ForumVerkehr & Sicherheit
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Wissen
  4. Verkehr & Sicherheit
  5. Ist ein ausgeschalteter Gurtpiepser ein Mangel beim TÜV?

Ist ein ausgeschalteter Gurtpiepser ein Mangel beim TÜV?

Themenstarteram 2. Juli 2012 um 8:07

Ich muss bald zum TÜV und weiß nicht mehr, wie ich diesen Gurtpiepser aktiviere … wäre das ein Grund, keinen TÜV zu bekommen? Oder interessiert das den TÜV gar nicht?

Ähnliche Themen
36 Antworten

Ich habe es noch nicht erlebt, das der geprüft wird.

Im 240er Volvo wurde das Ding schon in 70ern verbaut, in den 90ern ging er irgendwann kaputt, das hat sich nie einen Prüfer gestört..

am 2. Juli 2012 um 9:29

kommt aufs Auto an, ob es dem Prüfer auffallen kann/muss. Der Mitsubishi einer Bekannten piepst sofort, wenn der Motor gestartet wird, mein Suzuki erst nach mehreren Minuten.

@ TE vielleicht hast du nur den Stecker unterem Sitz abgezogen?

Also, Gurtwarner ist wohl nicht als Sicherheitsrelevantes Teil einzustufen und daher für den Prüfer eher uninteressant.

Es sei denn ... gestern habe ich im Radio - leider unvollständig, da die Leitung zusammenbrach - ein Interview gehört, wo jemand davon sprach, dass zukünftig bei TÜV Prüfungen auch diese ganzen elektronischen Helferlein geprüft werden sollen. Argument ist: Wenn sie schon verbaut sind, sollen sie auch funktionieren! RICHTIG!

Dadurch würde sich allerdings eine TÜV-Prüfung verlängern und die Kosten in die Höhe treiben. Bin ich froh einen DACIA zu besitzen :D

Also, Gurtwarner abgestellt ... gehört für MICH (noch) nicht zur TÜV Prüfung! Es sei denn, der Gurtwarner würde sich auf andere Sicherheitsrelvante Teile auswirken, deren Funktion beeinträchtigen. Z.B. Der Wagen startet nicht mehr, wenn der Gurt nicht angelegt ist. Oder der Wagen fährt nur im ersten Gang. Oder, der AIRBAG funktioniert nicht ... irgend sowas halt. DANN, könnte ich mir vorstellen, sagt auch der Prüfer NJET ... SO nicht!

Ich denke auch nicht, dass der Pipser beim TÜV jemanden interessiert. Zumindest aktuell.

Was Bootsmann22 sagt stimmt allerdings. Ab 2013 gibt es Änderungen bei der HU:

München, 25. Juni 2012

Probefahrt, keine Rückdatierung, Prüfung der elektronischen Sicherheitssysteme: Nachdem der Bundesrat am 30. April 2012 zugestimmt hat, stehen nun umfangreiche Änderungen bei der Hauptuntersuchung (HU) an, wie der TÜV Süd mitteilt. Die Änderungen treten am 1. Juli 2012 in Kraft. Wir sagen, was sich ändert.

Wegfall der Rückdatierung

Zu den wichtigsten Punkten gehört der Wegfall der Rückdatierung: Der Termin für die nächste HU orientiert sich künftig nicht mehr wie bisher am Fälligkeitsdatum, sondern am tatsächlichen HU-Termin. Eine Einladung zum Zeitschinden? Nein, sagen die Experten vom TÜV Süd, denn wer zukünftig mehr als zwei Monate überzieht, dessen Fahrzeug wird einer verschärften Hauptuntersuchung unterzogen, die um 20 Prozent teurer ist. Daneben droht, wie bisher auch, eine Geldbuße. Zudem sind Autofahrer, die mit abgelaufener HU-Plakette einen Unfall verursachen, möglicherweise nicht versichert. Der Wegfall der Rückdatierung wird in den meisten Bundesländern erst mit dem endgültigen Inkrafttreten der Änderungen wirksam. In Baden-Württemberg wurde die Rückdatierung allerdings bereits am 1. April ausgesetzt, in Hessen sogar schon im Jahr 2011.

Probefahrt zur Prüfung der elektronischen Systeme

Außerdem macht der Prüfer bei der HU eine Probefahrt mit dem Auto, um die elektronischen Systeme zu überprüfen. Sie wird bei mindestens acht km/h absolviert. Ab diesem Tempo sind bei allen Autos die elektronischen Sicherheitsassistenten aktiviert. Das sind Airbags, ABS, ESP und Abstandstempomat. Der Prüfer schließt ein Messgerät an die OBD-Schnittstelle (On Board Diagnose) des Autos an und checkt, ob die Sicherheitsassistenten richtig funktionieren. Diese Prüfung wird schrittweise ab 2013 eingeführt.

