Ich restauriere meinen Catalina Safari

Pontiac Catalina VII

Hallo Oldtimer-Freunde,

ich habe seit kurzem einen Pontiac Catalina Safari mit 4,9L. Auf der Ansaugspinne sitzt ein Rochester 2-fach-Vergaser, welcher mir jedoch ein paar Probleme bereitet, welche sich wie folgt äußern:

1.) Beim ersten Kaltstart, nachdem ich das Gaspedal vor dem Start 3mal durchgetreten habe und dann den Motor starte, tourt dieser ganz normal auf erhöhten Leerlauf, geht dann jedoch nach ein paar Sekunden einfach aus. Ich kann ihn dann mit ein wenig Gas wieder problemlos starten. Dann hält er meist auch das Standgas erhöht, nur Losfahren ist nicht möglich. Sobald ich die Fahrstufe von P oder N auf R oder L stelle. geht der Motor aus. Ich muss ihn erst ca. 1-2min durchlaufen lassen, damit ich dann doch endlich mal losfahren kann. Geht notgedrungen, ich empfinde es jedoch eher als Zustand.
Danach ist der Leerlauf seidenweich.

2.) Egal ob der Motor noch kalt ist oder bereits schöne Betriebstemperatur hat - sobald ich ein paar Kilometer gefahren bin und von der Fahrstufe auf Leerlauf oder Parken stelle, geht die Drehzahl auf deutlich über 1.000U/min und bleibt dort auch konstant stehen - solange, bis ich den Motor abschalte und neu starte. Dann ist der Leerlauf auch wieder im unteren Bereich.

3.) Beim Fahren - insbesondere wenn ich mal Vollgas gegeben habe, scheint die Drosselklappe dauerhaft einen zu großen Spalt offen zu stehen. Der Wagen gibt einfach immer geringfügig Gas, was sich natürlich auch im Verbrauch wiederspiegelt. Gehe ich beispielsweise bei 20-30km/h vom Gas, steigt die Geschwindigkeit bei ebener Fahrbahn langsam geringfügig an. Das sieht und hört man auch. Eigentlich sollte der Motor aber beim Gas wegnehmen ziemlich auf Standgas zurück fallen - tut er aber nicht.

Ansonsten - Starten bei warmem Motor geht astrein und ohne Probleme. Gas nimmt er so auch sehr gut an, verschluckt sich nicht oder Ähnliches - riecht halt nur ein klein wenig nach Benzin, vermutlich durch die defekte Dichtung.

Als ich gestern den Luftfilterkasten einmal abgenommen hatte, fiel mir auf, dass der Vergaser doch schon ein wenig versifft ist - also entweder ist irgendwo eine O-Ring-Dichtung defekt, dann weiß ich aber noch nicht genau wo, oder die Deckeldichtung vom Vergaser selbst. Jedenfalls ist er im vorderen Bereich (dort, wo die Spritleitung angeschraubt wird) ziemlich feucht.

Auch scheint es so, als hätte das Gestänge der Drosselklappe schon etwas zu viel Spiel - die klappert doch schon um die 3-5° hin und her. Wie es im Vergaser ausschaut, kann ich leider nicht sagen.

Meine Frage:
Habt ihr Lösungsansätze? Würde das Reinigen des Vergasers schon Abhilfe bei einigen Problemen bringen? Dichtungssatz habe ich bereits bestellt - wäre also nicht das Problem, den aufzumachen, ordentlich zu spülen und wieder neu abzudichten.

Ist der Vergaser vielleicht auch nur verstellt oder zu alt und sollte mal instand gesetzt oder gar ausgetauscht werden?

Wäre eine Umrüstung auf einen 4-fach Rochester sinnvoll und wenn ja - gibt es noch Fachbetriebe, die solche Vergaser einstellen können? Dann hätte ich mir nämlich einen Vergaser bei RockAuto in den USA bestellt.

