Hybrid Plug-in Versteuerung - anstehende Änderungen

Hallo,

die Regierung / das Wirtschaftsministerium möchte die Rahmenbedingungen für die Versteuerung ändern. Evtl. wird das nach der Wahl schneller gehen bzw. die Restriktionen noch schärfer.
Vorweg, ich kann das alles auch nachvollziehen.

Ich bin derzeit am Auswählen meines neuen Dienstwagens. Eigentlich sollte es wieder ein Hybrid-Auto als Dienstwagen sein. Rein elektrisch geht leider nicht, da ich familienbedingt - spontan - ab und zu 400 km und mehr am Stück fahren muss und ich dort keine Ladestation habe. Zuhause habe ich nur "normalen" Stromanschluss. das klappt aktuell gut.

Jetzt stellen sich für mich folgende Fragen,
- aufgrund der aktuellen Lieferzeiten bekomme ich den Hybrid erst im 2ten Quartal 2022. Meint Ihr es gibt Übergangsfristen für die Anpassung der Steuer?
- welches Datum (Zulassung?) zählt und gilt die dann vorherrschende Versteuerungslage auch für die Restzeit der Leasing? So in etwa, hat mir das mein netter Ansprechpartner der Autofirma genannt.

Habt Ihr einen Tipp?

Danke!
B.

387 Antworten

Jaja das Märchen der Hybrid Fahrer die nie laden...
Ich kann es echt nicht mehr lesen.

Fakt ist ohne 0,5% werden die Dienstwagenfahrer nach wie vor Diesel kaufen, weil eben Spritpreis egal ist. PHEV ist der beste Weg die Leute Richtung E-Mobilität zu bewegen.
Gerade in der heutigen Zeit wo auch in den Firmen Wert auf co2 Neutralität gelegt wird, gibt es entsprechende Richtlinien und Vorgaben was Aufladen angeht.

Ich kann für meine Firma sprechen, bis Ende letzten Jahres musste man mindestens 30% elektrisch zurücklegen, seit diesem Jahr wurde es sogar auf 50% angehoben für PHEV. Kontrolliert wird über Bordcomputer + Nachweise über Ladevorgänge von DKV+Charge Tankkarten.

[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Dienstwagen Steuer auf HYBRID ab 2023: 0,5% oder doch 1%?' überführt.]

Und ich kann es nicht mehr lesen das alle ihrs aufladen.
Ich kenne 2,und auch wenn man mal fragt aus Neugier, erhält man oft die Antwort, kann ich nicht sagen ich habs nur gekauft weil günstiger ist.

Aber leider führe zu wenige Firmen solche Kontrollen durch.

[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Dienstwagen Steuer auf HYBRID ab 2023: 0,5% oder doch 1%?' überführt.]

Zitat:

@Calucha schrieb am 27. Juli 2022 um 09:05:02 Uhr:


Jaja das Märchen der Hybrid Fahrer die nie laden...
Ich kann es echt nicht mehr lesen.

Fakt ist ohne 0,5% werden die Dienstwagenfahrer nach wie vor Diesel kaufen, weil eben Spritpreis egal ist. ...

Die Dienstwagenfahrer können nur das fahren, was der AG bestellt. Wenn also das Ziel ist, dass die MA keine reinen ICEs mehr fahre sollen, einfach keine mehr bestellen 😉
Dazu braucht man keine Steuer.

[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Dienstwagen Steuer auf HYBRID ab 2023: 0,5% oder doch 1%?' überführt.]

Eben nicht, ich kenne genug Firmen, wo die Fahrer selbst aussuchen können welches Modell die fahren.
Ebenso bei uns, es gibt Standardflotte, dort gibt es Auswahl zwischen 4 Dieseln, 2 PHEV und 2 BEV.
Dann gibt es Individualflotte, da kannst du dir dein Auto selbst konfigurieren wie du lustig bist, solange du gewisse Richtlinien einhälst (CO2 Ausstoss, PS, Hubraum sind limitiert)

Gerade bei kleinen Firmen die ihre Autos kaufen kenne ich es so, dass ein Budget vorgegeben wird und vielleicht Hersteller und man kann sich austoben.

