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Hifi Empfehlung für Opel Signum?

Themenstarteram 1. Oktober 2013 um 20:49

Mahlzeit,

ich habe mir im Sommer einen Opel Signum 2,0T zugelegt, der auf der Essener Motor Show mit Hifi versorgt werden soll.

Ich denke, es soll auf jeden Fall ein Alpine Radio werden, ich weiss nur noch nicht, ob mit oder ohne Navi.

Bisher hatte ich im Vectra B folgende Technik verbaut:

Alpine Headunit CDA-9835R, Lausprecher vorne Alpine SPG-17CS, hinten Alpine SPG 13CS, Endstufe 4-Kanal Crunch MXB-4125, Monoblock Sinus Live SL A-1500 V2 , Subwoofer Rodek RN-212 Bandpass, 2x Kondensator 1 Farad Crunch

Das war schonmal ganz OK, aber es geht ja immer ein wenig besser. Die Technik bleibt so im Auto, meine Frau fährt den jetzt.

Meine Musikrichtungen sind vorranging deutscher HipHop (Kein Bushido oder Charts-Müll, eher die älteren Dinge 90-2005), Rock und auch Electro. In erster Linie kommt es mir auf klare Aufnahmen mit guter Dynamik an, dann höre ich eigentlich alles.

Für die Lautsprecher rechne ich bis max. 130€, die Endstufen je max. 200€, der Subwoofer ist mir noch ein absolutes Rätsel, da ich ihn in die Reserverradmulde knallen will, zusammen mit der Technik.

Des Weiteren wird natürlich alles mit Alubutyl und anderen Spezialitäten gedämmt, was ich enorm wichtig finde. Kabel und so kommen natürlich auch, das rechne ich aber erstmal nicht mit ein.

 

Was kann ich nehmen? Momentan tendire ich zu Alpine (eigentlich leider zu teuer) oder Sinus-Live (ich kenne keine Tests, aber der Preis ist Hammer) Da habe ich ja im Vectra den Monoblock von.

Beste Antwort im Thema

Zitat:

Original geschrieben von Lord Schelmchen

 

 

Aber, wenn ich im Auto sitze, sitze ich zwar in genau diesem Punkt, den ich beim Vectra natürlich auch eingestellt habe, aber ich habe ganz andere Geräusche im Hintergrund. Oder ist deine Couch benzinbetrieben mit Auspuff und fahren andere entsprechende Sofas an dir vorbei? Ich glaube nicht.

.

Was haben zusätzliche Geräusche mit Stereo zu tun?

.

 

.

Zitat:

Fangen wir mal humanbiologisch an und vertiefen das ganze dann physikalisch:

Tiere lassen sich grob in Raub- und Beutetiere einteilen. Diese haben jeweils andere Wahrnehmungen der Umwelt.

Bei Raubtieren, und der Mensch zählt dazu, sind die zur Jagd benutzten Sinnesorgane nach vorne ausgerichtet um den exakten Standort der Beute zu ermitteln, während bei Beutetieren eine Erfassung der kompletten Umwelt erstrebenswert ist.

Besonders gut kann man den Unterschied bei Vögeln sehen:

Eine Eule (Raubvogel) hat beide Augen nach vorne ausgerichtet, eine Amsel dagegen hat die Augen seitlich am Kopf.

Bei Schlangen sind die beiden Sensoren zur Jagd noch enger beieinander (Molekülsensoren in den Spitzen der gespaltenen Zunge).

Extremen Rundblick haben z.B. Chamäleon, mit einer Abdeckung von über 340°.

Die Erfassung des größtmöglichen Bereiches hat aber den Nachteil, dass dadurch kein Raumbild entsteht, was dem Beutetier aber egal ist, da es ja nur wissen will, dass eine mögliche Gefahr lauert und es sich verstecken oder fliehen muss.

Die Erfassung eines kleinen Bereiches, aber dafür mit definierten Abständen der Sensoren schränkt zwar das Sichtfeld ein, man empfängt die Umwelt aber räumlich.

So, zurück zu den Menschen. Diese nutzen zur Jagd zwei Quellen. Die Augen und die Ohren.

