Ich restauriere meinen Catalina Safari

Pontiac Catalina VII

Hallo Oldtimer-Freunde,

ich habe seit kurzem einen Pontiac Catalina Safari mit 4,9L. Auf der Ansaugspinne sitzt ein Rochester 2-fach-Vergaser, welcher mir jedoch ein paar Probleme bereitet, welche sich wie folgt äußern:

1.) Beim ersten Kaltstart, nachdem ich das Gaspedal vor dem Start 3mal durchgetreten habe und dann den Motor starte, tourt dieser ganz normal auf erhöhten Leerlauf, geht dann jedoch nach ein paar Sekunden einfach aus. Ich kann ihn dann mit ein wenig Gas wieder problemlos starten. Dann hält er meist auch das Standgas erhöht, nur Losfahren ist nicht möglich. Sobald ich die Fahrstufe von P oder N auf R oder L stelle. geht der Motor aus. Ich muss ihn erst ca. 1-2min durchlaufen lassen, damit ich dann doch endlich mal losfahren kann. Geht notgedrungen, ich empfinde es jedoch eher als Zustand.
Danach ist der Leerlauf seidenweich.

2.) Egal ob der Motor noch kalt ist oder bereits schöne Betriebstemperatur hat - sobald ich ein paar Kilometer gefahren bin und von der Fahrstufe auf Leerlauf oder Parken stelle, geht die Drehzahl auf deutlich über 1.000U/min und bleibt dort auch konstant stehen - solange, bis ich den Motor abschalte und neu starte. Dann ist der Leerlauf auch wieder im unteren Bereich.

3.) Beim Fahren - insbesondere wenn ich mal Vollgas gegeben habe, scheint die Drosselklappe dauerhaft einen zu großen Spalt offen zu stehen. Der Wagen gibt einfach immer geringfügig Gas, was sich natürlich auch im Verbrauch wiederspiegelt. Gehe ich beispielsweise bei 20-30km/h vom Gas, steigt die Geschwindigkeit bei ebener Fahrbahn langsam geringfügig an. Das sieht und hört man auch. Eigentlich sollte der Motor aber beim Gas wegnehmen ziemlich auf Standgas zurück fallen - tut er aber nicht.

Ansonsten - Starten bei warmem Motor geht astrein und ohne Probleme. Gas nimmt er so auch sehr gut an, verschluckt sich nicht oder Ähnliches - riecht halt nur ein klein wenig nach Benzin, vermutlich durch die defekte Dichtung.

Als ich gestern den Luftfilterkasten einmal abgenommen hatte, fiel mir auf, dass der Vergaser doch schon ein wenig versifft ist - also entweder ist irgendwo eine O-Ring-Dichtung defekt, dann weiß ich aber noch nicht genau wo, oder die Deckeldichtung vom Vergaser selbst. Jedenfalls ist er im vorderen Bereich (dort, wo die Spritleitung angeschraubt wird) ziemlich feucht.

Auch scheint es so, als hätte das Gestänge der Drosselklappe schon etwas zu viel Spiel - die klappert doch schon um die 3-5° hin und her. Wie es im Vergaser ausschaut, kann ich leider nicht sagen.

Meine Frage:
Habt ihr Lösungsansätze? Würde das Reinigen des Vergasers schon Abhilfe bei einigen Problemen bringen? Dichtungssatz habe ich bereits bestellt - wäre also nicht das Problem, den aufzumachen, ordentlich zu spülen und wieder neu abzudichten.

Ist der Vergaser vielleicht auch nur verstellt oder zu alt und sollte mal instand gesetzt oder gar ausgetauscht werden?

Wäre eine Umrüstung auf einen 4-fach Rochester sinnvoll und wenn ja - gibt es noch Fachbetriebe, die solche Vergaser einstellen können? Dann hätte ich mir nämlich einen Vergaser bei RockAuto in den USA bestellt.

Vielen Dank im Voraus, dass ihr euch die Zeit für mich nehmt. Ich weiß - solche Ferndiagnosen sind immer wage Vermutungen ála Glaskugel, aber mehr kann ich dazu im Moment leider auch nicht schreiben - hatte bislang noch nie mit Vergasern zu tun, möchte aber doch schon etwas Erfahrungen damit sammeln und bräuchte da dringend eure Hilfe.