Diese Pauschalisierungen gehen mir halt auf den Keks.
Es gibt mehr als genug die ihre PHEV aufladen und wirklich die Vorteile davon nutzen. Man liest aber immer nur "ich kenne jemanden der jemanden kennt, der jemanden kennt und er lädt nicht" Sorry aber SO EIN BULLSHIT!
Ja ich kenne mindestens 20 Kollegen die ihren PHEV jeden Tag aufladen und bei Langstrecke halt den Benziner nutzen, wenn Akku leer ist, bis die am Ziel ankommen und wieder aufladen können. Manche sind da sogar nach einer Zeit für mich zu extrem und hätten sich auch BEV kaufen können. Aber hey, das passt nicht in die eigene Traumwelt ich weiß

[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Dienstwagen Steuer auf HYBRID ab 2023: 0,5% oder doch 1%?' überführt.]

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Standardflotte = keine Diesel mehr.

Individualflotte = 0 Gramm CO2/km.

"Problem" wäre gelöst.

Kann man machen, muss man aber halt nicht.

Kommt halt mit der Zeit.

[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Dienstwagen Steuer auf HYBRID ab 2023: 0,5% oder doch 1%?' überführt.]

Zitat:

Keine Diesel mehr

Soweit sind wir noch nicht. Vertreter, die jeden Tag 800km von Termin zu Termin fahren (solche gibts) oder Leute, die im technischen Notdienst arbeiten (macht ein Kumpel von mir, der muss dann in kürzester Zeit mal von Köln aus nach Österreich in die Fabrik, weil die ein Problem haben), für die ist ein BEV tatsächlich nicht möglich und ein PHEV lohnt sich nicht. Wenn ich nur so wenige Strecken elektrisch fahre, dann ist der Diesel in fast allen Gesichtspunkten besser als das PHEV.

Aber - und da stimme ich dir voll zu - für fast alle anderen wäre das durchaus realistisch. Bei uns gibts auch einige PHEVs in der Firma, und die laden alle. Wieso? Weil mein Arbeitgeber ALLE Parkplätze auf dem eigenen Gelände mit einer Ladesteckdose (240V) ausgerüstet hat. Und die haben auch alle eine Tankkarte, mit der sie kostenlos tanken können.

Zum Thema Versteuerung: in meinen Augen hätte man das Ende der Sonderbevorzugung perspektivisch für in 1-2 Jahren ankündigen sollen. So haben die, die auf der Grundlage ihr Auto gekauft haben, noch genügend Zeit, wo sie sich drauf einstellen können.

[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Dienstwagen Steuer auf HYBRID ab 2023: 0,5% oder doch 1%?' überführt.]

Zitat:

@Calucha schrieb am 27. Juli 2022 um 09:18:11 Uhr:


Eben nicht, ich kenne genug Firmen, wo die Fahrer selbst aussuchen können welches Modell die fahren.

Das kann der AG doch ändern. Das ist kein Naturgesetz das jeder bestellen darf was er will.
Ein Satz dazu in die Firmenwagenrichtlinie reicht aus. "Von der Bestellung ausgeschlossen sind Fahrzeuge mit reinem Diesel - oder Benzinantrieb".

Zitat:

@phchecker17 schrieb am 27. Juli 2022 um 09:44:37 Uhr:



Zitat:

Keine Diesel mehr

Soweit sind wir noch nicht. Vertreter, die jeden Tag 800km von Termin zu Termin fahren (solche gibts)...

800km jeden Tag macht schon ca. 8 Stunden Arbeitszeit im Auto. Also die gesetzliche, regelmäßige Höchstarbeitszeit 😉
Sicher kein passendes Beispiel für die Masse.

[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Dienstwagen Steuer auf HYBRID ab 2023: 0,5% oder doch 1%?' überführt.]

