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Bitte dringend um Rat - Gebrauchtwagen - Chip - Garantie?

Themenstarteram 12. Mai 2014 um 16:57

Hallo,

ich habe ein paar Fragen zum Gebrauchtwagenkauf. Teilweise stelle ich die Fragen jetzt "im Nachhinein", weshalb ich mir gerade selbst etwas in den Hintern treten könnte.

Habe letzte Woche den Kaufvertrag eines Gebrauchtwagens (BMW X5 120tKM - Diesel) unterschrieben und möchte den Wagen morgen abholen.

Bezahlt ist er noch nicht, das wollte ich morgen in bar machen.

Ich bin den Wagen bei der Besichtigung ca. eine dreiviertel Stunde gefahren.

Nach der Probefahrt wirklich sehr überzeugt.

Ebenso bin ich lange um den Wagen rumgelaufen und habe alles genau untersucht. Auch hier alles super.

Der Chef des Autohauses (mittelgroßer Opel-Händler/-Vertragswerkstatt) war der Vorbesitzer und sagte, dass der Wagen gechippt ist. Ich selbst stehe einem Chip nicht allzu skeptisch gegenüber.

Warum jetzt meine Bedenken:

Auf dem Kaufvertrag ist angekreuzt "mit Gebrauchtwagen-Garantie - lt gesonderten beigefügten Garantiebestimmungen". Das Feld "ohne Gebrauchtwagengarantie" ist frei - also nicht angekreuzt.

Im Feld "Sonstiges" steht in extrem unleserlicher Schrift "Kunde informiert, dass -hier ein Wort das nicht lesbar ist- Leistung nicht garantiefähig" - als der Händler den Vertrag mit mir aufgesetzt hat, sagte er, "das bezieht sich auf den Chip, der im Wagen verbaut ist" - so der Wortlaut. Und er müsse das dort eintragen.

Dann trägt er unter "Folgende technische / optische Mängel sind dem Käufer bei Abschluss bekannt" -> "1 Jahr Garantie unter Bestimmung -hier wieder nicht lesbar-" aber ein Ausschluss der Garantie ist es nicht so viel kann ich erkennen. Und direkt im gleichen Feld steht noch "Durchsicht mit Ölwechsel wird durchgeführt".

Ich verstehe nicht, warum er diese Sachen bei "technische / optische Mängel" einträgt.

Darüber hinaus war ich verärgert, dass er NACHDEM ich unterschrieben hatte noch anmerkt, dass die Stroßstange hinten einen leichten Schaden hat. Dort ist nur ein winziger Kratzer.

Was haltet ihr von der Sache? Was empfehlt ihr zu tun?

Wie verhält es sich mit der Garantie? Der Händler sagte mehrfach, dass der Wagen eine Gebrauchtwagengarantie besitzt, so ist es ja auch angekreuzt. Aber trotzdem finde ich diese Widersprüchlichkeiten und den unleserlich ausgefüllten Kaufvertrag mehr als seltsam.

Danke vorab!

Beste Grüße

Martin

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5 Antworten

Zitat:

Original geschrieben von Martini3001

 

Was haltet ihr von der Sache? Was empfehlt ihr zu tun?

Wie verhält es sich mit der Garantie? Der Händler sagte mehrfach, dass der Wagen eine Gebrauchtwagengarantie besitzt, so ist es ja auch angekreuzt. Aber trotzdem finde ich diese Widersprüchlichkeiten und den unleserlich ausgefüllten Kaufvertrag mehr als seltsam.

Danke vorab!

Beste Grüße

Martin

Da stellt sich doch die Frage, wieso du so was unleserliches unterschrieben hattest? Warum hast du VOR der Unterschrift nicht nachgefragt, was die unleserlichen Zeichen zu bedeuten haben? Warum hast du nicht darauf bestanden, dass du nur leserliches unterschreibst?

War die Gier aufs neue Auto stärker als der Verstand?

