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Gewährleistung oder Garantie?

Themenstarteram 4. November 2020 um 18:22

Hallo Zusammen,

ich bin neu hier und hoffe, dass ich hier im richtigen Unterforum schreibe.

Also ich versuche mich möglichst kurz zu halten.

Vor ca. 2 Monaten haben wir uns einen gebrauchten Audi A4 TFSI bei einem Autohändler gekauft.

Wir haben uns auch eine 1jährige Gebrauchtwagengarantie aufschwatzen lassen. Sicher ist sicher.

Nach einer Woche und ca. 200 gefahrenen km verlangte der Bordcomputer nach einem zusätzlichen Liter Öl.

Beim Händler angerufen und uns beschwert da angeblich alles durchgecheckt und gewechselt wurde.

Aber Schwamm drüber, kann ja mal passieren.

Nach weiteren 200 km das selbe Spiel... Bitte einen liter Öl nachfüllen.

Kurz gesagt pro 1000km braucht der Audi 5Liter Öl.

Händler hat den Mangel akzeptiert und Doktort gerade mit Hilfe Einer Spezialfirma an den Kolben rum.

So aber jetzt:

Bei einem Telefonat mit dem Händler heute, wies der mich darauf hin, dass es bei der Garantie ja auch eine Selbstbeteiligung gibt die er mir in Rechnung stellen wird.

Muss ich die denn wirklich zahlen, obwohl dies in meinen Augen ein Sachmangel darstellt, der vom Händler in der Gewährleistung gedeckt werden müsste? (ohne Selbstbeteiligung?)

Man hat mich auch nie gefragt, gestellt welches von beiden ich in Anspruch nehmen möchte.

Gruss Marco

Beste Antwort im Thema

Zitat:

@StephanRE schrieb am 5. November 2020 um 07:46:10 Uhr:

Die arglistige Täuschung ist eine Form des Betrugs. Im BGB ist das zwar geregelt aber am Ende würde es vor einem Strafgericht enden ( wenn einem die bloßen Zivilrechtlichen Ansprüche nicht genügen oder der Staatsanwalt etwas dagegen hat) aber das hilft dem TE hier nicht weiter.

Wenn die gesetzliche Gewährleistung greift muß diese vom Händler auch angewendet werden, es sei denn ein anderer Garantievertrag geht darüber hinaus. In dem Fall geht die Garantie aber nicht darüber hinaus also gilt die gesetzliche Vorgabe.

Hör doch endlich auf hier dein Halbwissen zu verbreiten.

§ 123 BGB, 444 BGB und § 263 StGB haben ähnliche Prüfungspunkte, die Voraussetzungen decken sich aber nicht. :rolleyes:

Die arglistige Täuschung ist für sich alleine keine Form des Betrugs.

Was gibt es eigentlich außer "bloß Zivilrechtlichen Ansprüche(-n)" noch, strafrechtliche "Ansprüche"? :D

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Naja, die Ölwanne kann sich nach der Demontage als Deformiert herausstellen... aber dennoch sollte dies auf Kosten der Werkstatt gehen.

Die Radialdichtringe müssen im Rahmen des Kolbentausches neu gemacht werden.

Ich hoffe doch sehr, dass nun nicht nur ein Kolben getauscht wird, sondern gleich alle.... gegen die Versionen, mit Wellenabstreifringen. Sonst hat man das gleiche Problem 50tkm später wieder.

Was zur Ursache:

https://www.motor-talk.de/news/das-tfsi-oel-problem-t6028470.html

OK, wenn die Wanne sich bei Austausch verziehen sollte, also nicht mehr Plan ist, dann muss auch dies die Werkstatt übernehmen.

Auch wenn die Radialdichtringe bei der Revision angefasst werden müssten.

Z. B. Bei BMW Motoren des Typs M50/52 müsste man die nicht anfassen.

Ich kenne allerdings diesen Audi Motor nicht und kann auch daher nicht sagen was da alles dafür geöffnet und entnommen werden muss.

Aber ich wette drauf das die Nummer nicht ohne RA über die Bühne gehen wird so wie der Händler da rumlamentiert.