Beide sind nach vorne ausgerichtet - gut, die Ohrlöcher sind zwar seitlich angebracht, aber die Ohrmuscheln sorgen für Ausrichtung nach vorne.

Beide Quellen für den Empfang sind Wellen, einmal Lichtwellen, einmal Schallwellen.

Zur genauen Ortung der Quellen werden immer mindestens zwei Empfänger benötigt.

Da sich die Augen selbst im Kopf bewegen lassen, und das Gehirn die genaue Stellung kennt, funktioniert das räumliche Sehen auch noch relativ gut, wenn ein Auge ausfällt.

Deine Ohrmuscheln sind aber fest (ja, manche Menschen können damit wackeln, aber sie bestimmt nicht drehen ).

So weit so gut, nun ein bisschen Physik.

Wir betrachten das ganze mal in einer Ebene. Eine Welle wird von einem punktförmigen Sender kreisförmig abgestrahlt (Rundstrahler), wenn sie nicht gebündelt wird (wie bei einer Taschenlampe, deinem Mund, usw.). Darauf, dass ein Haus ja keine Lichtquelle ist, sondern Licht nur reflektiert, wollen wir jetzt nicht eingehen, da wir uns jetzt ja nicht für Optik, sondern Akustik interessieren.

OK, ist eine Schallquelle genau vor dir, so kommt die Welle am linken und am rechten Ohr zur gleichen Zeit an. Dein Gehirn weiß also, dass die Quelle den gleichen Abstand zum rechten und zum linken Ohr hat, also auf dem Lot zur Strecke vom linken zum rechten Ohr durch deren Mittelpunkt liegen muss.

Ist die Quelle weiter links, so kommt das Signal am rechten Ohr später an, oder je nach Winkel gar nicht.

So kannst du die Richtung der Quelle sehr genau orten, falls sie sich vor dir befindet.

Hinten funktioniert das nur sehr eingeschränkt, da - wie schon erwähnt - die Ohrmuscheln nach vorne ausgerichtet sind.

Das kannst du auch an den Reflexen bei Wahrnehmung eines Geräusches erkennen, wenn du nachts durch den Park gehst.

Hörst du eine Maus im Feld vor dir, richtet sich dein maximal dein Kopf sofort zur richtigen Stelle aus. Ist das Geräusch hinter dir, muss sich erst der ganze Körper ausrichten (du drehst dich um) und die Umwelt neu "scannen".

Oder es wird sofort ein Fluchtreflex ausgelöst, da der Mensch hinten im Sinne der Umweltwahrnehmung ein Beutetier ist und dort nur die Existenz einer Quelle, aber nicht deren Standort interessant ist.

Nun zur Musik:

Stehen vor dir 2 Lautsprecher, und zwar so, dass die Lautsprecher und du ein gleichschenkliges (im Idealfall gleichseitiges) Dreieck bilden, und kommt aus den beiden Lautsprechern exakt das gleiche Signal zum gleichen Zeitpunkt, so kommt dieses an deinen Ohren zur gleichen Zeit an und dein Gehirn wird eine Schallquelle genau vor dir identifizieren.

Wird nun das gleiche Signal rechts etwas später gesendet, verschiebt sich die Pseudoquelle nach links, da dein Gehirn ja das gleiche Signal früher am linken Ohr wahrnimmt.

Analog funktioniert dies auch mit den Amplituden der Wellen (Lautstärke).

Gehen wir nun ins Tonstudio und schauen uns mal an, was passiert, wenn eine Band ein Lied aufnimmt.

Eine gute Band spielt zusammen im Studio.

Zur Aufnahme werden mehrere Mikrofone benutzt.

Die Signale der Mikrofone werden auf 2 Kanälen gespeichert.

Diese Kanäle enthalten also ein überlagertes Signal, das sich für die beiden Kanäle für ein Instrument in Laufzeit und Lautstärke unterscheidet.

Wird diese Aufnahme dann über die 2 Lautsprecher ausgegeben, so filtert dein Gehirn verschiedene Schallquellen (die Instrumente und Stimmen) aus dem "Mix" der Signal heraus.