Vielen Dank im Voraus, dass ihr euch die Zeit für mich nehmt. Ich weiß - solche Ferndiagnosen sind immer wage Vermutungen ála Glaskugel, aber mehr kann ich dazu im Moment leider auch nicht schreiben - hatte bislang noch nie mit Vergasern zu tun, möchte aber doch schon etwas Erfahrungen damit sammeln und bräuchte da dringend eure Hilfe.

LG - Maik

Beste Antwort im Thema

Zitat:

Den Serienkat hätte ich ja dann rausgeschmissen und stattdessen die kleinen 200-Zeller eingesetzt. Sind nicht zu teuer, sollen aber sehr wirkungsvoll sein. Der Umwelt zuliebe... 😉
Was meinst du?

Das mußt Du mit Deinem eigenen Gewissen vereinbaren. Dann sollte man sich gar nicht erst einen V8 zulegen.

Ich glaube ohnehin nicht an den von Menschen gemachten Klimawandel. Es hat in allen Epochen der Erdgeschichte Eiszeiten und Hitzeperioden gegeben. Der Mensch hat den kleinsten Einfluß darauf. Vielmehr haben verstärkte Sonnenaktivitäten, Pendelbewegung der Erdachse und verstärkter Vulkanismus etwas mit der Erwärmung zu tun. Man muß sich nur die Wissenschaftler anhören, die fernab vom Mainstream argumentieren. Wenn Merkel sagt, sie will die Temperatur um 2,5 Grad in den nächsten Jahren oder Jahrzehnten absenken, dann bedeutet das soviel, als wenn Don Quichotte gegen Windmühlen ankämpft. Einfach lächerlich ! In jedem Jahrzehnt hatten wir diese Horrorszenarien. In den 70ziger Jahren waren es die Wälder, die angeblich zerstört wurden und was ist daraus geworden ? Nichts ! In den 90ziger Jahren war es das Ozonloch ? Was ist daraus geworden ? Nichts ! Es ist wieder kleiner geworden bzw. hat sich wieder geschlossen. Mit dieser Angst und Panikmache kann man aber viel Geld aus dem Volk rauspressen.

So jetzt wird es zuuuuuu politisch................. deswegen Abbruch !

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Zitat:

Advertised Exhaust Duration 298
Advertised Intake Duration 288
Basic Operating RPM Range 3000
Cam Type Hydraulic Flat Tappet
Computer Controlled Compatible No
Exhaust Duration at .050 inch Lift 224
Exhaust Valve Lift 0.466 IN
Exhaust Valve Lift with Factory Rocker Arm Ratio .699 in
Intake Duration at .050 Inch Lift 214
Intake Valve Lift 0.443 IN
Intake Valve Lift with Factory Rocker Arm Ratio .664 in
Lifter Type Hydraulic
Lobe Separation 112
Title High Performance Camshaft

also ich halte die Nockenwelle für den Motor in Kombination mit hohem Gewicht und extrem lange Hinterachse für zu scharf.

Basic operating RPM Range heißt, daß man 3000 RPM bei 60 meilen im höchsten Gang haben sollte. Dann wäre die Nockenwelle optimal passend für die Hinterachse. Wie hoch ist Deine Drehzahl bei 60 meilen = 96 Km/h ? Ich schätze mal 1800 - 2000. Mit einer 4,10 Achsübersetzung hat man bei 60 meilen 3000 RPM auf der Uhr.

Außerdem werden die Daten für die Nockenwelle meistens für den 400er oder 455 Motor ausgewiesen. Was für einen 455 gut ist, ist aber für einen 301er Motor tödlich.

Aber Du kannst sie natürlich auch einbauen, fern ab von meinen Empfehlungen. Jeder muß halt seine eigenen Erfahrungen machen, erst dann glaubt man es.

Zitat:

@benny496 schrieb am 18. April 2019 um 20:12:06 Uhr:


Kauf dir ne Roller dann sparst dir das Prozedere.....kost halt a bissel mehr.

Was genau meinst du damit?

Ne Rollernocke. Die braucht keine Einlauf Prozedur.

