Immer mehr Täuschungsversuche bei Führerscheinprüfungen
Hallo alle zuasmmen!
Ich hab' neulich einen Bericht gelesen, da ging's um die Zahl der Täuschungsversuche bei den Führerscheinprüfungen. Die hat 2024 einen neuen Höchststand erreicht, über 4.000 Fälle, vor allem bei der Theorieprüfung. Es geht nicht mehr nur um simples Abschreiben, sondern manchmal um organisierte Netzwerke mit Hightech-Hilfsmitteln wie Mini-Kameras, Funkgeräten oder sogar Doppelgängern. Hat mich ehrlich gesagt ganz schön überrascht.
Mich interessiert: Habt ihr von solchen Fällen schon mal gehört oder vielleicht selbst etwas in der Art mitbekommen? Wie sollte man damit umgehen, wenn jemand beim Betrugsversuch erwischt wird, was meint ihr? Und fühlt ihr euch durch solche Zahlen im Straßenverkehr unsicherer?
Freu mich auf den Austausch!
196 Antworten
Bezieht sich das nur auf die theoretische Prüfung?
Wer da null Ahnung hat, sollte die praktische versemmeln.
Oder gibt es dort auch Betrugsfälle?
Geschummelt wurde schon immer. Nur Tricks werden immer.
Neben einer Sperre gehört der Kandidat zur MPU. Sowas hat nichts auf der Straße zu suchen.
Einmal hat ein Bekannter versucht bei der Theorie zu schummeln mit einem Knopf im Ohr. Der wurde erwischt und hat ne Sperre bekommen.
Bei meiner b196 hat uns mein Fahrlehrer folgendes erzählt:
Fahrschüler meldet sich an und besteht die Theorie. Wechselt dann die Fahrschule (hierbei sei bemerkt, dass man dann nicht erneut einen Ausweis vorlegen muss) und lässt einen Bekannten die Praxis Stunden fahren (da er bereits erfahrener Fahrer sei). Der Prüfer hat es gemerkt (da er ja den Führerschein bereits in der Hand hielt und das Foto mit dem Prüfling verglichen hat) und die Polizei verständigt. Wurde in der Prüfung noch erwischt, was aber dabei raus gekommen ist ist unbekannt.
Ich hätte bei meinen Führerscheinprüfungen (vornehmlich Theorie) viel zu viel Schiss gehabt, auch nur den Hauch eines Täuschungsversuches in Erwägung zu ziehen! Hätte dann im Falle einer Täuschung die Gefahr einer Sperre bestanden, dann wäre das endgültig kein Thema gewesen.
Auch nur einen Tag länger nach dem 18. Geburtstag nicht Auto fahren zu dürfen war für mich undenkbar. Ich habe am 18.Geburtstag vormittags praktische Prüfung gehabt und war nachmittags schon mit dem ersten eigenen Auto unterwegs…
Insofern würde ich heute in solchen Fällen auch klar eine Sperre von wenigstens sechs Monaten befürworten. So eine Sperre muss weh tun!
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Zitat:
@Monstrabidur schrieb am 22. August 2025 um 11:01:17 Uhr:
Bezieht sich das nur auf die theoretische Prüfung?
Wer da null Ahnung hat, sollte die praktische versemmeln.
Oder gibt es dort auch Betrugsfälle?
Es gibt - so weit ich es verstanden habe - in beiden Prüfungen Betrugsvorfälle. Knopf im Ohr und co macht aber freilich mehr Sinn bei der theoretischen..
Zitat:
@Holger-TDI schrieb am 22. August 2025 um 11:04:25 Uhr:
Geschummelt wurde schon immer. Nur Tricks werden immer.
Neben einer Sperre gehört der Kandidat zur MPU. Sowas hat nichts auf der Straße zu suchen.
Seh' ich ähnlich. Welche Sperre würdest du für angemessen halten? Ich find irgendwas zwischen 6-12 Monaten wär mindestens sinnvoll...
Zitat:
@lanape schrieb am 22. August 2025 um 11:44:13 Uhr:
Einmal hat ein Bekannter versucht bei der Theorie zu schummeln mit einem Knopf im Ohr. Der wurde erwischt und hat ne Sperre bekommen.
