Ich restauriere meinen Catalina Safari

Pontiac Catalina VII

Hallo Oldtimer-Freunde,

ich habe seit kurzem einen Pontiac Catalina Safari mit 4,9L. Auf der Ansaugspinne sitzt ein Rochester 2-fach-Vergaser, welcher mir jedoch ein paar Probleme bereitet, welche sich wie folgt äußern:

1.) Beim ersten Kaltstart, nachdem ich das Gaspedal vor dem Start 3mal durchgetreten habe und dann den Motor starte, tourt dieser ganz normal auf erhöhten Leerlauf, geht dann jedoch nach ein paar Sekunden einfach aus. Ich kann ihn dann mit ein wenig Gas wieder problemlos starten. Dann hält er meist auch das Standgas erhöht, nur Losfahren ist nicht möglich. Sobald ich die Fahrstufe von P oder N auf R oder L stelle. geht der Motor aus. Ich muss ihn erst ca. 1-2min durchlaufen lassen, damit ich dann doch endlich mal losfahren kann. Geht notgedrungen, ich empfinde es jedoch eher als Zustand.
Danach ist der Leerlauf seidenweich.

2.) Egal ob der Motor noch kalt ist oder bereits schöne Betriebstemperatur hat - sobald ich ein paar Kilometer gefahren bin und von der Fahrstufe auf Leerlauf oder Parken stelle, geht die Drehzahl auf deutlich über 1.000U/min und bleibt dort auch konstant stehen - solange, bis ich den Motor abschalte und neu starte. Dann ist der Leerlauf auch wieder im unteren Bereich.

3.) Beim Fahren - insbesondere wenn ich mal Vollgas gegeben habe, scheint die Drosselklappe dauerhaft einen zu großen Spalt offen zu stehen. Der Wagen gibt einfach immer geringfügig Gas, was sich natürlich auch im Verbrauch wiederspiegelt. Gehe ich beispielsweise bei 20-30km/h vom Gas, steigt die Geschwindigkeit bei ebener Fahrbahn langsam geringfügig an. Das sieht und hört man auch. Eigentlich sollte der Motor aber beim Gas wegnehmen ziemlich auf Standgas zurück fallen - tut er aber nicht.

Ansonsten - Starten bei warmem Motor geht astrein und ohne Probleme. Gas nimmt er so auch sehr gut an, verschluckt sich nicht oder Ähnliches - riecht halt nur ein klein wenig nach Benzin, vermutlich durch die defekte Dichtung.

Als ich gestern den Luftfilterkasten einmal abgenommen hatte, fiel mir auf, dass der Vergaser doch schon ein wenig versifft ist - also entweder ist irgendwo eine O-Ring-Dichtung defekt, dann weiß ich aber noch nicht genau wo, oder die Deckeldichtung vom Vergaser selbst. Jedenfalls ist er im vorderen Bereich (dort, wo die Spritleitung angeschraubt wird) ziemlich feucht.

Auch scheint es so, als hätte das Gestänge der Drosselklappe schon etwas zu viel Spiel - die klappert doch schon um die 3-5° hin und her. Wie es im Vergaser ausschaut, kann ich leider nicht sagen.

Meine Frage:
Habt ihr Lösungsansätze? Würde das Reinigen des Vergasers schon Abhilfe bei einigen Problemen bringen? Dichtungssatz habe ich bereits bestellt - wäre also nicht das Problem, den aufzumachen, ordentlich zu spülen und wieder neu abzudichten.

Ist der Vergaser vielleicht auch nur verstellt oder zu alt und sollte mal instand gesetzt oder gar ausgetauscht werden?

Wäre eine Umrüstung auf einen 4-fach Rochester sinnvoll und wenn ja - gibt es noch Fachbetriebe, die solche Vergaser einstellen können? Dann hätte ich mir nämlich einen Vergaser bei RockAuto in den USA bestellt.

Vielen Dank im Voraus, dass ihr euch die Zeit für mich nehmt. Ich weiß - solche Ferndiagnosen sind immer wage Vermutungen ála Glaskugel, aber mehr kann ich dazu im Moment leider auch nicht schreiben - hatte bislang noch nie mit Vergasern zu tun, möchte aber doch schon etwas Erfahrungen damit sammeln und bräuchte da dringend eure Hilfe.