Rollernocke? Ich nix Tuning-Spezi -- kläre mich mal Bitte auf... 😁

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Maik,
Ehrlich, aus der tunerei bin ich lange raus, nur ehrlich lass es. Wenn du irgendwann mehr Dampf haben willst von Goodwrench oder Chevrolet performance bekommst du neue 350 mit ich meine 350Ps. Dann warte und dann richtig. Wenn ich mich recht erinnere sollte der so rein passen, gut einige Anbauteile müssen dann her, nur besser einen fahrenden 302 als nix oder eine 302 Tischunterteil.
Das hört sich nach Autsch und viel kaputt an.
Ich würde es lassen. Das ist selbst wenn's läuft so bescheiden von der Laufkultur, Standgas mist Verbrauch hoch , Haltbarkeit nah ja.
Ich erinnere mich grob,, das einige sogar 345er International Motoren das sind echte Eisenschweine im Original bei Pflege unzerstörbar so kaputt bekommen haben. Lass ihn wie er is und später :-) dann ab dafür
Grüße
Andreas

Also gut -- ich gebe mich geschlagen.
Kommen Nocke und Hydros ins Lager oder werden auf Ebay verscherbelt. Lieber n bissl Miese als Vollmiese.
Man ist ja lernfähig und belehrbar, gell? 😉

Ich war aber heute mal sowas von erstaunt: Es kamen bereits ALLE Pakete von RockAuto an. Respekt!
Morgen dann um alle wichtigen Dinge kümmern:

Zuerst die Lenkungskupplung tauschen. Nervt mich am Meisten!!!

Dann um den Versager kümmern. Neue Bimetallfeder montieren und Bowdenzüge abnehmen - schauen, wo es im Gestänge hakt. Im Zweifelsfall muss der Versager runter.

Ukterdruckanlage noch mal prüfen und nachbessern.

Schauen, warum der Tempomat nicht arbeitet - im Zweifelsfall zurück bauen.

Klimakompressor tot legen - Riemen runter. Muss nicht mitlaufen und Sprit fressen, zumal das Lager eh hinüber ist. Auf eine Reparatur habe ich zur Zeit wenig Lust. Vielleicht baue ich die Klima auch komplett aus - wie gesagt, bin kein Klima-Fan. Oder würde das Probleme geben? Glaube nicht.

Dann noch den Fernlichtschalter an der Lenksäule tauschen.

Wenn am Samstag doch noch die Luftdruckschläuche kommen sollten, nehme ich noch die Ansaugbrücke zum Sandstrahlen runter.

LG - Maik

Moin Maik,
Die Klimaanlage würde ich irgendwann machen, das ist wirklich geil. Im Merc genießt du das bei hohen Temperaturen richtig. Ich über lege sogar im C10 eine nach zu rüsten. Die custom Version hatte ja keine und da die Kabine wie ein Aquarium ist, trotz Luftklappen heizt der sich gut auf. Mach sie einfach später
Grüße
Andreas

Ich dachte, benny496 würde dich aufklären, aber nada.

Ich habe Dir mal was über roller cams verlinkt.

http://www.badasscars.com/.../prd100.htm

Rollerlifter

Für was gibst google. Bin nicht der Typ der hier ellenlange Texte reinzitiert. Da schraub ich lieber an den Kisten.

Zitat:

@benny496 schrieb am 19. April 2019 um 10:22:32 Uhr:


Für was gibst google. Bin nicht der Typ der hier ellenlange Texte reinzitiert. Da schraub ich lieber an den Kisten.

Dann tue mir einfach den Gefallen und verschone mich in Zukunft mit deinen Kommentaren. Wenn ich erst stundenlang nach einer Antwort bei Google suchen muss, nur weil du zu faul für 3-4 Zeilen oder einen entsprechenden Link bist, muss ich dir ganz ehrlich sagen, interessieren mich deine Kommentare nicht die Bohne.
Da verlasse ich mich dann doch lieber auf die Leute, die sich nicht zu schade dafür sind, hier kräftig mit Rat und Tat zur Seite zu stehen und in die Tasten zu hauen.
HUGH - Häuptling hat gesprochen!!!