Durch die unterschiedlichen Laufzeiten und Lautstärken (die schon bei der Aufnahme entstanden sind) des jeweiligen Instruments auf den beiden Kanälen, wird dein Gehirn also das eine Instrument in der Mitte positionieren, das andere weiter links, das andere weiter rechts, usw.

Es baut sich also eine Bühne vor dir auf, die im Idealfall die Positionen der Musiker bei der Aufnahme im Studio wiederspiegelt.

Das ganze sollte also so klingen, als ob du selbst mittig vor der Band stehst und zuhörst.

Auf einem Konzert, bei dem Lautsprecher genutzt werden, funktioniert dies auch genau so.

Die Signale der Instrument werden von Mikrofonen erfasst, verstärkt, und wieder auf 2 Quellen (jeweils ein Boxenturm links und rechts der Bühne) ausgegeben.

Haben die Tontechniker gut Arbeit geleistet, so entspricht dann beim Zuhören die virtuelle Position der Schallquelle der Position des jew. Musikers, die du visuell wahrnimmst.

Hast du nun die gleichen Stereosignale nun nochmals zur gleichen Zeit hinter dir, so kann dein Gehirn die Instrumente nicht mehr räumlich zuordnen und du denkst, du steht in den Instrument, und zwar in allen gleichzeitig. Und das hört sich nicht gerade berauschend an.

Selbst Musik, die komplett synthetisch hergestellt wird, wird nur in 2 Kanälen gespeichert und Effekt wie sich durch den Raum bewegende Klangquellen würden dadurch verloren gehen.

Nur bei speziellen Aufnahmen machen mehr als 2 Lautsprecher Sinn, was z.B. bei Filmen genutzt wird, wo es ja gewünscht ist, dir vorzugaukeln, dass du wirklich mitten im Geschehen bist und den Film dadurch besser erleben kannst.

Ein anderes Beispiel wären besondere Installationen, z.B. der Klanggarten, den der Vater eines Freundes von mir komponiert und zu speziellen Anlässen, z.B. zu Landesgartenschauen installiert.

Eine weitere Ausnahme sind Frequenzen unter 120Hz. Diese kann das Gehirn nur schwer orten, unter 80Hz gar nicht mehr.

Das liegt daran, dass der Abstand der Ohren geringer ist als die halbe Wellenlänge des Signals und somit zu den verschiedenen Zeitpunkten des Eintreffens an den Ohren keine Amplitudenänderung wahrnehmbar ist.

Deshalb darfst du deinen Subwoofer auch in den Kofferraum stellen, wobei du die Trennfrequenz nie höher als 80Hz wählen solltest.

Natürlich musste ich einiges Dinge verallgemeinern oder weglassen (z.B. Interferenzen, stehende Wellen), was meine Erläuterungen aber nicht falsch macht!

Die Quintessenz des Ganzen ist also, dass das Auto also akustischer Raum wegen Reflexionen, usw. sowieso schon mehr schlecht als recht ist und man dies nicht auch noch durch Lautsprecher im Rücken vollends zerstören sollte!

Gruß,

Schwinni

 

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Ja hallo, erstmal!

Geht's dir um den Klang für dich oder für das Beschallen bei der Show? Bzw. was hast du dir vorgestellt?

Vorab:

Navi is teuer. Neben Alpine, kann man ruhigen gewissens auch Clarion und Pioneer kaufen. Dein 9835R war aber schon ein richtig gutes Gerät, heute gäbe es das CDA-137bt von Alpine, Clarion CZ702e bzw. CZ703e und Pioneer DEH-80PRS, das mit dem 9835 auf gleicher Ebene spielt. Das sind aber alles keine Doppeldin, oder Doppeldin Navi Radios, sondern 1-Din Klangradios der Oberklasse (zwischen 190-400€).

Wenn du in die Reserveradmulde alles reinmachst, also 2 Endstufen und Subwoofer, ist da einfach nichts wirklich großes möglich. Solltest du dir irgendwie erwarten den Rodek zu übertreffen, dann wird das mit der Reserveradmulde schwer, wenn da noch die ganze Technik rein soll.

lg

Themenstarteram 1. Oktober 2013 um 22:10

Hi,

es geht mir nicht um Show. Es ist zwar nett, auf Treffen auch mal aussen was zu merken, aber ich will nicht den ganzen Platz beschallen.

