gebrauchte Wohnmobile - Preise gerechtfertigt?

Hallo Zusammen,

ich spiele schon länger mit dem Gedanken mir ein "handliches" Wohnmobil zuzulegen.
Ich stutze dann doch sehr häufig über die Preisvorstellungen der passenden Mobile.
Sind diese gerechtfertigt oder einfach der Nachfrage gescholten oder geht da immer noch einiges bei der Preisverhandlung?

Was ich auch häufig sehe, das Händler in Kundenauftrag verkaufen wollen, was mir eigentlich gar nicht passt.

Z.B. dieser hier
Das wäre so was ich mir vorgestellt habe, aber das die Teile 200t km auf der Uhr haben und noch weit über 10k € kosten hatte ich mir anders vorgestellt ;-)

Da stellt sich dann die Frage, maßlos überteuert oder habe ich eine falsche Preisvorstellung.

Beste Antwort im Thema

grundsätzlich sollte man zuvor die Neupreise aller WoMo´s(von billig bis unbezahlbar) mal angucken, dann siehts schon etwas anders aus, denke ich...
in diesem besonderen Fall(und auch allgemein) würde ich mein Augenmerk
1. vor allem auf die absolut 100%ige Dichtigkeit des Koffer-Aufbaus legen !
2. die rein technische Seite des Fahrzeugchassis genau prüfen,
also Motor/Getriebe/Fahrwerk/Elektronik/Elektrik...
und da siehts, zumindest was den Motor betrifft, doch teilweise recht ordentlich aus,
weil Zahnriemen(+ Wasserpumpe, ein MUSS)gewechselt wurde/n;
andererseits könnte auch in naher Zukunft oder etwas später der Turbolader fällig sein;
da wären dann imho schon Kosten von ca. 1000-1500 Euro fällig -und könnten beim Kauf berücksichtigt werden...
der Rest des Motors müsste -bei dieser relativ geringen Dauerbelastung und seinem komfortablen Hubraum- schon nochmal ca. 200.000km laufen...

es ist natürlich für Händler ein Riesenvorteil, wenn sie "im Kundenauftrag" verkaufen, da gibts als Privatverkauf -mit Ausschlußklausel für Gewähr usw.- nämlich null Gewährleistung...
alternativ dazu muß bei Händlerverkauf 1 Jahr gesetzliche Gewährleistung gegeben werden,
die ersten 6 Monate davon muss der Händler nachweisen, daß der in diesem Zeitraum aufgetretene Mangel beim Kauf noch nicht vorhanden war!
Erst danach kehrt sich die Beweislast um...
ich schätze mal, daß von diesen "im Auftrag-Verkäufen" ein nicht geringe Zahl getürkt ist, d. h. ,daß da irgendwelche Strohmänner eingeschoben werden...

Gruß Gert

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Moin!

Weder ein WoMo, noch ein Auto oder ein Mofa kauft man von Händlern, die "im Kundenauftrag" anbieten.
Wer von Euch hat denn schon mal einen Fähnchenhändler mit dem Verkauf seines Autos "beauftragt"...?

Des Weiteren werden die meisten WoMos auf Lieferwagen-Fahrgestellen aufgebaut, die für 6 Jahre / 200.000 Km konzipiert sind.
Eine gute Wartung ist somit ausgesprochen wichtig, wenn das Ding lange halten soll.

Gebrauchte Fahrzeuge kaufe ich nur aus 1. seriöser Hand mit kompletter Wartungshistorie und aktuellem Service.

Gerade bei WoMos (insbes. hatte ich damals den Ford Nugget im Blick) sind jedoch die Gebrauchtpreise so hoch, dass man über einen Neukauf nachdenken sollte. Mir war es dann lieber, 35.000 Eur für einen neuen Nugget zu bezahlen, als 26.000 für einen 8 Jahre alten mit 130.000 Km.

Die Gebrauchtpreise stehen in keiner Relation zum Gebotenen, zumal eben ein alter Transporter immer mal Reparaturen braucht. Egal ob "TNT" oder "Chausson" draufsteht.
Ein Transporter ist qualitativ um Längen schlechter, als ein moderner PKW.

Wer will schon die paar Wochen im Jahr, die er das Auto nutzen will, wegen Defekten stehen bleiben?

Gruß,
M. D.

1. Des Weiteren werden die meisten WoMos auf Lieferwagen-Fahrgestellen aufgebaut, die für 6 Jahre / 200.000 Km konzipiert sind.

