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GPX600R - Leerlauf "hakt"

Themenstarteram 7. Juli 2004 um 23:42

Hallo an alle Forumnutzer,

als "Neue" hier möchte ich mich kurz vorstellen: Bin weibl., 38 und seit Anfang Mai im Besitz des Führerscheins der Kl. 1, pardon, Kl. A, und fahre eine ´89er-GPX600R.

Die Kleine ist mit ihren 86 PS für mich absolut prima und macht unheimlich viel Spaß. ;-)

Nur ab und zu wurmt mich ein Problem mit dem Leerlauf(-finder):

Wenn die Lüttsche länger gelaufen ist, ist es nicht mehr möglich, im Stand in den Leerlauf zu schalten. Wenn sie z. B. vor der Ampel abtourt und kurz vor dem Halten ist, geht der Leerlauf noch rein, aber nicht mehr im Stillstand bei laufendem Motor.

Bin ich grad losgefahren, ist es an den ersten paar Ampeln mit dem Schalten in den Leerlauf noch kein Problem, nur wenn sie richtig "warm" ist, geht es nicht mehr.

Bei vorherigem kurzen Gasgeben ist es ab und zu möglich, auch im Stand in den Leerlauf zu schalten.

Ein heute durchgeführter Ölwechsel brachte keine Lösung des Problems.

Schaltet man den Motor aus, geht der Leerlauf problemlos sofort rein.

Wer hat ähnliche Erfahrungen bzw. Hinweise für mich, woran es liegen könnte?

Bin für jeden Tip dankbar -

Gruss von der Küste und moin moin an alle Biker ;-)

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27 Antworten
am 8. Juli 2004 um 9:52

Hallo, ich habe ein ähnliches Problem. Nur geht bei meiner GPX600 (Bj.92) der Leerlauf nie bei laufendem Motor und stehendem Bike rein. Also nur während ich noch rolle oder wenn der Motor aus ist. Ich schiebe das auf die Schutzfunktion, die ein Starten des Motors bei eingelegtem Gang und nicht gezogener Kupplung verhindern soll. Außerdem sorgt die Schaltung dafür, daß bei ausgeklapptem Seitenständer eigentlich der Motor ausgeht, wenn man einen Gang einlegt. Das tut meiner aber auch nicht, er geht erst beim Anfahren aus. Unter dem Kupplungshebel ist ein Schalter bzw. Taster der das alles regeln soll. Ich glaube, der hat ne Macke, er ist allerdings nicht verstellbar und so muß ich wohl damit leben, es sei denn, jemand hat ne Lösung dafür.

Viele Grüße...

am 8. Juli 2004 um 12:19

Es ist falsch, daß diese beiden hier geschilderten Probleme (daß der Leerlauf nicht reingeht bzw. ein Gang) irgendetwas mit der Elektrik zu tun haben. Es sind rein Mechanische Probleme und da kann die Elektik nichts dran verändern. Im übrigen ist es vollkommen normal das ein Motorrad erst ausgeht wenn man die Kupplung kommen lässt, der Seitenständer dabei ausgeklappt und ein Gang eingelegt ist. Macht ja auch ein wenig Sinn denn eventuell fällt es einem halt erst nach dem Gangeinlegen ein, daß der Seitenständer noch draußen ist und kann ihn dann immernoch einklappen ohne daß die Kiste gleich ausgeht.

So nun zu euren Problemen:

An eurer Stelle würde ich das Getriebe mal überholen! Hat bei meiner auch geholfen danach sind die Gänge auch gleich viel einfacher einzulegen. Ich hab zwar keine Ahnung wieviel eure Maschinen gelaufen haben aber die Distanzscheiben zwischen den Getriebezahnräder nutzen sich nunmal nach einer gewissen Zeit ab und so kann es dann sein, daß die zahnräder Spiel bekommen und einige Gänge haken oder in bestimmten Situationen garnicht reingehen oder gar rausfliegen. Es könnten aber auch die Schaltzangen sein zumindest wenn im Stand kein Gang reingeht. Falls bei dir die Gänge auch während der Fahrt rausfliegen könnten es eher die Zangen sein aber am besten ist einfach zerlegen und nachmessen was anderes wird da nicht helfen oder einfach weiterfahren.

