Hybrid Plug-in Versteuerung - anstehende Änderungen
Hallo,
die Regierung / das Wirtschaftsministerium möchte die Rahmenbedingungen für die Versteuerung ändern. Evtl. wird das nach der Wahl schneller gehen bzw. die Restriktionen noch schärfer.
Vorweg, ich kann das alles auch nachvollziehen.
Ich bin derzeit am Auswählen meines neuen Dienstwagens. Eigentlich sollte es wieder ein Hybrid-Auto als Dienstwagen sein. Rein elektrisch geht leider nicht, da ich familienbedingt - spontan - ab und zu 400 km und mehr am Stück fahren muss und ich dort keine Ladestation habe. Zuhause habe ich nur "normalen" Stromanschluss. das klappt aktuell gut.
Jetzt stellen sich für mich folgende Fragen,
- aufgrund der aktuellen Lieferzeiten bekomme ich den Hybrid erst im 2ten Quartal 2022. Meint Ihr es gibt Übergangsfristen für die Anpassung der Steuer?
- welches Datum (Zulassung?) zählt und gilt die dann vorherrschende Versteuerungslage auch für die Restzeit der Leasing? So in etwa, hat mir das mein netter Ansprechpartner der Autofirma genannt.
Habt Ihr einen Tipp?
Danke!
B.
387 Antworten
Zitat:
@d_duese78 schrieb am 27. Juli 2022 um 10:52:46 Uhr:
Zitat:
@Limdoc schrieb am 27. Juli 2022 um 09:58:03 Uhr:
Das ist doch der pure Neid. Selbständige haben nicht nur Vorteile, also lass diese Neiddebatte. Ich bin froh, dass es so gekommen ist.
Gibt es zur Entscheidung der „halben BLP Versteuerung“ eine belastbare offizielle Quelle?
Klingt so als bleibe der Steuervorteil bei Dienstwagen, selber im Juni einen 530e bestellt, aber ich hätte Änderungen moralisch/ökologisch durchaus verstanden…
„Steuervorteile von Elektroautos und Plug-in-Hybriden bei der Dienstwagenregelung sollen laut der nun erzielten Einigung beibehalten werden, hier sind vor allem die Grünen eigentlich für Änderungen.“
https://www.tagesschau.de/.../praemie-e-autos-101.html
[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Dienstwagen Steuer auf HYBRID ab 2023: 0,5% oder doch 1%?' überführt.]
Sorry ich finde das fair. Immer diese Myhten das kein Hybridfahrer lädt. Na klar kommt das vor aber wieso sollen alle über einen Kamm geschoren werden. Ich lade meinen 330e wo immer es geht und habe einen Durchschnittsverbrauch von 3,6 Litern. Warum dann keine 0,5%? Wer meint denn das ich keinen positiven Umwelteffekt beisteuere? Genau dafür bekomme die 0,5%, gut das es so bleibt.
[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Dienstwagen Steuer auf HYBRID ab 2023: 0,5% oder doch 1%?' überführt.]
So ist es. Ich hatte mit meinem Tucson PHEV unter 2 Ltr. Durchschnittsverbrauch. Mein Bruder fährt viel Langstrecke, der liegt mit seinem E300de bei einem Verbrauch von deutlich unter 5 Ltr. Diesel. Vorher hatte er einen GLE350d, der gut das Doppelte verbraucht hatte.
[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Dienstwagen Steuer auf HYBRID ab 2023: 0,5% oder doch 1%?' überführt.]
Zitat:
@Krontaler schrieb am 27. Juli 2022 um 22:56:14 Uhr:
Ich lade meinen 330e wo immer es geht und habe einen Durchschnittsverbrauch von 3,6 Litern. Warum dann keine 0,5%?
Die 0.5% gibt es eben leider nicht fürs häufige Aufladen.
Die Kompensation der höheren Anschaffungskosten sollten die 4500 Euro Kaufprämie sein bzw. die entsprechende Verringerung der Leasingrate. Das anschließende häufige Aufladen versteht sich von selbst.
Private Hybride werden auch größtenteils (Beleg fehlt) häufig geladen und müssen trotzdem zu 100% versteuert werden.
[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Dienstwagen Steuer auf HYBRID ab 2023: 0,5% oder doch 1%?' überführt.]