Die Reserveradmulde des Signum ist nicht wirklich klein, da geht einiges rein. Zumindest deutlich größer als beim Vectra B Caravan. Ausserdem ist eine Hälfte eckig.

http://data.motor-talk.de/.../p1020449-1471.JPG

Das Bild ist von Motor-Talk, ich hoffe, ich darf das zum Veranschaulichen nutzen.

Zitat:

der Subwoofer ist mir noch ein absolutes Rätsel, da ich ihn in die Reserverradmulde knallen will

Dann bau doch erstmal das Gehäuse, dieses wird ausgelitert und DANN kann man den passenden Sub suchen.

Zuwas Lautsprecher hinten :confused:

Die sind unnötig,

da 99% des Musikmaterials in Stereo aufgenommen wurde.

Zur Reproduktion werden zwei Schallquellen VOR den Ohren benötigt:

http://home.arcor.de/Frank_CTR/ATB/wsstereo-stereodreieck.jpg

http://de.wikipedia.org/wiki/Stereodreieck

Du benötigst also:

1 Radio - am besten mit ZWEI!! Paar Vorverstärkerausgängen.

1 2-Wege KOMPONENTEN System

1 Subwoofer

1 4-Kanal Endstufe

 

http://www.hifitest.de/test/1-din-autoradios/clarion-cz702e_5661.php#

http://www.pimpmysound.com/.../Eton-RS-161::2376.html?...

http://www.pimpmysound.com/.../Eton-ECC-6004::11759.html?...

Themenstarteram 1. Oktober 2013 um 22:18

Von der Eton meine ich jetzt noch nen Test gelesen zu haben, wenn sie es ist, soll sie echt nicht schlecht sein.

Da ich häufig auch hinten Gäste habe, geht es mir darum, auch hinten eine vernünftige Klangquelle zu haben.

Erst das Gehäuse ist keine schlechte Idee. Allerdings habe ich vor, das Auto erst dann leerzuräumen und zu bestücken, sobald ich alles habe. Ich habe für mich selbst nur den einen, bewege ihm im Alltag.

Von den Sinuslive habe ich mittlerweile ein paar schlechte Kritiken gelesen, zumindest für die normalen Lautsprecher werde ich da wohl andere nehmen.

Es gibt ja nunmal immer wieder diverse Meinungen zu Lautsprechern ringsum. Es stimmt, dass bei Stereo der Klang üblicherweise von vorne kommt. Allerdings halte ich das Auto auch für einen Sonderfall, da man hier mit ganz anderen Umgebungsgeräuschen zu tun hat. Ausserdem schnalle ich mich zuhause nicht an und laufe auch rum. Also sitze ich auch da nicht immer genau im Dreieck.

Auch zuhause habe ich viel Spass am Hifi mit Onkyo und Yamaha geniesse ich meine SACDs und tollen Sound. (Auch ringsum)

Warum soll ein Auto ein Sonderfall sein?

Stereo ist Stereo.

Und wenn Du Zuhause nichtmal hörst, das es im "SweetSpot" am besten klingt,

Sorry - dann hast aber auch noch nie ne richtig gute Stereoanlage gehört.

Hör Dir halt mal ne ordentlich eingebaute und eingestellte Stereoanlage im Auto an.

Vielleicht bleibt Dir dann der Mund offen stehen?

Und wieviel cm ist der Kopf der Heckpassagiere von Deinem entfernt?

60cm?

Wieso sollte man da arg viel schlechter hören?

Bei mir ist das auf jeden Fall hinten unwesentlich schlechter wie vorne.

Mir wäre es wichtiger, für das knappe Budget den Klang DORT zu haben wo ICH sitze.

Und wenn da mal hinten jemand mitfährt muss er eben wohl oder übel mit Klangeinbußen leben.

.

.

Zitat:

Allerdings habe ich vor, das Auto erst dann leerzuräumen und zu bestücken, sobald ich alles habe

.

Wenn alles eingebaut und verkabelt ist, dauert das festschrauben des Subs im Gehäuse ca. 5 Minuten.

