Hochdruckpumpe Mercedes CDI
Hallo aktuell ist bei mir die Hochdruckpumpe sehr sehr sehr leck - sofern ich die Karre zum Laufen bring - tropfs (Wenn mein Sprinter Übers Wochenende steht max 1 bis 2 Min ? )
23 Antworten
Mahlzeit,
kann auch die Hochdruckpumpe selbst sein. Man braucht zum starten min. 250 bar im system.
Es gibt ein Prüfwekzeug welches man die Pumpe anschließt um den Maximaldruck zu messen.
Wobei ein defekter Injenktor nie auszuschließen ist (Leckage, Mengenkorrektur).
Ohne ein geeignetes Diagnosegerät ist es sowieso recht schwer etwas genau zu befunden.
Mfg Frank
Hi,
wenn der Motor mit Startpilot startet, dann kannst du den Fehler schon sehr eingrenzen. Entweder die Injektoren oder das Raildruckregelventil. Beim Regelventil sind meist die Dichtungen durchgeschossen was keinen Austritt nach Außen verursacht, sondern eine innerliche Undichtigkeit hervor ruft, sprich der Druck wird abgelassen ohne es zu wollen.
Oder es sind die Injektoren selbst, dass sie innerlich undicht sind. Leckmengenprüfung macht man nicht bei Laufenden Motor. 🙂
Sicherlich könnte die Hochdruckpumpe auch in betracht kommen, aber eher selten bis gar nicht.
Gruß
Hallo msorcerer86,
danke für Deine Antwort,
kann die Funktion des Regelventils bei 13V nicht erkennen, Spulenwid. scheint korrekt. wie prüft man das Ding?
Dichtungen sehen aus wie neu.
Einfach auf Verdacht Teile neukaufen - scheint mir nicht der richtige Weg zu sein, bei den Preisen sowieso.
Daß der Sprit am Röhrchen des Regelventils zwischen den Dichtringen "unterwandert", habe ich schon verstanden, erkennt man am Aufbau und an den Querbohrungen.
Können die kleinen Dichtsinge (grün und anthrazit) durch etwa evtl. Dieselbeimischungen "aufgeweicht" werden?
Muß diese Dichtung die 250 bar aushalten? oder 1250?
Werkstatt sagt - die Pumpe liefert 1250 bar. Was stimmt?
Der Motor "startet" nicht mit Spray, er hustet und rotiert, solange ich sprühe. Das ist ein feiner Unterschied.
Beim Selbstzünder auch logisch.
Die Leckmenge ohne Motorlauf prüfen, ohne daß die Hochdruckpumpe läuft? wie macht man das? Die MB-Werkstatt startet den Diesel dazu,
durfte zuschauen.
Ich denke aus der Stromprüfung am Injektorstecker: da es nur 1 Anfangs-Impuls gibt - das Steuergerät erkennt irgendwas unklares, und gibt den Injektorspulen daher keine weiteren Öffnungsimpulse.
Wie sollte man dann auch die Injektoren entlüften, wenn sie nicht öffnen...?
Fehlercode war 1187, Raildrucküberwachung.
Dilemma spezial... ;-)
na bis später, Fortsetzung folgt.
Hallo,
es gibt ein Leckmengentest wenn der Motor nicht anspringt und einen Leckmengentest wenn wozu der Motor laufen muss.
Für beide messungen gibt es Spezielle Röhrchen die auch Markierungen haben, anhand dieser Markierungen kann festgestellt werde wie hoch Deine Leckmenge ist und danach kann man eine Diagnose stellen.
Wenn Der Motor nicht anspringt kann man Messröhrchen auf die Injektoren aufstecken den Nockenwellenstecker abziehen und den Motor mit dem Anlasser ca. 10sec. duchdrehen.
Danach darf keine Leckölmende im Messröhrchen zu sehen sein, da wo Diesel drinsteht sind die Injektoren defekt.
Das Raildruckregelventil kann man nur im eingebauten zustand prüfen über die Ansteuerfunktion bzw. die Funktionsprüfung!
Gruß
Chris
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Hallo Chris,
danke für Deine Antwort, klingt plausibel,
also muß ich mich auf die Suche nach dem NW-Sensor machen.
Injektoren selbst kriegt man wohl nur mit dem Hammer kaputt.
die Spule könnte durchbrennen, oder die 6 Düsenlöcher vorn verstopfen, mehr aber auch nicht.
Es gibt Firmen die sich leichtes Geld verdienen + die Dinger reinigen/abdrehen. MB hat mit dem Neuverkauf eine Goldgrube aufgetan, die Restaurierten werden fast zum Neupreis verhökert.
Das will ich ungern unterstützen.
Ich denke meine Leckmenge ist 100%, weil die 4 Düsennadeln nicht freigegeben werden vom Steuergerät, oder der Speisedruck zu niedrig ist. Wenn wengistens 1 Injektor öffnen würde, würde der Motor Drehversuche machen und "Auspuff" erzeugen.
Hallo Frank,
was meinst Du mit "Leckmenge 100%" ?
Die Injektoren dürfen so gut wie keine Leckmenge zwischen dem Raildruck führenden Anschluß und Leckleitung haben ! Sonst sind sie definitiv innen nicht richtig gedichtet.
Gruß Reinhard
Hi,
der feste Ring (anthrazit) ist ein so genannter Stützring, der den (grünen) O-Ring stützen soll, weil der ein sehr hohen Druck aushalten muss. Der Druck ist Variabel, der Duck der im Rail anliegt, diesen muss auch der O-Ring aushalten.
Lomisch ist nur, dass der Motor nicht mal mit Startpilot anspringt. Da bin ich eher der Meinung das Mechanisch etwas nicht i.O. ist.
Gruß
P.S. Im Bild zu sehen eingekreist, der Stecker des Nockenwellensensors.
Hallo msorcerer86,
danke für Antwort + roten Kreis um den NW-Sensor.
Das Bauteil finde ich, habe es schon mal rausgezogen und provisorisch geprüft, scheint i.O., es ist ein elektronischer Hallgeber (magnetisches)Hallprinzip, schaltet Spannung durch, wenn Metallteil sich nähert.
damit erkennt der Rechner, daß sich offenbar der Motor dreht ;-)
Fehlerauslesung mit der MB-Eigenen Stardiagnosys brachte keine neuen Ergüsse, wie gehabt P1187- Raildrucküberwachung und Raildruckgeber (evtl. als Folge eines zu niedrigen Druckes?).
Als nächstes tausche ich die billigen Dichtringe an Dieselfilter + Druckregelventil. Danach könnte ich ja mal die Leckmenge ohne laufende Maschine prüfen.
Wie entscheidend dabei die immer noch vorhandenen Luftblasen in den klaren Schläuchen überm Kühler sind - keine Ahnung, schwer sie raus zu bekommen.
Der Tip von Chris240 half,
nach Anlasserdrehen stieg bei rechtem Injektor die Leckmenge an.
Neuen eingebaut, Motor sprang schließlich blubbernd an. Endlich!
keine schlimmen Dichtringe oder Pumpendefekte.
Fazit: nur wenn alle am Railrohr angeschlossenen Injektoren dicht sind, kann sich der nötige Einspritzdruck aufbauen.
andernfalls: Fehler P1187 (Raildrucküberwachung) und als Folge P0190 (Raildruckgeber)
Bin gespannt, wann der nächste "undicht" wird... dann hilft mir der Name von Chris, das ist der Teilepreis 😉