Hausbau: Anhängerkupplung nachrüsten oder billige Schlurre mit Rest-TÜV?
Hi zusammen,
Habe mal eine - vielleicht etwas seltsame - Frage:
Bei uns steht der Neubau eines Hauses an. Unser 2011er Grand Scenic ist mir eigentlich zu schade, um den als Lastesel für die Baustelle zu mißbrauchen, dennoch habe ich überlegt, eine AHK nachzurüsten, um da ggf. mal was ziehen zu können.
Die Alternative wäre, dass wir uns irgendeine billige "Bitch" (Kombi oder ähnliches mit AHK) in der Region um 500,- € mit Rest-TüV besorgen, die nach Abschluss des Baus auf den Schrott oder nach Afrika wandert.
Jetzt die Frage: Was würdet Ihr machen? Und wenn die Entscheidung auf "Bau-Bitch" fällt, welches Auto käme da in Frage? Wichtige Kriterien: Günstig in der Haftpflicht (niedrige Typklasse, wäre unser Drittwagen) und nach Möglichkeit Benziner, Kombi oder Hochdachkombi mit möglichst ebener Ladefläche oder einfache Ausbaubarkeit der Rücksitze.
Über Ideen wäre ich dankbar 🙂
Beste Antwort im Thema
Lange ist's her, dass ich hier mal gefragt hab - mittlerweile steht das Haus, und wir sind sogar im Garten schon fast fertig. Und seit einiger Zeit ist eine abnehmbare Thule AHK am Scenic, die auch schon fleißig genutzt wurde. Der Wagen eignet sich sehr gut als Zugfahrzeug, auch die Anhängelast ist ok (bis 1300kg gebremst). Die AHK hatte den deutlich höheren Mehrwert als ein Bau-Auto (das ich jetzt für die ganzen Gartensachen sicher nicht mehr nutzen würde).
38 Antworten
Ich würde einen alten Hundefänger mit Benzinmotor kaufen. Die gibt es oftmals günstig, der Laderaum ist relativ groß und als Benziner gibts die grüne Plakette... Mir fällt spontan der Opel Combo B ein. Der ist in der Haftpflichtklasse 14 eingestuft und für ~500€ sollte was mit Resttüv zu finden sein...
Wahllos herausgegriffenes Beispiel anbei:
http://suchen.mobile.de/.../160546072.html?...
Hallo,
eine AHK nachzurüsten ist erstmal keine schlechte Idee.
Beim Hausbau kommt es halt immer darauf an, was damit transportiert werden soll.
Die Kosten dafür belaufen sich von 250 - 500 ,- €
Da ich aber so ein Mensch der Marke. "Warum 2 x fahren? Passt schon..." bin, würde ich für eher für ein "Baufahrzeug" plädieren.
Nur:
ein großer Kombi für 500,-€, da wird es schwierig.
Ein Fahrzeug mit 1/2 oder ganzem Jahr Resttüv wird es dafür wohl geben.
Meine Empfehlung:
-Opel Omega A 2,0 Caravan
grooooooooßer und ebener Kofferraum, erstaunlich robust und zuverlässig, gutes Zugfahrzeug (da enorme Anhängelast)
Im Unterhalt frisst er einem nicht unbedingt die Haare vom Sack (10 L/100km), Euro 2 umschlüsselbar = 147,- Steuern per anno.
Haftpflicht KH 18
noch größer geht auch:
-Citroen XM 2,0 Break
dieser Kofferraum hat ein Echo!
leider sind die Biester ziemlich anfällig, aber man kann Glück haben.
Verbrauch und Steuern und Anhängelast ähnlich wie beim Opel,
Haftpflicht KH 19
Davon würde ich eher abraten. Genauso wie eine Art Bulli oder Van für dieses Geld.
