Gepflegtes "Oma-Auto" entpuppt sich als reparierter Totalschaden (gekauft bei Händler) - Was nun ?

Servus MT-Gemeinde,

meine kleine Schwester hat sich im April einen Kleinwagen gekauft für 8000 Euro von einem Händler in Bayern nach einem Inserat bei mobile.de als "gepflegtes Auto von Oma". Der Verkäufer/Händler (KFZ-Reparaturberieb u. Lackierer😉) hat auf Nachfrage das Auto als Unfallfrei angegeben. Im Vertrag selbst steht weder was von Unfall noch von unfallfrei (dieses Feld im Vertrag wurde leer gelassen) . Generell ging die Abwicklung recht hektisch von statten laut meiner Schwester .

Heute hatte meine Schwester das Auto beim 🙂 zum KD und dieser bemerkte das diverse Teile getauscht wurden und auch die Lackdicke unterschiedlich ist.

Meine Schwester hat nun bei der Vorbesitzerin (Oma) angerufen und diese gab an das sie mit dem Auto einen Unfall hatte Anfang des Jahres und ihr VW 🙂 ihr das Auto abnahm und Ihr einen Vorführwagen verkaufte, sowie das Unfallauto wohl an xy weiterverkloppt hat, weil er selbst es nicht mehr reparieren wollte.
Der Schaden war laut Oma ca. 8000 Euro und somit Totalschaden .

Ich selbst habe Ihr nun empfohlen erstmal Fakten zu sammeln (Gutachten vom Schaden, ggf Kaufvertrag vom VW 🙂 an xy). Dann soll Sie einen RA konsultieren.

Was meint Ihr dazu, wie seht Ihr die Prognose des Ausgangs ?

Greez Neurocil

Beste Antwort im Thema

Zitat:

Original geschrieben von Beethoven


- ein selbstloser Heilsbringer, der trotzdem 8.000 EUR in das Fahrzeug investiert hat, um es Dir dann für weniger als 8.000 EUR zu verkaufen

ODER

- ein Pfuscher, der statt der 8.000 EUR nur 4.000 EUR investiert hat, um die Kiste noch gewinnbringend verkaufen zu können.

Der Verkäufer war KFZ Reparaturbetrieb. Er muß die Leistungen nicht extern einkaufen und kann eigene Arbeitszeit einsetzen, die kostenlos ist, falls der Laden nicht ausgelastet ist.

Oliver

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Den Vorbesitzer mal fragen.

Ohne Airbags ist die Betriebserlaubnis erloschen.

O.

Und das merkst du nicht an der Airbag-Kontrolleuchte? Kontrollfunktion bei Zündung ein? Damit kannst du den Händler auf jeden Fall rankriegen wegen arglistiger Täuschung / Betrug.
Bei dem Unfall sieht es schlecht aus. Der wird sich da herauslügen, von wegen er hätte es dir gesagt etc.
Auf jeden Fall musst du versuchen, Kontakt zum letzten eingetragenen Vorbesitzer zu bekommen. Evtl. kann der mehr zum Unfall sagen.
Dann ab zum Anwalt. Doch OHNE RS-Versicherung kommen da hohe Kosten auf dich zu und es ist ungewiss, ob du Gewinnst und etwas wiederbekommst.

MFG Thomas

Die Kontrollleuchte lasst sich sehr leicht umgehen, ein einfacher Widerstand reicht meist schon.

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Was haben fehlende Airbags (ab Werk) und Schweißnähte (wo sind die?) mit einem Unfall zu tun?
Bitte mehr Infos.

Falls noch ein unverschuldetes Unfall sich ereignet - bekommt deine Schwester evtl. eine niedrige Entschädigung, denn Vorschaden bedeutet einen niedrigeren Wiederbeschaffungswert. Wenn ihr den Vorschaden verschweigt, ist ja auch nicht besser.

Bist du wirklich kompetent genug einen Unfallschaden zu erkennen? Das soll kein Angriff sein, sondern eine ehrliche Frage. Schweissnähte gibt es auch ab Werk und bist du sicher das die Airbags Serienmäßig da waren? Müsste dann ja ein Überschlag gewesen sein oder ein Baum ist aufs Auto gekracht.

So einen Fall hatte ich auch mal; Auto gekauft, habe dann den Vorbesitzer angerufen, einfach weil ich ein schlechtes Bauchgefühl hatte. Der teilt mir mit, dass er mit dem Fahrzeug verunfallt war und das Auto ein wirtschaftlicher Totalschaden gewesen ist und er es sehr günstig abgegeben hat. Habe daraufhin den Verkäufer kontaktiert, bin zu ihm gefahren und hab das Auto vor die Tür gestellt und massiv Druck ausgeübt, dahingehend den kompletten Kaufpreis zurückzuerhalten. Letztlich hat er mir den Kaufpreis tatsächlich sehr widerwillig erstattet.

Auch hier würde ich das Fahrzeug wieder zurückgeben wollen, das Verschweigen eines solch massiven Unfallschadens zerstört jegliches Vertrauen in den Verkäufer.

Zitat:

Original geschrieben von CastorHAW2028


So einen Fall hatte ich auch mal; Auto gekauft, habe dann den Vorbesitzer angerufen, einfach weil ich ein schlechtes Bauchgefühl hatte. Der teilt mir mit, dass er mit dem Fahrzeug verunfallt war und das Auto ein wirtschaftlicher Totalschaden gewesen ist und er es sehr günstig abgegeben hat. Habe daraufhin den Verkäufer kontaktiert, bin zu ihm gefahren und hab das Auto vor die Tür gestellt und massiv Druck ausgeübt, dahingehend den kompletten Kaufpreis zurückzuerhalten. Letztlich hat er mir den Kaufpreis tatsächlich sehr widerwillig erstattet.

Auch hier würde ich das Fahrzeug wieder zurückgeben wollen, das Verschweigen eines solch massiven Unfallschadens zerstört jegliches Vertrauen in den Verkäufer.

Noch pauschaler hätte man sich nicht ausdrücken können...

Der User hier soll erstmal überprüfen/nachweisen, dass es sich im einen Unfallwagen handelt. Dann kann man immer noch alle Pferde scheu machen.

Geh mit allem was Du hast zum Anwalt.
Der wird dann schauen, was zu machen ist.

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