LG - Maik

Beste Antwort im Thema

Zitat:

Den Serienkat hätte ich ja dann rausgeschmissen und stattdessen die kleinen 200-Zeller eingesetzt. Sind nicht zu teuer, sollen aber sehr wirkungsvoll sein. Der Umwelt zuliebe... 😉
Was meinst du?

Das mußt Du mit Deinem eigenen Gewissen vereinbaren. Dann sollte man sich gar nicht erst einen V8 zulegen.

Ich glaube ohnehin nicht an den von Menschen gemachten Klimawandel. Es hat in allen Epochen der Erdgeschichte Eiszeiten und Hitzeperioden gegeben. Der Mensch hat den kleinsten Einfluß darauf. Vielmehr haben verstärkte Sonnenaktivitäten, Pendelbewegung der Erdachse und verstärkter Vulkanismus etwas mit der Erwärmung zu tun. Man muß sich nur die Wissenschaftler anhören, die fernab vom Mainstream argumentieren. Wenn Merkel sagt, sie will die Temperatur um 2,5 Grad in den nächsten Jahren oder Jahrzehnten absenken, dann bedeutet das soviel, als wenn Don Quichotte gegen Windmühlen ankämpft. Einfach lächerlich ! In jedem Jahrzehnt hatten wir diese Horrorszenarien. In den 70ziger Jahren waren es die Wälder, die angeblich zerstört wurden und was ist daraus geworden ? Nichts ! In den 90ziger Jahren war es das Ozonloch ? Was ist daraus geworden ? Nichts ! Es ist wieder kleiner geworden bzw. hat sich wieder geschlossen. Mit dieser Angst und Panikmache kann man aber viel Geld aus dem Volk rauspressen.

So jetzt wird es zuuuuuu politisch................. deswegen Abbruch !

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Mit einem guten Kunststoff Primer und anschließend in mehreren dünnen Schichten lackiert, kann man eigentlich fast alles an Kunststoffen lackieren.
Haben wir in meiner Lehrwerke immer so gemacht. Für Gummiteile oder biegsame Kunststoffe kann man dem Lack noch einen Weichmacher beigeben.
Dann bleibt der Lack nach dem Trocknen flexibler und reißt nicht so schnell.
Gruß Olli

Hallo Freunde,

heute war ich mal wieder beim Lackierer. Der Wagen SIEHT EINFACH NUR TOLL AUS!!! So frisch und glänzend - das wird richtig Spaß machen, damit durch die Gegend zu fahren. Im Gegensatz dazu wirkt die Heckklappe wie ein altes, stumpfes Ersatzteil... 😉
Ist schön zu sehen, dass das alte Blech wieder in frischen Glanz da steht. Dazu noch das gute Gewissen, es ab morgen (Dienstag) wieder in der Mietwerkstatt zu Remontage begrüßen, streicheln und anfassen zu können 😁

Ich habe euch, um einen besseren Eindruck von Urzustand, Reparaturzustand und Ist-Zustand zu vermitteln, entsprechende Fotos nacheinander in Reihenfolge hochgeladen. Hoffentlich werden die nicht durcheinander gewürfelt.

Die größten Unterschiede sieht man auf jeden Fall an den A-Säulen und den Enden der Windshield-Einfassung, vorrangig Drivers side.

Das restliche Material ist nun auch bereits im Kofferraum unseres Erstwagens und wird morgen gleich mit rüber genommen. Als erstes werden dann die Rückleuchten modifiziert und wieder eingebaut. Das durchgeschnittene Kabel für die gelben Blinkleuchten bekommt einen Kabelschuh und wird dann eingeschrumpft - so muss ich das nicht verlöten und jedes Mal zum Ausbau der Leuchten neu abschneiden. Schrumpfschlauch habe ich in rauen Mengen - ist also nicht das Problem.

Habe mir dann heute auch noch mal den Stecker von der Scheibenantenne genauer angeschaut - das ist nur ein 1-polier Stecker. Muss mal schauen, ob ich da was Basteln oder den Stecker reparieren kann.

Ansonsten - freue mich schon echt auf morgen.