Na ja, jetzt ist es zu spät, was du noch versuchen kannst, ist bei der Übergabe/Abholung des Wagens vom Händler im gegenseitigen Einvernehmen den Kaufvertrag noch mal neu aufsetzen lassen, beide Ausfertigungen, diesmal dann in leserlicher Schrift und verständlichem Deutsch. Einen Anspruch darauf hast du aber nicht, unterschrieben ist unterschrieben. Vertrag ist Vertrag.

Nebenbei bemerkt kann ich, sollten deine Ausführungen stimmen, an dem Verhalten des Händlers nichts Schlimmes erkennen, der hat ganz einfach nur mit seinen Mitteln versucht -und das zu Recht-, die Garantie/Sachmängelhaftung für alle Folgen, die sich aus dem Chiptuning ergeben, auszuschließen.

Das ist ja auch normal und in Ordnung, wer seinen Wagen "chipped", verliert automatisch sämtliche Garantieansprüche gegen den Hersteller bei Mängeln, die sich aus den Folgen der Mehrleistung/des Tunings ergeben haben könnten, also man hat keine Garantie mehr auf Motor, Getriebe, Kupplung, Achsantrieb, Bremsen usw. und allen Nebenaggregaten wie Lichtmaschine usw.

Es sei denn, man kann zweifelsfrei beweisen, dass der Schaden nichts, aber auch gar nichts mit der durch das Chiptuning angehobenen Leistung zu tun hat, dass der auch so aufgetreten wäre, was aber nahezu unmöglich ist.

Da das immer bei jeglichem Chiptuning der Fall ist, dass man dabei der Garantie des Herstellers verlustig wird (es sei denn, der Hersteller selber bietet sowas über seinen "Haustuner" an, z. B. AMG bei Mercedes-Fahrzeugen), sieht hier der Händler nicht ein, warum er nun für die Folgen des Chiptunings auf einmal Gewährleistung leisten soll, wenn nichtmal der Hersteller dafür aufkäme.

Ist zwar nicht so ganz konform mit der Absicht dieser EU-Verbraucherschutzregelung, dass ein verkaufender Händler grundsätzlich Gewährleistung geben muss, ich befürchte jedoch, dass bei einem Schadensfall die Rechtsprechung hier den Händler nicht stellen wird, als die Fahrzeughersteller.

Im übrigen war dir doch beim Kauf bewusst, dass der Wagen gechipped war, wieso hast du ihn dann gekauft? Und wieso hast du ihn nicht "entchippen" lassen?

Also manchmal zweifel ich am Verstand so mancher Käufer.

 

Grüße

Udo

Zitat:

"das bezieht sich auf den Chip, der im Wagen verbaut ist" - so der Wortlaut

Wurde das Fahrzeug denn mit einer anderen Leistungsangabe als vom Motor ab Werk inseriert? Wenn ja, mit welcher? Ein "RaceChip"-Tuning (Powerbox) von 210 PS auf 340 PS sollte vom Händler in der tat nicht garantiert werden, und diesen gilt es auch schnellst möglich zu entfernen, bzw. würde ich solch ein Fahrzeug gar nicht erst in Erwägung ziehen, da dies auch eine Aussage über die Fahrzeughandhabung des Vorbesitzers machen kann.

Ein Chiptuning von AC Schnitzer, M etc. ist natürlich etwas anderes, allerdings würde ich so etwas lieber selber vornehmen, gerade wenn der Kauf über einen Händler stattfindet und der Vorbesitzer quasi unbekannt bleibt - andauernd durchgerockte 120.000 Kilometer mit Chip ist natürlich etwas anderes als bei gesunder Fahrweise.

Gruß

hm... ich bin mir nicht ganz sicher, aber was im Vertrag steht und was in der Garantieversicherung

abgedeckt ist, ist erstmal zweitrangig.

