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Gebrauchtwagen kaufen - Fahrzeugbrief ist bei der Bank - Vorgehensweise

Themenstarteram 29. Oktober 2022 um 9:16

Hallo Zusammen,

habe folgendes Problem. Bin schon seit längerem auf der Suche nach einem 5er BMW F10 535i und habe endlich ein passendes Exemplar gefunden. War auch schon Vorort und habe den Wagen besichtigt bzw. eine Probefahrt gemacht. Der Wagen steht sehr gut dar und ich würde ihn kaufen. Der Verkäufer ist ebenfalls sympathisch (Ich weiß, das schützt nicht vor Betrug).

Das Problem ist, dass der Wagen finanziert wurde und sich der Fahrzeugbrief bei der Bank befindet. Ist auch noch eine Online-Bank ohne Filialen (Bank11). Am liebsten wäre es mir natürlich, wenn der Verkäufer sich woanders Geld leihen und die Restschuld begleichen würde. Dazu sieht er sich im Moment aber nicht in der Lage. Also hat er angeboten, dass ich das Geld direkt an die Bank11 überweise. Vorher würde er noch eine Vollmacht an die Bank schicken, dass sie den Fahrzeugbrief nach Geldeingang an mich senden. Er hat mir auch schon ein Foto von der Restschuld gezeigt (Also der Brief von der Bank). Schaut eigentlich alles gut aus. Es würde dann folgendermaßen ablaufen.

- Er schickt die Vollmacht an die Bank

- Ich bekomme die Bestätigung von der Bank, dass so alles in Ordnung geht

- Ich fahre zu ihm und überweise per Bankingapp in seinem Beisein das Geld an die Bank

- Wir unterschreiben den Kaufvertrag

- Daraufhin händigt er mir Schlüssel und den Wagen aus

- Ich warte auf den Brief per Post und melde den Wagen auf mich um

Das Problem ist auch, dass diese Bank11 (Noch nie gehört) eher schlechte Bewertungen hat und hier Leute teilweise Wochen oder sogar Monate auf den Brief gewartet haben.

Habe auch schon selbst die Bank11 tel. kontaktiert und ein Mitarbeiter meinte, es sei kein Problem. So bin ich doch eigentlich komplett gegen Betrug abgesichert, oder nicht? Habe ich irgendwas vergessen? Oder hat jemand ne Idee, wie man das ganze noch sicherer lösen könnte?

Im Moment tendiere ich eher Richtung: Nicht machen, zu viel Streß...

Danke schonmal!

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43 Antworten

Zitat:

@MZ-ES-Freak schrieb am 30. Oktober 2022 um 12:54:38 Uhr:

Oh man.

Hier wird wieder ein Weltuntergangsszenario heraufbeschworen.

Alles schon mehrmals gemacht, dafür braucht es nur zwei simple Dinge.

Die Auskunft der Bank, welche Summe abzulösen ist

Dann eine Ablösevollmacht vom Verkäufer für die Bank.

Dann bekommt der jenige, der die Kohle bei der Bank begleicht den Brief zugesendet.

Der Rest der Summe und Ablösesumme wird im Kaufvertrag besiegelt.

Das wird jeden Tag in der BRD zu tausend gemacht. Klar, wer darauf keine Lust hat, der muss es lassen.

Das ist auch Gang und gäbe bei der Bank. Wird bei fast jedem Darlehen wie beispielsweise Ballonfinanzierung gemacht. Da haben jetzt einige gutes Geld mit verdient (die Kreditnehmer)

Es kann sich ja bei nem 10 Jahre alten Fahrzeug nicht mehr im Riesen Summen handeln.

So schauts aus. Wichtig ist nur, verstanden zu haben, wer welche Rechte hat und wer was tun muss - da hilft der Kontakt zur Bank.

"Das wird jeden Tag in der BRD zu tausend gemacht."

Ja, zwischen Händlern.

"Klar, wer darauf keine Lust hat, der muss es lassen."

So sieht´s aus. Ich würde es lassen.

Ich auch.

Wäre nicht der erste,der mit mal mit leeren Händen dasteht.