Leider hat der TE wohl auch zu wenig Ahnung um sich die genaue Vorgehensweise und Begründungen verständlich erklären zu lassen.

Vielleicht hat der TE ja jemanden der da Verständnis mitbringt und sich das erklären lässt.

Das wird wahrscheinlich das Problem sein: Gewährleistung kostet Geld. Wahrscheinlich haben sie genau dafür eine Versicherung abgeschlossen die eine SB beinhaltet. Den will er sich über Umwege von Dir hohlen bleib ei Fach hart.

Zitat:

@StephanRE schrieb am 5. November 2020 um 15:40:10 Uhr:

Das wird wahrscheinlich das Problem sein: Gewährleistung kostet Geld. Wahrscheinlich haben sie genau dafür eine Versicherung abgeschlossen die eine SB beinhaltet. Den will er sich über Umwege von Dir hohlen bleib ei Fach hart.

Und wieder wirfst Du Dinge durcheinander.

Gewährleistung hat mit Versicherung nichts zu tun, schon mal gar nicht zwischen Händler und Kunden.

@Olli_E60 dann hsdt du mich falsch verstanden.

Händler schließen eine Versicherung ab die gegen Gewährleisrungsschäden versichert, natürlich nur bei Gebrauchtwagen. Diese Versicherung hat aber oft einen SB. Auf dem bleibt dann der Händler sitzen. Da diese Versicherungen alte Autos aber oft nicht absichern bzw. Nur gegen horrende Beiträge werden viele alte Gebrauchtwagen im Kundenauftrsg verkauft um die für den yhändler teure Gewährleistung auszuschließen.

Diese Art Versicherung wäre mir neu.

Zitat:

@Olli_E60 schrieb am 5. November 2020 um 17:00:56 Uhr:

Diese Art Versicherung wäre mir neu.

Wieder was gelernt. Mir hat das mal ein bekannter gebrauchtwagenhändler erklärt.

Habe ich noch nie gehört. Verwechselt auch Dein Bekannter Gewährleistung und Garantie??

Die mag es ja geben aber das ist ein Versicherungsverhältnis zwischen Händler und Versicherung um Gewährleistungsansprüche von Kunden gegenüber dem Händler sich absichern zu lassen.

Hat aber hier weder was mit der Gewähr noch mit der Kundengarantie zu tun.

Hier geht ganz klar Gewähr vor Garantie.

Zitat:

@KapitaenLueck schrieb am 5. November 2020 um 17:43:03 Uhr:

Die mag es ja geben aber das ist ein Versicherungsverhältnis zwischen Händler und Versicherung um Gewährleistungsansprüche von Kunden gegenüber dem Händler sich absichern zu lassen.

Hat aber hier weder was mit der Gewähr noch mit der Kundengarantie zu tun.

Hier geht ganz klar Gewähr vor Garantie.

Genau so ist es. Aus Betriebswirtschaftlicher Sicht kann ich verstehen das Händler versucht irgendwelche Kosten vom ykubden erstattet zu bekommen rechtlich ist es natürlich mehr wie fragwürdig.

Hier geht es um Gewährleistung und da giebt es für den Kunden keinen SB.

Zitat:

@KapitaenLueck schrieb am 5. November 2020 um 15:08:33 Uhr:

Ich kenne allerdings diesen Audi Motor nicht und kann auch daher nicht sagen was da alles dafür geöffnet und entnommen werden muss.

Wenn man es nach Werksvorgabe macht.

Motor raus, umdrehen, Ölwanne runter, Kolben von "unten" ziehen und neue rein. Natürlich noch Steuerkette/Zahnriemen ab. So muss man nicht an die Köpfe ran.

Und die Ölwannen... der Werkstatt wird es zu "heiss" sein, die nochmals zu verwenden. Wird die nicht wieder dicht, fängt der Spass von vorne an.

Zitat:

@Olli_E60 schrieb am 5. November 2020 um 17:00:56 Uhr:

Diese Art Versicherung wäre mir neu.

