Hat sich bewährt: LiFePO-Akku

Ich habe jetzt die erste Saison mit meiner BMW F800S mit meinem LiFePO-Akku beendet. Hat einwandfrei funktioniert. Es handelt sich dabei um den Headway mit 8Ah und 1544g anstelle des alten Bleiakkus mit 12Ah und 5213g.

Jemand hatte einige Fragen an mich. Aber ich denke, das ist für andere auch interessant:

Gekauft habe ich meinen Headway-Satz (8Ah) bei Lipopower.de für 84,10€ inklusive Versand hier:

http://shop.lipopower.de/LiNANOZ-8-A...eadway-38120SP

Der hat immer drei verschiedene Lieferzeiten. Seefracht dauert am längsten und ist am billigsten. Dann Luftfracht – und aus dem Lager ist es am teuersten und am schnellsten.

Ich als Sparfuchs habe per Seefracht bestellt. Und trotzdem hat er die Zellen dann anscheinend gleich aus seinem Regal genommen und mir innerhalb drei Tagen heimgeschickt.
Da ja jetzt eh erst mal der Winter kommt, kann man ja auch locker drei Monate auf die Seefracht warten.

Das sind die Headways mit 8Ah. Löten braucht man da nichts, denn die haben Schraubkontakte (M6).

Die nötigen Plastikzusammenhalter und die nötigen Stromverbindungsbleche bekommt man auch von Lipopower.de.

Balanzieren:
Es ist so: Die einzelnen Zellen haben Fertigungstoleranzen. Dadurch haben sie immer ganz geringfügig unterschiedliche Innenwiderstände und auch Kapazitäten.
Im Motorrad sind die 4 Zellen in Reihe geschaltet. D.h. die 4 Zellen werden vom Anlasser immer in Reihe entladen und von der LiMa auch wieder in Reihe aufgeladen.
Aufgrund der geringfügigen Fertigungstoleranzen driften die 4 Einzelzellen durch das ständige Laden / Entladen allmählich in ihren Ladezuständen auseinander. D.h. irgendwann sieht es (theoretisch) z.B. mal so aus:

Zelle 1: Ladezustand 20% (fast leer)
Zelle 2: Ladezustand 45%
Zelle 3: Ladezustand 65%
Zelle 4: Ladezustand 90% (fast voll)

Wenn man aus diesem Zustand heraus nun einige Zeit lang den Anlasser betätigen muß, dann wird die Zelle 1 zunächst auf 0% entladen und anschließend fällt deren Spannung dann noch unter die Entladeschlußspannung (irgendwo bei 2,1V oder sowas) und nimmt Schaden.

Oder andersrum: Wenn aus diesem Zustand heraus nun einige Zeit lang die LiMa wieder auflädt, dann wird die Zelle 4 bald voll sein und anschließend wird deren Ladeschlußspannung (3,6 oder 3,65V) überschritten und die Zelle nimmt Schaden.
Daher ergibt sich die Notwendigkeit des Balanzierens.

Das Balanzieren funktioniert bei den Headways auch (anstelle mit einem professionellen LiFePO-Ladegerät) auf diese Weise: Man klemmt die Schaltung einfach um von "seriell" auf "parallel". Das geht ja spielend leicht mit ein paar Drähten, weil die Einzelzellen ja völlig offen zugänglich sind.

Dann nimmt man ein geregeltes Netzteil (z.B. Typ LAB3005, 0 – 30V und 0 – 5A, gibt’s bei Nox Electronic für 65€). Und mit diesem Netzteil kann man dann die 4 Zellen parallelgeschaltet zusammen auf 3,6V volladen. Somit sind alle Zellen erstens wieder zu 100% vollgeladen und zweitens auch wieder ausbalanziert. Und so ein geregeltes Netzteil kann man ja auch sonst für vieles gebrauchen, z.B. auch als ganz normales Ladegerät für normale Bleibatterien oder einfach nur als Spannungsquelle.

