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Ist Volkswagen ein Autohersteller für den Qualität und Kulanz Fremdwörter sind?

VW
Themenstarteram 17. Oktober 2014 um 21:38

Das soll jetzt kein VW-Bashing werden. Nur heute hatte meine Kollegin mit ihrem vier Jahre alten Scirocco ein Problem. Ich habe sie dann in die Werkstatt gebracht um das Auto abzuholen. Dabei hat sie mir dann mal den "Leidensweg" geschildert.

Bisher waren bei ihrem Auto folgende Probleme :

-Drosselklappe defekt

-Problem mit Getriebe

-Turbo defekt

-Sensorschalter Handbremse kaputt

Sie ist so froh das sie die Anschlussgarantie hat. Ansonsten hätte sie das schon alles über 3500€ gekostet.

Wenn ich dann noch ranziehe das bei meinem Vater im Golf die Windschutzscheibe verkanntet eingebaut wurde und nach einem Monat sich ein Riss durch die ganze Scheibe zog, frage ich mich schon wie VW in Bezug auf Qualität dasteht. Bei meinem Chef im Passat ließ sich das neue Fahrzeug nach circa 5000km nicht mehr starten. Komplette Steuerelektronik musste getauscht werden.

Nun bin ich ja der Überzeugung das jeder Fehler macht und die kann er ja beheben wenn man ihm die Chance gibt. Aber Denkste... Das ist ja der Wahnsinn wie sich da die Werkstätten quer stellen. Da heißt es gleich das ist halt so. Diese Probleme hätten auch andere Hersteller, nur da machen es die Medien nicht so publik. Die Kulanzleistungen von 35% auf das Material sind auch der Witz. Da bekommt man noch nicht mal einen Ersatzwagen bei einer Garantiereperatur. Händler kommt dann mit so fadenscheinigen Ausreden, wie das er den von VW nicht bezahlt bekommt. Kann doch auch nur Schwachsinn sein wenn etwas aufgrund eines Materialfehlers und im Zuge von einem Rückrufs getauscht wird.

Irgendwie hat mir das ein bisschen die Lust am Autokauf vermiest. Bin nämlich gerade am entscheiden zwischen Volvo V40 und Seat Leon und Letzterer hat es mir schon angetan.

Bitte sagt mir mal wie es wirklich so ist. Habe ich da nur viele Negativbeispiele mitbekommen?

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11 Antworten

Man kann Dir nur eines raten:

Den Käse zu vergessen und Dich erstmal korrekt und richtig zu informieren, was da bei welchem Fahrzeug bei welcher Laufleistung nach welcher Zeit einen Defekt aufgewiesen hat.

Themenstarteram 18. Oktober 2014 um 9:25

- Riss durch die Scheibe bei Golf nach 800km

- Steuerelektronik bei Firmenauto nach 5000km

- Problem mit Getriebe nach 35000km

- Turbo bei 143000 km

- Drosselklappe bei 187000km

- Rechnung für Handbremsproblem hatte sie jetzt nicht zur Hand

Zitat:

@Renegade1000 schrieb am 18. Oktober 2014 um 09:25:27 Uhr:

- Riss durch die Scheibe bei Golf nach 800km

- Steuerelektronik bei Firmenauto nach 5000km

- Problem mit Getriebe nach 35000km

- Turbo bei 143000 km

- Drosselklappe bei 187000km

- Rechnung für Handbremsproblem hatte sie jetzt nicht zur Hand

Und nach welcher Zeit war was ?

Bei welchem Defekt bestand Herstellergarantie ?

Service bei jedem Fahrzeug IMMER in Vertragswerkstatt des Herstellers durchgeführt ?

Was war ggf. mit Kulanzleistungen außerhalb der Herstellergarantie ?

Was war jeweils genau defekt ?

 

Bitte nicht alles irgendwie durcheinanderwürfeln.

Nebenbei:

Anspruch auf kostenloses Ersatzfahrzeug innerhalb der Herstellergarantie besteht NICHT !

Der Hersteller beseitigt innerhalb der Garantie kostenlos den Schaden.