@mike cougar :
Danke sehr für den Link. Schaue ich mir die Tage genauer an. Sieht ja schon recht interessant aus - wird aber sicher auch exklusiv teuer sein... 😉

Zitat:

@MT-Nord schrieb am 19. April 2019 um 20:35:46 Uhr:



Zitat:

@benny496 schrieb am 19. April 2019 um 10:22:32 Uhr:


Für was gibst google. Bin nicht der Typ der hier ellenlange Texte reinzitiert. Da schraub ich lieber an den Kisten.

Dann tue mir einfach den Gefallen und verschone mich in Zukunft mit deinen Kommentaren. Wenn ich erst stundenlang nach einer Antwort bei Google suchen muss, nur weil du zu faul für 3-4 Zeilen oder einen entsprechenden Link bist, muss ich dir ganz ehrlich sagen, interessieren mich deine Kommentare nicht die Bohne.
Da verlasse ich mich dann doch lieber auf die Leute, die sich nicht zu schade dafür sind, hier kräftig mit Rat und Tat zur Seite zu stehen und in die Tasten zu hauen.
HUGH - Häuptling hat gesprochen!!!

@mike cougar :
Danke sehr für den Link. Schaue ich mir die Tage genauer an. Sieht ja schon recht interessant aus - wird aber sicher auch exklusiv teuer sein... 😉

Hey Häuptling,
Jetzt hast du aber du eine kalte Lötstelle!
Was geht denn ab? Benny gib dir einen Ratschlag. Was eine Rollercam ist, wissen zumindest in der US Cars szene denke ich mal 90 % der Leute, die zumindest etwas technisches Wissen zu ihren Autos haben und selbst schrauben. Du schreibst, du willst eine Nockenwelle austauschen, und hast sogar bereits eine Welle gekauft.
Spätestens dann geht doch jeder davon aus, dass du dich zumindest mit dem Thema Nockenwelle beschäftigt hast und dir diese Grundunterschiede bekannt sind. Sieht aber nicht so aus. Daher würde ich dir auch ohne großen Text absolut dazu raten, die Welle wie du schon geschrieben hast am besten wieder zu verkaufen. Wenn du den Motor anfasst, und eine neue Nockenwelle einbaust, ist das was anderes als wenn du mal eben Zündkerzen wechselst.

Mit solchen undankbaren und pampigen Kommentaren machst du dir hier keine Freunde. Das ist nicht der Style in dem wir miteinander umgehen wollen. Das ist zumindest meine Meinung.
Ach ja, und mit dem Fachwissen dass du hier versprühst, würde ich mich vielleicht nicht unbedingt als Häuptling bezeichnen, wenn ich du wäre.
Das Forum ist dafür da, um auch genau solchen Leuten wie dir zu helfen. Jeder hat mal klein angefangen. Aber man sollte schon etwas einordnen wo man steht, und die anderen respektieren. Deine Erwartungshaltung die du hier an den Tag legst, kannst du haben wenn du eine Werkstatt oder einen Fachmann für seinen Rat bezahlst. Das hier ist alles freiwillig. Und wenn einer nur zwei Worte schreiben will, dann darf er das. Wem es nicht passt der kann gern weiterziehen.

Lieber Gruß von mir, zwölf Jahre hier dabei, an dich, drei Monate hier dabei. Ich sehe mich trotzdem noch nicht als Häuptling, sondern als Mitglied des Stamms, um mal bei deinem Beispiel zu bleiben..

Bin raus.....

Heute...
Jaaa heute...
Anstrengend - was soll ich sagen... Wenn man keine 3te und 4te Hand zur Verfügung hat - doppelt so schwer 😉.
Das Lenkgetriebe wurde heute erneut vom Rahmen gelöst, die verzahnte Welle von der Kupplung gezogen.
Anschließend schraubte ich die Verbindungsschraube heraus und demontierte die Zwischenwelle der Lenksäule.