Herr Hofmann von Lipopower.de meinte nämlich jetzt, daß meine jetzigen (Leerlauf-)Spannungen (3,34V - 3,33V - 3,33V - 3,33V) doch keine Aussage über die Ladezustände der Zellen darstellen. Es könnte also trotz der sehr gleichen Spannungen sein, daß die Ladezustände der 4 einzelnen Zellen unterschiedlich sind.

Und rein aus Interesse, werde ich wahrscheinlich vorher die 4 Zellen einzeln mit irgend einem X-beliebigen Widerstand (z.B. Glühlämpchen) beginnend vom jetzigen Ladezustand bis zur Entladeschlußspannung (2,1V) entladen. Dabei werde ich ständig Strom und Spannung messen und die Werte z.B. alle 10 Minuten notieren. So lange, bis die Spannung auf 2,1V abgefallen ist. Der mittlere Amperewert multipliziert mit der Zeit ergibt dann die Amperestunden, die noch in der Zelle gespeichert waren.

Ergebnis müßte dann z.B. sein: 5,6Ah - 5,2Ah - 5,7Ah - 5,5Ah

Und laßt Euch nicht erschrecken von den "nur 8Ah". Denn die LiFePO-Akkus liefern diese 8Ah auch bei sehr hoher Strombelastung, wie es ein Anlasser bewirkt. Ein Blei Akku hat seine Amperestundenkapazität nur bei langsamer Entladung z.B. mit einer Glühbirne über 10 Stunden. Bei hoher Stromanforderung (z.B. Anlasser) hat ein Blei Akku nur etwa 30% seiner Nennkapazität!!! Da werden dann aus z.B. 20Ah Nennkapazität nur noch 6Ah!!!

Noch was: Wißt Ihr, was der Innenwiderstand eines Akkus oder einer Batterie aussagt? Dieser Wert gibt an, um wieviel die Spannung abfällt in Abhängigkeit vom entnommenen Strom. Je größer die Stromabnahme ist, umso mehr geht die Spannung in die Knie. Und ein Anlasser zieht sehr viel Strom.
Also ist bei Verwendung als Starterakku z.B. in einem Motorrad der Innenwiderstand weitaus wichtiger als die Kapazität (Amperestundenzahl). Der Innenwiderstand soll möglichst klein sein. Herr Hofmann von Lipopower.de schreibt die Innenwiderstände bei den verschiedenen Headways (6Ah, 8Ah, 9Ah, 10Ah, 12Ah usw.) immer dazu. Und da sieht man, daß die Headways mit 9, 10 oder 12Ah etwas höhere Innenwiderstände haben. D.h. die gehen bei hoher Stromentnahme weiter in die Knie. Nehmt also lieber die mit 8Ah und nicht die 9er, 10er oder die 12er. Wobei die 9er, 10er oder 12er und bestimmt auch die 6er für die FJR1300 auch ausreichen würden. Aber die maximale Startpower liefern halt die 8er.

Noch was: Die LiFePO-Akkus haben eine weitaus kleinere Selbstentladung. Ein halbes Jahr juckt da überhaupt nicht. Also kein Nachladen im Winter nötig. Jedenfalls nicht, wenn der Akku noch gut ausbalanziert ist. Nur einen Pol abklemmen, damit er nicht von der Motorradelektronik leergesaugt wird.

Also zu den Fragen:
Hast Du (oder braucht man) ein anderes Ladegerät, als für die üblichen Akkus ?
Wenn ja, welches ? Bis jetzt habe ich noch keines. Aber wenn ich mal balanzieren muß, dann kaufe ich mir bei Nox Electronic für 65€ das geregelte Netzgerät Typ LAB 3005.
Mit Balancer, oder Balancer extra, oder gar keinen ? Ich habe keinen Balancer und brauche auch keinen.
Wo hast Du die Zellen gekauft (Preis) ? Bei Lipopower.de
Wieviele (Ah) ? 8Ah
Selber zusammengelötet ? Selber zusammengeschraubt!
Hast Du an jeder Zelle extra Drähte (zum bilanzieren ) ? Nein. Wenn ich mal balanzieren werde, dann klemme ich mal eben kurz die Schaltung von "seriell" auf "parallel".