Aber mehr will ich hierzu garnet schreiben - ich muss niemand bekehren,

mach wie Du´s vorhast :)

Muss mich da Zuckerbäcker anschließen. Hatte Jahrelang ein Frontsystem vorne und das hat absolut gereicht. Klanglich war das Frontsystem mit Laufzeitkorrektur für mich einfach deutlich geiler als 4 Lautsprecher ohne LZK.

Mittlerweile sinds bei mir im Auto wieder vier. Ich hab jetzt original Lautsprecher im neuen Auto, aber selbst die 4 Stück sind kein Vergleich zu dem geilen Frontsystem von früher. Wäre bei mir die Abbildung der Musik trotz der zwei Lautsprecher hinten nicht vor mir, würde ich wohl die hinteren Lautsprecher wegfadern.

Also bei gerad einem knappen Budget für die Lautsprecher lohnt es sich ins Frontsystem zu investieren. Hinten muss nicht viel sein.

Eine mögliche Konstellation für deine Lautsprecher wäre, wenn es 4 sein müssen:

Vorne: http://www.pimpmysound.com/.../Rainbow-SLG-26520::5361.html?...

Hinten: http://www.pimpmysound.com/.../Rainbow-KX-165::5102.html?...

Endstufe: http://www.audiophile-store.de/.../...rueger-matz-km1004.28.701.1.html

Ansonst, selbst gehört und auch wirklich empfehlenswert: http://www.ebay.de/.../190919254374?...

Hinten: http://www.ebay.de/.../360229850369?...

Endstufe wieder Krüger und Matz.

Subwoofer brauchst du nicht kaufen, ohne zu wissen, wieviel Volumen dir zur Verfügung steht.

Themenstarteram 2. Oktober 2013 um 23:06

Hi,

das mit dem Bass ist mir schon klar. Aber deshalb stelle ich dir Frage ja auch bei Motor-Talk, um vielleicht den ein oder anderen Vectra C/Signum Faher zu erreichen. Schliesslich bin ich ja nicht der einzige, der vorhat, ein bisschen mehr Musik in genau den Wagen zu bringen.

Die Sache mit der Bühne vorne lässt sich ewig fortführen. Aktuell in meinem Vectra (den meine Frau fährt), ist halt alles bestückt, allerdings hinten mit 13ern. Vorne höre ich nicht viel von ihnen, aber ich höre auch von hinten nicht viele andere Geräusche.

Bei jedem Thema wird man von jedem ne andere Meinug hören. Ich will keine Grundsatzfrage stellen, ob Lautsprecher auch hinten, ich denke mal, das findet man hier in gefühlt jedem 2. Tread Gehör. Da habe ich keinen Bock drauf. Ich will überall nun mal Lautsprecher haben und habe explizit nach Lautsprechern für diesen Zweck in entsprechender Preisklasse gefragt. Gerne gehe ich auch auf ca. 150€, aber ich hätte halt gerne überall Lautsprecher drin.

@zuckerbaecker: Ich habe eine sehr vernünftige Anlage zuhause, kenne auch die Thematik mit der genauen Ausrichtung der Lautsprecher auf den idealen Hörpunkt. Auch zuhause habe ich die Anlage auf den mittleren Punkt der Couch ausgerichtet. Aber, wenn ich im Auto sitze, sitze ich zwar in genau diesem Punkt, den ich beim Vectra natürlich auch eingestellt habe, aber ich habe ganz andere Geräusche im Hintergrund. Oder ist deine Couch benzinbetrieben mit Auspuff und fahren andere entsprechende Sofas an dir vorbei? Ich glaube nicht.

Wie gesagt, es gibt verschiedene Meinungen zu diesem Thema, ich bitte einfach, diese Entscheidung zu akzeptieren. Es geht auch immer um den Ton, mit der man seine Meinung rüberbringt. iheartmazda ist dabei sehr viel sachlicher geblieben. Ich habe in den letzten Jahren bemerkt, dass der Ton hier bei Motor-Talk nicht unbedingt besser wird. Vielleicht sollten sich diese "Angreifer" besser ein anderes Forum suchen. Meiner Meinung nach gilt es jeder Frage auch mit einem gewissen Respekt und Anstand entgegenzutreten, ich bleibe auch freundlich.