In erster Linie kauft ein Privatier eine Sache von einem Gewerbetreibenden. Und dieses Geschäft unterliegt

der Sachmangelhaftung / gesetzl. Gewährleistung. Diese kann der Händler / Verkäufer bei einer gebrauchten

Sache auf ein Jahr reduzieren, was aber schriftlich fixiert sein muss. (nach 6 Monaten Beweislastumkehr, usw)

Ich weiß nicht, ob der Verkäufer einen Teil der Sache ohne Gewährleistung / Sachmangelhaftung verkaufen

kann. Hier würde ich wirklich mal Experten für Verbraucherschutz fragen.

Oder jemand anderes kann meinen Faden aufnehmen und das tiefer erklären.

Themenstarteram 14. Mai 2014 um 14:54

Hallo,

vielen Dank fuer eure Antworten.

Habe den Wagen jetzt.

Meine Einstellung zu dem Wagen ist jetzt doch sehr positiv: Fuer 300PS kann ich mich hinsichtlich des Verbrauchs nicht beschweren - bei normaler Fahrweise komme ich auf ca. 10 Liter (so jedenfalls meine Einschaetzung nach dem ersten Tag).

Der Wagen faehrt sich immer noch so super wie bei der Besichtigung. Der Motor laeuft auch unter Last sauber, auch wenn man ihn dann schon arbeiten hoert. :) Ebenso macht die Automatik einen sehr guten Eindruck, schaltet sehr weich und frei von Rucklern. "Unerwartete Schaltvorgaenge" habe ich bis jetzt noch nicht gehabt. Vielleicht ist es auch bei anderen Automatik-Getrieben normal, aber manche Automatik hat ein Schaltverhalten was mir seltsam, fast schon "kaputt", vorkommt.

Aber wie gesagt, das gefaellt mir beim X5 super, auch wenn die Automatik bei weitem nicht an das DSG aus dem VW-Konzern rankommt. (Meine Meinung)

Und ich denke auch nicht, dass einem ein Diesel unter 300.000km um die Ohren fliegt, wenn dieser "normal" genutzt wurde und ein bisschen gepflegt wurde - hinsichtlich der Literleistung und der Motor/Getriebeabnutzung ist der Wagen ja kein hochgezuechteter Rennbolide, sondern ein Wagen fuer laengere Strecken, der meist mit unter 2000 Umdrehungen bewegt wird. Dass ein Turbo viel Geld kostet und gerne mal kaputt geht, ist mir bewusst, aber das kann einem bei so ziemlich jedem Wagen passieren, der besagte Technik verbaut hat.

Letzten Endes weiss man bei einem Gebrauchtwagen nie was einen erwartet. Und selbst bei einem Neuwagen ist man nicht davor gefeit sich in der Rolle eines "Produkt-Testers" wiederzufinden.

Auch wenn bei einem Neuwagen die Kosten meist uebernommen werden, ist es im Skiurlaub ebenfalls aergerlich, wenn einem die Standheizung den letzten Saft aus der Batterie gezogen hat.

Ausstattung, Preis und Zustand haben mich ueberzeugt und bis jetzt gibt es fuer mich keinen Grund von dieser Ueberzeugung abzukommen.

Wenn jetzt keine boesen Ueberraschungen kommen, habe ich mal wieder Glueck gehabt. :) :)

Obwohl ich bei meinen Autos bis jetzt immer Glueck hatte, habe ich halt immer eine gewisse Grundskepsis, ich glaube die kam bei mir an dem Tage, als ich den ersten Startbeitrag geschrieben hatte, zum Vorschein :D

Glückwunsch zum Kauf jedenfalls. ;)

Nochmal zu meinen Fragen:

Welcher Motor ist verbaut? Wie wurde das Chiptuning vorgenommen, mit einer PowerBox (im Motorraum sichtbar) oder softwareseitig?

Erstere sollte in der Regel entfernt werden und - je nach Fabrikat - solltest du dich von dem Gedanken einer gesteigerten Leistung hierbei verabschieden.

Gruß

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