Liebe Grüße - Maik

Hi Maik,
Nah den man tau wah, schön zu hören, hab ich schon wieder gelbe Blinker gelesen ? Also hinten?
Ne, ne nix wird einheitlich gehandhabt z.k.
Du hast da flow master drin,? 🙂 Wie geschrieben hab ich die Dinger nur genommen, da sie aus Edelstahl sind ansonsten gibt's nur noch Walker und da kannst du zuschauen wie die wegrosten. Die Dinger halten ewig
Grüße
Andreas

Hey Andreas,

japp - einen Flowmaster Super44. Wollte eigentlich einen 40er haben, aber Mike & Franks hatten keinen, wie ich ihn gebraucht hätte. Meiner ist allerdings nicht aus Edelstahl, sondern nur aus normalem Auspuffstahl. Wenn der Endtopf doch zu laut oder sonor werden sollte, gehe ich auch keinen Kompromiss ein und schnalle den Seriendämpfer wieder drunter.

Jopp - hinten blinkt es gelb. Beim Kauf des Catalina's hatte ich mir gleich die Umrüstung mit gegönnt. Sollte 1.500€ extra kosten, zzgl. ca. 600€ Frachtkosten für den Wagen. Unterm Strich konnte ich aber ein recht gutes Angebot raus handeln - naja, ob gut oder weniger gut, was den Allgemeinzustand anging, steht dann eh auf nem anderen Papier.

Ich habe mal noch ein paar weitere Fotos angehangen - ebenfalls mit War- und Ist-Zustand.
Ich finde, die deutlichste Änderung sieht man hier wieder beim Rückleuchtenschacht, der Regenrinne Einstiegsbereich sowie der Beifahrertüre.
Beim Blick auf das Dach wird einem auch erst die Größe bewusst... Ist schon verdammt viel Dachfläche, die sich schon auf ihren Dachgepäckträger und die Zierleisten freut 😉 Werden vorher noch mal schön aufpoliert...

Liebe Grüße - Maik

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Wau, geile Arbeit , leck mich an de Söck.aber warum gelb, klingt arrogant, aber kommt mir nicht ins Haus und hatten wir noch nie selbst der 93 C2500 rote Blinker. Eine Ausnahme gibt's die sind im Original gelb z.B. der hhr :-) auch wenn viele Honks mit rot und blinken nicht mehr klar kommen §72 folgend und ab dafür Spechti hat da woanders super erklärt, der hat eh 100000000000000..... Mehr Wissen als ich, da komm ich auch nicht mehr ran:-)
Da ist die Sache echt mal simpel.
He, ihr kennt euch mit den Pötten aus irre, ich bin nachdem klar war das die beiden Endpötte im Eimer waren bei c&p in NL rein, ich brauche Schalldämpfer aus Edelstahl und den 460iger sollte man nun auch hören, nicht nur Marke Rolls säusel und nix. Lincoln und Merc sind im Original leise wie ein Rolls:-) .
Norbert Werkstatt Frost nehm Megnaflow jut Master machst das über 10 Jahre ferdisch:-)
Das, die normal Brülltüten sind wusste ich gar nicht:-) Im Merc Abs. I.O. aber der Puff geht nach unten weg und ist eingepackt. Der C10 ist mit seinen 4 in 2 in 1 schon so lauter als der Merc, aber der liegt hoch nicht flach und der Puff geht seitlich weg:-)

Hallo Andreas,

hätte mir auch gewünscht, den roten Blinker zu behalten, aber ok - so gab es zum Einen keinen Stress mit der Zulassung, zum anderen keine extra Kosten wegen noch einer Sondergenehmigung. Jede liegt bei ca. 30€ extra...

So gut kenne ich mich mit den Schalldämpfern auch nicht aus. Ein paar Grundlagen und Soundchecks - mehr aber auch nicht.
Magnaflow wäre beispielsweise gar nichts für meinen Geschmack. Klingen mir persönlich viel zu dumpf, dunkel und sonor. Für mich muss ein V8 etwas heller im Ton blubbern und nicht so tief wie die deutschen Vertreter von Mercedes & Co.
Spätestens auf der Landstraße werden es einem sowohl Feeling als auch Gehör danken. Wenn du dir ne dumpfe Brülltüte unter die Karosse nagelst, kannst dir auch gleich nen Billigheimer-Reso á la Supersport gönnen - hauptsache laut. Bei bestimmten Geschwindigkeiten sind die dann aber auch eben genau das - laut, sonor und nervig.