2. Eine gute Wartung ist somit ausgesprochen wichtig, wenn das Ding lange halten soll.


3. Die Gebrauchtpreise stehen in keiner Relation zum Gebotenen, zumal eben ein alter Transporter immer mal Reparaturen braucht. Egal ob "TNT" oder "Chausson" draufsteht.

4. Ein Transporter ist qualitativ um Längen schlechter, als ein moderner PKW.

5. Wer will schon die paar Wochen im Jahr, die er das Auto nutzen will, wegen Defekten stehen bleiben?

Komme leider nicht umhin, etwas zu entgegnen

1. ein schneller Blick in die Transportbörsen zeigt, dass diese Behauptung völlig unzutreffend ist.
Transporter , die wegen Mängelhäufigkeit von sich Reden machen, sind heutzutage unverkäuflich. Kein overnight Express könnte es sich leisten, 2x im Monat wegen Panne nicht zu liefern. Betriebssicherheit und Zuladung/Laderaum und Preis und Verbrauch das sind die Eckwerte eines Transporters.

2. Es ist schon erstaunlich, wie lange ein Transporter ohne Pflege läuft. Pflege kostet Geld und da fahren manche einen heissen Reifen...

3. stimmt, die Womo fahrer vergessen auch gerne, ihre Alko Achse abzuschmieren.

4. diese Aussage ist viel zu pauschal. Spaltmasse können bauartbedingt gar nicht so eng sein, die Fahrgestelle müssen eine Vielzahl von Aufbauten genügen, vom Absetzkipper bis zum Womo Aufbau.

5. Die Zuverlässigkeit im Vgl zu KM Leistung ist gleich/besser als im PKW. Problem ist bisweilen, dass Womos 8 Mon stehen und das ist dann eben die Ursache mancher Defekte, z.B. Korrosion an elektr Kontakten etc.

Preise sind natürlich immer recht schwer zu beurteilen. Da für mich preislich aber nie ein neues Fahrzeug in Frage kam, habe ich mich nur zu den gebrauchten informiert.
Allgemein stimmt es aber wahrscheinlich schon, dass bei PKWs der Wertverlust viel höher ist als im Wohnmobilbereich. Ist eben doch was anderes. Wie aber oben schon geschrieben, hält so ein Teil auch ganz einfach länger. 200Tausend Kilometer sind (quasi 😉) nichts für ein WM.

Ein Wohnmobil hält länger? Nä...

Also PKWs fahren idr. mehrere hundert tausend KM, 250, 300.000 sind bei einigermaßen Pflege überhaupt kein Thema und das durch alle Marken und Modelle, und natürlich entsprechendem Einsatz vorausgesetzt, zwischen Aldi und Kindergarten kriegen die das selten auf die Reihe.

Was die Defektanfälligkeit angeht, kann man womos und transporter nicht vergleichen, die transporter fahren idr. Stückgut, leichte Sachen, die Womos sind überladene Transporterfahrgestelle, die haben einen deutlich höheren Verschleiß. Das 200.000km dafür nix sind, möchte ich nicht sagen, da ist idr. schon die Halbwertzeit überschritten, mit jedem KM leidet ja auch der ganze Aufbau.

Korosionsschutz ist bei nem Womo heißes thema...

Zitat:

Eine gute Wartung ist somit ausgesprochen wichtig, wenn das Ding lange halten soll.

Gebrauchte Fahrzeuge kaufe ich nur aus 1. seriöser Hand mit kompletter Wartungshistorie und aktuellem Service.

Das ist alles ne Frage von dem, was du ausgeben willst / kannst.

Wenn du in der Klasse 15-20 Jahre schaust, wird das mit "seriöser Ersthand" schwierig.

Ich lasse alle Altfahrzeuge vom Fähnchenhändler verkaufen, wer die Kiste verkauft ist völlig egal, beschissen wird man überall, das hat aber nix mit gutes Auto / schlechtes Auto zu tun.

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Moin!