Tip: Das Fahrzeug sollte auf guten Winterrädern stehen, damit man nicht im Matsch steckenbleibt. Den Vorbesitzer nach einem Dachträger fragen (will der meist auch loswerden)
Vielleicht hat aber jemand eine andere Idee?
Gruß
Mario
Unsere Nachbarn hatten einen alten Volvo als Bauschlampe.
War ein riesengroßes Teil, leider weiß ich nicht welches Modell.
Auf jeden fall haben sie die hintere Rückbank rausgerissen. ^^
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Opel Combo ist schon mal ein guter Tipp, den hatte ich gar nicht auf dem Schirm.
Ein Kumpel von mir hat auf seinem Bau einen Golf 3 Variant aufgeritten, das war auch ok, aber das war ein Diesel ohne Plakette.
Würde auch das Bau-Auto nehmen, ggf hat das ja sogar eine AHK zusätzlich. Bei der Lösung mit AHK nachrüsten hast Du zwar den Dreck des Materials im Anhänger, ABER:
1. Spätestens wenn man die Baustelle verlässt - und sei es nur weil man da war, um nachzugucken, ob die Handwerker ordentlich gearbeitet haben (für die, die ohne "Eigenleistung" bauen ;-) ) - hat man Dreck an den Klamotten, Schuhen, Händen usw... Den schleppt man denn schön ins Auto... Und Baustellendreck ist echt fies, was die Beseitigung angeht!
2. Man unterschätze nicht die km die man nur wegen der Baustelle zurücklegt! Ich habe vor einiger Zeit nur zur Beaufsichtigung der Baustelle innerhalb eines halben Jahres etwa 20.000 km zusätzlich zurückgelegt (Das Bauauto sollte also so lange noch halten) - hängt aber natürlich auch von der Entfernung zur Baustelle ab. Bei mir waren das 30 km einfache Strecke, die ich min. 2 mal, oft 3-4 mal am Tag gefahren bin.
3. Wenn man Material zur Baustelle bringt, dann muß man ggf, auch mit dem Auto auf die Baustelle fahren, also über nicht befestigten Untergrund, zwischen Baugeräten durch usw... da setzt man schonmal auf oder eckt wo an, bzw. der Baggerführer paßt grad nicht so auf...
All das hatte ich bei meine o. o. Baubeaufsichtigung nicht bedacht... ^^ Mein Auto sah danach aus wie S...! Allein der Wertverlust durch die mehr km plus die 500,-- für den Aufbereiter (noch DM, aber außen und innen und Freundschaftspreis) hätten für ein veritables Baustellenfahrzeug genügt... Und das kann man danach immer noch in den Export verkaufen!
Grüße
Taliesin
PS: Welches Auto? Kombi oder Stadtlieferwagen (Omega/Combo oder ähnliches) würde ich empfehlen. je nachdem welchen Transportbedarf man anpeilt genügt auch ein Kompakter (Golf III o. ä.) mit ausgebauten Rücksitzen oder sogar eine Limo, die sind dann meist günstiger... Je nach Distanz zur Baustelle Diesel oder Benziner (rechnen) und wenn keine Innenstädte dabei sind ist die FSP Farbe oder Existenz egal ;-)
Mein noch aus Mazda-Zeiten bekannter Händler hat grad nen 98er Mondeo Turnier mit TÜV bis 03/2013 stehen, für 500,- EUR. Ich glaub, den werd ich mir mal näher betrachten.
Ich hol den Thread mal wieder hoch, noch hab ich nix konkretes gefunden.
Gibt echt ne Menge unbrauchbaren Schrott...
Folgende Fahrzeuge habe ich derzeit auf der Liste, alle so um die 600€ mit Rest-TÜV für die Zeit des Baus:
Passat Variant B3 1.8
Passat Variant B4 2.0
Astra Caravan F
Toledo 1L 1.6
R19 X53 1.8
Toledo und R19 find ich durchaus akzeptabel aufgrund der großen Heckklappe.