Er ist laut Garantiebedingungen nicht für Mobilerhaltung des Kunden zuständig.

Das wäre wiederum die Mobilitätsgarantie.

Dafür sind andere Dinge relevant.

Einen Defekt an einer Drosselklappe nach fast 190 000km kann man dann auch durchaus als Verschleiß ansehen.

Einen Defekt am Turbolader nach gut 140 000km ebenfalls.

Man bedenke:

Die Inbetriebnahme eines KFZ / der Betrieb eines KFZ erzeugt i.A. naturgemäß Folgekosten bei Reparaturen; Folgekosten sind nicht nur die reinen Betriebskosten wie Kraftstoff und sonstiger Verschleiß.

Themenstarteram 18. Oktober 2014 um 10:10

Okay, wegen der ersten Dinge mach ich mich noch schlau und reiche die nach.

Das mit dem Ersatzwagen ist nur kleinlich. Da hat man schon Scherereien und dann gibt man nicht mal den Wagen als kleinen Ausgleich bzw um den Aufwand für den Kunden so gering wie möglich zu halten. So schlau sollte auch das VW-Marketing sein.

Zitat:

@Renegade1000 schrieb am 18. Oktober 2014 um 10:10:31 Uhr:

Okay, wegen der ersten Dinge mach ich mich noch schlau und reiche die nach.

Das mit dem Ersatzwagen ist nur kleinlich. Da hat man schon Scherereien und dann gibt man nicht mal den Wagen als kleinen Ausgleich bzw um den Aufwand für den Kunden so gering wie möglich zu halten. So schlau sollte auch das VW-Marketing sein.

Der Aufwand wird für den Kunden so gering wie möglich gehalten, denn der Kunde kann verbilligte Ersatzfahrzeuge bekommen.

Weiterhin sind z.B. ein Hol- und Bringdienst möglich.

Nicht jeder Kunde benötigt bei jedem Werkstattaufenthalt eine Ersatzmobilität in Form eines Fahrzeuges.

Kunden sind oftmals auch Arbeitnehmer oder zu einer Arbeitsleistung in einem Unternehmen verpflichtet.

Ein Ersatzfahrzeug verfehlt seinen Sinn, wenn es auf dem Parkplatz eines anderen Unternehmens den Tag über geparkt wird, weil der Kunde in diesem anderen Unternehmen als Arbeitnehmer oder sonstiger Mitarbeiter etc. seiner Arbeitsverpflichtung nachkommt.

In solchen Fällen ist z.B. der Hol- und Bringdienst völlig ausreichend und stellt die notwendige Mobilität her.

Manche Mitmenschen müssen sich ggf. mal von überzogenen Erwartungshaltungen trennen und auf den Boden der Tatsachen (Realität) zurückgeholt werden.

Soetwas gilt dann auch nicht nur bei VW, das kann man getrost auf alle Marken übertragen.

 

Dazu eine kleine Rechnung:

Betrieb mit 10 Mitarbeitern in der Werkstatt:

Jeder Mitarbeiter kann im Schnitt 3 Fahrzeuge pro Tag bearbeiten.

=> Fahrzeugdurchlauf pro Tag ca. 30 Fahrzeuge.

=> Kunden pro Tag somit ca. 30.

Um jeden Kunden mit einer Ersatzmobilität in Form eines Fahrzeuges ausstatten zu können wären also ca. 30 Ersatzfahrzeuge vorzuhalten.

Da alles kostenlos sein soll, bleiben ALLE Untehaltskosten, Vermietungskosten, Reparatur- und Instandhaltungskosten sowie die Kosten für mindestens 2 Mitarbeiter, die diese Fahrzeuge betreuen (Reinung, tägliche Durchsichten, Pflege) am Betrieb hängen und entstehen somit als Kosten.

Diese Kosten kannst Du ja mal kalkulieren und beziffern.

Bei einer Betriebsgröße mit ca. 10 produktiven Mitarbeitern im Servicebereich bist Du dann bei einer Betriebsgröße insgesammt (also incl. Ersatzteilservice, Disposition, Verkauf, Service incl.nicht produktiver Mitarbeiter vor Kunde, Büro etc) von mindestens 45 bis 55 Mitarbeitern.