Vor Jahren hatte ich mal einen BMW E30 - schön auf Sport getrimmt und mit 2,5L 170PS-Maschine auch nicht gerade langsam unterwegs. Sportendschalldämpfer waren aber nicht ganz so sein Ding - bei 100km/h hast es drinnen kaum ausgehalten. Also entweder 110-120km/h oder nicht über 90 - dann ging's.

Wie gesagt - unter dem Catalina ist nun ein Super44. Wie genau der klingt, werde ich in den nächsten 2 Wochen herausfinden und dann berichten. Durch die Hochzeit beider Bänke auf einen Topf geht schon ne Menge an Klang verloren. Dann noch der fette Kat, der auch noch mal gut was wegzieht. Aber eines ist sicher. Raus fliegt der nicht! Mache mir ja nicht umsonst die Mühe und ersetze nahezu alle Emission Control-Bauteile, einschließlich der gesamten Unterdruckanlage...

LG - Maik

Moin Maik,
Stimmt kosten tut's das ist wohl so, die Ausnahmegenehmigungen sind nicht günstig. Wumm waren beim Merc 300€ weg.
Der Kat bringt heute noch ne bessere Leistung als manch neuer:-) kein Witz der Merc mit seinen ungeregelten hat bessere Werte gehabt beim TÜV als der 3 Jahre alte Hyundai vorher, der Prüfer wollte den mal normal messen aus Spass und große Augen.
Sag ja interessant mit den Schalldämpfern im Merc abs okay wenn ich das alles lese überraschend.
Nah ja am Ende egal, Hauptsache dein Bock wird fertig und sieht echt top aus.
Grüße
Andreas

Hi Andreas,
war auch extremst überrascht, als ich im jungfräulichen Vollabnahme-Bericht las, dass der Wagen NUR einen ungeregelten Kat hat. Überrascht deshalb, weil sowohl beim Abladen als auch den ersten Warmlaufphasen kein Gemüffel aus dem Auspuff kam. Ganz im Gegenteil sogar - es roch sehr angenehm mit einer ganz leichten Benzol-Note 😉, was aber wohl eher am defekten Vergaser geldgen haben dürfte.

Bin ja so schon extrem erleichtert, dass die Überhol-Kur des Vergasers so gut lief, dass der Motor mittlerweile im Warmlauf nicht mehr einfach so aus geht. Denke mal, den Rest bekomme ich auch noch hin.

Im Anhang noch 2 Fotos vom Motorraum. Habe es endlich mal geschafft, vernünftige Pictures anzufertigen.
Beim Knipsen der Pics habe ich auch noch mal auf den Ventildeckel der rechten Bank geschaut - dort befindet sich ja der Ölgasabsaug. Man sieht sehr deutlich, dass sich mit den Jahrzehnten zwischen Gummimanschette und Saugrohr ein 1mm Spalt auf der Vorderseite gebildet hat. Dicht ist das also keineswegs mehr.
Nun gut - neue, verchromte Ventildeckel mit verchromten Anpressdruclkverteilern, Chrom-Oil-Cap und neuen Deckeldiichtungen habe ich ja bestellt - dazu dann auch gleich einen neuen Satz Gummitüllen für den Ölabsaug.

LG - Maik

Moin Maik,
Der war von 79 oder? Der ist schon so zugebaut wie später der Fleetwood. Die Teile wie Öldeckel usw. Solltest du ohne Probleme bei rockauto bekommen.
Hast du auch schon die Kühlerschläuche usw. Bestellt? Ich würdt's tun, mit dem Merc stand ich mal 3 h rum, 5cm Minischlauch zwischen Wasserpumpe und Block vergessen , übersehen , dumm gelaufen halt
Grüße
Andreas

Hi Andreas,

Kühlerschläuche? Kommen noch - erst mal den Wagen wieder fit machen. Der Bock hat das Budget ganz schön scharf belastet. Aber sich rein zu setzen, den Schlässel zu drehen und die Kiste springt sofort an - das treibt einem fast die Freudentränen in die Augen. Wenn ich noch so daran denke, wie lange ich vorher immer jodeln musste, bis der Motor mal halbwegs ordentlich lief...