Kann mir jemand für eines der Modelle ein absolutes No-Go-Kriterium nennen? Gibt's irgendwas, wo man explizit drauf achten muss, dass der Fahrbereitschaft entgegenstehen könnte?
Dass ich für die Euros kein mängelfreies Kfz bekomme, ist klar. Gibt's modellspezifische Todesurteil-Mängel, auf die man achten muss?
Hallo
Das gleiche Problem hatte ich auch.
Fahre Golf 6 Vari. und der Kofferraum
kommt sehr schnell an seine Grenzen.
Und ich hatte die Schnauze voll.
Nur Rasen gemäht und schon ging es
los.
Habe jetzt einen gefunden der mir sehr
günstig eine AHK eingebaut hat. Als
nächstes der Anhänger.
Bin von der Idee vom alten Auto
abgekommen, allein was das an Unterhalt
kostet.
Gruß
Harald
Naja, ich sag mal, die 1.000€ für Auto + 1 Jahr Versicherung + 1 Jahr Steuer fallen dann beim Hausbau nicht mehr ins Gewicht 😉 und die Spritkosten habe ich sowieso.
Wenn ich innerhalb dieses Monats nichts konkretes finde, dann muss ich wahrscheinlich eh die ersten Sachen mit dem Scenic machen.
In die Liste oben nehme ich nochmal Mondeo Mk II auf. Es ist übrigens spannend, in der Preislage Autos zu kaufen. Vom Händler gibt's echt üble Hütten, dass die sich trauen, sowas überhaupt "mit TüV" zu verkaufen... Und Privatverkäufer haben teilweise extrem unrealistisch hohe Preisvorstellungen, leider.
Hallo,
habe dir ja schonmal geschrieben.
Du hast ja schon einige Fahreuge zur Auswahl gestellt:
Passat B3 1,8 mit 75 oder 90 PS ist ne gute Wahl.
Platzmäßig gut. Ersatzteile günstig zu erstehen. Rostresistenter als der B4. Als CL "mönchsartig" ausgestattet. Aber als Baufahrzeug egal.
Der B4 ist besser ausgestattet (ABS, Airbags) hat jedoch das Verlangen, stark zu rosten (hängt natürlich von der Pflege ab, generell trifft das aber zu) Mit dem 115 PS Motor ist der gut zu Fuß, braucht aber im Schnitt 1 Liter mehr als der 1,8 .
Astra F Caravan hat meist böse Karies. Die Maschinen halten länger als die Karosserie. Der Nutzwert des Kofferraums ist sogar höher als beim Passat. Ersatzteile ebenfalls spottbillig. Mit 75 PS unter 7 Liter zu bewegen. Hier entscheidet einzig der Rost.
Seat Toledo ist auch so ein übler roster und halt kein Kombi. Trotz seiner großen Klappe verschwinden nur 2 große Kartons dahinter. Motortechnisch gut, Verarbeitung eher auf unterem Niveau und Ersatzteile etwas teurer als bei den vorherigen Fahrzeugen.
Renault R19 1,8 mit 73 PS
Bequeme Sitze, gutes Fahrwerk, hakelige Schaltung, klapprige Verarbeitung, kein Kombi, Rost ( Scheibenrahmen, Radkästen...)
Motor etwas brummig und etwas durstiger (Schnitt 9 Liter)
Ford Mondeo MK2
Tolles Fahrwerk, guter Nutzwert, haltbare Maschinen, diverse Elektrikärgernisse, Hartplastikstoßstangen, die meist mit Panzerband getapet sind, hakelige Schaltung, bequeme Sitze, klapprige Verarbeitung.
Generell gilt: das bessere Auto ist der bessere Kauf.
Entscheident sollte sein:
Verschleißteile bis zum TÜV ausreichend?