Alle Lohnkosten plus sonstiger Kosten für die Unterhaltung des Betriebes musst Du irgendwie über den produktiven Bereich Service (Werkstatt) decken, denn im Verkauf bleibt heute dank der Kundenforderungen nach Rabatten, Zugaben etc. nicht mehr soviel, das damit weitere Kosten zu decken wären.

Irgendwer muss diese Kosten tragen.

Für Hersteller:

Das Ganze dann mal auf das durchschnittliche Kundenaufkommen in ganz Deutschland berechnen und beziffern; dann auf die Verrechnungssätze aufschlagen.

Servicebetrieb:

Betriebsmässig beziffern und auf die normalen Stundenverrechnungssätze aufschlagen.

Danach nochmals über die Forderung / Erwartung nachdenken.

Welcher Hersteller bietet denn einen kostenlosen Leihwagen bei einer Anschlussgarantie? Gibt es zB bei Mercedes auch nicht...

 

Viele Grüße

 

Mark

Themenstarteram 18. Oktober 2014 um 12:37

In der Anschlussgarantie und bei der Inspektion erwarte ich gar keinen Leihwagen. Das sind ja Dinge die eine ganz normale Werkstattleistung darstellen. Die anschließende Kostenübernahme ist dann ja eben meine Sache oder die der entsprechenden Versicherung.

Was ich schlimmer finde ist das es bei einer Garantiereparatur / Rückrufaktion schon so ein Vorgehen gibt. Da sollte der Hersteller doch eher auf Kundenseite sein um ein eventuelles Folgegeschäft zu haben. Das hat auch nichts mit einer überzogenen Erwartungshaltung zu tun.

Genauso wie die Turbo/DSG-Problematik. Diese ist aufgrund eines durch Vw-Zulieferer verursachten Fehlers entstanden. Somit kann ich auch nach Garantieablauf den Kunden allein rum stehen lassen und für den Konzernfehler auch noch zahlen lassen.

Zitat:

@Renegade1000 schrieb am 18. Oktober 2014 um 12:37:53 Uhr:

In der Anschlussgarantie und bei der Inspektion erwarte ich gar keinen Leihwagen. Das sind ja Dinge die eine ganz normale Werkstattleistung darstellen. Die anschließende Kostenübernahme ist dann ja eben meine Sache oder die der entsprechenden Versicherung.

Was ich schlimmer finde ist das es bei einer Garantiereparatur / Rückrufaktion schon so ein Vorgehen gibt. Da sollte der Hersteller doch eher auf Kundenseite sein um ein eventuelles Folgegeschäft zu haben. Das hat auch nichts mit einer überzogenen Erwartungshaltung zu tun.

Genauso wie die Turbo/DSG-Problematik. Diese ist aufgrund eines durch Vw-Zulieferer verursachten Fehlers entstanden. Somit kann ich auch nach Garantieablauf den Kunden allein rum stehen lassen und für den Konzernfehler auch noch zahlen lassen.

Du verwechselst da so einiges !

Evtl. bitte erstmal genau informieren, dann schreiben.

Für eine Garantiereparatur bietet der Hersteller weiterhin vergünstigte Fahrzeuge oder einen kostenlosen Hol- und Bringservice.

Damit hat der Hersteller alles getan, um Dich im normalen Rahmen mobil zu halten.

Oder benötigst Du ein Ersatzfahrzeug, um die 2 km von der Werkstatt auf den Parkplatz in der Nähe Deines Arbeitsplatzes zu kommen und das Fahrzeug da dann abzustellen ?

 

Ansonsten ist das hier mal wieder sinnloses Rumgeplärre und Rumstöhnen auf hohem Niveau mit deutlich überzogener Erwartungshaltung.

Wenn Dein Küchenherd in der Garantiezeit kaputt geht, erwartest Du auch, dass der Hersteller bis zur durchgeführten Reparatur ein kostenloses Ersatztgerät bereitstellt und einbauen lässt ?