LG - Maik

Beste Antwort im Thema

Zitat:

Den Serienkat hätte ich ja dann rausgeschmissen und stattdessen die kleinen 200-Zeller eingesetzt. Sind nicht zu teuer, sollen aber sehr wirkungsvoll sein. Der Umwelt zuliebe... 😉
Was meinst du?

Das mußt Du mit Deinem eigenen Gewissen vereinbaren. Dann sollte man sich gar nicht erst einen V8 zulegen.

Ich glaube ohnehin nicht an den von Menschen gemachten Klimawandel. Es hat in allen Epochen der Erdgeschichte Eiszeiten und Hitzeperioden gegeben. Der Mensch hat den kleinsten Einfluß darauf. Vielmehr haben verstärkte Sonnenaktivitäten, Pendelbewegung der Erdachse und verstärkter Vulkanismus etwas mit der Erwärmung zu tun. Man muß sich nur die Wissenschaftler anhören, die fernab vom Mainstream argumentieren. Wenn Merkel sagt, sie will die Temperatur um 2,5 Grad in den nächsten Jahren oder Jahrzehnten absenken, dann bedeutet das soviel, als wenn Don Quichotte gegen Windmühlen ankämpft. Einfach lächerlich ! In jedem Jahrzehnt hatten wir diese Horrorszenarien. In den 70ziger Jahren waren es die Wälder, die angeblich zerstört wurden und was ist daraus geworden ? Nichts ! In den 90ziger Jahren war es das Ozonloch ? Was ist daraus geworden ? Nichts ! Es ist wieder kleiner geworden bzw. hat sich wieder geschlossen. Mit dieser Angst und Panikmache kann man aber viel Geld aus dem Volk rauspressen.

So jetzt wird es zuuuuuu politisch................. deswegen Abbruch !

480 weitere Antworten
480 Antworten

Hey Andreas,
das sind echt gute Neuigkeiten. Ja, das mit den Schweißnähten ist echt Mist, aber du bekommst das sicher hin.
Was der Hersteller versäumt hat, kann man ja immer noch selbst nachbessern - dann weiß man, dass man es selbst, richtig und gut gemacht hat 😉.

Tempomat - das wäre schön, wenn meiner wieder funktionieren würde. Leider versagt der noch immer seinen Dienst - weiß noch nicht warum. Vielleicht nur was Elektrisches - muss die Anschlüsse mal mit der Prüflampe ausklingeln. Kann ich aber auch erst am Wochenende machen.

Zum Bericht:

Die vorerst letzten Bilder. Wie ihr seht, ist der Klimakompressor wieder montiert. Da dessen Hauptlager aber bereits deutliche Geräusche von sich gibt und ich eh nicht so der Klima-Freund bin (die selbst bei unserem Chevy nicht nutze), werde ich demnächst dessen Riemen runter bauen. Schaue dann auch gleich mal, ob ich die Klima nicht komplett zurück baue - ist nur unnötiger Ballast. Ob die funktioniert, hab ich bislang auch noch nie geprüft. Im Gegensatz zu unserem Chevy kann man den Catalina auch über längere Strecken problemlos mit geöffnetem Fahrerfenster fahren - ist weder zugig noch laut.

Die große Unterdruckdose (Bild 2) gehört zum Tempomaten. Das Montageblech darunter habe ich ebenfalls entrostet und neu lackiert. Sofern ich den Tempomaten wieder zum Laufen kriege, bleibt auch diese Unterdruckdose. Wenn nicht, fliegt sie ebenfalls raus.

Der Deckel vom Luftfilterkasten - irgendeiner hatte den silber lackiert - sah echt bescheiden aus und passte überhaupt nicht. Diesen kleinen optischen Fehlgriff habe ich korrigiert und das Teil in Glanzschwarz überlackiert. Passt meiner Meinung nach deutlich besser zur Optik.
Der hässliche und halb zerfledderte Faltenbalg, der vom Luftfilterkasten zum Luftansaugtrichter führte, segnete bereits das Zeitliche - insklusive Luftansaugstutzen. Das Teil war nicht mehr fest montiert, die Schraubenbohrungen ausgenuddelt (war ein echter Profi am Werk - metrische Schrauben für Zollgewinde und so) und wie bereits geschrieben - der Faltenbalg auch teilweise kaputt.
Der Vorwärmschlauch (Alu-Flexrohr), der da nach hinten weg steht, muss noch auf den Abgaskrümmerstutzen gesetzt werden - kam ich hier im Bild noch nicht zu.