Ich habe mal noch ein paar frische Fotos angehangen. Mit eingebauten Türen schaut alles ja doch noch mal n bissl anders aus... 😉

So - ein Update:

Gestern, bzw. heute, wurde es richtig früh - spät - was auch immer. Gegen 3:45h war ich erst wieder daheim angekommen. Leider habe ich nicht wirklich das geschafft, was ich schaffen wollte - aber der Reihe nach:

1.) Als erstes kümmerte ich mich um die Rückleuchten. Die alten Dichtungen waren schon etwas ausgehärtet und erfüllten nicht mehr ihren Zweck. Neue waren nicht mehr zu bekommen. Also habe ich mir 4mm selbstklebende Mossgummimatte geschnappt und selbst Hand angelegt:
Die alte Dichtung vorsichtig entfernt, auf der Matte ausgebreitet und eine neue Dichtung ausgeschnitten. Dann auf das Safari-Rückleuchtengitter gelegt, angedrückt und außen noch mal mit dem Cutter sauber entlang geschnitten.
Erstaunt war ich ja, dass diese Safari-Chromgitter wirklich noch aus Metall sind. Man ist ja doch eher Plastik gewöhnt...

Wirklich abdichten tun die Dichtungen jedoch nicht. Sie sollen nur verhindern, dass Regenwasser, was von der Karosserie und Dach herunter läuft, direkt in den Rückleuchtenschacht läuft - die Tropfen würden an der Oberseite haften und den Lack zerstören. Stattdessen laufen sie über das Gitter und tropfen am Gitter ab.
Trotzdem ist der Leuchtenschacht nicht abgedichtet, da an der Oberseite zwischen Chromgitter und Leuchtenkörper ca. 6-8mm Luftspalt sind. Keine Chance, das "unsichtbar" abzudichten.
Dafür haben die Ami's im Boden des Leuchtenrahmens eine Bohrung eingearbeitet, welche Wasser ablaufen lässt.

Zum Innenraum hin gibt es dann um die Kabel herum einen dicken Gummipropfen, der aber auch schon etwas härter ist. Also - 2mm Moosgummimatte grob zurecht geschnitten, über die Bohrung in der Karosserie geklebt und kreuzweise geschlitzt. Dann den Stoppen hindurch gesteckt und von der Rückseite mit dem Kunststoff-Verschluss arretiert. DAS ist auf jeden Fall dicht!!!
Dann noch die 4 durchgeschittenen Kabel mit FastOn Flachsteckern bestückt und die Metallstellen mit Schrumpfschlauch isoliert.

Bei der Funktionsprüfung leuchteten nur auf der Beifahrerseite beide Rückleuchten (übereinander) sowie das Bremslicht. Rechts war die mittlere defekt. Zum einen das Leuchtmittel Standlicht durch, zum Anderen Glühlampe verkehrt herum eingebaut. Diese dämlichen Azubi's heutzutage - zu faul für eine Funktionsprüfung, ehrlich. ICH war da nämlich noch nicht dran!!!

2.) Die Chromleisten auf dem Dach haben Scheuerleisten aus Kunststoff, die jedoch durchs 1,5 Monate lange Liegen nicht mehr die Länge hatten, die sie hätten haben sollen - waren allesamt zu kurz. Also - an den Biegestellen durchgeschnitten. Bei der Probemontage der Zierleiste musste ich dann feststellen, dass sich die Leiste zwischen den Schrauben nach oben bog. Die darunter befindliche Scheuerleiste klapperte und hätte nicht nur genervt, sondern auch den Lack zerschlagen.
Also - 1mm Butyl-Klebeband zu schmalen Streifen geschnitten und erst einmal zur Abdichtung direkt unter die Schraubenbohrungen der Scheuerleisten geklebt. 1 Weiterer Streifen unter jedes Ende der Scheuerleiste sowie AUF jedes Ende der Scheuerleiste. Dadurch hebt sich die Leiste 1mm am Ende an und hat nach oben noch 1 weiteren Milimeter Auftrag.