Danke für die Blumen, aber auch wenn mir Zuckerbäckers Ton nicht immer gefällt, hat er mit seinen Tipps im Grunde recht. Wenn man auf der Suche nach wirklich gutem Klang im Auto ist, sind seine Tipps imho Goldwert und spiegeln meine Erfahrung wieder. Wie ich das sehe, willst du einfach was anderes und wir sind auch nicht dazu da, dich in irgendeine Richtung zu bekehren. Würde mich ein guter Freund nach einer Anlage fragen, würde ich ihm zu genau diesem Konzept raten: 2.1 Ist als wirklich alles mit bester Absicht und auch als wärmste Empfehlung gedacht.

 

 

 

Themenstarteram 3. Oktober 2013 um 0:56

Wie gesagt, ich kann es nachvollziehen.

Aber auch der Rearfill ist im Auto nicht zu unterschätzen. Vielleicht kennt jemand TTS (Timos Tuning Schmiede). Ich habe heute ein sehr nettes Gespräch mit ihm gehabt, wie ich es immer habe. Sehr nett, meist auch sehr kompetent.

Mir wurde Audio-System empfohlen. Welche Serie soll man nehmen, die der Preis/Leistung gerecht wird? So bis 150€:D

Zitat:

Mir wurde Audio-System empfohlen. Welche Serie soll man nehmen, die der Preis/Leistung gerecht wird? So bis 150€:D

Na da dürfte die Auswahl wohl klar sein. www.pimpmysound.com/.../Audio-System-RADION-165::4752.html

Darunter gibt es sonst nur noch ein einziges, eher einfach gemachtes System.

Letztendlich kannst du von jeder namhaften Marke was kaufen, das ist ziemliche Geschmackssache.

___________________

Bei der Reserveradmulde kannst du ja mal alles ausmessen und dann die Gehäuse-Wandstärken wegrechnen, dann siehst du ungefähr, auf wieviel Liter du ETWA kommst.

Besonders genau mußt du das nicht vorher wissen. Es spielt keine Rolle, ob du nun z.B für einen Subwoofer mit Empfehlung für 35 Liter real 39 Liter oder 33 Liter nimmst. Der Klang hat dann zwar geringe Abweichungen, aber weniger als man denkt. Geschätzt 5 % Abweichung beim Volumen hört kein Mensch raus.

___________________

Zu der idealen Zusammenstellung Front-Lautsprecher + Subwoofer und sonst nix möchte ich nun nicht auch noch viel schreiben, nur so viel : das rate ich dir auch. Mache doch hinten was Einfaches rein, was du dann bei Bedarf an- und ausschalten kannst, soweit mal mein Vorschlag.

Zitat:

Original geschrieben von Lord Schelmchen

 

 

Aber, wenn ich im Auto sitze, sitze ich zwar in genau diesem Punkt, den ich beim Vectra natürlich auch eingestellt habe, aber ich habe ganz andere Geräusche im Hintergrund. Oder ist deine Couch benzinbetrieben mit Auspuff und fahren andere entsprechende Sofas an dir vorbei? Ich glaube nicht.

.

Was haben zusätzliche Geräusche mit Stereo zu tun?

.

 

.

Zitat:

Fangen wir mal humanbiologisch an und vertiefen das ganze dann physikalisch:

Tiere lassen sich grob in Raub- und Beutetiere einteilen. Diese haben jeweils andere Wahrnehmungen der Umwelt.

Bei Raubtieren, und der Mensch zählt dazu, sind die zur Jagd benutzten Sinnesorgane nach vorne ausgerichtet um den exakten Standort der Beute zu ermitteln, während bei Beutetieren eine Erfassung der kompletten Umwelt erstrebenswert ist.

Besonders gut kann man den Unterschied bei Vögeln sehen:

Eine Eule (Raubvogel) hat beide Augen nach vorne ausgerichtet, eine Amsel dagegen hat die Augen seitlich am Kopf.

Bei Schlangen sind die beiden Sensoren zur Jagd noch enger beieinander (Molekülsensoren in den Spitzen der gespaltenen Zunge).

Extremen Rundblick haben z.B. Chamäleon, mit einer Abdeckung von über 340°.