Tja - so steht er wieder montiert in der Werke. Motorhaube und Kotflügel müssen noch überpoliert werden - der alte Lack ist sehr rissig, da muss ich auf jeden Fall noch mal bei. Eine Frage der Zeit 😉.
Die seitlichen Zierleisten habe ich nun komplett entfernt.
Zum Einen aus Rost-Preventionsgründen: Wenn der Kleber der Zierleisten irgendwo nicht vollständig haftet, kann sich dort Schmutz und Wasser zu einer Schleifemulsion ansammeln. Durch die arbeitende Karosserie kann dann der Lack durchgeschliffen werden - es rostet erneut, und das muss ich nicht noch einmal haben.
Zum Anderen sahen die mittlerweile doch schon etwas angegangenen braunen Zierleisten nicht mehr ganz so schick aus.
Ich denke, die etwas "cleanere" Optik sagt nicht nur mir, sondern auch euch etwas eher zu.

Zum Schluss noch ein Gesamteindruck, wie es nun unter der Haube ausschaut...

Heute trafen Bimetallfeder und Fernlichtschalter ein. Am Wochenende werde ich dann mal schauen, ob ich damit die Probleme in den Griff bekomme.
Auch werde ich die Ventildeckel noch einmal vorsichtig abnehmen und schauen, ob ich das Ventilspiel eingestellt bekomme. Habe einen heißen Tipp bekommen - dem werde ich auf jeden Fall nachgehen. Sollte das passen, habe ich zwar einerseits Teile umsonst bestellt, andererseits ein paar Ersatzteile auf Halde liegen. Man weiß ja nie.

Kommende Woche dürfte dann auch das Material, inkl. scharfer Nockenwelle, eintreffen. Drehmomentschlüssel und Langratsche zur das Steuerkettenrad habe ich bereits da.
Viele schwärmen ja immer, dass man den Leistungszuwachs durch eine scharfe Nocke deutlich spüren würde - ich bin da ein wenig vorsichtiger und glaube eher das Gegenteil, denn 2-3 Mehr-PS kann man nicht wirklich spüren.
Mich interessiert vorrangig der Motorlauf im Standgas. Der soll ja deutlich unruhiger werden. Bei meinem damaligen BMW-E30 325i brachte die scharfe Nocke den Motor leicht zum Sägen - beim V8 erwarte ich jedoch was Anderes. Bin gespannt und werde auf jeden Fall berichten, sobald es dann soweit ist.

LG - Maik

Moin Maik,
Alle Achtung das letzte Fahrzeug das ich gemacht habe war 2001 der Jeep und nicht annähernd so viel Arbeit wie bei dir.
Beim C 10 ist schon alles gemacht, Rost oder so null, nur eben keine Dichtmasse drin :-) :-) :-) :-) keine mehr da gewesen , Dave, John, wer auch immer am Band stand hatte keine Lust mehr, es wurde zum Streik aufgerufen. Keiner wird es je erfahren :-) :-) :-) über lackiert weg...
Jasmin sucht auch noch gestern gefragt. Der sieht echt gut aus, Hut ab.
Hut ab, Haus, Job, Familie Auto, kenne nicht mehr viele die das hin bekommen.
Wie heißt der böse Scherz, wir werden eine Revolution starten und der alte Mann daneben sagt. Revolution, ihr könnt nicht mal nen Rasenmäher starte.
Für dich gilt das nicht. 1a weiter so, in allem. Schön jemanden zu kennen der sich so rein hängt.
Wenn ich nun auch frei habe schau und frage ich noch bei zwei Freunden an ob die nicht einen Schrottplatz um die Ecke haben, der so was haben könnte.
Einer lebt in WI der andere in NC schauen wir mal, manchmal liegt so was im Regal und wartet auf dich:-)
Grüße
Andreas

Hallo Andreas,
naja - wäre das Budget nicht so verdammt schmal, hätte ich noch weit mehr machen können. Aber mehr wie nicht da ist, kann man halt auch nicht einsetzen.
Wie gesagt - werde mal schauen, ob ich am Wochenende den Fehler beim Vergaser finde und beheben kann. Werde auch mal schauen, ob der Vergaser nicht auch ohne die Choke-PullOff-Dose funktioniert. Nervt tierisch, dass die Klappe nach dem Start immer gleich wieder aufgerissen wird und man dadurch nicht losfahren kann.