Beste Antwort im Thema

Ich habe jetzt die erste Saison mit meiner BMW F800S mit meinem LiFePO-Akku beendet. Hat einwandfrei funktioniert. Es handelt sich dabei um den Headway mit 8Ah und 1544g anstelle des alten Bleiakkus mit 12Ah und 5213g.

Jemand hatte einige Fragen an mich. Aber ich denke, das ist für andere auch interessant:

Gekauft habe ich meinen Headway-Satz (8Ah) bei Lipopower.de für 84,10€ inklusive Versand hier:

http://shop.lipopower.de/LiNANOZ-8-A...eadway-38120SP

Der hat immer drei verschiedene Lieferzeiten. Seefracht dauert am längsten und ist am billigsten. Dann Luftfracht – und aus dem Lager ist es am teuersten und am schnellsten.

Ich als Sparfuchs habe per Seefracht bestellt. Und trotzdem hat er die Zellen dann anscheinend gleich aus seinem Regal genommen und mir innerhalb drei Tagen heimgeschickt.
Da ja jetzt eh erst mal der Winter kommt, kann man ja auch locker drei Monate auf die Seefracht warten.

Das sind die Headways mit 8Ah. Löten braucht man da nichts, denn die haben Schraubkontakte (M6).

Die nötigen Plastikzusammenhalter und die nötigen Stromverbindungsbleche bekommt man auch von Lipopower.de.

Balanzieren:
Es ist so: Die einzelnen Zellen haben Fertigungstoleranzen. Dadurch haben sie immer ganz geringfügig unterschiedliche Innenwiderstände und auch Kapazitäten.
Im Motorrad sind die 4 Zellen in Reihe geschaltet. D.h. die 4 Zellen werden vom Anlasser immer in Reihe entladen und von der LiMa auch wieder in Reihe aufgeladen.
Aufgrund der geringfügigen Fertigungstoleranzen driften die 4 Einzelzellen durch das ständige Laden / Entladen allmählich in ihren Ladezuständen auseinander. D.h. irgendwann sieht es (theoretisch) z.B. mal so aus:

Zelle 1: Ladezustand 20% (fast leer)
Zelle 2: Ladezustand 45%
Zelle 3: Ladezustand 65%
Zelle 4: Ladezustand 90% (fast voll)

Wenn man aus diesem Zustand heraus nun einige Zeit lang den Anlasser betätigen muß, dann wird die Zelle 1 zunächst auf 0% entladen und anschließend fällt deren Spannung dann noch unter die Entladeschlußspannung (irgendwo bei 2,1V oder sowas) und nimmt Schaden.

Oder andersrum: Wenn aus diesem Zustand heraus nun einige Zeit lang die LiMa wieder auflädt, dann wird die Zelle 4 bald voll sein und anschließend wird deren Ladeschlußspannung (3,6 oder 3,65V) überschritten und die Zelle nimmt Schaden.
Daher ergibt sich die Notwendigkeit des Balanzierens.

Das Balanzieren funktioniert bei den Headways auch (anstelle mit einem professionellen LiFePO-Ladegerät) auf diese Weise: Man klemmt die Schaltung einfach um von "seriell" auf "parallel". Das geht ja spielend leicht mit ein paar Drähten, weil die Einzelzellen ja völlig offen zugänglich sind.

Dann nimmt man ein geregeltes Netzteil (z.B. Typ LAB3005, 0 – 30V und 0 – 5A, gibt’s bei Nox Electronic für 65€). Und mit diesem Netzteil kann man dann die 4 Zellen parallelgeschaltet zusammen auf 3,6V volladen. Somit sind alle Zellen erstens wieder zu 100% vollgeladen und zweitens auch wieder ausbalanziert. Und so ein geregeltes Netzteil kann man ja auch sonst für vieles gebrauchen, z.B. auch als ganz normales Ladegerät für normale Bleibatterien oder einfach nur als Spannungsquelle.