Zitat:

@hydrou schrieb am 26. Juli 2022 um 23:35:35 Uhr:


Leider hat sich hier Lindner im Kompromiss über die Förderung durchgesetzt, so dass weiter Hybride vom Steuervorteil profitieren werden und nur die Kaufprämie entfällt. Ist halt ein klarer Tritt ans Scheinbein der privaten Käufer und Klientelpolitik at its best.

Das ist doch der pure Neid. Selbständige haben nicht nur Vorteile, also lass diese Neiddebatte. Ich bin froh, dass es so gekommen ist.

[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Dienstwagen Steuer auf HYBRID ab 2023: 0,5% oder doch 1%?' überführt.]

Zitat:

@holgor2000 schrieb am 27. Juli 2022 um 09:51:25 Uhr:



Zitat:

@Calucha schrieb am 27. Juli 2022 um 09:18:11 Uhr:


Eben nicht, ich kenne genug Firmen, wo die Fahrer selbst aussuchen können welches Modell die fahren.

Das kann der AG doch ändern. Das ist kein Naturgesetz das jeder bestellen darf was er will.
Ein Satz dazu in die Firmenwagenrichtlinie reicht aus. "Von der Bestellung ausgeschlossen sind Fahrzeuge mit reinem Diesel - oder Benzinantrieb".

Die machen das mit individualen Fahrzeugen ja nicht weil es denen Spaß macht, sondern weil es in einigen Bereichen ein Teil des Gehaltes ist. Als Beispiel gibt es Leute die einen 7 Sitzer für ihre Familie brauchen, das kannst du aber nicht als Standard machen.

Der Markt um Fachkräfte ist stark umkämpft und da gibt es auch Arbeitnehmer für welche das K.O. Kriterium sein kann, wenn die Fuhrparkrichtlinie nicht attraktiv ist. Ich habe auch schon Jobangebote abgelehnt weil die Regelung nicht akzeptabel war (z.B. Rate + Sprit zahlt man komplett selbst inkl. Dienstfahrten und der "Bonus" ist, dass man das Auto zu Firmenkonditionen kriegt)

Es ist auch ökologisch durchaus sinnvoller individuelle Bestellungen zu ermöglichen bevor Leute sich noch privat ein Auto kaufen, weil der Dienstwagen nur für Dienstreisen genutzt wird.

Bei uns hat auch nicht jeder Anspruch auf Standardflotte, da muss man gewisse Anzahl an Kilometern dienstlich fahren um das zu rechtfertigen. Dort gibt es aber auch keine Kilometerbegrenzung und Sprit wird Inland übernommen, aber im Ausland muss man ihn selbst zahlen (z.B. Urlaubsfahrten)

Bei Individual gibt man z.B. 20 000km pro Jahr an und anhand des aktuellen Spritpreises und des WLTP Verbrauchs werden Kosten hochgerechnet und auf die Rate draufgeschlagen, dafür kann man EU Weit tanken, da man den Sprit von Anfang an mitbezahlt. Hier profitiert man lediglich davon, wenn die Spritpreise gegenüber Bestellzeitpunkt massiv steigen.

[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Dienstwagen Steuer auf HYBRID ab 2023: 0,5% oder doch 1%?' überführt.]

Zitat:

@Limdoc schrieb am 27. Juli 2022 um 09:58:03 Uhr:



Zitat:

@hydrou schrieb am 26. Juli 2022 um 23:35:35 Uhr:


Leider hat sich hier Lindner im Kompromiss über die Förderung durchgesetzt, so dass weiter Hybride vom Steuervorteil profitieren werden und nur die Kaufprämie entfällt. Ist halt ein klarer Tritt ans Scheinbein der privaten Käufer und Klientelpolitik at its best.

Das ist doch der pure Neid. Selbständige haben nicht nur Vorteile, also lass diese Neiddebatte. Ich bin froh, dass es so gekommen ist.