Vor der Montage der Dachzierleisten habe ich alle noch mal ganz sauber mit dem Polierfilz in der Bohrmaschine abgezogen. Sie glänzen nun wieder, dass man sich drin spiegeln kann. Minimale Oberflächenkratzer sind noch sichtbar - dafür fehlt mir dann aber doch das Equipement.
Die Montage war danach recht unproblematisch.

3.) Der Dachgepäckträger war rundum schon etwas stumpf. Also habe ich das Teil komplett zerlegt und zuerst alle Montagefüße mit dem Polierfilz abgezogen - soweit es die Rostpickel zuließen, glänzen die Füße jetzt wieder.
Die langen Längsträger sind aus Alu. Auf der Oberfläche ist eine Oxidschicht - wie man sie eben von Alu her kennt. Beim Polieren war ich zu lange auf einer Stelle, sodass ich bei der Leiste auf der Beifahrerseite durch diese Oxidschicht poliert hatte. Sah natürlich blöd aus - überall matt und an einer Stelle glänzt es. Also den weichen Filz aufgespannt, rosa Poliewachs drauf und dann fast 45min nur an EINER SEITE des Metallträgers herumpoliert, bis dieser mit Spiegelbild geglänzt hat. Alles konnte ich nicht erwischen - aber OK.
Den anderen Träger habe ich nur grob überpoliert - man sieht es im direkten Vergleich, aber da man den Wagen in der Regel nur von einer Seite sieht, fällt das nicht weiter auf. Irgendwann mache ich die andere Seite auch - wenn ich mehr Zeit dafür habe. Ist wirklich sehr anstrengend und zeitraubend, lohnt sich aber. Bild dazu im Anhang.

4.) Die alte Visco-Kupplung war wirklich komplett hinüber. Habe sie ausgebaut und erst jetzt konnte man den Schaden richtig feststellen: Es war nur mit erheblichen Kraftaufwand möglich, die Kupplung durchzudrehen - kein Wunder, dass der Wagen wie ein Staubsauger klingt.
Die neue Kupplung passte tadellos - sogar noch besser als die alte. Die alte hatte eine Messing-Zentrierhülse auf der Nabe zu stecken - der Visco war also nicht mehr original. Das Erstausrüster-Ersatzteil hatte diese nicht, dafür aber eine präzise gebohrte Nabenbohrung - passte einwandfrei.
Beim Starten - einmal Gaspdal, dass die Choke-Klappe zufällt, dann Starten und einfach nur fett GRINSEN!!! Der Motor sprang sofort an und blieb auch am Laufen. Beim Gas geben hörte man nun auch wieder den Motor und nicht den Staubsauger. Sogar Auspuff-Klänge waren nun zu vernehmen - sehr dezent und keineswegs laut wie bei einem Firebird mit Sportschalldämpfer.

Was mir jedoch wieder sehr deutlich aufgefallen ist:
Im Idle läuft der Motor super und sauber. Legt man die Fahrstufe ein, geht die Drehzahl anfangs etwas runter, wird dann aber wieder angehoben. Schaltet man jedoch auf P oder N zurück, dreht das Gas deutlich hörbar über 1.000 Touren und bleibt dort auch solange, bis man 2-3mal kurz das Gaspedal durchgetreten hat, dann senkt sich die Drehzahl schlagartig auf den Idle ab.
Ursache noch nicht gefunden - ich vermute, dass ich die Mechanik am Vergaser noch mal gut abschmieren muss - das kommt aber, sobald ich die Unterdruckanlage erneuert habe.

Planung für heute Abend/Nacht:
- Innenraumverkleidungen und Zierleisten wieder montieren
- Chromzierleisten B- und C-Säule, Einstiegsbereich und Regenrinne Dachkante polieren und montieren
- wenn dann noch Zeit ist - Chromleisten an den Türen polieren und montieren.