Herr Hofmann von Lipopower.de meinte nämlich jetzt, daß meine jetzigen (Leerlauf-)Spannungen (3,34V - 3,33V - 3,33V - 3,33V) doch keine Aussage über die Ladezustände der Zellen darstellen. Es könnte also trotz der sehr gleichen Spannungen sein, daß die Ladezustände der 4 einzelnen Zellen unterschiedlich sind.

Und rein aus Interesse, werde ich wahrscheinlich vorher die 4 Zellen einzeln mit irgend einem X-beliebigen Widerstand (z.B. Glühlämpchen) beginnend vom jetzigen Ladezustand bis zur Entladeschlußspannung (2,1V) entladen. Dabei werde ich ständig Strom und Spannung messen und die Werte z.B. alle 10 Minuten notieren. So lange, bis die Spannung auf 2,1V abgefallen ist. Der mittlere Amperewert multipliziert mit der Zeit ergibt dann die Amperestunden, die noch in der Zelle gespeichert waren.

Ergebnis müßte dann z.B. sein: 5,6Ah - 5,2Ah - 5,7Ah - 5,5Ah

Und laßt Euch nicht erschrecken von den "nur 8Ah". Denn die LiFePO-Akkus liefern diese 8Ah auch bei sehr hoher Strombelastung, wie es ein Anlasser bewirkt. Ein Blei Akku hat seine Amperestundenkapazität nur bei langsamer Entladung z.B. mit einer Glühbirne über 10 Stunden. Bei hoher Stromanforderung (z.B. Anlasser) hat ein Blei Akku nur etwa 30% seiner Nennkapazität!!! Da werden dann aus z.B. 20Ah Nennkapazität nur noch 6Ah!!!

Noch was: Wißt Ihr, was der Innenwiderstand eines Akkus oder einer Batterie aussagt? Dieser Wert gibt an, um wieviel die Spannung abfällt in Abhängigkeit vom entnommenen Strom. Je größer die Stromabnahme ist, umso mehr geht die Spannung in die Knie. Und ein Anlasser zieht sehr viel Strom.
Also ist bei Verwendung als Starterakku z.B. in einem Motorrad der Innenwiderstand weitaus wichtiger als die Kapazität (Amperestundenzahl). Der Innenwiderstand soll möglichst klein sein. Herr Hofmann von Lipopower.de schreibt die Innenwiderstände bei den verschiedenen Headways (6Ah, 8Ah, 9Ah, 10Ah, 12Ah usw.) immer dazu. Und da sieht man, daß die Headways mit 9, 10 oder 12Ah etwas höhere Innenwiderstände haben. D.h. die gehen bei hoher Stromentnahme weiter in die Knie. Nehmt also lieber die mit 8Ah und nicht die 9er, 10er oder die 12er. Wobei die 9er, 10er oder 12er und bestimmt auch die 6er für die FJR1300 auch ausreichen würden. Aber die maximale Startpower liefern halt die 8er.

Noch was: Die LiFePO-Akkus haben eine weitaus kleinere Selbstentladung. Ein halbes Jahr juckt da überhaupt nicht. Also kein Nachladen im Winter nötig. Jedenfalls nicht, wenn der Akku noch gut ausbalanziert ist. Nur einen Pol abklemmen, damit er nicht von der Motorradelektronik leergesaugt wird.

Also zu den Fragen:
Hast Du (oder braucht man) ein anderes Ladegerät, als für die üblichen Akkus ?
Wenn ja, welches ? Bis jetzt habe ich noch keines. Aber wenn ich mal balanzieren muß, dann kaufe ich mir bei Nox Electronic für 65€ das geregelte Netzgerät Typ LAB 3005.
Mit Balancer, oder Balancer extra, oder gar keinen ? Ich habe keinen Balancer und brauche auch keinen.
Wo hast Du die Zellen gekauft (Preis) ? Bei Lipopower.de
Wieviele (Ah) ? 8Ah
Selber zusammengelötet ? Selber zusammengeschraubt!
Hast Du an jeder Zelle extra Drähte (zum bilanzieren ) ? Nein. Wenn ich mal balanzieren werde, dann klemme ich mal eben kurz die Schaltung von "seriell" auf "parallel".