Ähnliche Themen
Zitat:
@motor_talking schrieb am 27. Juli 2022 um 23:53:45 Uhr:
Zitat:
@Krontaler schrieb am 27. Juli 2022 um 22:56:14 Uhr:
Ich lade meinen 330e wo immer es geht und habe einen Durchschnittsverbrauch von 3,6 Litern. Warum dann keine 0,5%?
Die 0.5% gibt es eben leider nicht fürs häufige Aufladen.
Die Kompensation der höheren Anschaffungskosten sollten die 4500 Euro Kaufprämie sein bzw. die entsprechende Verringerung der Leasingrate. Das anschließende häufige Aufladen versteht sich von selbst.
Private Hybride werden auch größtenteils (Beleg fehlt) häufig geladen und müssen trotzdem zu 100% versteuert werden.
Die 0,5% gibt es nicht für das Aufladen sondern als Anreiz ein Auto mit weniger CO2-Ausstoß zu fahren und das erreiche ich, indem ich einen Hybrid nutze wie er gedacht ist. Also ich sehe da einen Zusammenhang.
Den Hinweis auf private Hybride verstehe ich nicht. Mir ist nicht bekannt das man für sein privates Fahrzeug einen monatlichen Abzug auf seiner Gehaltsabrechnung für die Versteuerung des Geldwerten Vorteils hat.
[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Dienstwagen Steuer auf HYBRID ab 2023: 0,5% oder doch 1%?' überführt.]
Zitat:
@Krontaler schrieb am 28. Juli 2022 um 00:32:28 Uhr:
Den Hinweis auf private Hybride verstehe ich nicht.
Ist doch ganz einfach. Private Nutzer verwenden einen Plug-In Hybrid häufig so, wie es gedacht ist und erhalten nur die Kaufprämie (bis Erstzulassung 31.12.2022). Viele "Dienstwagen" erhalten neben der Kaufprämie auch eine 0,5% Versteuerung und häufig eine Tankkarte. Daher ist bei einigen Leuten die Motivation gering, den Plug-In Hybrid so zu nutzen wie gedacht. Häufig stand bei der Entscheidung nur die geringe mtl. Rate im Vordergrund.
Auch Fragen wie "Muss ich den Strom selbst zahlen?" stoßen bei vielen privaten Nutzern auf wenig Verständnis.
Daher ist es schon etwas merkwürdig, dass die Kaufprämie für Plug-In Hybride ausläuft, weil gerade private Käufer davon sinnvoll profitiert haben. Ab 01.09.2023 werden reine Elektro dann auch nur noch für private Käufer gefördert.
[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Dienstwagen Steuer auf HYBRID ab 2023: 0,5% oder doch 1%?' überführt.]
Aber man muss schon sagen, den Bonus abzuschaffen für Privatkäufer und die 0,5% weiterlaufen zu lassen, hat schon Geschmäckle.
Ich bin eigentlich bei sowas immer für Fördertöpfe die irgendwann leer sind. Dann kann man das auch viel besser steuern.
Wie müsste es funktionieren:
- man konfiguriert
- mit dem Angebot erhält man eine Förderzusage und bestellt
- Dienstwagennutzer dürfen die Förderung vom BLP abziehen bei der Versteuerung und profitieren wahrscheinlich von der besseren Leasingrate
Und schon wäre alles viel besser unter Kontrolle und Planungssicher.
[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Dienstwagen Steuer auf HYBRID ab 2023: 0,5% oder doch 1%?' überführt.]
Zitat:
@Krontaler schrieb am 28. Juli 2022 um 00:32:28 Uhr:
Mir ist nicht bekannt das man für sein privates Fahrzeug einen monatlichen Abzug auf seiner Gehaltsabrechnung für die Versteuerung des Geldwerten Vorteils hat.
Beim Privatauto läuft das so: erst bezahlt man Steuer auf das gesamte zu versteuernde Einkommen, dann muß aus dem Netto das Auto bezahlt werden.
[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Dienstwagen Steuer auf HYBRID ab 2023: 0,5% oder doch 1%?' überführt.]
Zitat:
@naal schrieb am 28. Juli 2022 um 07:43:58 Uhr:
Aber man muss schon sagen, den Bonus abzuschaffen für Privatkäufer und die 0,5% weiterlaufen zu lassen, hat schon Geschmäckle.
