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Ich bin wirklich gerade am Verzweifeln!...Pech, Einbildung oder bittere Wahrhei!?

Themenstarteram 24. März 2014 um 21:53

Also das ist mein zweiter Beitrag auf MotorTalk. Und ich gehöre ganz bestimmt zu den Zeitgenossen, welche sich nicht so leicht aus der Ruhe bringen lassen und/oder sich über alles aufregen.

Aber das letzte halbe Jahr war für mich -verkehrstechnisch- eine kleine Katastrofe.

Mich interessiert nun brennend, ob ich einfach nur Pech hatte, mir das ganze daher nur einbilde oder ob es anderen genau so geht:

Ich habe seit rund 30 Jahren einen PKW Führerschein, bin also knapp unter 50 und damit hoffentlich noch kein "Mann mit Hut".

Beruflich und privat fahre ich seit mindestens 15 Jahren etwa 60.000km pro Jahr.

Ich halte mich seit jeher an die Regel

-A. ohne Zeitdruck: Fahre Geschwindigkeitsbeschränkung + 5km/h, d.h. bei erlaubten 100 -> Tach 105.

-B. wenn´s Pressier: +15km/h und Augen auf (nur Ausserhalb geschlossener Ortschaften!)

-C. wenn der Auftrag flöten geht, bspw. wg. einer Vollsperrung: + 25km/h und Augen ganz weit auf (natürlich wieder nur Ausserhalb geschlossener Ortschaften.

Da die "echte" Geschwindigkeit abzgl. Messfehler rund 5-6 km niedriger liegt und erst ab 11km/21km... mehr es jeweils übler wird, bin ich die letzten rund 1 Mio. km mit nur 4 Punkten ganz gut zurecht gekommen.

Alleine im letzten halben Jahr habe ich aber voraussichtlich (da noch nicht alles da ist) rund 6 Punkte, alle wg. Geschwindigkeitsüberschreitungen eingefahren. Und das obwohl ich nie im Modus C. unterwegs war. D.h. ich habe alle Punkte durch Unachtsamkeit bekommen. Da wir alle nur Menschen sind, und der Mensch gemeinhin zu Fehlern neigt, ist auch das nur eine Frage der Wahrscheinlichkeit.

Dass ein Autofahrer, der in den letzten 15 Jahren nur insges. 60.000km gefahren ist (bspw. wie meine Oma), bei "normaler" Fahrweise i.d.R. keine Punkteprobleme hat, ist klar. Mein Risiko ist eben 15 mal höher.

So jetzt aber meine wirklich sehr ernst gemeinte Frage:

-1. Hatte ich einfach nur Pech!?

Ok, das kommt vor. Schwamm drüber und durch.

-2. Oder ist die Verkehrsüberwachung zwischenzeitlich so flächendeckend, dass man ab einer bestimmten Fahrleistung pro Jahr einfach nicht um Punkte herum kommt!

Also am liebsten wäre es mir, das feetback würde lauten, dass ich einfach nur Pech gehabt habe,

und die Verkehrsüberwachungsdichte sich in den letzten Jahre nicht sonderlich geändert hat.

Dann könnte ich davon ausgehen, dass sich meine Punkteproblematik in den nächsten Monaten wieder beruhigt.

Wer kann sachdienliche Hinweise geben?

Gruß

Gee1510

P.S. sollte das schon thematisiert worden sein, sorry ich hab´s nicht gefunden.

Beste Antwort im Thema

Also in erster Linie würde ich mir erst mal Gedanken über dein eigenes Fahrverhalten machen und analysieren woran es liegt. Unachtsamkeit ist im Straßenverkehr nicht von Vorteil. Allerdings liest man in der Lokalpresse immer wieder das Städte und Gemeinde mit mobilen Blitzer aufrüsten.

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Also in erster Linie würde ich mir erst mal Gedanken über dein eigenes Fahrverhalten machen und analysieren woran es liegt. Unachtsamkeit ist im Straßenverkehr nicht von Vorteil. Allerdings liest man in der Lokalpresse immer wieder das Städte und Gemeinde mit mobilen Blitzer aufrüsten.

Die Kontrolldichte wurde in letzter Zeit definitiv erhöht. Da sind die Blitzer-Marathons nur die (sichtbare) Spitze des Eisberges.

Wenn du nie im Modus C unterwegs bist, kannt du keine 6 Punkte eingefahren haben.

Im hohen Alter nimmt die Aufmerksamkeit und Reaktionsfähigkeit ab, ich bin auch knapp 50 und muss das leider an mir auch feststellen. Für mich hat das zur Folge, dass ich zum großen Spaß der anderen mich einfach an die Tempolimits halte. Ein verloren gegangener Auftrag ist auch weniger wichtig als ein Radler, den ich mit 125 auf der Landstraße von hinten umniete. Ich hab komischerweise auch meine Zeit als Busfahrer (das waren ein paar Jahre mit ein paar hunderttausend Kilometern) mit genau 1 Punkt verbracht, ohne wirklich zu späte gekommen zu sein.