@Hawei1:
ad 1) die Spediteure fahren neue Transporter. Man wird in D selten einen 10 Jahre alten Wagen finden. Die Dinger gehen dann vermutlich auch direkt in den Export.

ad 2) natürlich laufen die Transporter auch 100.000 Km ohne Pflege, wenn diese 100.000 Km in 2 Jahren und nur auf der Autobahn abgespult werden. Dann werden aber 3.000 Eur investiert, um weitere 100.000 Km fahren zu können.
Danach sind die Kisten dann wirtschaftliche Totalschäden.
Rost ist schon nach 3-5 Jahren ein Thema.
Mein Transit hatte quasi keine Rostvorosrge. Habe ich bei Neukauf sofort nachgeholt.
Ein 15 Jahre altes WoMo ohne Pflege kann man üblicherweise auf dem Hof zusammenfegen...

ad 4) mit "Qualität" meine ich nicht Spaltmaße, sondern Verarbeitung und technische Auslegung. Die Dinger dürfen als Kasten mittlerweile keine 15.000 Eur mehr kosten. Da MUSS irgendwo gespart werden. Bei Ford an den Bremsen, bei Fiat an allem, bei Mercedes an den Sitzen...

ad 5) Zuverlässigkeit: sie ist dann bei einem Fahrzeug hoch, wenn es gut gepflegt wird. Die Transporter laufen viel Langstrecke. Da wirkt sich schlechte Pflege erst später aus. Bei einem wenig gefahrenen WoMo ist bei schlechter Pflege auch nach 10 Jahren Ende. Rost, Bremsen, Fahrwerk, Klima defekt, Getriebe und Kupplung vergurkt, teure Batterien defekt - hohe Kosten für den nächsten Eigentümer sind programmiert.

Mein Ford Nugget wird neben Familienurlauben von meiner Frau im Alltag genutzt.
Ich pflege das Auto vernünftig. Nach 4,5 Jahren hat es nun ca. 67.000 Km gelaufen. Die Inspektionen waren stets günstig. Es gab nur einen Ausfall: ein abgerutschter Turboschlauch bei Km-Stand 1.500 ungefähr.
Rost an der Karosserie gibt es nicht. Am Unterboden nur dort, wo er nicht stört.
Bremsen waren mit 60.000 Km fällig - 400 Eur. Ford wollte 1.000 Eur.
Nun kommt das Fahrwerk vorne. Irgendwas klappert. Die Klimaanlage war letztes Jahr undicht und kühlt schon wieder nur mit ca. 60%. Das kostet alles Geld. Und wir sprechen von einem relativ neuen Auto.
Nächstes Frühjahr sind neue Reifen fällig. Trotz Frontantrieb haben sie dann 5 Saisons mitgemacht. Die WR hatten wir nach 3 Saisons getauscht. Das sind für ein solch schweres Auto richtig gute Werte.

Insgesamt hatte ich noch nie ein so günstiges Auto. Ich könnte es morgen für 25.000 Eur verkaufen. Neupreis wie gesagt 35.000 Eur.
Aber alles nur, weil ich mir Mühe mit dem Auto gebe und es eben neu gekauft hatte.

Denke ich nun 10 Jahre und 150.000 Km weiter, ist das Auto eine Baustelle. Man muss ja auch an die Campingsausrüstung denken: Batterie (300 Eur), Standheizung (Reparatur 400 - 1.000 Eur), Gasanlage, Wasseranlage. Rostschäden. Die haben fast alle älteren Transporter.
Und es wird trotzdem noch 10.000 Eur oder mehr bringen. Für mich klasse. Für den Käufer ein teures Projekt.

Daher meine Einlassungen.

Wer ein kleines Budget hat, macht sich mit einem alten WoMo eher unglücklich.
Für 15.000 Eur, die eine verschlissene alte Kiste kostet, kann ich sehr lange neue WoMos mieten.
Alternativ kann man einen Wohnwagen kaufen. Gute gebrauchte WoWas gibt es für 5.000 Eur.
Wir hatten 2 Jahre lang einen WoWa, den ich für 450 Eur bei Ebay ersteigert hatte. Mit neuem TÜV. Investiert habe ich 2 neue Reifen. Danach war er Schrott und ging noch für 500 Eur weg. Als Ferienhaus nach Griechenland.
So kann man es auch machen.

Aber vom Kauf eines 20 Jahre alten Transporters - egal ob als WoMo ausgebaut oder nicht, rate ich nach wie vor kategorisch ab.

Gruß,
M. D.

@Harley: keinen wesentlichen Widerspruch.

Zum Saisonbeginn braucht man bei unserem Fiat Händler nicht denken, kurzfr einen Werkstatttermin zu bekommen, alles voll mit Womos - und so ist es ja auch richtig.
Fahrzeuge, die mit Liebe gehalten werden, werden vielfach kaputtgeputzt oder kaputtgewienert.