Moin,

stimmt alles was der Kampfhamster geschrieben hat, nur hat er nicht an die Leerlauf-find-Automatik der GPX gedacht. Und da sehe ich das Problem. Sie macht was sie soll nur zu früh. Blockt nicht den 2.Gang sondern schon den Leerlauf. Verantwortlich hierfür ist übrigens nix elektrisches sondern so ein Fliehkraft Dingsbums im Getriebe.

Abhilfe schafft nur das komplette zerlegen des Getriebes, und weil das Getriebe kein Einzelteil sondern Bestandteil des Motors ist halt das komplette Zerlegen des Motors. Wer viel Langeweile hat kann das sicherlich tun. Man sollte nur bedenken das allein das Zerlegen und wieder zusammenbauen schon mal über 100,- Euro für neue Dichtungen kostet.

Wer mit der nummer lieber in die Werkstatt gehen will dem sei gesagt das die Kosten hierfür mit Sicherheit den Wert des Mopeds übersteigen.

Wenn das mit dem Leerlauf finden das einzige Problem mit dem Moped ist wäre mein Tip einfach so lassen, sich angewöhnen im Rollen den Leerlauf einzulegen und wenn mans verpennt die Kupplung festhalten. Meiner Erfahrung nach lässt sich das GPX-Getriebe ziemlich exakt schalten und deshalb geht das ganze ohne viel rumgefummel - reine Gewöhnungssache. Bei meiner GPX funktioniert die Leerlauf-find-Automatik noch einwandfrei, nur nutze ich sie nie. Bei meiner Z (die hat keine Automatik) artet das finden des Leerlaufs im Stand immer in gefummel aus, ich lande immer im 2.

Wenn das Ding rollt ist alles gut - wie gesagt, reine Gewohnheitssache...

Chrom

am 8. Juli 2004 um 14:10

Eine Leerlauf-find-Automatik habe ich bei dem zerlegen meiner Motoren nie irgendwo gefunden. Am, im und selbst in der näheren Umgebung des Getriebes habe ich nichts der gleichen gesehen.

Ich lasse mich aber gerne eines besseren belehren. Wo soll die sein und wie soll die funktionieren?

Das es nichts elektrisches ist ist mir auch klar (hab ich ja geschrieben).

Es stimmt, daß es in der Werkstatt ne ganze Menge Asche kostet aber ab und zu sind mal Dichtungssätze bei einem großen Internetauktionshaus (man darf es ja nicht mehr nennen) im Angebot. Außerdem wenn man mit ganz viel Fingerspitzengefühl arbeitet kann man eventuell die alten Dichtungen wiederbenutzen wenn man sie mit Hylomar oder anderen Motorteileklebern etwas ausbessert (ist nicht schön aber selten und vorallem es hält genauso gut wie neue Dichtungen). Aber da Ilko und chakoyte nicht die Schrauber sind sollten beide wohl besser erstmal weiter so fahren.

Das könnte daran liegen das du noch nie ne GPX oder GPZ-R zerlegt hasst. Die haben tatsächlich soetwas. In der Hand hatte ich das Ding auch noch nie, liegt daran das ich das Getriebe nie zerlegt hab.

Fakt ist, du kannst bei den Modellen im Stand vom Ersten NUR in den Leerlauf, nicht aber in den Zweiten oder höheren Gang schalten. Ziemlich doof wenn man sein Moped mal anschieben muß....

Diese Automatik funktioniert über irgend so ein Fliehkraftdings das ab ca. 10 Km/h erst die anderen Gänge freigibt

Chrom

Themenstarteram 8. Juli 2004 um 21:01

GPX600R Leerlauf

 

Hallo,

vielen Dank für Eure raschen Antworten!!! Immerhin bin ich nun schon schlauer bzgl. der Ursache, Chrom666 hat sicher recht, daran wird´s liegen. Ich werde lernen müssen, mit dieser Unbequemlichkeit zu leben. Mit wachsender Routine wird es sicher auch möglich sein. Die Investtion des Zerlegens möchte ich mir momentan noch ersparen, solange sie sich ansonsten weiterhin so prima schalten lässt, und selbst zu schrauben, das möchte ich der GPX ersparen... ;-)

Nochmals danke für Euren Rat! Ich wünsche allen ein schönes Wochenende mit hoffentlich bikerfreundlichem Wetter! Ciao!!!