Ganz liebe Grüße - Maik

Zitat:

Was mir jedoch wieder sehr deutlich aufgefallen ist:
Im Idle läuft der Motor super und sauber. Legt man die Fahrstufe ein, geht die Drehzahl anfangs etwas runter, wird dann aber wieder angehoben. Schaltet man jedoch auf P oder N zurück, dreht das Gas deutlich hörbar über 1.000 Touren und bleibt dort auch solange, bis man 2-3mal kurz das Gaspedal durchgetreten hat, dann senkt sich die Drehzahl schlagartig auf den Idle ab.
Ursache noch nicht gefunden

Das hat was mit dem Choke zu tun. Aber erst fahren sowie überprüfen, ob die Chokeklappe vollständig öffnet, wenn der Motor warm ist. Und ob die Klappe zufällt, wenn der Motor kalt ist. Ca. 1 cm muß die Klappe aber bei einem kalten Motor offen bleiben, bzw. macht es der Motor per Unterdruck automatisch.

Zur Not kann man den Choke (Leerlauf) etwas runter stellen, wenn der Motor zu hoch dreht. Dafür gibt es eine kleine Schraube auf der Beifahrerseite, wo man in der Regel aber sehr schlecht dran kommt. Nicht zu verwechseln mit der normalen Leerlaufschraube.

Moin Maik,
Mike cougar hat abs. recht, auch wenn Zitat meinen Haus und Hof Schraubers: Rochesterversager nicht mehr sind als Bingversager, das 100% ige Einstellen kann dauern. Der C10 muss auch noch mal ran, bekommt wohl zu viel Sprit (vorher zu wenig) Choke bleibt etwas zu lange drin und er brauch etwas mehr Luft einen Ticken mehr und säuft wie ein Loch. Muss aber auch sagen , habe noch kein überholwürdiges Dreiganggetriebe mit Overdrive gefunden. Die müssen wirklich wenig gekauft worden sein und Automatik will ich in ihm nicht.
Aber kommst ja gut trotz allem gut voran. Hut ab ich würde das zeitlich aber halt auch körperlich nicht mehr hin bekommen.
Grüße
Andreas

Hallo ihr beide,

ich werde das mit dem Choke auf jeden Fall noch mal prüfen, wobei er ja mittlerweile sauber startet und auch an bleibt.
Meine Vermutung geht ja in die Richtung, dass die Drosselklappe vielleicht an dem Punkt etwas schwergängig ist und/oder geringfügig hakt.
Ich weiß nur noch nicht, ob das Erhöhen des Gas beim Einlegen der Fahrstufe automatisch von statten geht, das Automatikgetriebe seinen Teil dazu beiträgt (über den Bowdenzug) oder vom Fahrstufenwahlhebel aus gestellt wird.

Vergangene Nacht habe ich ein Zusatzinstument eingebaut - einen neuen Drehzahlmesser. War echt scheiße, einen Weg durch die Spitzwand zu finden - von daher bin ich "außen herum" gegangen: Vom Armaturenbrett hinter die Verkleidung A-Säule, runter zur Kante Einstiegsbereich (unter der Verkleidung entlang), rein in den Schweller, raus aus dem Schweller, hinterm Kotflügel hoch, in die vorhandenen Kabel-Spiralschläuche zur ersten Klemme am Zündverteiler. Hat aber eeeewig gedauert, da man ja immer hofft, doch irgendwo durch die Feuerwand zu kommen.

Strom, Beleuchtungsdimmer und Minus habe ich mir dann vom Kombiinstrulent abgezwackt. Auch scheiß Arbeit, das Kolbi auszubauen. Aber nun weiß ich auf jeden Fall, dass dafür der Sonnenschutz vom Armaturenbrett runter und die Lenksäule komplett gelöst werden muss...

Der doch recht moderne DZM sitzt jetzt im Handschuhfach. Heute Abend noch die genaue Drehzahl ermitteln und das Gauge richtig justieren.
Ich kann aber jetzt schon sagen, dass bei diesem Leerlauffehler die Drehzahl bei über 1.500 Touren liegt...
Das Gauge hat übrigens nur 5.000 Touren - reicht aber vollkommen aus. Beim Hochdrehen im Stand erreicht der Motor gerade mal etwas über 4 - will das aber auch nicht ausreizen und den Motor überdrehen. Tropft so schon genug Öl. Jetzt daut auch noch das Lenkgetriebe - muss ich also auch noch mal ran und den Wellensimmering tauschen.

LG - Maik

Übern Bremsbpedal unterm Teppich ist ein Loch wo noch mehr Kabel durchgehen.
Ist auch ne Gummi Muffe drin.

Schaue all nach

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