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Haftungsfrage: Ehemann stößt gegen Leasingauto der Frau

Themenstarteram 21. November 2021 um 4:23

Hallo Leute.

 

Meine Ehefrau hat vor 3 Monaten einen Jahreswagen bei SEAT geleast für 4 Jahre.

Leider ist mir bei Arbeiten in der Garage aus Unachtsamkeit ein Gegenstand auf den Dachholm gefallen.

 

Ich habe den Sachverhalt meiner Haftpflichtversicherung mitgeteilt und drauf hingewiesen, dass der Pkw laut Leasingvertrag im Eigentum von SEAT steht, woraufhin die Versicherung dann vorab ihr OK gegeben hat die Reparaturkosten zu übernehmen.

 

Und jetzt kommts:

Bei der Schadensaufnahme am Freitag im Autohaus in dem der PKW geleast wurde war ein Gutachter zugegen, der den Schaden auf 1500 Euro netto geschätzt hat. Auch von Wertminderung war die Rede, welche die Leasinggesellschaft erhält.

 

Der Servicemitarbeiter hat uns darüber i.K.g. dass laut Leasingvertrag nicht SEAT, sondern meine Ehefrau die Reparatur im eigenen Namen durchzuführen hat...

Ihr wurde empfohlen sich einen Anwalt und Gutachter zu nehmen etc...

 

Als wir zuhause waren, habe ich die Versicherungsbedingungen durchgelesen. Es ist klar geregelt, dass Ansprüche von Mitversicherten im selben Haushalt ausgeschlossen sind...

 

Da ja jetzt meine Frau und nicht SEAT die Ansprüche stellt, fürchte ich, dass die Versicherung die Kostenübernahme dann ablehnt...

 

Soll ich das jetzt aus eigener Tasche bezahlen??? Wie würdet ihr Vorgehen wenn meine Haftpflichtversicherung raus ist ?

 

LG Frank

20211119_163028.jpg
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98 Antworten

Ich bin kein Rechtsgelehrter, daher ist dies nur ein unfachmännischer Beitrag:

Deine Frau ist Besitzer während die Leasinggesellschaft der Eigentümer des Fahrzeugs ist. Daher ist das Fahrzeug auch nicht Teil Eures Vermögens sondern in der Bilanz des Leasinggebers zu finden.

Nur unter bestimmten Umständen ist das Leasinggut dem Leasingnehmer zuzurechnen. Diese Umstände scheinen mir hier aber nicht gegeben. Details dazu habe ich hier https://www.haufe.de/.../...ches-eigentum_idesk_PI20354_HI1762127.html gefunden.

Insofern würde ich erwarten, dass Deine Haftpflichtversicherung den Schaden am fremden Eigentum abdeckt.

Bei meiner Privathaftpflicht sind übrigens (1) die Lebensgefährtin ohne Namensbenennung und (2) auch Mietsachschäden an beweglichen Sachen bis 50.000 Euronen im Einzelfall mitversichert. Keine Ahnung, ob das Standard oder in diesem Zusammenhang überhaupt irrelevant ist.

Ich würde einfach mit der Privathaftpflicht sprechen.

Meine (Familien-)Privathaftpflichtversicherung schießt die Haftung für Schäden an Mietsachen aus (ich könnte das durch eine Zusatzpaket ändern, wenn ich wollte). Ist denn Leasing nicht eine Form des Mietens?

Evtl. kommt nur die Privathaftpflicht in Frage, wenn Mietsachschäden nicht ausgeschlossen sind.

Die Privat-Haftpflicht schließt i.d.R. Schäden, die mit Kraftfahrzeugen verursacht werden, grundsätzlich aus.

Der Unterschied zwischen mit und an ist Dir nicht geläufig?

Zitat:

@rrwraith schrieb am 21. November 2021 um 11:22:14 Uhr:

Der Unterschied zwischen mit und an ist Dir nicht geläufig?

Doch - sorry, das habe ich gerade im Eröffnungsbeitrag irgendwie überlesen. :cool:

Dass eine Privathaftpflicht bei Schäden an angemieteten bzw. geleasten Fahrzeugen ausschliesst, wäre dann wohl die "Benzin-Klausel": https://www.verti.de/blog/benzinklausel-bedeutung.jsp . Fraglich, ob der im Eingangspost geschilderte Schadenshergang darunter fallen würde.

Ich bleibe dabei: mit der Privathaftpflichtversicherung sprechen.