Im ursprünglichen Vorschlag von April war auch vom Gesamtfahrzeugpreis die Rede. Das ist ebenfalls herausgeflogen und es geht weiterhin nach dem Nettolistenpreis zur Markteinführung. Es gibt zahlreiche Beispiele für "geringen" Grundpreis und teure Optionen.
Dem hätte man mit dem Gesamtfahrzeugpreis auch besser begegnen können.
Man kann sich fragen, warum es zu dieser Änderung kam.
[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Dienstwagen Steuer auf HYBRID ab 2023: 0,5% oder doch 1%?' überführt.]
Ich denke, dass hat rein bürokratische Gründe.
Das bisherige System ist eingespielt, bewährt und relativ einfach umsetzbar.
Jetzt nochmal ein neues System mit voraussichtlich höherem Aufwand einzuführen, wollte man dann schlicht nicht mehr.
Es muss ja auch alles irgendwie umgesetzt werden, ohne dass es beim BAFA zum Aktenrückstau kommt.
[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Dienstwagen Steuer auf HYBRID ab 2023: 0,5% oder doch 1%?' überführt.]
Nettopreis ist doch deutlich besser als Gesamtfahrzeugpreis? Warum sollte jemand belohnt werden, der einen höheren Nachlass kriegt? ... oder bestraft, weil er eine Wärmepumpe dazu bestellt?
[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Dienstwagen Steuer auf HYBRID ab 2023: 0,5% oder doch 1%?' überführt.]
Zitat:
Gibt es zur Entscheidung der „halben BLP Versteuerung“ eine belastbare offizielle Quelle?
Habe es vor zwei Tagen in den Nachrichten gesehen. Mehr weiß ich auch noch nicht.
[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Dienstwagen Steuer auf HYBRID ab 2023: 0,5% oder doch 1%?' überführt.]
Zitat:
@motor_talking schrieb am 28. Juli 2022 um 07:51:59 Uhr:
Zitat:
@Krontaler schrieb am 28. Juli 2022 um 00:32:28 Uhr:
Mir ist nicht bekannt das man für sein privates Fahrzeug einen monatlichen Abzug auf seiner Gehaltsabrechnung für die Versteuerung des Geldwerten Vorteils hat.
Beim Privatauto läuft das so: erst bezahlt man Steuer auf das gesamte zu versteuernde Einkommen, dann muß aus dem Netto das Auto bezahlt werden.
Und jetzt bin ich gespannt, ob du auch weißt, wie es beim Dienstwagen läuft.
[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Dienstwagen Steuer auf HYBRID ab 2023: 0,5% oder doch 1%?' überführt.]
Es gibt je nach Firma unterschiedliche Modelle der Abrechnung. Warum tun sich so viele die Dienstwagenfahrer die Privatnutzung an, wenn es ein Draufzahlgeschäft wäre? Steckt da nur der Umweltschutzgesanke dahinter, dass kein weiteres Auto für den Privatgebrauch produziert werden muss?
[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Dienstwagen Steuer auf HYBRID ab 2023: 0,5% oder doch 1%?' überführt.]
Zitat:
@motor_talking schrieb am 28. Juli 2022 um 23:01:23 Uhr:
Es gibt je nach Firma unterschiedliche Modelle der Abrechnung. Warum tun sich so viele die Dienstwagenfahrer die Privatnutzung an, wenn es ein Draufzahlgeschäft wäre? Steckt da nur der Umweltschutzgesanke dahinter, dass kein weiteres Auto für den Privatgebrauch produziert werden muss?
Für viele ist der Grund, dass es absolut planbare Kosten sind. Man weiß was jeden Monat abgeht und egal ob man in dem Monat viel oder wenig fährt.
Wer viel dienstlich unterwegs ist, bringt es auch gewissen Komfort, sonst müsste man das Auto ständig im Büro abholen oder Mietwagen nutzen. War auch bei mir der ausschlaggebende Faktor damals. Mich hat es genervt ständig zur Autovermietung zu gehen und die Abrechnungen einzureichen. Dienstwagen war am Ende zwar etwas teurer als private Finanzierung, dafür habe ich weniger Stress und Rennereien.
[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Dienstwagen Steuer auf HYBRID ab 2023: 0,5% oder doch 1%?' überführt.]