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Ich wurde geblitzt

KTM
Themenstarteram 8. September 2017 um 17:02

Hallo Leute,

Ich wurde Anfang April mit meiner KTM RC 125 innerorts mit angeblich 74 km/h (ohne Toleranz) geblitzt. Da auf meinem Tacho lediglich 72 standen und der messende Polizist ständig die Laserpistole willkürlich um positionierte (hat der Freund mit dem ich unterwegs war auch gesehen) legten mein Anwalt und ich Einspruch ein. Mein Anwalt und ich haben Akteneinsicht und die TÜV Bescheinigung der Laserpistole gefordert.

Daraufhin bekamen wir 2 Monate und 2 Woche keine Antwort. Nun kam heute der ursprüngliche Bußgeldbescheid vom 20.4 nochmal an. Selbst das Verfassungsdatum wurde nicht geändert. Dieser Brief ging allerdings nur an meine Mutter (bin 16 Jahre alt). Da drängt sich mir natürlich die Frage auf ob die 3 Monatige "Verjährungsfrist" nun neu gestartet wurde oder ob sie einfach weiter abläuft da der Brief nicht an mich ging(der erste Brief ging an uns beide).

Da ich aktuell meinen Auto Führerschein mache (BF17) kam mir die Idee, dass ein Sachbearbeiter während der Bearbeitung meines Antrages auf dieses Vergehen gestoßen sein könnte und es einfach nochmal losgeschickt hat da er nicht wusste ob es da nun weiter geht oder nicht.

Mein Anwalt und ich sind schon davon ausgegangen das nichts mehr kommt da sie uns keine TÜV Bescheinigung vorgelegt haben und wir denken dass das Gerät keine hat/hatte.

Hatte jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

Da es nicht nur um 110€ sonder auch um ein Aufbauseminar geht mache ich mir nun wieder reichlich sorgen und wäre für jede Antwort mehr als dankbar.

Liebe Grüße aus Uetze!

Beste Antwort im Thema

Zitat:

@kandidatnr2 schrieb am 8. September 2017 um 18:20:20 Uhr:

Wer aber in geschlossener Ortschaft mit über 70 unterwegs ist, sollte möglichst hart und teuer bestraft werden.

Es gibt "Ortschaften", denen merkt man ihre Existenz nicht an! Man fährt durch Felder, Wiesen und Wälder, irgendwo dazwischen stand mal ein Ortsschild - landschaftlich ist das Bild jedoch gleich geblieben. Es gibt Autobahnen ohne Tempolimit, auf denen, aus erstmal unersichtlichen Gründen, plötzlich 120 gilt. Für 1.000 Meter. Baulich hat sich offensichtlich nichts geändert. Dann wieder unbegrenzt. (Die A9 in Thüringen ist dafür ein gutes Beispiel ...). Will sagen: Man kann gegen das Gesetz verstoßen, ohne zu wissen, warum. Wenn weit und breit keine Bauten rechts und links der Straße zu erkennen sind, könnte man schon verleitet sein, wahnwitzige 70 km/h zu fahren. Obwohl das Katasteramt hier noch eine geschlossene Ortschaft sieht - das Auge eher nicht.

Ich will nicht verharmlosen, wer mit überhöhter Geschwindigkeit durch bebautes Gebiet mit der Möglichkeit von Fußgängerkontakt heizt, soll bestraft werden! Wer auf gefährlichen Autobahnabschnitten rast, muss büßen! Wer allerdings ausschließlich nach Aktenlage und ohne tatsächliche Gefährdung versehentlich einen lässlichen Verstoß begeht, dem sollte Gnade walten. O.g. Situationen bieten sich natürlich hervorragend als Cashcow für Kommunen an.

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Die Strafen sind - vor allem für Fahranfänger - hart (=teuer) genug.

Da es hier ja bereits außer Frage steht, dass der TE zu schnell war, soll er nicht rumheulen sondern die Strafe akzeptieren wie ein Mann.

Das nennt man Lehrgeld.

Jeder Fahranfänger weiß, dass er am Anfang unter besonderer Beobachtung steht. Da verhält man sich entsprechend oder lebt halt mit der Strafe.

Ich habe jedenfalls in der Probezeit sehr genau darauf geachtet, nicht derart zu schnell zu fahren, dass ich in eine Nachschulung muss.

Kann mal passieren, ist schon klar!

Aber sich dann zu winden wie ein Aal um da wieder raus zu kommen finde ich erbärmlich.

Steh dazu und gut, man man man

Tja....da greift wieder die alte Weisheit "wer zockt muss verlieren können";).

Bestimmt unangenehm für einen Fahranfänger, aber da musst Du jetzt durch. Verbuche es, wie Axel schreibt, als Lehrgeld.