LG - Maik

Zitat:

Kommende Woche dürfte dann auch das Material, inkl. scharfer Nockenwelle, eintreffen. Drehmomentschlüssel und Langratsche zur das Steuerkettenrad habe ich bereits da.

Viele schwärmen ja immer, dass man den Leistungszuwachs durch eine scharfe Nocke deutlich spüren würde - ich bin da ein wenig vorsichtiger und glaube eher das Gegenteil, denn 2-3 Mehr-PS kann man nicht wirklich spüren.

Mich interessiert vorrangig der Motorlauf im Standgas. Der soll ja deutlich unruhiger werden. Bei meinem damaligen BMW-E30 325i brachte die scharfe Nocke den Motor leicht zum Sägen - beim V8 erwarte ich jedoch was Anderes. Bin gespannt und werde auf jeden Fall berichten, sobald es dann soweit ist.

Meinst Du das im Ernst ?

In so einem schweren Wagen mit sehr, sehr langer Hinterachsübersetzung und kleinem 5 l Motor bringt eine schärfere Nockenwelle gar nichts, außer gravierende Nachteile. Das einzige womit der Wagen eine schnellere Beschleunigung bekommt, ist Drehmoment. 7,5 l ist hier das Maß der Dinge. Aber der Wagen wird richtig Durst haben. Garantiert ! Für nur am Wochenende fahren wäre das ok, aber jeden Tag ?

Ich habe den Einbau einer scharfen Nockenwelle in meinem damaligen 6,6 l TRANS AM hinter mir. Mir wird jetzt noch übel über die beschissene Motorcharakteristik.

Wenn Du wirklich mit dem Gedanken spielst, dann nenn mir von der Nockenwelle mal die Duration bei .050.

Ähnliche Themen

Hallo Mike,

bei .050 sind 215 - 230° angegeben und laut Melling soll die Nocke noch gut mit dem Serienmotor fahrbar sein.
Habe auch gelesen, dass sich die Nocke im Drehzahlbereich von 2.000 bis 4.500rpm wohlfühlen soll. Wäre ja für Überholmanöver so auch nicht unbedingt verkehrt - also wenn doch mal ein Lkw unterwegs die Sicht versperrt 😉.
Dass mich unterwegs sogar die Kleinwagen überholen und stehen lassen, damit habe ich mich schon labge abgefunden und daran wird auch die scharfe Nocke nichts ändern können.

Der Umbau ist eh nicht ganz ohne. Die Zündung muss ja danach neu eingestellt werden. Bedeutet also - erst den Vergaser herrichten, dass der Motor wieder optimal läuft, dann an den Rest denken. Wird vermutlich eh erst im Sommer was - ist derzeit noch zu kalt zum Schrauben unter freiem Himmel.

Schreib doch mal Bitte Näheres über deine Erfahrungen mit einer scharfen Nocke. Welche Duration hatte die bei .050 und hattest du noch was am Motor geändert oder die Nocke auf den Stock Block gesetzt? Interessiert mich wirklich - man liest hier so gut wie nichts darüber.

Hau in die Tasten und her mit deinem Erfahrungsbericht 😉

LG - Maik

Also ich besaß in den 80ziger Jahren 6 Jahre lang einen Trans AM mit 6,6 l Motor bis zu meinem Unfall. Ich habe den Wagen geliebt mit der alten Motor-Konfiguration und Nockenwelle von Edelbrock und mit der neuen Nockenwelle von Competition Cam habe ich den Wagen dann plötzlich gehasst.

Alte Konfiguration

400er Pontiac
Verdichtung 7,8:1
Edelbrock Performer Intake
Edelbrock Nockenwelle Performer Plus mit 204/214 bei 0.050
750 Holley Vacuum Vergaser
Fächerkrümmer
2,5 Zoll Doppelrohr
Achsübersetzung 2,41
TH 350

In dieser Konfiguration habe ich den Wagen geliebt und der war auch sehr schnell in Beschleunigung und Höchstgeschwindigkeit. Außerdem hatte er einen wahnsinnigen Bums aus dem Drehzahlkeller.

Neue Konfiguration

406 Pontiac 0.30 aufgebohrt
Verdichtung 10,5:1
Edelbrock Performer Intake
Competition Nockenwelle Magnum mit 230/230 bei 0.50 *
750 Holley Vacuum Vergaser
Fächerkrümmer
2,5 Zoll Doppelrohr
Achsübersetzung 2,41
TH 350

*Mit dieser Nockenwelle fing mein Leidensweg an.