am 8. Juli 2004 um 23:56

Als ich sagte: "Meine Motoren" meinte ich meinen GPZ und meinen GPX Motor (hätte ich vielleicht besser dazu schreiben sollen).Beide habe ich schon einige Male komplett zerlegt! Im Moment habe ich beide wieder auseinander liegen da ich versuche die Kolben auszutauschen. Das Getriebe der GPZ habe ich vor kurzem erst vollständig überholt und ich habe in keiner der beiden Getriebewellen irgendetwas gefunden, das per Fliehkraft funktioniert. Ich kann mich zwar irren aber meiner Meinung nach gibt es soetwas nicht es sei denn es funktioniert irgendwie über die Schaltwelle (die Welle auf der die Schaltzangen laufen).

Frag denjenigen der dir das erzäht hat dochmal wie das funktioniert und wo das sitzt.

Interessiert mich wirklich mal!

Ich weiß garnicht mehr wo ich das herhab, aber wie soll das anders funktionieren? Und das die beiden Modelle solch eine Automatik haben ist denke ich unbestritten

Chrom

am 9. Juli 2004 um 22:31

Nicht das du mich falsch verstehst: Ich will dich hier weder angreifen noch sonst irgendwas! Ich wüßte einfach nur gerne wie das funktionieren soll falls du Recht hast.

Bei meiner GPZ kann man übrigens auch im Stand in alle Gänge schalten. Es hakt zwar ein wenig und man muß ein bisschen hin und her rollen (je höher der Gang um so schwerer wirds und ich meine mit rollen wesentlich weniger als 10km/h). Das es je höher der Gang wird immer schwerer wird liegt daran, daß man mit höheren Gängen auch immer mehr Zähne der Getriebe Zahnräder in die richtige Position zu einander bringen muß. Außerdem werden die Größenunterschiede der Zahnräder mit höheren Gängen auch immer größer. Also wird es im Stand immer schwerer die Gänge zu schalten. Dann kommt noch hinzu, daß wenn man ein nicht absolut heiles Getriebe, wo die Zahnräder noch nicht viel Spiel haben, hat sonder ein schon etwas ausgelutschtes dann rutschen die Zähne nicht in einander sondern die Zahnräder kippen auf der Welle zur Seite. Dieses Kippen wird aber bei höheren Geschwindigkeiten geringer da die Zentrifugalkraft bzw. das dadurch entstehende Trägheitsmoment diesem entgegen wirken und so ist das Schalten bei höheren Geschwindigkeiten leichter.

Stimmt doch so, oder!?

Da ich ein recht frisch überholtes Getriebe habe ist es also bei mir auch möglich im Stand im Getriebe herumzuwühlen soviel man will.

am 9. Juli 2004 um 22:58

Also das klingt schon gut, nur stimmt das so nicht. Du schaltest nicht so, daß ständig die Zähne aufs Neue ineinandergreifen. Das wär ja ein Späneflug ohne Gleichen! Außerdem wären dann unsere Getriebe sehr, sehr breit. Die Zähne der Zahnräder sind ständig(!) mit ihrem jeweiligen Partnerzahnrad im Verbund. Daran ändert sich gar nix. Außerdem, wenn die Zahnräder auf der welle kippeln(?), oh Gott, das wär ein Rasseln und schalten ginge gar nicht mehr. Ich habe eine Seite gefunden, auf der das wirklich gut erklärt wird.

Nicht böse sein bitte, Kampfhamster!

Nochmal zum Motorstop-Schalter: ICh habe einen Taster am Kupplungshebel und ich bin überzeugt, daß er dafür mit verantwortlich ist. An Mechanik ist nix dafür im Getriebe. Aber so, wie der Seitenständerschalter an die Steuerung geht und notfalls einen Motorstop auslöst, wird ganz sicher auch mein Kupplungsschalter dran sein. Und es läßt sich ganz locker abfragen, ob nun Gang oder Leerlauf drin sind(Neutralleuchte).