Ohne das Verhalten des TE zu werten (für Moralpredigen sind andere zuständig), wundert mich die Frage, angesichts der Tatsache, dass er angeblich juristischen Bestand hat.

Entweder ist der Herr Anwalt eine Vollpfeife, oder nicht existent.

In jedem Fall sind die Verjährungsfristen von der BGeldSt eingehalten worden.

Messergebnisse von Handlasermessungen anzuzweifeln ist mit einer RSV im Rücken immer angeraten, wenn es teuer wird.

Sie sind oft fehlerhaft.

Dann lässt sich der Anwalt mit der Akte das Messprotokoll und die technische Prüfung des Messgeräts kommen. Am Besten hat er eine Sachverständigen an der Hand, der damit auch was anfangen kann.

Zitat:

@Papstpower schrieb am 9. September 2017 um 08:53:21 Uhr:

Das ding ist ein fake. Entweder alles, der anwalt oder was auch immer...!

Das kann natürlich immer sein bei einem User der sich neu angemeldet hat, aber jeder von uns hat hier irgendwann mal seinen ersten Beitrag geschrieben und wollte einen Ratschlag haben/geben.

Schauen wir mal ob von dem TE noch was kommt?

Ist doch eigentlich auch egal, ob Fake oder nicht. Das lesen doch so einige. Und ich kenne das Gejammer doch auch, manche triffts wirklich hart weil die Pappe weg ist und man beruflich drauf angewiesen ist.

Mein Mitleid hält sich aber in Grenzen.

Ich bin bestimmt nicht der, der sich immer an alle Regeln hält. Aber das weiß ich doch, ignoriere ich sie trotzdem und lass mich erwischen, dann gibts halt Mecker. Das weiß ich doch auch. Dann kann man sich ein bischen über seine eigene Blödheit ärgern, aber das wars dann auch.

Ich hab 0 Punkte, hätte ich mehr, würde ich mein Tun wohl etwas überdenken. Besonders wenn meine Existenz dran hängt...

Themenstarteram 9. September 2017 um 17:08

Bei uns auf dem Land gibt es einige zwei geteilte Ortschaften in denen ab und an mal einfach 500m keine Häuser zu sehen sind. So auch in meinem Fall. Daher sind wir auch nicht 50 gefahren (natürlich trotzdem eine Straftat). Woher ich weiß wie schnell ich genau war? Ich fahre nur sehr selten über 22km/h zu schnell, da man so nach Abzug der Toleranz immer unter 21km/h raus kommt. Natürlich habe ich auch eine Rechtsschutzversicherung mit einer Selbstbeteiligung von ungefähr 50€. Sonst würde ich es ja nicht riskieren 500€ Anwaltskosten zahlen zu müssen.

Und an alle die schreiben das es verdient sei kann ich nur sagen das mir schon klar ist das es meine Schuld ist und es ein Fehler.

Meine eigentliche Frage ist ob die Verjährungsfrist durh den Brief an meine Mutter unterbrochen wurde oder nicht, da er ja nicht an mich gerichtet war.

Themenstarteram 9. September 2017 um 17:11

Man könnte es natürlich einfach über sich ergehen lassen doch ich habe gelernt es wenigstens zu versuchen. Wenn man schon mal ne Rechtsschutzversicherung hat hat man ja nicht so viel zu verlieren ;)

Die Rechtsschutzversicherung als Geißel der modernen Gesellschaft _ aber egal :D

Du bist 16, natürlich bekommt deine Erziehungberechtigte Post, Frist eingehalten, dumm gelaufen ;)

Zitat:

@TheFantix schrieb am 9. September 2017 um 17:08:23 Uhr:

Ich fahre nur sehr selten über 22km/h zu schnell, da man so nach Abzug der Toleranz immer unter 21km/h raus kommt.

Hahahahaha! :D

Allmählich glaube ich auch, daß Du ein Fake/Troll bist.

Wenn das ein 40jähriger mit 30% Versicherungsbeitrag geschrieben hätte!

Du bist aber (angeblich) noch in der Probezeit!

Ich weiß jetzt nicht, wie die Regeln heute sind, aber zu meiner Zeit wäre bei zweimal zu schnell gefahren (ohne(!) Punkte) zumindest eine Nachschulung fällig gewesen.

Mit dieser Einstellung bist Du aber aus meiner Sicht noch nicht wirklich reif dafür, ein motorisiertes Fahrzeug zu führen.

Nicht der Terror ist in unserem Lande eine Gefahr, sondern viel eher Leute, die mal eben 20+ in der Ortschaft zu schnell fahren und nichts dabei finden.

Innerhalb geschlossener Ortschaften ist nicht da, wo Häuser stehen, sondern zwischen Ortsein- und Ortsausgangsschild :D

Ups, das war sogar eine vorsätzliche Geschwindigkeitsüberschreitung. Finde ich mit einer 125er in der Probezeit mutig. Ist aber weiterhin keine Straftat, sondern nur eine Ordnungswidrigkeit.

