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Hilflos im Labyrinth der Versiegelung - Hilfe!

Themenstarteram 18. Juni 2020 um 19:37

Hallo ihr Lieben,

ich habe seit etwas über 3 Monaten einen wunderschönen Mazda3 in diesem atemberaubenden Magma Rot.

Seit dem ich mein Baby habe, wasche ich ihn nur per Hand (2 Eimer etc) und gehe sehr pfleglich mit ihm um.

Leider habe ich heute bei der Autowäsche entdeckt, dass ich bereits den ersten Steinschlag habe.

Da ich schon von Anfang an eine Versiegelung haben wollte, aber aus vielen Gründen keine Zeit hatte mich darum zu kümmern, ist es leider erst jetzt fällig.

Mit dem Thema beschäftige ich mich aber schon eine Weile und will da nicht selber mit Wachs ran gehen, da ich sogar mit der Wäsche noch am probieren und tüfteln bin. Also eine absolute Noob.

Also will ich das, damit es auch teilweise mechanischen Schutz bietet und längere Zeit hält, von den Profis machen lassen. Daher käme, laut meiner Recherche (auch hier im Forum - danke für die vielen Tipps und Hinweise!) Teflon, Nano oder Keramik in Frage.

Da ich die Woche Urlaub habe, habe ich heute nach der Wäsche insgesamt 4 Autoaufbereiter aufgesucht und gefragt, was sie empfehlen. Sowohl preislich wie auch von den Aussagen her, hat das wirklich teilweise große Sprünge gemacht.

Um es kurz zu machen:

Aufbereiter 1-2 empfehlen kein Nano und kein Teflon sondern direkt Keramik, weil hält länger und besser schützt.

A1 will zuvor gründlich den Lack nochmal gründlich pflegen und bereinigen, und dann mehrere Schichten Versiegelung auftragen. (Kosten ca. 700-900 Euro)

A2 will nur eine gründliche Reinigung und Befreiung von Fetten und dann eine Schicht Versiegelung. (Kosten 400 Euro)

 

A3 hingegen geht ganz anderer Wege und sagt, dass mein Mazda nicht mehr als Neuwagen zähle, da er ja schon feine Kratzer etc habe. Dass Keramik nur für sehr teure Wagen die in Garage stehen und wenig gefahren werden genutzt werde (z.B. Oldtimer oder ein Lambo und Co). Er sagte, dass man bei Keramik zwar sagt, dass er länger halten würde, aber das nicht der Fall sein könnte. Daher würde Teflon völlig reichen. (Kosten 270 Euro)

A4 (der auch eine Spezialisierung auf Versiegelungen zu haben scheint) überzeugte mich am meisten.

Er hat mir eine halbe Stunde lang ausführlich erklärt, was er genau machen würde. Also gründliche Lackaufbereitung, Entfettung, Pflege, danach mehrere Schichten der Versiegelung. Er nannte mir auch die Marke, mit der er arbeitet. Es ist diese hier. Die detaillierte Erklärung der Schritte und Transparenz haben mich als Neuling schon beeindruckt.(Kosten 500€ / wobei er mit dem Preis von 800 runtergegangen ist)

Aber ich bin nun ziemlich verunsichert, so viele verschiedene Informationen zu bekommen. Auf dem Rückweg war mir dann klar. Ich muss die Jungs und Mädels von Motor Talk fragen, was sie denken und für was sie sich entscheiden würden! :)

Ich hoffe, ihr könnt mir da einige Hinweise geben was nun stimmt, welche Alternativen ich habe und was nun wirklich am sinnvollsten ist. Bauchgefühl sagt, Aufbereiter Nummer 4 ist vom Preis/Leistung und dem Know-how her mein Favorit. Aber vielleicht kennt der/die eine oder andere ja noch einen Aufbereiter/Versiegler in Berlin, der zu empfehlen wäre?

Auf jeden Fall danke ich schon mal sehr für die Antworten und dass ihr euch die Zeit genommen habt, meinen langen Text zu lesen. Sorry dafür :)

Liebe Grüße!