Die Erfassung des größtmöglichen Bereiches hat aber den Nachteil, dass dadurch kein Raumbild entsteht, was dem Beutetier aber egal ist, da es ja nur wissen will, dass eine mögliche Gefahr lauert und es sich verstecken oder fliehen muss.

Die Erfassung eines kleinen Bereiches, aber dafür mit definierten Abständen der Sensoren schränkt zwar das Sichtfeld ein, man empfängt die Umwelt aber räumlich.

So, zurück zu den Menschen. Diese nutzen zur Jagd zwei Quellen. Die Augen und die Ohren.

Beide sind nach vorne ausgerichtet - gut, die Ohrlöcher sind zwar seitlich angebracht, aber die Ohrmuscheln sorgen für Ausrichtung nach vorne.

Beide Quellen für den Empfang sind Wellen, einmal Lichtwellen, einmal Schallwellen.

Zur genauen Ortung der Quellen werden immer mindestens zwei Empfänger benötigt.

Da sich die Augen selbst im Kopf bewegen lassen, und das Gehirn die genaue Stellung kennt, funktioniert das räumliche Sehen auch noch relativ gut, wenn ein Auge ausfällt.

Deine Ohrmuscheln sind aber fest (ja, manche Menschen können damit wackeln, aber sie bestimmt nicht drehen ).

So weit so gut, nun ein bisschen Physik.

Wir betrachten das ganze mal in einer Ebene. Eine Welle wird von einem punktförmigen Sender kreisförmig abgestrahlt (Rundstrahler), wenn sie nicht gebündelt wird (wie bei einer Taschenlampe, deinem Mund, usw.). Darauf, dass ein Haus ja keine Lichtquelle ist, sondern Licht nur reflektiert, wollen wir jetzt nicht eingehen, da wir uns jetzt ja nicht für Optik, sondern Akustik interessieren.

OK, ist eine Schallquelle genau vor dir, so kommt die Welle am linken und am rechten Ohr zur gleichen Zeit an. Dein Gehirn weiß also, dass die Quelle den gleichen Abstand zum rechten und zum linken Ohr hat, also auf dem Lot zur Strecke vom linken zum rechten Ohr durch deren Mittelpunkt liegen muss.

Ist die Quelle weiter links, so kommt das Signal am rechten Ohr später an, oder je nach Winkel gar nicht.

So kannst du die Richtung der Quelle sehr genau orten, falls sie sich vor dir befindet.

Hinten funktioniert das nur sehr eingeschränkt, da - wie schon erwähnt - die Ohrmuscheln nach vorne ausgerichtet sind.

Das kannst du auch an den Reflexen bei Wahrnehmung eines Geräusches erkennen, wenn du nachts durch den Park gehst.

Hörst du eine Maus im Feld vor dir, richtet sich dein maximal dein Kopf sofort zur richtigen Stelle aus. Ist das Geräusch hinter dir, muss sich erst der ganze Körper ausrichten (du drehst dich um) und die Umwelt neu "scannen".

Oder es wird sofort ein Fluchtreflex ausgelöst, da der Mensch hinten im Sinne der Umweltwahrnehmung ein Beutetier ist und dort nur die Existenz einer Quelle, aber nicht deren Standort interessant ist.

Nun zur Musik:

Stehen vor dir 2 Lautsprecher, und zwar so, dass die Lautsprecher und du ein gleichschenkliges (im Idealfall gleichseitiges) Dreieck bilden, und kommt aus den beiden Lautsprechern exakt das gleiche Signal zum gleichen Zeitpunkt, so kommt dieses an deinen Ohren zur gleichen Zeit an und dein Gehirn wird eine Schallquelle genau vor dir identifizieren.

Wird nun das gleiche Signal rechts etwas später gesendet, verschiebt sich die Pseudoquelle nach links, da dein Gehirn ja das gleiche Signal früher am linken Ohr wahrnimmt.

Analog funktioniert dies auch mit den Amplituden der Wellen (Lautstärke).

Gehen wir nun ins Tonstudio und schauen uns mal an, was passiert, wenn eine Band ein Lied aufnimmt.

Eine gute Band spielt zusammen im Studio.