Wenn diese sich verweigern sollte, dann würde es ja wohl unter die Vollkasko fallen, oder?

Mit der Benzinklausel hat das wohl nichts zu tun.

Wenn die Ehefrau ihrem Ehemann Vandalismus unterstellt, dann braucht sie noch einem Anwalt mit anderem Schwerpunkt.

Wenn ich meine Privat-Haftpflichtbedingungen (welche nicht die schlechtesten am deutschen Versicherungsmarkt sind) richtig verstehe, sind Schäden von Personen untereinander welche im selben Haushalt leben bzw. im selben Versicherungsvertrag versichert sind, nicht mitversichert.

Mietsachschäden an fremden gemieteten, gepachteten und geliehenen Sachen sind grundsätzlich mitversichert.

Ausgeschlossen sind hier jedoch Haftpflichtansprüche wegen Abhandenkommen/Schäden an Kraft-, Luft- und Wasserfahrzeugen und Kraftfahrzeuganhängern sowie Zubehör für diese Fahrzeuge und Anhänger.

Ich bin gespannt auf den Ausgang der Schadenregulierung (wenn denn dann das Ergebnis hier überhaupt gepostet wird).

Themenstarteram 21. November 2021 um 11:50

Hallo.

 

Vom reinen Bauchgefühl her, würde ich sagen, dass auch die Privat-Haftpflichtversicherung rein faktisch raus, da meine Ehefrau die Ansprüche im eigenen Namen und auf eigene Rechnung stellen muss..

Ich bin der Versicherungsnehmer und sie ist bei mir mitversichert (Familientarif)

 

Verwirrend ist für mich auch dieser Passus:

"Ausgeschlossen sind Haftpflichtansprüche wegen Schäden an fremden Sachen und allen daraus ergebenden Vermögensschäden, wenn der Versicherungsnehmer diese Sachen gemietet, geleast, geliehen hat etc, unabhängig davon wer den Schaden verursacht hat.."

 

Allerdings bin nur ICH als Versicherungsnehmer angegeben und ich habe die Sache ja nicht geleast.. (aber meine Frau als Mitversicherte)...

 

Ich muss mit der Privat Haftpflichtversicherung reden. Vielleicht geht irgendetwas...

 

Ich halte Euch auf dem Laufenden..

 

Schönen Sonntag

Der Versicherungsnehmer ist i.d.R. immer nur eine Person, die restlichen Familienmitglieder sind mitversicherte Personen.

Versuch doch mal den Schaden über VK zu regulieren.

Ob Du die Wertminderung überhaupt von irgendeiner Versicherung bekommst :confused: :confused:

@TE: So stände es auch bei mir drin, wenn ich nur den "Basic"-Tarif mit den lächerlichen Summen abgeschlossen hätte. Im "Classic" alles paletti. "Geleast" wird ausdrücklich "gemietet" gleich gesetzt.

Zitat:

@remarque4711 schrieb am 21. November 2021 um 11:55:40 Uhr:

Versuch doch mal den Schaden über VK zu regulieren.

Also auf "Vandalismus" plädieren?

Na, immer schön bei der Wahrheit bleiben. ... :D

Mit der Klausel "geleast / gemietet ... " denke ich, ist die Versicherung raus.

Ich würde hier mal ohne das Wort "Versicherung" zu erwähnen einen Karosserie-Fachbetrieb aufsuchen.

Zitat:

@situ schrieb am 21. November 2021 um 11:56:57 Uhr:

@TE: So stände es auch bei mir drin, wenn ich nur den "Basic"-Tarif mit den lächerlichen Summen abgeschlossen hätte. Im "Classic" alles paletti. "Geleast" wird ausdrücklich "gemietet" gleich gesetzt.

Zitat:

@situ schrieb am 21. November 2021 um 11:56:57 Uhr:

Zitat:

@remarque4711 schrieb am 21. November 2021 um 11:55:40 Uhr:

Versuch doch mal den Schaden über VK zu regulieren.

Also auf "Vandalismus" plädieren?

Wieso Vandalismus? Schadenhergang korrekt angeben, sollte i.d.R. kein Problem sein.

Wieso Vandalismus?

Wenn du mir aus den AKB eine andere Schadensbeschreibung zitieren kannst, die auf das Ereignis halbwegs passt, dann stelle ich die Frage nicht mehr.

Die korrekte Angabe des Schadenvorganges kann nie ein Problem sein.

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