Die Kontrolldichte hat aber zugenommen, weil die Einnahmen aus Bußgeldern in den Haushaltsetats fest eingeplant sind. Da wird schon gern mal an nicht ganz so unfallträchtigen Stellen geblitzt.

am 24. März 2014 um 22:07

Ich fahre immer gleich und ich werde jahreweise nicht einmal geblitzt. Dann wieder zweimal hintereinander... Also vielleicht eher Pech. Allerdings Punkte hatte ich noch nie.

Aber dein a/b/c System der Geschwindigkeitsüberschreitung ist IMHO Mist. Du bist eh nicht wirklich schneller da. Und auch wenn man das Speedlimit einhalten will, rutscht man mal drüber. Mit deinem System erhöhst du die Chance auf Punkte ungemein.

Hier wäre es in der Tat sinnvoll, den eigenen Terminplan etwas auszudünnen, um den Druck aus der Fahrerei zu nehmen. Das wird sich unmittelbar positiv auf die Punktebilanz auswirken.

Ich trage zwar auch keinen Hut, bin aber deutlich älter als Du. In meinen besten Zeiten (1985 - 1995) bin ich jährlich zwischen 100 und 120 TKM unterwegs gewesen. 1996 habe ich meinen Betrieb verkauft und bin seitdem so was wie ein Rentner. In der Zeit habe ich immer Punkte meines Geschäftspartners übernommen, damit der weiter fahren konnte (würde ich heute nicht mehr machen). Eigene Punkte habe ich 3 eingefahren.

Dein Grundfehler ist die Sache mit: wenn´s pressier(t) und wenn der Auftrag flöten geht. Überdenk Dein Management, da muss Luft drin sein, ist der Lappen erst mal weg, wird es noch übler.

Die Überwachung wird zunehmen, leichter verdientes Geld gibt es nicht. Es liegt an Dir und Deiner Einstellung, ob Du da auch einzahlen willst.

Eben. Die ständige Hetzerei ist ja nicht nur schlecht für's Punktekonto, sondern auch der eigenen Gesundheit abträglich.

Wenn man den Einstieg in ein vernünftiges Zeitmanagment nicht allein und eigenständig schafft, sollte man ein entsprechendes Seminar besuchen oder einen Coach engagieren. Der Aufwand lohnt sich.

Zitat:

Original geschrieben von birscherl

 

Die Kontrolldichte hat aber zugenommen........ Da wird schon gern mal an nicht ganz so unfallträchtigen Stellen geblitzt.

Kann ich nur bestätigen. In letzter Zeit beobachte ich das die Blitzer "in kleineren Zeitabständen" immerwieder an den gleichen Stellen stehen. Haben hier eine Stelle wo eine gerade Straße ist und von einer Mittelinsel bis zum Ortsausgangsschild sind es ca. 300-500 m und viele Beschleunigen schon von der Mittelinsel aus. Da sage ich es trift absolut nicht die falschen :D

Des weiteren haben wir hier eine Landstraße die von 100 auf 70 limitiert wird wegen einer Kurve, auch dort steht des Öfteren immerwieder ein Blitzer. Zugegeben die kurve kann man Locker mit 100 fahren mich hats dort auch schon erwischt. Allerdings wurde dort der Blitzer falsch aufgestellt und die ganzen Fotos waren für umsonst da hab ich mich gefreut :p(keine Angst ich stand dazu und hätte es auch bezahlt)

Um zu der frage des TE zurückzukommen.... Ich würde sagen du hattest Pech und die Kontrolldichte hat zugenommen.

Zitat:

Original geschrieben von birscherl

Die Kontrolldichte hat aber zugenommen, weil die Einnahmen aus Bußgeldern in den Haushaltsetats fest eingeplant sind.

Nein, das ist ein Zirkelschluß, dem leider etliche Zeitgenossen erliegen.

Das Haushaltsrecht hat schon immer die Einplanung der Bußgeldeinnahmen in den Etat vorgeschrieben. Dadurch soll nämlich verhindert werden, daß die Einnahmen in irgendwelche schwarzen Kanäle abfließen. Mit der Haushaltssanierung hat das überhaupt nichts zu tun.

Du kommst nicht drumrum: einfach aufmerksamer fahren. Die Kontrolldichte ist zu hoch, um unaufmerksam zu fahren.

Mein Auto hat eine Geschwindigkeitszeichenerkennung. Das hat mir schon mal Punkte erspart.

Ich fahre zwar selber nur ca 40k km im Jahr, habe aber noch nie einen Punkt gehabt.

Ich gebe zu, dass ich dein "System" aber ähnlich verfolge...

Geblitzt wurde ich in den letzten 13 Jahren genau 2 Mal. Das letzte Mal ist 5 Jahre her.

Also ich persönlich finde sogar, dass die Kontrolldichte zumindest in meinem Gebiet eher abgenommen hat. Das ist aber ein subjektiver Eindruck.