In NRW gibt es ministerielle Anweisungen (https://recht.nrw.de/.../br_vbl_detail_text?...) danach ist der Bußgeldbescheid grundsätzlich den beschränkt Geschäftsfähigen zuzustellen und dem ges. Vertreter formlos zuzuleiten.

Jetzt wäre es also entscheidend, ob dir der Bußgeldbescheid zugestellt wurde und deiner Mutter per formlosen Brief lediglich mitgeteilt wurde. Ohne jetzt die Fachliteratur zu bemühen, tendiere ich dazu, dass in dem Fall die Verjährung durch die Zustellung an dich unterbrochen wurde und nun die 6-monatige Verjährungsfrist in Gang gesetzt wurde.

Dummerweise ist die Verjährungsfrist drei Monate nur bis zum Erlass eines Bußgeldbescheides, danach sind es sechs Monate. Darfst also ruhig noch ein wenig zittern.

Zitat:

@TheFantix schrieb am 9. September 2017 um 17:11:12 Uhr:

Man könnte es natürlich einfach über sich ergehen lassen doch ich habe gelernt es wenigstens zu versuchen. Wenn man schon mal ne Rechtsschutzversicherung hat hat man ja nicht so viel zu verlieren ;)

Doch, zum Beispiel den Führerschein, wenn Du weiterhin glaubst, die RSV oder der Anwalt werden Dich schon für den Mist raushauen, den Du offensichtlich versätzlich begehst.

Ans Limit gehen ist zugegebenerweise ein Nervenkitzel, aber wenn man es nur etwas überschreitet, dann können die Konsequenzen teuer oder drastisch werden.

Du solltest für die Zukunft lernen, etwas mehr Abstand zum Limit zu halten. Leben am Limit und dann doch nur Vollkasko-Mentalität passen nicht zusammen.

Wohl dem, der nie einen Fehler macht und selbstgerecht über das Fehlverhalten Anderer zu urteilen vermag.

Ich fahre auch mal zu schnell und werde geblitzt. Auf schnurgerader Strecke zwei Laster weggeschnupft. Das sind eben nur 100 erlaubt und natürlich gebe ich Vollgas, wenn ich da möglichst schnell vorbei will. Da wurde ich in dem Moment gemessen, als ich an dem zweiten vorbei war. 127 km/h, nach Toleranzabzug 23 zu schnell. 70 Euro, einen Punkt. Zu meinem Glück war ich mit der F 650 GS Dakar unterwegs. Wenn ich mit der K 1300 GT mal 300 Meter Vollgas gebe, sind das wesentlich mehr.

Ich habe eine Premium - Rechtsschutzversicherung und daher nach Rücksprache mit denen einen Fachanwalt beauftragt, die Messung und die Beweislage (Fotos) zu überprüfen.

Die Messung war korrekt, das Gerät geeicht und geprüft, die Beweislage trotz Sturmhaube (Augen-/Nasenpartie) gut für die BGeldSt. Als Nächstes wäre ein Anthropologisch-biometrisches Identitätsgutachten notwendig gewesen und ich hätte natürlich persönlich vor Gericht erscheinen müssen. Wegen 70 Euro. Ich bin doch nicht bescheuert. Das wäre für mich Stress pur und auch finanzieller Aufwand, von der verschwendeten Zeit ganz zu schweigen.

Also habe ich den Einspruch zurück genommen und 98 Euro ( 70 BGeld und 28 Gebühren) überwiesen.

Die 28 habe ich von der RSV erstattet bekommen. Der Anwalt hat 539 Euro für seine Bemühungen kassiert.

@theFantix:

Die erhobenen Zeigefinger selbst ernannter Moralisten, die in ihrer Jugend offensichtlich nie etwas falsch gemacht haben, empfehle ich zu ignorieren. Den Anwalt, der Dich in dem Glauben lässt, eine Geschwindigkeitsüberschreitung wäre eine Straftat und sich mit den Verjährungsfristen und -Formalitäten offenkundig nicht auskennt, würde ich wechseln.

Die Rechtsschutzversicherung, die vermutlich auf Mama läuft und Familienrechtsschutz beinhaltet und bei der SB "cirka" - Beträge ausweist, ist auch dubios. Vermutlich ist das Mopped auch auf Mama zugelassen, darum bekommt der Halter die Post.

Wenn die Fahrereigenschaft fest steht und die Messung dem Anwalt keinen Ansatz bietet (da braucht man einen Fachanwalt und keinen Wald- und Wiesenjuristen) wirst Du aus der Nummer nicht rauskommen.

Über die Verjährung jedenfalls nicht. Das war ja die Frage.

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