-Der Motor wurde plötzlich zu heiß

-den Orginal Wandler konnte ich nicht mehr verwenden, weil der Leerlauf zu hoch war und jedesmal der Gang reinknallte, wenn ich von P auf D ging.

-dadurch daß ich einen kleineren Wandler eingebaut hatte, aber die lange Achse noch drin war, fuhr der Wagen aus dem Stand gar nicht normal an. Ich mußte den Motor erstmal auf ca. 1500 Touren bringen, bevor er los fuhr. Habe ich in den Griff bekommen, weil ich wieder den Original Wandler eingebaut habe. Den Nachteil des Gang rein knallens habe ich dann in Kauf genommen.

-ich hatte im Stop and Go Verkehr keinen Vacuum mehr für die Bremse. War plötzlich weg und natürlich sehr gefährlich beim Stop and Go ohne Bremse zu fahren. Habe ich allerdings durch einen zusätzlichen Vaccuum Kanister in den Griff bekommen.

Durch die scharfe Nockenwelle war das Drehmoment unten rum deutlich geringer, ging aber besser ab ca. 3000 - 3500 Upm als mit der alten Nockenwelle. Durch die lange Achse wurde der Drehmoment Verlust unten rum dramatisch vervielfacht, zudem verliert man mehr Leistung unten rum, als was man oben herum gewinnt.

Mein aufkommender Hass auf diese Motorkonfiguration wurde dann schlagartig mit meinem Unfall (Totalschaden) beendet.

Hätte ich mehr Zeit gehabt, hätte ich die Nachteile des mangelnden Drehmoments unten rum sicher auch noch in den Griff bekommen, in dem ich eine kürzere Achsübersetzung verbaut hätte. Heute wüßte ich einige Leute, die sowas machen. In den 80ziger Jahren gab es aber fast keine, die das konnten oder allenfalls zu einem Apotheker Preis. Oder ich hätte wieder meine geliebte Edelbrock Nockenwelle eingebaut.

Wie du siehst, ist selbst bei einem 1700 KG Fahrzeug mit 6,6 l Motor ein Wechsel auf eine schärfere Nockenwelle ein großes Risiko mit vielen, vielen Nachteilen. Ich würde es deswegen bei einem 1950 KG Fahrzeug mit 5 l Motor und langer, langer Achse niemals empfehlen. Das einzige, was ich empfehlen würde, wäre ein Umbau auf Big Block ab 7,5 l, nach oben hin offen oder ein Motor mit Kompressor.

Ich hoffe, Du nennst mir noch die anderen Parameter der Nockenwelle oder gebe mir Hersteller und Teile-Nr. an. Dann kann ich mir das Datenblatt selber raussuchen.

Hm - das klingt ja wirklich nicht gerade berauschend...

Mehr Daten:
- Abgasdauer = 298
- Ansaugdauer = 288
- Abgas-Duration bei .050" Hub = 224°
- Auslassventilhub = 0,466"
- Auslassventilhub mit Werks-Kipphebel-Übersetzung = 0,699"
- Einlass-Duration bei .050" Hub = 214°
- Einlassventilhub = 0,443"
- Einlassventilhub mit Werkseitiger Kipphebel-Übersetzung = 0,664"
- Standard-Drehbereich = 3000 Touren

Wie bereits geschrieben - ich möchte keine Straßen-Hochleistungswildsau aus dem schicken Wagen machen - Gott bewahre. Aber vielleicht verhält sich ja der kleine 301er Pontiac-Motor nicht ganz so zickig wie dein großer 400er. Möglich - weiß keiner. Aber wie ich bereits schrieb: Bevor ich in diese Richtung was mache, bringe ich den Versager erst mal richtig zum Laufen - soweit es mir zumindest möglich ist.

DPD ist auch bescheuert: bekomme eine Nachricht, dass das Paket nicht zustellbar wäre. Also angerufen und was sagt mir der Typ am Telefon? Der Fahrer hätte das gar nicht erst ins Auto geladen... Könnt euch sicher vorstellen, dass mich solche Idiotie, die ja auch mit Telefonkosten für deren Hotline verbunden ist, nicht gerade freudig stimmen...
Nun darf ich auf den Druckluftschlauch noch bis Samstag warten. Strahlsand und Luftpuste habe ich bereits da - wollte ja den Deckel mal richtig reinigen.