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Zitat:

Original geschrieben von HarrySpar



Zitat:

Original geschrieben von Maik380


...Ich habe schon länger drüber nachgedacht alle meine motorräder auf die LiFePO-Akkus umzurüsten, mir ist das aber für 4 motorräder einfach zu teuer.
Ist aber doch kaum teurer als ne normale Batterie. Ich habe nur 84,10€ bezahlt mit Versand.

Ich zahle für eine normale motorradbatterie um die 40 - 45 euro im freien handel (nicht bei louis und co).

Wenn ich bei der normalen motorradbatterie ne lebensdauer von 3 jahre rechne (was heutztage schon gut ist) komme ich also 6 jahre bis ich bei dem preis der der LiFePO-Akkus bin, so lange wollte ich das motorrad gar nicht mehr fahren.

Gruss
Maik

Ja Maik, auch wenn die Vorzüge einer LiFePo-Batterie klar auf der Hand liegen, wird´s  bei den meisten wohl eher an der Kostenfrage scheitern.
Dazu kommt noch, dass für viele Schrauber Elektrotechnik ein Buch mit sieben Siegeln bleibt.
Jedenfalls hat mich der Eingangspost unseres HarrySpar zu der Überlegung gebracht, mir auch so´n Teil einzubauen...mal sehen.
Ach ja...und danke, Harry.😉

Bei Verwendung als Starterakku kann man auf alle Fälle jeden Startvorgang als "Geringe Entladetiefe" bezeichnen. Eigentlich eher schon als "Geringste Entladetiefe"! Denn so grob überschlagen (2s Anlasserbetätigung pro Startvorgang, Akkukapazität jedoch ca. 4 Minuten "Dauerorgeln"😉 bedeutet ein Startvorgang lediglich 0,7% Entladetiefe.

Und bei "geringen Entladetiefen" halten LiFePO-Akkus 10000 Zyklen!
Macht also bei 20km pro Startvorgang 200000km!
Und selbst dann ist noch lange nicht Schluß. Denn das Ende der Akkulebenszeit gilt bei diesen Angaben als erreicht, wenn die Akkukapazität nur noch 80% der ursprünglichen ist. Wenn aber die ursprüngliche Kapazität für ca. 4 Minuten Dauerorgeln reicht, dann sind es bei 80% Kapazität noch immer über 3 Minuten Dauerorgeln. Für mich wäre damit die Lebenszeit jedenfalls noch lange nicht abgelaufen.

Nebenbei:
Bei Motorrädern, die einen komplett rundherum geschlossenen Batteriekasten haben, ist kein solcher Bastelaufwand wie bei mir nötig.

Dann könnt ihr euch einfach z.B. bei Lipopower.de für etwa 85€ einen solchen Headwaypack kaufen. Siehe Bild. Die orangenen Plastikverbinder bekommt ihr mitgeliefert. Die kann man mit den sehr paßgenauen Schwalbenschwanznuten einfach zusammenstecken. Ist so einfach wie Lego-Bauen.

Die dünnen Drähte sind nicht wichtig. Denn Balanzieren geht einfach mit einem geregelten Nertzteil alle 4 Zellen parallelgeschaltet auf 3,6 oder 3,65V. Manche fahren aber auch jahrelang ohne zu balanzieren. Ich werde aber jede Saison einmal im Winter balanzieren. Macht mir ja auch Spaß, bißchen mit Elektrik rumzuspielen.

Also einfach Plus- und Minus-Drähte anklemmen.

Dann den Pack einfach ins Batteriefach stellen (oder legen) und anklemmen. Verbleibende Hohlräume einfach mit Luftpolsterfolie ausstopfen. Fertig!

Ich komm mir hier vor wie im Teleshopping. 😁

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Hi

Interessante Geschichte. Aus dem Modellbau sind mir die Vorteile von Lithium Akkus, speziell Lithium Polymer, kurz LiPos wohl bekannt.