Es gibt "Gewährleistungsversicherungen"; im Regelfall für Gewerbetreibende. Damit kann man sich gegen Gewährleistungsansprüche versichern. Die Kosten trägt dann die Versicherung und nicht der Gewerbetreibende. Kenne diese Art VErsicherung von Bekannten aus dem Baugewerbe.

Man kann sich im übrigen gegen fast alles versichern. Jennifer Lopez hatte ihr Hinterteil bei Lloyds verschichert... so absurd es klingt.... Lloyds versichert fast alles.

So muss dann die KW raus und dann sind tatsächlich auch die Radialdichtungen betroffen, vorne sowie hinten.

Der TE soll den Anspruch klären und sich dann auch genau erklären lassen was wie genau gemacht werden soll.

Nicht das da wieder gepfuscht wird und man nach 6 Monaten nach Beweislastumkehr wieder seinen Spaß mit dem Auto hat.

Ich würde ganz ehrlich gesagt versuchen das Ganze zu wandeln und das Auto zurückgeben und Kohle zurück.

Allerdings bleiben da die Kosten für An- Abmeldung sowie die KM Nutzungsabzug bei dir hängen.

Aber ich hätte auf den Schrottmotor von VAG so überhaupt keinen Bock.

Vielleicht ist das für dich und vielleicht sogar für den Händler der bessere Weg.

Würde die Option mit dem ebenfalls ansprechen wenn du das so auch willst.

Ergänzung da mir grad noch dazu was einfällt. Erst mal hat du da aber keinen rechtlichen Anspruch drauf da der Händler erst mal mehrere Versuche hat den Mangel zu beseitigen. Über die Anzahl der Versuche scheiden sich die Geister, im Gesetz steht nur in der Art das eine zumutbare Anzahl sein darf. Was das bedeutet kann ich nicht sagen. Aber die Aussage ist ohne Gewähr meinerseits und sollte im BGB noch mal nachgelesen werden..

Zitat:

@WeissNicht schrieb am 5. November 2020 um 17:59:48 Uhr:

Zitat:

@KapitaenLueck schrieb am 5. November 2020 um 15:08:33 Uhr:

Ich kenne allerdings diesen Audi Motor nicht und kann auch daher nicht sagen was da alles dafür geöffnet und entnommen werden muss.

Wenn man es nach Werksvorgabe macht.

Motor raus, umdrehen, Ölwanne runter, Kolben von "unten" ziehen und neue rein. Natürlich noch Steuerkette/Zahnriemen ab. So muss man nicht an die Köpfe ran.

Und die Ölwannen... der Werkstatt wird es zu "heiss" sein, die nochmals zu verwenden. Wird die nicht wieder dicht, fängt der Spass von vorne an.

Zitat:

@WeissNicht schrieb am 5. November 2020 um 17:59:48 Uhr:

Zitat:

@Olli_E60 schrieb am 5. November 2020 um 17:00:56 Uhr:

Diese Art Versicherung wäre mir neu.

Es gibt "Gewährleistungsversicherungen"; im Regelfall für Gewerbetreibende. Damit kann man sich gegen Gewährleistungsansprüche versichern. Die Kosten trägt dann die Versicherung und nicht der Gewerbetreibende. Kenne diese Art VErsicherung von Bekannten aus dem Baugewerbe.

Man kann sich im übrigen gegen fast alles versichern. Jennifer Lopez hatte ihr Hinterteil bei Lloyds verschichert... so absurd es klingt.... Lloyds versichert fast alles.

Dass es so etwas ähnliches für Bauleistungen gibt, ist ja nicht fraglich. Aber ich stelle in Frage, dass ein Autohändler die gesetzliche Gewährleistung versichern kann.

 

In London möglicherweise, aber das ist sicher nichts für den gemeinen Autohändler.

Warum denkst du das es die nicht gibt wenn jemand einen kennt der so einen hat?

Es gibt Versicherungen für alles mögliche, bestimmt auch für sowas.

Ich könnte es mir noch für Neuwagen vorstellen. Für Gebrauchtwagen halte ich das für nicht kalkulierbar oder wenn, dann nur in ganz engen Grenzen.

Man stelle sich vor, was im Autohandel los wäre, wenn ein Händler für jede Gurke einen solchen Versicherungsschutz hätte.

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