LG - Maik

Der wird sich genau so verhalten wie meiner. Ist doch der gleiche Motor, nur mit weniger Bohrung und Hub.

Meine Edelbrock Nockenwelle hat eine duration von 204/214 bei 0.050
Deine Nockenwelle hat ....................................... 214/224

Ist also schon mal eine Nummer schärfer als meine Nw für den 6,6 l

Der einzige Vorteil wird sein, daß er sehr wahrscheinlich keinen kleineren Wandler benötigt und auch das Vaccuum beim Stop and go nicht verliert, da die Nockenwelle noch nicht so scharf ist. Die Schallgrenze für die Probleme, die ich oben genannt habe liegt bei ca. 230°. Meine CC Nockenwelle mit 230/230° wird in einem 455er Motor zivile Umgangsformen haben, sodaß man sie gut fahren könnte. In einem 301er Motor hätte sie dagegen die charakteristik einer Drag Race Nockenwelle. Auf der Straße unfahrbar.

Aber die mangelhafte Leistungsentfaltung im Drehzahlkeller wird genau so gravierend sein, wie bei meinem TRANS Am. Bei Dir kommt auch noch das Gewicht hinzu. Außerdem ist deine Hinterachsübersetzung noch mal einen Ticken länger als meine im TRANS AM. Das Problem ist ganz einfach das Getriebe mit seinen mageren 3 Gängen und die lange Hinterachse. Mit einem anders übersetzten Getriebe mit mehr Gängen wäre die Nockenwelle kein Thema.

Ich sehe schon, Du willst die Erfahrung selber machen. Aber gerne doch !

Hm - Ok, Mike.
Die Seriennocke soll bei meinem Catalina 200-215° haben, zumindest laut Melling. Kann das sein? Bei den Originalwellen steht leider nichts an Angaben dazu.

Andere Frage:
Ein Bekannter meinte, man könne die Hydros nicht einfach austauschen - die müssten erst eingeschliffen werden, weil sonst die Nockenwelle Schaden nehmen würde. Stimmt das?
Ich persönlich kann mir das bei oberflächengehärteten Bauteilen nicht wirklich vorstellen. Was sagst du?

Ein 455er wäre schon was echt cooles - mit ner scharfen Nocke und Duplex-Abgasanlage ein echt fetter, unrunder Motorsound im Idle. Aber nicht unbedingt das, was zu meinem Wagen passt. Irgendwann spendiere ich ihm aber noch die 2te Flöte - das mit 2 Rohre auf 1 Kat und danm 1-flutig hinten raus (nur 2"😉 gefällt mir sowohl akustisch als auch optisch nicht so.

Also bei einer neuen Nockenwelle nimmt man immer auch neue Stößel. Die werden mit einer Einlaufpaste/Einlauföl eingesetzt und der Motor wird bei 2000 RPM 20 Minuten im Leerlauf eingefahren, damit sich die Stößel auf die Nocken einlaufen können.*

Wenn man das nicht macht, kann es durchaus passieren, daß die Nocken oder die Stößel Schaden nehmen.

* Bei der Drehzahl und der Zeit müßte ich nach schauen. Ich weiß es nicht mehr so genau.

Sag mir mal die Parts-No. von der Nockenwelle.
Melling ist der Hersteller ?

Richtig. Artikelnummer bei RockAuto ist 26204.
Mist - hätte ich doch alle Hydros neu bestellen sollen. Habe nur 8 gekauft wegen dem starken Tickern auf der linken Bank. Naja - Lehrgeld 😉
Aber sag mal - diese Paste bzw. das Öl - wäscht sich das nicht durch das Motorenöl wieder herunter?
Nach der Einlaufphase dürfte dann auch ein Öl- und Filterwechsel anstehen, nehme ich an. Die Schleifpaste sollte bestimmt nicht länger als nötig im Ölkreislauf herumschwimmen.

LG - Maik

Kauf dir ne Roller dann sparst dir das Prozedere.....kost halt a bissel mehr.

Zitat:

Nach der Einlaufphase dürfte dann auch ein Öl- und Filterwechsel anstehen, nehme ich an. Die Schleifpaste sollte bestimmt nicht länger als nötig im Ölkreislauf herumschwimmen.

ja correkt. Ich habe nach 100 KM den 1. Ölwechsel gemacht.

Deine Antwort
Ähnliche Themen