Wieso mit leeren Händen dastehen? Der Käufer hat das Auto, die Schlüssel und die Kennzeichen. Das Risiko sehe ich eher auf Seiten des Verkäufers. Wenn die Bank die Papiere nicht zeitnah zusendet, fährt der Käufer "ewig" mit den Kennzeichen des Verkäufers.

Zitat:

@pk79 schrieb am 1. November 2022 um 00:07:39 Uhr:

Wieso mit leeren Händen dastehen? Der Käufer hat das Auto, die Schlüssel und die Kennzeichen. Das Risiko sehe ich eher auf Seiten des Verkäufers. Wenn die Bank die Papiere nicht zeitnah zusendet, fährt der Käufer "ewig" mit den Kennzeichen des Verkäufers.

Man kann durchaus im Kaufvertrag definieren, bis wann das Auto abzumelden ist; oder man übergibt ein Fahrzeug eben unangemeldet (würde ich persönlich eh immer so machen), dann ist es das Problem des Käufers, wie er den Wagen da wegbekommt (und Stellplatzgebühren würd ich vielleicht auch noch nehmen, wenn es zu lange dauert).

Der Käufer hat so gut wie gar nichts. Das Auto ist zunächst einmal Eigentum der Bank. Wenn die Bank den Brief nicht rausrückt, weil doch noch irgendeine Zahlung offen ist, dann darf der Käufer das Fahrzeug noch nichteinmal an sich nehmen. Der Käufer steht also tatsächlich mit leeren Händen da, solange die Bank das Fahrzeug nicht "freigibt".

Es mag zwar sein, dass der Käufer das Auto physisch in Besitz nehmen könnte... damit ist es jedoch nicht sein Eigentum.

Fazit, der Königsweg beim Gebrauchtwagenkauf ist doch alleine: Vertrag, Fahrzeug, Schlüssel, Papiere, Schilder, Geld, Eigentum und Besitz wechseln zum gleichen Zeitpunkt in die anderen Hände.

Alles andere, Zeitverzug, die Einschaltung Dritter, vergrößern nur die Komplexität und das Risiko.

Pfoten weg.

Mal ne Frage in die Runde geschmissen: Schickt die Bank11 den Brief nicht vorab schon raus?

Ich hatte auch mal ein Auto finanziert (war aber über eine andere Bank), und hab es verkauft obwohl der Kredit noch nicht abbezahlt war. Die Bank hat mir dann den Brief übersandt mit dem Hinweis, dass entweder binnen 4 Wochen die Restschuld beglichen wird oder das Darlehen zu unterirdischen Konditionen weiterläuft (praktisch dann als Konsum- und nicht mehr als PKW-Kredit). Oder ist die Bank11 nicht so flexibel?

Zitat:

@MickyX schrieb am 1. November 2022 um 13:30:12 Uhr:

...

Die Bank hat mir dann den Brief übersandt mit dem Hinweis, dass entweder binnen 4 Wochen die Restschuld beglichen wird oder das Darlehen zu unterirdischen Konditionen weiterläuft (praktisch dann als Konsum- und nicht mehr als PKW-Kredit). Oder ist die Bank11 nicht so flexibel?

...das wird wohl davon abhängen, wie es um die Bonität des Kreditnehmers bestellt ist.

Wenn die wirklich den Brief rausgerückt haben und sich auf ihren Glauben verlassen haben, dass die Restschuld nur unter der Drohung mit "unterirdischen Kreditbedingungen" getilgt wird, dann werden die Schufa-Auskünfte, etc. entsprechend gut ausgesehen haben.

Nicht jeder bekommt überall sein Zeug auf Rechnung mit Zahlungsziel 4 Wochen verkauft... da gibts auch welche, wo man als Geschäftsmann mal lieber nur per Vorkasse verkauft.

Und wenn der Verkäufer, also Kreditnehmer sich nicht einmal im Stande sieht ein fast 10 Jahre altes Auto aus seinen Barbeständen / Rücklagen, Bankguthaben oder mit einem kleinen Zwischenfinanzierung auszulösen bis er vom Käufer das Geld auf die Kralle bekommt, dann wird es da in Sachen Bonität nicht unbedingt gut aussehen.