Elekterischer Modellflug wurde dadurch gerade zu revolutioniert. Allerdings sind auch die Probleme und Risiken dieser Technologie hinlänglich bekannt. Von einem versierten Modellbauer kann man erwarten das es sich damit entsprechend auskennt und die notwendigen Massnahmen ergreift. Im I-Net sind ausrechend Dokumentationen zu finden wie sich LiPos die abrauchen verhalten. Das ist definitiv kein Kindergeburtstag mehr.

Zugegeben sind LiFePos hier sicher resistenter. Aber auch diese Akkus sind bei weiterm nicht so problemlos zu handhaben wie Bleiakkus. Weniger was die Brandgefahr betriff, mehr was die Bedienung an sich angeht. Wenn man solche Zellen nachhaltig nutzen will kommt man um ein Management der einzelnen Zellen nicht herum. Dies ist aufwendig und teuer. Nicht ohne Grund nutzt. z.B. Toyota in ihren Hybriden immer noch "veraltete" Nickelmetallhydrid Akkutechnik. Diese ist einfacher zu handeln, risikoärmer im Betrieb und günstiger. Der Preis dafür ist das die Akkukapazität nur zu 20% genutzt wird. Danach sagt die Elektronik Akku leer. Nur so kann die erhoffte Zyklenzahl erreicht werden.

Im Modellbau wo extrem hohe Entladeraten genutzt werden sind nicht mehr als 100 - 200 Zyklen pro Akku zu erwarten, auch unter sehr pfleglichen Bedingungen, wie nicht zu tiefe Entladung, permanentes balancen und gemässigte Ladeströme.

Versteh mich nicht falsch. Ich finde deine Geschichte sehr interessant und spannend, ich sehe auch dass DU das im Griff hast. Nur habe ich gewisse Zweifel dass sich dieser Ansatz in absehbarer Zukunft auf breiter Ebene als "Consumer Product" durchsetzten wird. Also unbedenklich für jedermann nutzbar. Es wird ein Thema für Enthusiasten bleiben. Man kann das deutlich am Toyota Hybrid erkennen, denn dort wird konservativ gefahren und nur das eingesetzt was sich als vermeindlich zuverlässig erwiesen hat.

Und mann muss auch ganz ofen sagen das man, wenn man mit solchen Akkus herumhantiert, schon in etwa wissen sollte was man macht. Wirklich gefährlich ist es nicht, ganz unbedarfte könnten aber schon mal blass um die Nase werden wenn was daneben geht...😉

Gruess
aurian

P.S.
Was ich allerdings gar nicht teilen kann sind deine Aussagen bezüglich der Lebensdauer von Blei Akkus. Bei entsprechender Pflege und einem Akku der nicht als no-name Produkt aus einer Scheune aus Hinterabsurdistan stammt sind sicher mehr als 2, 3 Jahre Lebensdauer drin.
Meine FJ, vor 5 Jahren gekauft hat immer noch den selben Akku drin, und er war schon da nicht neu. Und es ist nicht mal eine wartungsfreie Gelbatterie. Es ist ein stinknormaler Säureakku.

So dramatisch ist es also nicht. auch ein Bleiakku kann bei entsprechender Pflege lange leben.

Servus Aurian,

zwischen LiPos und LiFePOs ist da anscheinend ein Unterschied. Für die LiFePos werden mehr als 1000 Zyklen angegeben bei 100%DOD (100% Depth of Discharge), also für den Fall, daß der Akku immer auf 100% aufgeladen und dann jedesmal auf 0% entladen wird.
Je geringer er jedesmal entladen wird, desto mehr Zyklen schafft er. Und zwar deutlich mehr. Bei 80% DOD werden schon 1500 Zyklen angegeben. Und wenn ein Startvorgang nur 0,7%-Entladungsrate darstellt, werden es nochmal weitaus mehr Zyklen.

Es nutzen bereits viele Motorradfahrer die LiFePos. In allen erdenklichen Motorradforen wird bereits darüber geschrieben. Bis jetzt fast ausschließlich Positives.

Das mit den plötzlichen Bleibatterieausfällen ist anscheinend speziell bei der F800 so schlimm. Auch die originalen Batterien von BMW oder auch von Varta fallen urplötzlich weit weg von daheim mitten auf der Tour aus. Wenn man fremdstarten oder anschieben kann, ist das kein Problem (speziell bei älteren Motorrädern).