Lustiger weise werden meine Familienmitglieder, die eher einen "defensiveren" Fahrstil an den Tag legen und weniger fahren, deutlich öfters geblitzt und haben alle Punkte. Da bin ich mir ziemlich sicher, dass diese aus reiner Unachtsamkeit resultieren.

"Wie, hier war 70?" :eek:

Kann also viele Gründe haben. Schön ist es allerdings nicht.

Zitat:

Original geschrieben von Gee1510

-A. ohne Zeitdruck: Fahre Geschwindigkeitsbeschränkung + 5km/h, d.h. bei erlaubten 100 -> Tach 105.

-B. wenn´s Pressier: +15km/h und Augen auf (nur Ausserhalb geschlossener Ortschaften!)

-C. wenn der Auftrag flöten geht, bspw. wg. einer Vollsperrung: + 25km/h und Augen ganz weit auf (natürlich wieder nur Ausserhalb geschlossener Ortschaften.

Alleine im letzten halben Jahr habe ich aber voraussichtlich (da noch nicht alles da ist) rund 6 Punkte, alle wg. Geschwindigkeitsüberschreitungen eingefahren. Und das obwohl ich nie im Modus C. unterwegs war. D.h. ich habe alle Punkte durch Unachtsamkeit bekommen.

Ganz einfach: Du solltest dir ganz klar den Punkt D: "Unachtsamkeit" in dein Gebilde mit aufnehmen und dir über seine Ernsthaftigkeit bewusst werden.

Ein Tipp: Schreib dir das Wort "Unaufmerksamkeit" in dicken schwarzen Buchstaben auf ein Blatt und klebe es irgendwo ans Armaturenbrett.

Zitat:

Original geschrieben von Gee1510

 

So jetzt aber meine wirklich sehr ernst gemeinte Frage:

-1. Hatte ich einfach nur Pech!?

Ok, das kommt vor. Schwamm drüber und durch.

-2. Oder ist die Verkehrsüberwachung zwischenzeitlich so flächendeckend, dass man ab einer bestimmten Fahrleistung pro Jahr einfach nicht um Punkte herum kommt!

Also am liebsten wäre es mir, das Feedback würde lauten, dass ich einfach nur Pech gehabt habe,

und die Verkehrsüberwachungsdichte sich in den letzten Jahre nicht sonderlich geändert hat.

Dann könnte ich davon ausgehen, dass sich meine Punkteproblematik in den nächsten Monaten wieder beruhigt.

Auch wenn es dir anders lieber wäre, solltest Du im eigenen Interesse ganz stark davon ausgehen, dass die Überwachungsdichte sich deutlich erhöht hat - in deinem Falle solltest Du dir das ganz dringend abspeichern und dich danach richten.

Zitat:

Original geschrieben von Gee1510

Wer kann sachdienliche Hinweise geben?

Die Verkehrsminister der einzelnen Länder sowie ihre Mitarbeiter. :)

Ich habe selbst vor einem knappen Jahr mal wieder 3 Punkte kassiert, weil ich statt 80 km/h in einer absolut freien Baustelle 104 km/h gefahren bin.

Ich habe mir damals Blitzer.de-Pro aufs Smartphone geladen. Nicht, weil ich es als Freibrief zum Rasen sehe, sondern weil es mich vor jedem festen und auch vor vielen mobilen Blitzern warnt - sofern sie jemand gemeldet hat und ich dadurch irgendwie ein etwas sichereres Gefühl habe.

Auch ich fahre beruflich sehr viel und es ist mir einfach unmöglich, mich stur an jede Geschwindigkeitsbegrenzung zu halten. Wer so etwas schafft - Respekt - ich schaffe es nicht.

Lieber konsequent und aufmerksam absichtlich mit fast genau plus 20 unterwegs und zur Not springt die Portokasse ein, als fahrig lahm und dann mit 40 in der Spielstraße ca 160 EUR, Flenspunkte und zu Fuß mit dem Rollator gehen.

Zitat:

Original geschrieben von Gee1510

...

Ich halte mich seit jeher an die Regel

-A. ohne Zeitdruck: Fahre Geschwindigkeitsbeschränkung + 5km/h, d.h. bei erlaubten 100 -> Tach 105.

-B. wenn´s Pressier: +15km/h und Augen auf (nur Ausserhalb geschlossener Ortschaften!)

-C. wenn der Auftrag flöten geht, bspw. wg. einer Vollsperrung: + 25km/h und Augen ganz weit auf (natürlich wieder nur Ausserhalb geschlossener Ortschaften.

-A. fahre + 10km/h max. auch innerorts

-B. fahre + 10km/h max. auch innerorts

-C. gibt es nicht! Wenn wegen einer Verspätung ein Auftrag flöten geht liegt auch wo anders was im Argen. Da ist eine geringfügige Verspätung nur ein willkommener Grund, den man vorschieben kann, weil man eh nicht wollte.

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