Mit der Flex ging ich der alten Kupplung zu Leibe und durchtrennte die Vernietung auf beiden Seiten. Danach konnte ich die Kupplung auseinander ziehen und schnitt noch die Nietenreste bündig herunter - was noch in der Bohrung steckte, konnte ich mit dem Schraubendreher heraus schlagen. Mein Dornsatz ist leider noch verschütt in irgendeiner Umzugskiste... 😉

Voller Euphorie montierte ich die neue Kupplung - zog die Montageschrauben, welche durch Mitnehmer, Hardyscheibe und Wellenmitnehmer gesteckt wurden, fest an. Die Welle musste mit leichten Hammerschlägen auf die Lenksäule geschoben werden. Schraube montiert und fest angezogen.

Tja - und dann kam das große ABER:
Das Lenkgetriebe auf den Wellenmitnehmer geschoben und leicht angezogen. Anschließend wollte ich das Getriebe am Rahmen verschrauben - das passte aber plötzlich nicht mehr. Mir fehlten gut 20mm zwischen Schraubenbohrung und Gewinde - und zwar sämtlichen Gewinden!!! Da konnte ich ziehen und zerren wie ich wollte, aus irgendeinem unerfindlichen Grund wurde das Lenkgetriebe in Richtung Lenksäule gezogen und ließ sich mit bloßen Händen nicht davon lösen.
Durch Lösen der oberen Schraube konnte ich nur 1-2mm gut machen - der Tropfen auf den heißen Stein. Also die Klemmschraube vom Mitnehmer wieder gänzlich abgeschraubt, das Lenkgetriebe am Rahmen verschraubt und versucht, die Lenkwelle zum Getriebe hin zu ziehen - keine Chance. Ich konnte den Mitnehmer noch nicht einmal am Mitnehmerzapfen ansetzen, so groß war der Abstand.

Also das Lenkgetriebe erneut abgeschraubt, auf den Mitnehmer geschoben, leicht angezogen. Danach habe ich mich unter den Wagen gelegt und meine Frau hebelte mit dem Montiereisen das Lenkgetriebe in Richtung Kühler. Dabei setzte sie (nach meiner Anweisung) zwischen oberem Achsschenkelbolzen und Backplate des Lenkgetriebes an. Dadurch ließ es sich weit genug nach vorn schieben, sodass ich die Schrauben ansetzen konnte.

Tja - nun die Masterfrage: Ist dort vielleicht eine Feder im oberen Kreuzgelenk montiert, welche die Lenksäule vorspannt, damit die nicht klappert/vibriert? Bei der letzten Demontage, wo ich nur das Lenkgetriebe ausgebaut hatte, fiel mir nichts dergleichen auf...

Die gute Nachricht:
Das Spiel in der Lenkung ist verschwunden - die Probefahrt war so entspannend, sag ich euch - fast schon ungewohnt. Muss morgen nur noch mal ein Feintuning durchführen - die Justierschraube noch ein wenig eindrehen und die Backplate ein wenig lösen, damit die Rückmeldung der Lenkung auch wieder stimmt (ist zu weit vorgespannt).

Auch am Versager habe ich heute ein wenig gefummelt:
Die alte Bimetallfeder flog raus und wurde durch eine negelnagelneue ersetzt. Man sah, dass sich die alte bereits verformt hatte - konnte nicht mehr einwandfrei funktionieren.
Nun musste noch das Choke-PullOff-Vealve tot gelegt werden, welches ja dafür verantwortlich war, dass der Choke nach den ersten Motorumdrehungen bereits wieder voll aufgerissen wurde.

Ich habe ein wenig recherchiert:
Das Ventil, welches zwischen Unterdruckanschluss und SChoke-PullOff-Valve sitzt, hat lediglich die folgende Aufgabe:
Sobald der betriebswarme Motor steht, steigt die Motorwärme in den Luftfilterkasten auf, öffnet das Ventil und gibt damit den Unterdruck bei den ersten Motorumdrehungen frei. Eine so versehentlich geschlossene Starterklappe geht damit sofort wieder auf.
Da das Ventil jedoch defekt ist, wird diese bereits bei kaltem Motor aufgerissen, und das ist nicht im Sinne des Erfinders. Im laufenden Betrieb sollte das Ventil übrigens auch sperren, da stetig kalte Luft angesaugt wird.

