mir nicht vorstellen, dass die Schmu machen. Es wird da eine andere Erklärung geben.

Zitat:

@juggle schrieb am 13. Juli 2017 um 10:55:20 Uhr:

das ist ein großes Autohaus, ich kann mir nicht vorstellen, dass die Schmu machen. Es wird da eine andere Erklärung geben.

Du wuerdest Dich wundern... ;)

Was mir aber noch eingefallen ist, ist folgende Variante: Der Wagen wurde tatsaechl. verkauft, der neue Besitzer hat aber keinen Gefallen daran gefunden (aus welchem Grund auch immer... vllt., weil er sich nachtraeglich ueber ABC-Reparaturkosten informiert hat ;)) und wollte dann den Wagen zurueckgeben. Das Autohaus wollte ihn aber auch nicht mehr haben und bietet ihn jetzt "im Kundenauftrag" an. Die Konstellation kommt wahrschl. auch nicht selten vor.

Themenstarteram 14. Juli 2017 um 8:16

...könnte hinkommen, mit der Vermutung von SL Teufel: als ich mir den Japan-Wagen ansah, stand noch ein weiterer SL dort; nach Auskunft des Verkäufers 'eine Rückgabe des Käufers wegen gerichtlicher Auseinandersetzungen'.

Gruß

Jürgen

ich habe einen Japan SL erworben und habe leider keine guten Erfahrungen gesammelt. Ich kann nur zu allergrösster Vorsicht raten. mir wurde via importeur ein Wagen mit Japanerrating 4B verkauft ("unfallfrei, interieur und exterieur gepflegt mit kleinsten Kratzern) - das Auto war ein komplettes Desaster, kein Originallack aussen und innen total abgerockt und kaputtgebastelt, Unfall nicht ausgeschlossen. Ferner war das Dach beschädigt (Ölverlust am Zylinder). Das "4B" war gefälscht. Von wegen vertrauenswürdige Kultur aus dem Land des Lächelns....

Grosses Problem: aufgrund der Vertragskonstellation kann man die Versteigerungsfirma in Japan nicht belangen sondern nur den Importeur und der ist untergetaucht, meldet sich nicht, etc.

Ferner kann ich dringend davon abraten irgendwelche "Lorinser" oder "Brabus" umbauten aus Japan zu kaufen - meiner war ein "Lorinser" - ich habe Ihn der Firma Lorinser in Waiblingen zur Begutachung gegeben, Ergebnis: komplette Fälschung - also glatter Betrug .Gegen den Importeur habe ich dann Strafanzeige gestellt und bekam dann Info von einem Polizeikommissar dass mehrere Kunden Anzeige erstattet haben da grosse Anzahlung geleistet für Japanimport und Zoll und Auto nie erhalten....

Ich stand vor der Alternative: Komplettrenovierung (wirklich alles alles alles: Bodykit, Fahrwerk, Interieur, Felgen, Auspuff, Lichter, Elektrik) oder Verschrottung (= Komplettverlust des Kaufpreises), habe mich dann für ersteres entschieden

Da die Fa Lorinser in Ihrer ganzen Firmengeschichte (bald 100J) noch nie so eine dreiste Fälschung gesehen hat waren die sehr kulant zu mir und haben mir ein Bodykit quasi zum Selbstkostenpreis verkauft. Ohne das wäre das Auto in die Schrottpresse gewandert mit Komplettverlust des Kaufpreises. Glück im grossen Unglück.

Zusammengefasst: ich mache das nie wieder. ferner ist der Wechselkurs YEN EUR derzeit generell unattraktiv für sowas. es lohnt sich finanziell nicht.

Wie muss man sich das vorstellen, Du bezahlst den kompletten Kaufpreis ohne das Auto je gesehen zu haben ?

Zitat:

@MichaelV12 schrieb am 19. Februar 2018 um 13:24:24 Uhr:

Wie muss man sich das vorstellen, Du bezahlst den kompletten Kaufpreis ohne das Auto je gesehen zu haben ?

jupp..es gibt direkte japan versteigerungen. da hast du bilder und ne beschreibung und kannst mitbieten. dann erfolgt die verschiffung nach d und du kannst dein geschenk emfangen......

oder du schaust dir bei einem händler in d die japan importe an.

nur verlangt der händler einen abschlag oder hat den schon eingerechnet.

vom preis und er beschreibung sehen die japan re importe schon preislich attraktiv aus - aber hinterher kommt meist das böse erwachen....

gruß gamby

Deine Antwort
Ähnliche Themen
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Auto
  4. Mercedes
  5. SL
  6. Japan-Import: Verkauf im Kundenauftrag