Zitat:
"Was die Defektanfälligkeit angeht, kann man womos und transporter nicht vergleichen, die transporter fahren idr. Stückgut, leichte Sachen, die Womos sind überladene Transporterfahrgestelle, die haben einen deutlich höheren Verschleiß. "

Wer nicht nur auf den Aufbau achtet, sondern auch auf das Chassis, sieht auch die Unterschiede da schon. Vielfach werden keine verst. Federn, keine Stabis oder auch Fzg. mit extr kurzem Radstand zum Aufbau genommen, Ergebnis ist dann extr. Wankneigung des Aufbaus in Kurven od bei Seitenwind, das Fahrzeug ist ständig am Nicken, z.B bei schlechten Wegstrecken, das führt zu ständig ausgeschlagenen Vorderachsen, extr. aqua-planing Empfindlichkeit und starkem Komfortverlust. Abgesehen davon, dass es auch bei der Komfortausstattg. (ZV f FH m Funk, Klima, elektr Aussensp., Arml., flache Drehkonsolen) grosse Unterschiede gibt.

Nochmal zum Preis, ich glaube, kaum jemand weiss, was ein Ducato 244 Kasten bzw entspr Citr., hoch und lang einem Unternehmer wirklich netto im Ek kostete.

Doppelpost

Ich weis was n Transporter oder n nacktes Fahrgestell idr. kosten 😁

Aber, davon ab, hier will keiner Ford Nugget fahren. Son Shice Ford kauf ich im Leben nicht, da bleib ich mal schön bei Fiat... Und wenn es sein muss, n Sprinter, aber sicher keinen Ford und auch keinen Citroen...

Ich hab für meines vor nem Jahr 4 Mille bezahlt und 4,5 direkt reingesteckt, hat also 8500 gekostet und ist BJ 1992 und da ist garnix abgerockt, da rostet nix, ich weis nicht von was für Wohnmobilen du schreibst, aber auf meines trifft das alles nicht zu...
Wenn man nun 2 linke Hände hat, dann wären auf die 8500 nochmal etwa 4.500€ Lohnkosten in einer Fachwerkstatt hinzu gekommen, sprich, 13.000€ hätte das Fahrzeug für nix-selbermacher fertig gekostet...

Ich bin damit jetzt 11.000km gefahren, ich hatte den bei Fiat zum Ventile einstellen, eine Antriebswellenmanchette hatte es hinter sich, Getriebedichtung wurde da gleich mit erneuert und Ölwechsel... Das wären incl. Lohn in der Fiat-Vertragswerkstatt etwa 800€ gewesen. Ansonsten musste ich eine Plastikschublade kleben und 2 Gardienenclipse und eine Glühlampe in der Uhr vom Fahrgestell ist durchgebrannt und eine hinten in der Schlussleuchte, ich habe alle neu gemacht...

Das ist meine Bilanz nach dem ersten Jahr und 11.000km.
Wenn man die Kiste nun jedes Jahr in einem Fachbetrieb abgeben würde, würde im Schnitt 1000€ im Jahr reinstecken, dann ist da immer alles fit und top gewartet und dann sieht der in 20 Jahren noch top aus. Vor der Türe steht mein Opel Rekord Kombi im Regen, der fährt mich jeden Tag überall hin, mein derzeitiges Altersauto und ist 55 Jahre alt und da ist auch nix abgerockt, durchgerostet oder kaputt ^^

Das glaube ich, dass du das weist.
Andererseits ist es doch nachvollziehbar, dass Leute, die nicht am Hungertuch nagen, sich bspw. einen neuen Hymer Integr. leisten, zu Saisonbeginn zum Fiat Händler zw. Durchsicht fahren und diese auch bezahlen können. Im Regelfall sind das ja auch keine Unsummen und wer A sagt, muss auch B sagen. Da doch eine Kosten/Nutzen Bilanz doch keine Rolle, andernfalls dürfte man sich nie ein Womo kaufen.

Hier stand vor langer Zeit mal ein Nugget zum Verkauf - der war schnell weg. Jedes Auto hat eben seine Liebhaber. Abgesehen von einer Roststelle hatte ich an meinen beiden Ford Rimor nie Probleme, der HA Antrieb war spez. auf schwierigem Untergrund ein echter Vorteil.

Moin!

Zitat:

Original geschrieben von Mark-86


Ich weis was n Transporter oder n nacktes Fahrgestell idr. kosten 😁

Aber, davon ab, hier will keiner Ford Nugget fahren. Son Shice Ford kauf ich im Leben nicht, da bleib ich mal schön bei Fiat... Und wenn es sein muss, n Sprinter, aber sicher keinen Ford und auch keinen Citroen...