Das Ventil habe ich nun tot gelegt und die entsprechende Unterdruckdose somit ebenfalls.
Die Bimetallfeder habe ich so eingestellt, dass sie bei kaltem Motor die Klappe vollständig schließt.
Mit dem heutigen Tag habe ich nun auch die Funktion der Fast Idle Cam-Dose heausgefunden. Die öffnet die Choke-Klappe wieder ein wenig, sobald der Motor Unterdruck aufbaut - sprich läuft. Somit bekommt der Luft und man hat bereits eine gute Leistung.

Demzufolge habe ich heute auch die Unterdruckanlage so umgestrickt, dass das Ganze wieder gut funktioniert und ich muss sagen - ist ein ganz anderes Fahren. Der Motor verreckt nicht mehr, sondern läuft brav und ohne zu Mucken durch. Fahrstufe einlegen nun auch ohne Probleme - ging mir ja zuvor immer der Motor aus und nur mit etwas mehr Gas war die Fahrstufenwahl möglich (im Kaltlauf).

Das Einstellen des Ventilspiels war leider nicht erfolgreich. Sobald ich die Muttis auf den Kipphebeln löse, sind die auch lose, als würde man den ganzen Bolzen heraus drehen. Von daher habe ich den Versuch abgebrochen.
Jedoch fiel mir negativ auf, dass sich alle Stößelstangen mit guter Drehzahl drehten - bis auf 2, und von denen geht auch das starke Tickern aus. Diese beiden Stößelstangen drehen sich nur eine halbe Umdrehung, bleiben kurz stehen, drehen sich dann wieder eine halbe, usw. . Gibt man Gas, drehen sie sich schneller, aber deutlich langsamer als alle anderen.
Meine Vermutung wäre, dass entweder die Stößelstangen leicht verbogen sind, oder aber die Hydros verkanten und nicht sauber mitlaufen - vielleicht sogar "platt" sind und sich gar nicht mehr richtig aufladen.
Allerdings bin ich noch am recherchieren/belesen, ob man die so einfach austauschen kann oder ob die auch mit eingeschliffen werden müssen. Ist das nämlich der Fall, muss ich mir erst einmal Schleifpaste organisieren.

Was noch...

Die Unterdruckverstellung des Zündverteilers habe ich heute ebenfalls ausgewechselt. Die alte Dose war schon gut gammelig - keine Ahnung, ob die noch funktionierte. Wollte auch nicht unbedingt dran saugen. Leider hatte ich keinen passenden Ringschlüssel zum Lösen der Fliehkraftverstellung unter dem Zündfinger, weshalb ich die Unterdruckdose mit ein wenig Biegen und Brechen so herausfummeln musste. Ging aber - die neue rein war schlimmer als die alte raus.

Auch das AGR-Ventil ist nun in voller Funktion - habe ich nun wieder angeschlossen.

Ergebnis der Probefahrt:
Man merkt das AGR-Ventil deutlich arbeiten. Im unteren bis mittleren Drehzahlbereich, also dort, wo es regeln soll, sind Leistungseinbußen deutlich spürbar. Gibt man jedoch Vollgas und der Motor beginnt ordentlich auf Drehzahl zu kommen, schließt das Ventil und der Motor marschiert drehfreudig und mit guter Soundkulisse ordentlich voran. War ich selbst überrascht und hatte auch richtig Spaß gemacht, da einmal ordentlich das Bodenblech durchzutreten 😉.
Das Problem mit dem hakenden Vergasergestänge konnte ich jedoch noch nicht ausfindig machen. Der Motor läuft im Stand super im Standgas, doch sobald man auch nur einmal das Gas betätigt, blockiert irgendetwas die Drosselklappe und der Motor geht nicht sofort wieder auf Standgas zurück. Ich hatte 2mal heute den Fall, dass irgendwas urplötzlich auslöste und die Drehzahl sofort in den Keller ging - auf einen saunften ruhigen 500 Touren-Lauf - da lag die Drossel dann auch wieder auf der Standgasschraube an. Aber einmal das Gaspedal betätigt - wieder nur erhöhtes Gas über 1.000 Touren. Wird man wahnsinnig bei.