Zur Aufnahme werden mehrere Mikrofone benutzt.

Die Signale der Mikrofone werden auf 2 Kanälen gespeichert.

Diese Kanäle enthalten also ein überlagertes Signal, das sich für die beiden Kanäle für ein Instrument in Laufzeit und Lautstärke unterscheidet.

Wird diese Aufnahme dann über die 2 Lautsprecher ausgegeben, so filtert dein Gehirn verschiedene Schallquellen (die Instrumente und Stimmen) aus dem "Mix" der Signal heraus.

Durch die unterschiedlichen Laufzeiten und Lautstärken (die schon bei der Aufnahme entstanden sind) des jeweiligen Instruments auf den beiden Kanälen, wird dein Gehirn also das eine Instrument in der Mitte positionieren, das andere weiter links, das andere weiter rechts, usw.

Es baut sich also eine Bühne vor dir auf, die im Idealfall die Positionen der Musiker bei der Aufnahme im Studio wiederspiegelt.

Das ganze sollte also so klingen, als ob du selbst mittig vor der Band stehst und zuhörst.

Auf einem Konzert, bei dem Lautsprecher genutzt werden, funktioniert dies auch genau so.

Die Signale der Instrument werden von Mikrofonen erfasst, verstärkt, und wieder auf 2 Quellen (jeweils ein Boxenturm links und rechts der Bühne) ausgegeben.

Haben die Tontechniker gut Arbeit geleistet, so entspricht dann beim Zuhören die virtuelle Position der Schallquelle der Position des jew. Musikers, die du visuell wahrnimmst.

Hast du nun die gleichen Stereosignale nun nochmals zur gleichen Zeit hinter dir, so kann dein Gehirn die Instrumente nicht mehr räumlich zuordnen und du denkst, du steht in den Instrument, und zwar in allen gleichzeitig. Und das hört sich nicht gerade berauschend an.

Selbst Musik, die komplett synthetisch hergestellt wird, wird nur in 2 Kanälen gespeichert und Effekt wie sich durch den Raum bewegende Klangquellen würden dadurch verloren gehen.

Nur bei speziellen Aufnahmen machen mehr als 2 Lautsprecher Sinn, was z.B. bei Filmen genutzt wird, wo es ja gewünscht ist, dir vorzugaukeln, dass du wirklich mitten im Geschehen bist und den Film dadurch besser erleben kannst.

Ein anderes Beispiel wären besondere Installationen, z.B. der Klanggarten, den der Vater eines Freundes von mir komponiert und zu speziellen Anlässen, z.B. zu Landesgartenschauen installiert.

Eine weitere Ausnahme sind Frequenzen unter 120Hz. Diese kann das Gehirn nur schwer orten, unter 80Hz gar nicht mehr.

Das liegt daran, dass der Abstand der Ohren geringer ist als die halbe Wellenlänge des Signals und somit zu den verschiedenen Zeitpunkten des Eintreffens an den Ohren keine Amplitudenänderung wahrnehmbar ist.

Deshalb darfst du deinen Subwoofer auch in den Kofferraum stellen, wobei du die Trennfrequenz nie höher als 80Hz wählen solltest.

Natürlich musste ich einiges Dinge verallgemeinern oder weglassen (z.B. Interferenzen, stehende Wellen), was meine Erläuterungen aber nicht falsch macht!

Die Quintessenz des Ganzen ist also, dass das Auto also akustischer Raum wegen Reflexionen, usw. sowieso schon mehr schlecht als recht ist und man dies nicht auch noch durch Lautsprecher im Rücken vollends zerstören sollte!

Gruß,

Schwinni

 

Zur Veranschaulichung was geht:

Ich hatte im Vectra C Caravan in der RR-Mulde: 3 Stk. Visaton TIW200XS und eine Audison LRX 5.1

Plus natürlich Frontsystem etc.

Persönlich kann ich die Visaton Chassis immer empfehlen, würde heutzutage aber wohl eher richtung 2x TIW250XS gehen , als Endstufe würde ich persönlich, gerade wenn es an die RR-Mulde geht eine Fünfkanal nehmen und auf gar keinen Fall mehr die Audison.

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