Wenn Die Heizung innerhalb der Garantiezeit kaputtgeht, erwartest Du auch, dass der Hersteller kostenlos für Dich bis zur Reparatur eine andere Heizung einbaut ?

Wenn Dein Handy innerhalb der Garantiezeit kaputt geht, erwartest Du auch, dass der Hersteller Dir bis zur durchgeführten Rep. ein kostenloses Ersatzgerät bereitstellt ?

Wenn Dein Motorrad innerhalb der Garantiezeit kaputt geht, erwartest Du auch, dass der Hersteller Dir ein anderes Motorrad bis zur durchgeführten Rep. kostenlos bereitstellt ?

Du erwartest also neben der Garantie einen Schadenersatz durch die Hersteller.

 

Aus den ggf. aus einer Garantie erwachsenen Ansprüchen auf Mängelfreiheit durch Instandsetzung oder Austausch oder Erstattung des Kaufpreises lassen sich nur keine Ansprüche auf Schadenersatz ableiten.

 

Mit dem Angebot eines vergünstigten Ersatzfahrzeuges oder des Hol-und Bringdienstes oder sonstiger Dienste / Angebote bietet Dir der jeweilige Servicepartner über die Garntiezusage des Herstellers hinaus kulanterweise bereits eine Mehrleistung als SERVICE an.

Sollten Ansprüche aus der Mobilitätsgarantie entstanden sein, wäre das anders geregelt.

Themenstarteram 18. Oktober 2014 um 16:44

Sagen wir mal das ich auch die finanzielle Größenordnung miteinbeziehe.

Ein Ofen für 300€ ist anders in der Gewichtung als wie ein Fahrzeug für 30000€. Letztendlich sind die Handwerker bei solchen Dingen auch immer recht flink zur Sache und das Gerät wird schnell und unkompliziert getauscht. Was natürlich beim Auto nicht geht und auch nicht sehr viel Sinn macht.

Als im Haus der Eltern übrigens mal der Brenner der Heizung verreckt ist hat der Heizungsbauer auch einen Ersatz für die Woche installiert bis das Original wieder da war.

Was ist bei VW eigentlich ein vergünstigtes Ersatzfahrzeug? Zum Beispiel 55€ am Tag mit Selbstbeteiligung und 65€ ohne Selbstbeteiligung hier beim örtlichen Händlerverbund? 50km sind inklusive.

Also bei Toyota kostet das Fahrzeug immer einen kleinen Pauschbetrag von 10€ inklusive allem Pipapo und ohne Selbstbehalt. Nur mal so als Vergleich. Bin ich auch gerne bereit zu zahlen im Falle einer Inspektion oder wenn eine anderweitige Werkstattleistung ansteht. Einmal gab es bis jetzt einen Rückruf und da gab es das Ersatzfahrzeug für den Tag umsonst und als Entschädigung für die Mühen einen 25€ Gutschein für Zubehör oder die nächste Inspektion. Mein zweites Problem war etwas mit der Bremse hinten. Die Beläge waren bereits nach 20000km unten (Auto 4Jahre alt und 90000km gelaufen) und allgemein hat auch etwas gelegentlich geklemmt. Händler hat Toyota in Köln kontaktiert weil er sagte das ist ein bekanntes Problem und er dachte da geht was aus Kulanz. Ergebnis war 2 neue Bremssättel mit Scheiben und Belägen + Arbeit welche von Toyota übernommen wurden. Ersatzwagen war übrigens auch inklusive.

Moment 4 Jahre und 187000 ? 47000 km im Jahr ? Wird der Rocco überhaupt mal kalt ? Das da mal was kaputt geht ist da nicht so ungewöhnlich bei der Belastung.

Themenstarteram 19. Oktober 2014 um 7:20

Ja, das Mädel hat einen langen Arbeitsweg (wäre direkt interessant ob der Hol/Bringservice die 80km einfach mitmacht) und ist sonst auch immer auf der Straße unterwegs.

Wobei so ein Fahrzeug sollte ja auf Dauerbelastung ausgelegt sein.

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