Zitat:

@Magouman schrieb am 1. November 2022 um 13:38:59 Uhr:

Zitat:

@MickyX schrieb am 1. November 2022 um 13:30:12 Uhr:

...

Die Bank hat mir dann den Brief übersandt mit dem Hinweis, dass entweder binnen 4 Wochen die Restschuld beglichen wird oder das Darlehen zu unterirdischen Konditionen weiterläuft (praktisch dann als Konsum- und nicht mehr als PKW-Kredit). Oder ist die Bank11 nicht so flexibel?

...das wird wohl davon abhängen, wie es um die Bonität des Kreditnehmers bestellt ist.

Wenn die wirklich den Brief rausgerückt haben und sich auf ihren Glauben verlassen haben, dass die Restschuld nur unter der Drohung mit "unterirdischen Kreditbedingungen" getilgt wird, dann werden die Schufa-Auskünfte, etc. entsprechend gut ausgesehen haben.

Auch einen PKW-Kredit bekomme ich nur mit guter / sauberer Schufa. Denn die Bank hat - trotz evtl. Sicherungsübereignung - gar keinen Bock darauf, den PKW zu verwerten ;)

Das ist schon klar... aber es gibt halt auch da Unterschiede... wenns beim einen gerade so ausreicht, dann gibts auch welche, wo man als Gläubiger etwas großzügiger ist... sein kann.

Und ein fast 10 Jahre altes Auto auf Pump zu kaufen spricht jetzt nicht unbedingt für jemanden mit "voller Portokasse".

Man kann auch ein wertvolles 5-jähriges Gebrauchtfahrzeug noch über 60 Monate finanzieren und dann steht da am Ende noch eine deutliche Restschuld auf dem Konto für das dann 10 Jahre alte Vehikel.

Gut, ein 535D ist nun kein sehr wertvolles Fahrzeug, wenn dies mit wenigen km auf der Uhr und sehr guter Ausstattung vor 5 Jahren finanziert wurde, kann das ein mittlerer 5-stelliger Betrag gewesen sein und die Restschuld wäre dann ggf. immer noch im unteren 5-stelligen Bereich).Das wäre nichtmal ungewöhnlich.

Wenn die Bonität vor 5 Jahren noch passte... schaut mal die aktuellen Kostenexplosionen in allen Lebensbereichen an...

Vielleicht hat der Verkäufer aber auch einfach keine Lust auf eine kurzfristige Zwischenfinanzierung.

Dass die Bank den Brief vorab rauisrückt kann klappen, wenn man sich mit der Bank einigt...muss es jedoch nicht.

Man könnte den Finanzierungsvertrag auch auf den Kaufinteressenten übertragen, sofern alle Parteien damit einverstanden sind... ggf. mitr Sondertilgungsoption. Hilft aber auch nichts, wenn die Bank sehr lange braucht um die Briefe rauszuschicken.

Im Grunde ist der Wagen schwer verkäuflich für den Verkäufer.

Für mich wäre das Fahrzeug nichts, selbst dann nicht, wenn es meine Wunschausstsattung hätte und super duper billig zu haben wäre.

Zitat:

@MickyX schrieb am 1. November 2022 um 14:33:39 Uhr:

Auch einen PKW-Kredit bekomme ich nur mit guter / sauberer Schufa. Denn die Bank hat - trotz evtl. Sicherungsübereignung - gar keinen Bock darauf, den PKW zu verwerten ;)

In letzter Zeit ist das so. vor ~5 Jahren hat jeder einen Kredit bekommen, der "Hier" geschrien hat und nicht schnell genug verschwand.

Ja, die Schufa musste sauber sein, aber sie musste nicht ausserordentlich gut sein.

Die Restschuld sollte auch zum Wert des Fahrzeugs passen, darauf achtet ein seriöser Anbieter einer Finanzierung.

Themenstarteram 2. November 2022 um 15:36

Nochmal ne Rückmeldung meinerseits. Habe es jetzt sein lassen. Ist mir alles zu stressig und zu riskant. Danke für die Antworten!

gute Entscheidung, er sollte für seine Schulden selbst aufkommen

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