Gibt es zur Entscheidung der „halben BLP Versteuerung“ eine belastbare offizielle Quelle?

[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Dienstwagen Steuer auf HYBRID ab 2023: 0,5% oder doch 1%?' überführt.]

Ein sinnvoller Kompromiss aus meiner Sicht wäre es die vergünstigte Besteuerung an die Bedingung zu knüpfen das Fahrzeug zu laden und dies nachzuweisen - alternativ müssen Ladestationen in ausreichender Anzahl beim Arbeitgeber installiert sein.

In meiner Position kann ich mir aus einer Marke ein beliebiges Fahrzeug aussuchen - es muss nur in die Leasingrate passen. Geworden ist es ein BMW 330e.
Ich kann das Fahrzeug für alle privaten Fahrten auch in den Urlaub nutzen.

Laden kann ich allerdings in der Firma nicht und die Kosten beim aufladen daheim an der Wallbox werden nicht erstattet

[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Dienstwagen Steuer auf HYBRID ab 2023: 0,5% oder doch 1%?' überführt.]

@AndyHH

Dein "sinnvoller Kompromiss" wurde ja eine Weile diskutiert und stand sogar im Koalitionsvertrag, wurde am Ende aber als "bürokratisch nicht bewältigbar" eingestuft.

[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Dienstwagen Steuer auf HYBRID ab 2023: 0,5% oder doch 1%?' überführt.]

Zitat:

@AndyHH schrieb am 27. Juli 2022 um 12:19:21 Uhr:


Laden kann ich allerdings in der Firma nicht und die Kosten beim aufladen daheim an der Wallbox werden nicht erstattet

Same here. Bei uns kommt sogar noch dazu, dass die Firma einem die Wallbox schenkt, aber den Strom nicht zahlt.
Und das ist genau der Grund für die häufig nicht PHEV gerechte Nutzung. Wieso sollte der Dienstwagen-Fahrer den Wagen auf eigene Kosten elektrisch Laden, wenn er auf firmenkosten Benzin tanken kann.

Die vernünftige Lösung ist daher aber nicht die Abschaffung der 0,5%, sondern das koppeln an gewisse Bedingungen. Auch die Vorgabe, was ein PHEV leisten muss ist völlig für den Hintern. (z.B. sind kaum PHEV in der Lage vernünftig zu rekuperieren, 60 km rein elektrische Reichweite reichen ja für die Förderung...)

Bei einfacher Abschaffung werden viele einfach weitere beim Diesel/Benziner bleiben...
Und die Frechheit schlecht hin ist die Änderung solcher Regelungen von heute auf morgen in Zeiten, in denen man gut und gerne mal 12 Monate Lieferzeit für Neuwagen hat und der maßgebliche Zeitpunkt für die Regelung die Erstzulassung ist...

[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Dienstwagen Steuer auf HYBRID ab 2023: 0,5% oder doch 1%?' überführt.]

Wieso eigentlich immer so unkreativ.

Man sollte nicht beim Bonus für Mitarbeiter ansetzen, sondern einfach die Firmen ansprechen.

Also bessere steuerliche Abschreibung der Kosten für BEV gegenüber allen anderen Fahrzeugen, Stromkosten können stärker steuerlich abgesetzt werden als Spritkosten und so weiter.

Dann wird der Fuhrpark schnell kostenoptimiert umgestellt.

[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Dienstwagen Steuer auf HYBRID ab 2023: 0,5% oder doch 1%?' überführt.]

Für jedes Unternehmen, welches unter den Green Deal / EU Taxonomie fällt, sollte die Umstellung auf Elektroautos eigentlich alleine wegen der Emissionen schon Antrieb genug sein.

Wieso Firmen ihren MA Wallboxen geben, dann aber nicht die Energiekosten zahlen, verstehe ich nicht. Das ist doch unlogisch.

[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Dienstwagen Steuer auf HYBRID ab 2023: 0,5% oder doch 1%?' überführt.]

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