Fast vergessen: Mein Tempomat funktioniert auch wieder!!! *freu*
Habe den Fehler gefunden, warum das Teil nicht wollte:
1.) War der Stecker vom Bremslichtschalter abgezogen - ist wohl aus Versehen bei der Demontage der Lenksäule passiert, als ich den Wagen noch in der Mietwerkstatt hatte.
2.) Die Unterdruckanlage war noch nicht einwandfrei und zog Nebenluft.

Der Tempomat regelt deutlich. Nicht so weich wie die heutigen mit elektrisch gesteuerter Drosselklappe, aber er regelt und hält die Geschwindigkeit einwandfrei - war ich selbst erstaunt. Wenn man den Tempomaten einschaltet, muss man lediglich 5km/h drauf rechnen - die beschleunigt er nämlich noch hoch, bevor er zu regeln beginnt.
Was jedoch noch nicht funktioniert, ist das Erhöhen der Geschwindigkeit über den Taster - da tourt er nur ab und sobald man den Taster loslässt, gibt er wieder Gas bis auf die vorher eingestellte Geschwindigkeit.

Last but not Least:
Bei der Probefahrt fuhr ich ein paar Dörfer weiter zu einem Herrn, der ebenfalls Besitzer eines Oldtimers ist - hat einen Chrysler Town & Country von 1971. Ich klingelte, er öffnete und seine ersten Worte waren "Na endlich mal jemand mit einem richtigen Auto!"...
Mal schauen - das könnte eine gute Freundschaft werden 😉.

Ganz liebe Grüße an euch - Maik

Einfach wegignoriert.

Und dabei hab ich extra mehr als nur 3 Worte geschrieben.

Schwach..

Du - ich kann dich genauso ignorieren wie du anderen erlaubst, nur 2 Worte zu schreiben und das als "hilfreich" zu erachten! Merkste selbst - zweischneidiges Schwert.
Bin übrigens auch schon zahlreiche Jahre hier - nur so nebenbei!

Wenn mir einer nur 2 Worte schreibt und erwartet, dass ich mich durch hunderte und aberhunderte Themen und Beiträge über "Roler" im Sinne von Motorroller wühle - denn das genau wird bei der Google-Suche ausgespuckt, dann ist derjenige schief gewickelt. Wenn er dann noch solche Antworten gibt, in denen er kund tut, dass er sich einfach zu fein für eine ausführliche Antwort oder wenigstens einen brauchbaren Themenlink ist, dann - und mir egal, ob es dir gefällt oder nicht - bleiben wo der Pfeffer wächst!!!

Thema Häupling: Du weißt schon, was eine Metapher ist, oder? Falls nicht, darfst du googeln. Denke, dass sich deine weitere Ausführung zu "Stammesmitglied und Häuptling" damit erübrigt hat!

Und noch was: Ich lasse mir ganz sicher keine Undankbarkeit vorwerfen! Ich bedanke mich für alle hilfreichdn Kommentare - immer und immer wieder. Aber in deinem Kampf, den Benny aufs Blut zu verteidigen, hast du das entweder überlesen oder mit Absicht außer Acht gelassen!

Im Übrigen bin ich sehr umgänglich. Wer freundlich zu mir ist, zu dem bin ich auch freundlich. Aber wer mir dämlich kommt - nun ja, der hat den Spiegel dann auch verdient.

Sollte ich noch etwas vergessen haben zu erwähnen? Wenn nicht, bleibst du jetzt entweder jeim Thema oder mir weiter Dinge unterstellen? Mir wäre das Thema wichtiger!!!

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