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6 Antworten

Hallo Amadis,

das kommt mir alles sehr teuer vor und löst Dein Problem eigentlich nicht... Schäden durch Steinschlag können auch die besten Versiegelungen meiner Meinung nach nicht verhindern. Aufbereiter arbeiten meist mehrstufig, wobei in der ersten Stufe der Lack oft mit einer Schleifpaste "angeschliffen" wird. Wenn der Lack noch relativ neu und durch Handwäsche kaum Mikrokratzer aufweist, würde ich das nicht empfehlen. Ich würde den Lack richtig reinigen lassen und dann nur mit einer Lackversiegelung möglichst ohne Schleifmittel versiegeln lassen für besseren Schutz und schönen Glanz. Dabei sollte auch nur ein hochwertiges Premium Poliertuch oder eine Maschine mit weichem Pad verwendet werden. Bei den Marketingbegriffen Teflon, Keramik und Nano solltest Du genau nachfragen, was wirklich drin ist und wie das wirkt, denn diese Begriffe werden oft falsch verwendet, um den Verkauf anzukurbeln, indem dem Kunden ein höherer Mehrwert suggeriert wird...

Deine Verunsicherung verstehe ich. Es gibt nicht DIE richtige Antwort auf deine Frage. Je mehr Fragen gestellt werden je Differenzierter die Antworten.

Ich achte seit Jahrzehnten darauf ein gepflegtes Auto täglich zu Nutzen ohne das die Strapazen zu sehen sind.

Was nun die Lackpflege betrifft bin ich von allen Produkten immer wieder weg weil sich dann doch wieder die alten Übel gezeigt haben. Hier und Da glänzt der Lack nicht mehr so wie noch vor wenigen Wochen, Kotreste von Tauben etc. hinterlassen dann doch sichtbare, unschöne Flecken usw.

Ich bin Froh das ich bei meinem 246/Neuwagen nach 6 Monaten nach Übernahme mir eine Keramikversiegelung

gegönnt habe. Kosten 600€. Das ist jetzt 5 Jahre her und noch immer glänzt der Wagen wie aus einem Guss. Das Einzige was ich zur Pflege Außen anwende ist ein Spray von Koch-Chemie Quick & Shine. Das ist auf die trockenen Flächen Fix aufgesprüht und leicht auspolstert. Wenn ich in Kürze eine Keramik/Auffrischung aufbringen lasse entfällt natürlich das Spray. Das Tolle an Keramik ist das Flecken aller Art auf der Lackfläche sich auch nach Stunden oder Tagen nicht im Lack verewigen. Lack waschen, Flecken einweichen und wegwischen. Es gibt Null Ränder...bei mir jedenfalls. Der Mehrpreis ggü. anderen Versiegelungen liegt in der Langlebigkeit, sofern keine Waschstraßen genutzt werden....das ist Klar. Na dann viel Glück.

Zitat:

@AlanMonk schrieb am 18. Juni 2020 um 21:14:04 Uhr:

Ich würde den Lack richtig reinigen lassen ... Dabei sollte auch nur ein hochwertiges Premium Poliertuch oder eine Maschine mit weichem Pad verwendet werden.

Was kann man sich darunter vorstellen? Hast du mal ein Link dazu? Das Poliertuch ist ein Ersatz für das Pad auf der Maschine? Oder wieso das oder an der Stelle?

Themenstarteram 19. Juni 2020 um 18:42

Danke dir für deine Antwort,

ich denke mal, dass ein professioneller Aufbereiter durchaus weiß, welches Poliertuch und welche Pads und Maschinen er zu nehmen hat. ;) Da hab ich selber wirklich kaum Ahnung von, auch wenn er mir diese zeigen würde. Aber sie hatten im Grunde fast alle tatsächlich den guten Zustand des Lackes berücksichtigt, so wie du es beschrieben hattest.

Mir ist klar, dass keines der Versiegelungen einen absoluten Schutz bietet. Daher war meine Überlegung zuvor auch eine Schutzfolierung. Diese sollte eventuell besser schützen. Btw. die Steinschlagfolierung noch ergänzend. Da es ein Leasingfahrzeug ist, versuche ich wenigstens etwas Schutz zu geben. Hätte ich den Hübschen erworben, wäre es wieder etwas anderes.