-Reifen mind 5 mm und nicht älter als 5 Jahre (DOT-Nummer achten)
-Auspuff dicht? (mit dem nassen Lappen zuhalten; wenns zischt, sind irgendwo Undichtigkeiten bzw. Löcher
-(wenn vorhanden) wann war der Zahnriemenwechsel? ist der schon überfällig = K.O. (Kostet meist um 500,-)
-Bremsen? Klötze und Scheiben nachschauen
schon Schleifgeräusche (Metall auf Metall) von abgefahrenen Bremsklötzen zu hören, einseitiges Ziehen?
auf einer freien Straße Lenkrad loslassen (aber Griffbereit bleiben) und eine Vollbremsung hinlegen - bremst der Wagen stur geradeaus = ok; ansonsten ist alles möglich.
-Kupplung
3. Gang einlegen, Kupplung langsam kommen lassen.
geht der Wagen aus = OK; ansonsten ist die Kupplung hinüber, was den Transport eines Anhängers deutlich erschwert
Ansonsten auf die üblichen Verdächtigen achten:
Öl im Kühlwasser = ZDK-Dichtung
Ölstand ok?
Wasserstand ok?
Tropft es unterm Wagen?
Motor stark verölt?
Rost - wie stark und wo
Bläut der Wagen im Schubbetrieb und beim Beschleunigen? Am besten jemand folgt dem Fahrzeug und achtet darauf.
undefinierbare Geräusche bei der Probefahrt?
Motor auf Zündung stellen, alle Lampen müssen kurz in der Tachoeinheit aufleuchten - ansonsten könnte es sein, dass da jemand versucht hat, einen Schaden zu vertuschen (defektes ABS usw.)
Gibt es noch ein Serviceheft?
Sind Rechnungen vorhanden?
Meiner Ansicht nach ist es schwer, einen halbwegs "soliden" Wagen für 5 - 600 € zu bekommen. Da gehört schon Glück dazu.
Das wünsche ich dir hiermit!
Gruß
Mario
Tolle Zusammenfassung Mario!
Zitat:
Original geschrieben von MarioE200
Astra F Caravan hat meist böse Karies. Die Maschinen halten länger als die Karosserie. Der Nutzwert des Kofferraums ist sogar höher als beim Passat. Ersatzteile ebenfalls spottbillig. Mit 75 PS unter 7 Liter zu bewegen. Hier entscheidet einzig der Rost.
Zum Astra-F ist zu sagen das die Modelle ab MJ 95 (erkennbar am Doppelairbag) unkritischer rosten als die früheren Modelle.
Radlaufrost und Rost an der Seitenwand um den Tankdeckel sind zwar nicht schön, aber für ein Bauauto sicherlich egal.
Die rostenden Schweller der ersten Baujahre kommen ab MJ 95 deutlich seltener vor.
Kritisch bleiben rostende Federteller an der Hinterachse, gerade wenn das Fahrzeug häufig beladen fährt.
Es gibt zwar günstige Reparaturbleche, aber die müssen auch eingeschweiss werden.
Das wär für mich das Ausschlusskriterium falls man nicht selbst schweissen kann.
Die Technik ist unkapriziös und eigentlich unkaputtbar. Lediglich vom 1.6 16V Motor würde ich absehen, der neigt zu hohem Ölverbrauch auch bei niedrigen Laufleistungen.
Empfehlenswert, weil robust, sparsam und trotzdem ausreichend sind die 1.6 8V Motoren mit 75 und 71PS.
Ab MJ 95 erfüllen fast alle Motoren die D3 bzw. Euro 2 Norm und sind somit auch günstig zu versteuern.
Vorteil beim Astra ist die relativ hohe Zuladung und der große gut nutzbare Kofferraum (keine Ladekante, völlig ebene Fläche, keine großen Radkästen wie Passat 35i). Da kommen Toledo, R19 und Co nicht ran...
Die Zusammenfassung ist spitze, besten Dank! Die geht fast als Grundsatzpost für jeden "Worauf muss ich achten"-Thread durch...