Harry

BMW hatte da mal vor Jahren ein Problem mit den Batterien. Einem Bekannten ist während einer Südeuropatour in Rumänien die Batterie seiner damals neuen K12R ausgefallen. Die Bordelektronik wertete das als Diebstahlversuch und aktivierte die Wegfahrsperre. Daher war auch nix mit Starthilfe oder Batteriewechsel.

Immerhin hat BMW-Service es hinbekommen, das er innerhalb 24 Stunden weiterfahren konnte. Mein erster Griff wäre daher bei einer relativ neuen BMW der Griff zum Telefon und die BMW-Servicehotline anrufen. Das ein Motorrad Batterien verschleißt, ist ein Mangel, den man nicht hinnehmen muss. Zumindest nicht bei neueren Motorrädern.

Und bei Akkus, die unter Umständen zu unschönen Reaktionen wie Brand oder gar Explosion neigen, wäre mir auf einem Motorrad, welches regelmäßig herkömmliche Batterien zerstört, nicht besonders wohl.

Aber ich muss das ja auch nicht fahren. Mein 18Ah-Akku kostet 33 Euro. Da darf er nach 5 Jahren auch mal kaputt gehen, wenn er das möchte. Wiegt aber natürlich geringfügig über 1,5kg. 😉

Zitat:

Original geschrieben von Lewellyn


Und bei Akkus, die unter Umständen zu unschönen Reaktionen wie Brand oder gar Explosion neigen, wäre mir auf einem Motorrad, welches regelmäßig herkömmliche Batterien zerstört, nicht besonders wohl.

Da kannst du beruhigt sein. Bisher ist noch nichts bekannt, daß jemals so ein LiFePO-Akku im Motorrad verbrannt oder explodiert wäre.

Warum die F800 des öfteren die AGM-Batterien zerstört, weiß ich nicht. Vielleicht vibriert sie dort recht stark, wo der Akku sitzt.

Hi

Momentan sehe ich eine praktische Anwendung von LiFePo Akkus in Fahrzeugen eigentlich nur im Wettbewerbsbereich. Bei kurzen heats von vielleicht 20, 30 Minuten kann bei Verwendung eines LiFePo Akkus sogar auf einen Alternator verzichtet werden, was wiederum Leistung bringt und Gewicht reduziert.

Hier wirkt sich die hohe Leistungsdichte in Verbindung mit dem tiefen Gewicht optimal aus.

Durch die hohen Laderaten kann der Akku zwischen 2 Rennläufen wieder aufgelader werden, ggf. durch ein cleveres Schnellwechselsystem auch ausgetauscht werden.

Gruss

Interessant ist das Thema auf jeden Fall, alleine, wenn man hier mal eben 60% Gewicht an der Batterie einsparen kann - aber: ich würde da aurians's Bedenken mit ebenfalls mehrjähriger Erfahrung mit div. elektisch betriebenen Modellhubschraubern und LiPo's mal pauschal teilen.

Sind die LiFePo4 denn z.B. soviel toleranter bezüglich Lade-/Endlade-Schlussspannung? Die beträgt bei den LiPo-Zellen gerade einmal 25mV und führt bei Über- bzw Unterschreitung sofort zu messbarem Kapzitätsverlust oder gar zur Zersörung der betreffenden Zelle. Aus diesem Grund ist bei den Lipo's die Kontrolle der Einzelspannungen bzw. das Balanzieren sowohl beim Laden als auch beim Entladen eigentlich unerlässlich.

Ich kann mir daher nicht vorstellen, dass simple Laden über den Laderregler der LiMa ohne zusätzliche Regelung und Sicherheitsschaltung der Einzelzellen dauerhaft gutgeht.

Gruß, Michael

Im Boxerforum hat einer einen LiFePO nun schon komplette drei Saisonen drin. Ohne weitere Elektronik! Funktioniert wie am ersten Tag.