 

Zitat:

@AlanMonk schrieb am 18. Juni 2020 um 21:14:04 Uhr:

Hallo Amadis,

das kommt mir alles sehr teuer vor und löst Dein Problem eigentlich nicht... Schäden durch Steinschlag können auch die besten Versiegelungen meiner Meinung nach nicht verhindern. Aufbereiter arbeiten meist mehrstufig, wobei in der ersten Stufe der Lack oft mit einer Schleifpaste "angeschliffen" wird. Wenn der Lack noch relativ neu und durch Handwäsche kaum Mikrokratzer aufweist, würde ich das nicht empfehlen. Ich würde den Lack richtig reinigen lassen und dann nur mit einer Lackversiegelung möglichst ohne Schleifmittel versiegeln lassen für besseren Schutz und schönen Glanz. Dabei sollte auch nur ein hochwertiges Premium Poliertuch oder eine Maschine mit weichem Pad verwendet werden. Bei den Marketingbegriffen Teflon, Keramik und Nano solltest Du genau nachfragen, was wirklich drin ist und wie das wirkt, denn diese Begriffe werden oft falsch verwendet, um den Verkauf anzukurbeln, indem dem Kunden ein höherer Mehrwert suggeriert wird...

Themenstarteram 19. Juni 2020 um 18:50

Danke sehr für deine ausführliche Antwort,

dass bei dir die Keramikversiegelung so effektiv ist und schon so lange hält macht mir wirklich Mut, dass das schon die richtige Richtung ist. Und mit den 500 Euro liegt Numero 4 ja auch im guten Rahmen.

Das heißt, du wäschst deinen Wagen ganz normal per Hand. Das ist klar.

Aber was meinst du mit "Flecken einweichen"? Sind denn nach dem Waschen noch Flecken da?

Und was genau bewirkt das Spray?

Sorry für die vielen Fragen. Mental bereite ich mich schon auf die Pflege nach der Versiegelung vor. Und wenn ich schon wen habe, der da Erfahrung hat, klammere ich ein wenig ;)

Zitat:

@FA1902000 schrieb am 18. Juni 2020 um 21:16:26 Uhr:

Deine Verunsicherung verstehe ich. Es gibt nicht DIE richtige Antwort auf deine Frage. Je mehr Fragen gestellt werden je Differenzierter die Antworten.

Ich achte seit Jahrzehnten darauf ein gepflegtes Auto täglich zu Nutzen ohne das die Strapazen zu sehen sind.

Was nun die Lackpflege betrifft bin ich von allen Produkten immer wieder weg weil sich dann doch wieder die alten Übel gezeigt haben. Hier und Da glänzt der Lack nicht mehr so wie noch vor wenigen Wochen, Kotreste von Tauben etc. hinterlassen dann doch sichtbare, unschöne Flecken usw.

Ich bin Froh das ich bei meinem 246/Neuwagen nach 6 Monaten nach Übernahme mir eine Keramikversiegelung

gegönnt habe. Kosten 600€. Das ist jetzt 5 Jahre her und noch immer glänzt der Wagen wie aus einem Guss. Das Einzige was ich zur Pflege Außen anwende ist ein Spray von Koch-Chemie Quick & Shine. Das ist auf die trockenen Flächen Fix aufgesprüht und leicht auspolstert. Wenn ich in Kürze eine Keramik/Auffrischung aufbringen lasse entfällt natürlich das Spray. Das Tolle an Keramik ist das Flecken aller Art auf der Lackfläche sich auch nach Stunden oder Tagen nicht im Lack verewigen. Lack waschen, Flecken einweichen und wegwischen. Es gibt Null Ränder...bei mir jedenfalls. Der Mehrpreis ggü. anderen Versiegelungen liegt in der Langlebigkeit, sofern keine Waschstraßen genutzt werden....das ist Klar. Na dann viel Glück.

Also diese Farbe ist tatsächlich eine Wucht wenn der Zustand entsprechend ist, daher würde ich persönlich von irgendwelchen Folien Abstand nehmen.

Mir ist nicht ganz klar geworden, wo dein Fokus liegt, den solltest du erstmal bestimmen:

a) du möchtest einen möglichst guten Lackzustand um dich hauptsächlich daran zu erfreuen

b) du möchtest deinen Leasingwagen hauptsächlich vor weiteren Steinschlägen etc schützen, um am Ende möglichst wenig draufzahlen zu müssen

Beide Varianten unterscheiden sich in ihren Antworten darauf:

wenn a) lass den Wagen professionell aufbereiten, nicht nur reinigen und versiegeln. Je nach Mikrokratzermenge wird der Aufbereiter diese mit einer entsprechenden Politur entfernen. Nur dann ist der optische Eindruck maximal gut. Das Erscheinungsbild bestimmt nicht die Art der Versiegelung sondern der Grad der Vorarbeiten.

wenn b) vergiss das alles und lass dir eine Schutzfolie aufziehen

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