Bei meiner b196 hat uns mein Fahrlehrer folgendes erzählt:
Fahrschüler meldet sich an und besteht die Theorie. Wechselt dann die Fahrschule (hierbei sei bemerkt, dass man dann nicht erneut einen Ausweis vorlegen muss) und lässt einen Bekannten die Praxis Stunden fahren (da er bereits erfahrener Fahrer sei). Der Prüfer hat es gemerkt (da er ja den Führerschein bereits in der Hand hielt und das Foto mit dem Prüfling verglichen hat) und die Polizei verständigt. Wurde in der Prüfung noch erwischt, was aber dabei raus gekommen ist ist unbekannt.
Wie lang wurde der gesperrt?
Krass! Da sieht man, auch in der praktischen wird das versucht!
Zitat:
@Rainy01 schrieb am 22. August 2025 um 12:01:12 Uhr:
Ich hätte bei meinen Führerscheinprüfungen (vornehmlich Theorie) viel zu viel Schiss gehabt, auch nur den Hauch eines Täuschungsversuches in Erwägung zu ziehen! Hätte dann im Falle einer Täuschung die Gefahr einer Sperre bestanden, dann wäre das endgültig kein Thema gewesen.
Auch nur einen Tag länger nach dem 18. Geburtstag nicht Auto fahren zu dürfen war für mich undenkbar. Ich habe am 18.Geburtstag vormittags praktische Prüfung gehabt und war nachmittags schon mit dem ersten eigenen Auto unterwegs…
Insofern würde ich heute in solchen Fällen auch klar eine Sperre von wenigstens sechs Monaten befürworten. So eine Sperre muss weh tun!
Ich verstehe dich vollkommen. Ich habe letztes Jahr mal wieder die Bank gedrückt, um noch den großen Motorradführerschein zu machen. War zwischen vielen Jugendlichen zwar die Jüngste und hatte meine anderen Scheine auch schon seit über zehn Jahren - aber ich hätte mich im Leben nicht getraut, irgendwie zu mogeln.
Zitat:
@Rainy01 schrieb am 22. August 2025 um 12:01:12 Uhr:
Insofern würde ich heute in solchen Fällen auch klar eine Sperre von wenigstens sechs Monaten befürworten.
Die Rechtslage erlaubt bei Täuschungshandlungen schon eine Sperre bis zu 9 Monaten.
Mit der Bestrafung eines Betrugsversuches sollte man vorsichtig sein. So eine Sperre kann die Ausbildung oder den Job verhindern. Das ist irgendwie unangemessen. Vor allem wenn man sieht wie entspannt und kostengünstig die FS-Thematik in anderen Ländern gehandhabt wird. Es muss jetzt nicht wie früher in Mexico sein, wo man den FS beantragt und für ca. 20 $ ungeprüft ausgestellt bekommt (den Rest macht Darwin). Aber so locker wie bei den Amis (Theorieprüfung am PC vor Ort bei der Behörde für wenig Geld, Fahrvorführung und fertig) wäre schon gut. Die Erfahrung kommt dann mit den Jahren und offenbar entstehen dort auch keine Blutbäder wegen der lachsen FS-Voraussetzungen.
Na ja, die USA haben 4,13 Tote / 1 Mrd. Fahrzeugkilometer auf Autobahnen.
Deutschland dagegen, obwohl kein Tempolimit auf Autobahnen 1,36 Tote / 1 Mrd. Fahrzeugkilometer.
Jetzt muss man das erstmal einordnen, was hier manche schreiben.
Es ist weder eine Straftat, noch eine Ordnungswidrigkeit.
Die Polizei hat also auch damit nichts zu tun.
Zitat:@lanape schrieb am 22. August 2025 um 11:44:13 Uhr:
...und die Polizei verständigt. Wurde in der Prüfung noch erwischt, was aber dabei raus gekommen ist ist unbekannt.
Paulaner Geschichten.
Wie oben geschrieben, hat die Polizei nichts damit zu tun.
Zitat:@Holger-TDI schrieb am 22. August 2025 um 11:04:25 Uhr:
Geschummelt wurde schon immer. Nur Tricks werden immer.
Nur nicht in dem Maße wie "früher"
In den letzten 20 Jahren haben sich die Täuschungsversuche versechsfacht.
BTW. Oftmals sind es eine bestimmte Klientel aus gewissen anderen Ländern, um es mal vorsichtig auszudrücken. Da wundert einen nichts mehr.