 

Der einheitliche Mängelbaum

Außerdem arbeiten künftig alle Prüforganisationen mit einem einheitlichen "Mängelbaum". Hinter dieser schönen Bezeichnung verbirgt sich so etwas wie eine hierarchische Gliederung der festgestellten Mängel. Praktische Folge für den Autofahrer: Im Prüfbericht gibt es nun eine eindeutige Beschreibung, wo der Mangel festgestellt wurde. Fehlt es zum Beispiel an der Beleuchtung, bekommt es der Autofahrer künftig schwarz auf weiß, dass die Einstellung beim Scheinwerfer rechts nicht stimmt. Er kann dies mehr oder weniger direkt als Reparaturauftrag an die Werkstatt weiterleiten. Die Neuerungen bei der HU führen trotz eines höheren Aufwandes zu keiner Verteuerung der Hauptuntersuchung.

Themenstarteram 2. Juli 2012 um 11:32

Zitat:

Original geschrieben von Bootsmann22

@ TE vielleicht hast du nur den Stecker unterem Sitz abgezogen? …

Nö, das hab ich irgendwie über Zündung an und aus und Kilometerknopf lang drücken oder so ähnlich … die Anleitung wird schon im Netz irgendwo auffindbar sein, bin halt zu faul zum googeln ;-)

DANKE @Woddi

Gerne doch.

Hatte ich vorher auch nicht gewußt, aber ich war gestern auf nem Fahrischerheitstraining vom ADAC, da hat es der Trainer angesprochen. Durch kurzes googeln habe ich dann den o.g. Bericht gefunden.

Grüße

Zitat:

Original geschrieben von Bootsmann22

...Dadurch würde sich allerdings eine TÜV-Prüfung verlängern und die Kosten in die Höhe treiben. Bin ich froh einen DACIA zu besitzen :D

...

Wobei es meiner Einschätzung nach egal sein dürfte wer was für ein Auto fährt (abgesehen vom Zulassungsdatum), da es ja Festpreise sind?!?

lol

Die HU ist eine Pauschale pro Kraftfahrzeug.

Da ist es egal, ob da Dacia, Tata oder Maybach auf der Haube steht :D

cheerio

Es interessiert niemanden, da es kein elektronischer Helfer im Sinne von ESP z.B. ist, eher mit einer automatischen Innenbeleuchtung oder dem Zigarettenanzünder zu vergleichen. Ob das Ding da ist oder nicht interessiert niemanden. Es kann auch niemand nachvollziehen ob dein Auto so ein Teil verbaut hat, nur weil die Lampe im Tacho dafür vorbereitet ist heisst das noch nicht das die elektronik auch verbaut wurde.

Wenn man es im Fehlerspeicher auslesen kann dann vermutlich schon.

Wobei es ja kein Sicherheitsrelevantes Teil ist. Der Prüfer könnte sich nur wundern, warum man es ausschaltet und ggf. nachfragen. Aber dass das dann ein Mängel ist kann ich mir auch nicht vorstellen.

Das steht aber genausowenig im Fehlerspeicher wie alles andere was man frei konfigurieren kann. Wie z.B. Coming Home, Komfort eFh, Komfortblinker, Türverrigelung über 15km/h usw. Es sind nichts anderes als Softwarefunktionen die freigeschaltet oder abgeschaltet werden können. je nach Ausstattungspaket sind die Schalter ab Werk eben auf 1 oder auf 0 > interessiert den Prüfer nicht.

Zitat:

Original geschrieben von wazzup

... Es kann auch niemand nachvollziehen ob dein Auto so ein Teil verbaut hat, nur weil die Lampe im Tacho dafür vorbereitet ist heisst das noch nicht das die elektronik auch verbaut wurde.

... nix Elektronik ... KABEL ... heißt das Zauberwort. Guck einfach unter deinen Sitz ob dort Kabel verlegt sind. Dann kannst du auch davon ausgehen, dass sich in deinem Sitz ein Schalter befindet. DAS ist das ganze Geheimnis ... nix Elektronik.

Und mit dem Schalter kannst du noch mehr Spielereien verbinden ... Radio AN wenn du einsteigst z.B. ... oder die Beleuchtung. Der Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt. So kannst du auch z.B. verhindern, dass der Wagen von einem Kind gestartet wird z.B. weil das Gewicht nicht ausreichen könnte den Schalter zu betätigen.

Woher ich das weiß? An den Gabelstaplern, die ich beruflich repariert habe, gibt es auch so einen Schalter im Fahrersitz der z.B. die elektronische Feststellbremse betätigt, sobald der Fahrer absteigt. Gut näää???:D

Zitat:

Original geschrieben von Bootsmann22

... nix Elektronik ... KABEL ... heißt das Zauberwort...

Aha...wie funktioniert denn Elektronik? Per Zauberei? Ich dachte immer u.a. per Kabel. :D

Deine Antwort
Ähnliche Themen
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Wissen
  4. Verkehr & Sicherheit
  5. Ist ein ausgeschalteter Gurtpiepser ein Mangel beim TÜV?