Und:
Sein Navi hat den LiFePO mal im Stand auf 4V runtergesaugt.
Er war sich sicher, daß das der Exitus sein würde. Aber weit gefehlt. Er konnte ihn wieder aufladen und ihn normal weiterbenutzen.

Und lies mal hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/Lithium-Eisenphosphat-Akkumulator

Auszug:
Hohe Sicherheit: aufgrund des festen Elektrolyt und der Zellchemie gelten LiFePO4-Zellen als eigensicher, d.h. ein thermisches Durchgehen und eine Membranschmelzung wie bei Lithium-Ionen-Akkumulatoren gilt als ausgeschlossen

Klingt alles so, als müsse ich mir mal so eine Einzelzelle kaufen und ein bischen damit rumspielen😁.

Zitat:

Original geschrieben von HarrySpar


Im Boxerforum hat einer einen LiFePO nun schon komplette drei Saisonen drin. Ohne weitere Elektronik! Funktioniert wie am ersten Tag.

Und:
Sein Navi hat den LiFePO mal im Stand auf 4V runtergesaugt.
Er war sich sicher, daß das der Exitus sein würde. Aber weit gefehlt. Er konnte ihn wieder aufladen und ihn normal weiterbenutzen.

Und lies mal hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/Lithium-Eisenphosphat-Akkumulator

Auszug:
Hohe Sicherheit: aufgrund des festen Elektrolyt und der Zellchemie gelten LiFePO4-Zellen als eigensicher, d.h. ein thermisches Durchgehen und eine Membranschmelzung wie bei Lithium-Ionen-Akkumulatoren gilt als ausgeschlossen

Honda CBF600 S/A, EZ 08/2008 mit Ganzjahreskennzeichen. Während der letzten Winter, wenn Schnee/Frost lag (was leider nicht so selten und dafür relativ lange vorkam), einfach nur unter der Plane auf dem Hauptständer gestanden (vorher voll getankt, gewaschen und mit Midland MS14 + Tuch gestreichelt) ist im Frühjahr bisher immer wieder ohne Probleme angesprungen, ohne Batterieausbau, Starthilfe oder ähnliches.

Zitat:

Original geschrieben von Maik380


Wenn ich bei der normalen motorradbatterie ne lebensdauer von 3 jahre rechne (was heutztage schon gut ist)

Meine CBR600RR, die jetzt meine Exfreundin fährt hat nach sechs Jahren immer noch die erste Batterie drin. Untypischer Ausreißer?

Aber selbst wenn ich für meine jetzigen Motorräder Interesse daran hätte, der vom TE verlinkte Shop geht gar nicht. So etwas Ünübersichtliches habe ich noch nie gesehen. Unter Starterbatterien kommen auch so gut wie keine Treffer, keine Ahnung, wo man da Motorradbatterien finden soll...

LiFePO4 Akkus haben sich grundsätzlich schon bewährt, da existieren tatsächlich genug Erfahrungen mittlerweile.

Wenn ich auf ein Nachbarforum verlinken darf (Thread von 2008-2012):
http://www.t5net-forum.de/forum/index.php?showtopic=43187

Beliebt für den Rennsport oder bei Elektro-affinen Leuten die gerne optimieren und frickeln. Vom Preis-/Leistungsverhältnis her aber tatsächlich nicht unbedingt allererste Wahl.

85€ erscheinen mir aber sehr günstig, da die meist angebotenen LiFePO in der Kapazität fast das doppelte kosten - da wäre mir schon wieder flau im Magen (im Sinne von ist das Ding auch sicher? Auch im Falle eines Unfalls oder bei starker mechanischer Einwirkung?). Gerade weil die nicht komplett ungefährlich sind, würde ich im Zweifel eher zu Markenprodukten von etablierten Händlern greifen wo die Marke auch für eine gewisse Sicherheit und Endkontrolle steht.

edit: Und bezüglich Kälteempfindlichkeit habe ich auch mehrfach was gelesen. Wobei es teilweise anscheinend schon hilft einfach mehrfache Startversuche zu machen da sie sich die Batterie soweit aufwärmt, dass sie dann wieder funktioniert.

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