Hier noch der Link:

http://www.kawasaki-timm.de/getriebe.htm

Viele Grüße.

am 9. Juli 2004 um 23:24

Also, das ist so nicht ganz richtig Ilko:

1. Erstmal zu deinem Getriebe/Elektrik-Problem. In meinem Post zu diesem Thema habe ich darauf bezug genommen, daß du (jetzt Sinngemäß) sagtest daß irgendwie deine Elektrik (genauer dein Kupplungsschalter bzw. Leerlaufgeber) etwas mit deinen Getriebe Problemen zu tun hat. Das geht doch aber garnicht. Wie soll bitte die Elektrik verhindern, daß bei stehendem Bike dein Leerlauf reingeht???? Da müßten ja irgendwelche Relais bzw. Spulen und was weiß ich nicht alles vorhanden sein damit genügend Kraft erzeugt wird um gegen deine Muskelkraft anzukommen. Falls ich dich falsch verstanden habe nehme ich alles zurück und behaupte das Gegenteil (Nein, aber dann tut es mir leid).

2. Das mit dem Getriebe es ist tatsächlich so, daß teilweise Zahnräder in einander greifen und nach dem einlegen eines anderen Ganges greifen wieder andere ineinander und die ersten sind wieder getrennt. Dies wird zwar nicht explizit auf der Seite genannt aber es geht indirekt daraus hervor (lese es dir nochmal durch und guck dir mal das Schema genau an).

3. Und es ist auch so, daß die Getriebe Zahnräder mit der Zeit zum Teil ein ganz schönes seitliches Spiel bekommen!! Ich hab es doch selbst erlebt bei meiner GPZ. Ich konnte die Zahnräder (am Umfang gemesse also an der Außenkante) ca. 1-2mm (weis ich nich mehr so genau is schon ein paar Tage her und ich habs nich genau ausgemessen) zu Seite kippen. Kippen heißt aber nicht verschieben.

Hoffe es ist einigermaßen verständlich.

am 9. Juli 2004 um 23:38

Nö, die Elektronik soll verhindern, daß ich losfahre, wenn der Seitenständer noch unten ist. Das heißt: Abfrage Seitenständer -> ok. UND(!) Abfrage Kupplungshebel. Ehrlich, ich habs erlebt, als ich die gute GPX grad erworben hatte. Motor anlassen, Gang einlegen - alles gut. Und dann Kupplung kommen lassen - Motor geht aus. Diese Abfrage geschieht über den Kupplungsschalter. Es gibt aber definitiv, wie Chrom schon geschrieben hatte, eine Sperre, die verhindern soll, daß man im Stand vom ersten in den zweiten schaltet, sondern immer in den Leerlauf. ISt auch so im Büchlein beschrieben. Wie das genau funktioniert habe ich schon mal versucht, hier im Forum zu erfahren, aber leider...

Ich bleibe trotzdem der Meinung, daß die Zahnräder im Getriebe nicht vollständig, sondern ich betone nur teilweise, ihren Eingriff ins Zahnrad auf der gegenüberliegenden Welleerlieren. Das Schalten geht anders. Sonst wären ja die Zähne (und wir reden über die Zähne auf dem Außendurchmesser) nach 3 mal durchschalten hinüber und Du könntest, wie Du es beschrieben hattest, NICHT im Stand alle Gänge durchschalten. Dann würden wahrscheinlich ab dem 3. Gang 2 Zähne gegenüberstehen und man käme nicht weiter. Man bedenke: Beide Wellen bewegen sich ständig! Und das wäre ein Gerassel, wenn der vollständige Eingriff verloren ginge und später bei 9000 Umdrehungen wieder hergestellt werden müßte.

(PS: Ich mag diese Art von Diskussionen, weil man immer lernt, that`s cool und thank you!!!)

Hab mal gegoogelt, da liest sich das so:

" Technisch interessant ist auch der im Getriebe eingebaute ?Leerlauffinder?. Eine Kugelverriegelung verhindert im Stand das Schalten vom ersten in den zweiten Gang bzw. in die darüberliegenden Gänge. Wer im Stand vom ersten Gang nach oben schaltet hat also immer den Leerlauf gefunden. Erst wenn sich das Getriebe nach dem Anfahren dreht, heben die Verriegelungskugeln auf Grund der Zentrifugalkraft die Blockierung auf."

Nachzulesen unter http://www.bma-magazin.de/frame.html?...

Chrom

am 10. Juli 2004 um 9:55

Ok, da haben wir das das schon mal. Bleibt noch das Losfahren mit dem ausgeklappten Seitenständer und die Frage, ob bei mir die Kugeln irgendwie klemmen, oder was auch immer.

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