Was bringt Dich zu dieser Aussage?

Bislang läuft der Ford bei uns sehr gut.

Gerade als Nugget ist er für uns das optimale Familienauto, da auch bestens in der Innenstadt nutzbar und beim Camping mit 1,55m Bettbreite auch so manch größerem WoMo überlegen.

Ich möchte nun keine Werbung .für Ford machen, aber der Nugget ist für uns ein tolles Auto, das konkurrenzlos günstig zu unterhalten ist, wenn man es gut pflegt.

Zitat:

Ich hab für meines vor nem Jahr 4 Mille bezahlt und 4,5 direkt reingesteckt, hat also 8500 gekostet und ist BJ 1992 und da ist garnix abgerockt, da rostet nix, ich weis nicht von was für Wohnmobilen du schreibst, aber auf meines trifft das alles nicht zu...
Wenn man nun 2 linke Hände hat, dann wären auf die 8500 nochmal etwa 4.500€ Lohnkosten in einer Fachwerkstatt hinzu gekommen, sprich, 13.000€ hätte das Fahrzeug für nix-selbermacher fertig gekostet...

Ich bin damit jetzt 11.000km gefahren, ich hatte den bei Fiat zum Ventile einstellen, eine Antriebswellenmanchette hatte es hinter sich, Getriebedichtung wurde da gleich mit erneuert und Ölwechsel... Das wären incl. Lohn in der Fiat-Vertragswerkstatt etwa 800€ gewesen. Ansonsten musste ich eine Plastikschublade kleben und 2 Gardienenclipse und eine Glühlampe in der Uhr vom Fahrgestell ist durchgebrannt und eine hinten in der Schlussleuchte, ich habe alle neu gemacht...

...also wohl eher 13.800 zzgl. Kleinteile. Für einen 22 Jahre alten Fiat...

Genau das ist es, was ich meinte: Manchette und Getriebedichtung müssen vor einem langen Urlaub gemacht werden. So hat man an solchen Gurken immer etwas zu tun. Wer als Angestellter seinen Jahresurlaub planen muss, wird begeistert sein, wenn die Kiste dauernd Ärger macht und man nicht dann losfahren kann, wenn man möchte.

Für 13.800 Eur kannst Du 10 Jahre lang ein neues WoMo mieten und hast keinen Stress damit.

Nächstes Jahr kommt dann ein Fenster des Aufbaus und der Kühler.
Übernächstes Jahr die Bremsleitungen.
Danach dann eine Roststelle am Boden und die Radlager.
U.s.w.

Nun habe ich generell keinen Stress mit alten Autos.
ich fuhr selbst schon den einen oder anderen Oldie, den ich billig einkaufte und dann in einer rolling restauration herrichtete.
Das hat sich bei einem Alfa Spider schon gelohnt.
Aber für ein WoMo, also ein technisch völlig unattraktives Fahrzeug, das ich nur für den Urlaub benötige, tue ich mir doch diesen Stress nicht an.
Ebensowenig würde ich im Alltag ein so altes Auto fahren. Auf den Stress habe ich keine Lust.
Wenn es also um WoMo und Alltag geht, muss es für mich möglichst neu sein.

Zitat:

Das ist meine Bilanz nach dem ersten Jahr und 11.000km.
Wenn man die Kiste nun jedes Jahr in einem Fachbetrieb abgeben würde, würde im Schnitt 1000€ im Jahr reinstecken, dann ist da immer alles fit und top gewartet und dann sieht der in 20 Jahren noch top aus. Vor der Türe steht mein Opel Rekord Kombi im Regen, der fährt mich jeden Tag überall hin, mein derzeitiges Altersauto und ist 55 Jahre alt und da ist auch nix abgerockt, durchgerostet oder kaputt ^^

Kein 42 Jahre altes WoMo sieht "top" aus, wenn es nicht komplett restauriert worden ist.

Aber lassen wir das. Ich habe mir meinen T3 damals auch 3 Jahre lang schön geredet.

Was die Oldtimer betrifft, so ist völlig klar, dass ein 25+ Jahre alter Opel Rekord nach 25+ Jahren Alltagsbetrieb ohne Garage vollkommen tot wäre und nur noch zusammengefegt werden könnte. Was Du vermutlich machst, ist ein kürzlich sehr gepflegt eingekauftes Rentnerauto runter zu fahren.

M. D.

Stimmt nicht, mein Opel Rekord hat nach 35 Jahren Alltagsbetrieb ohne Garage sogar noch mal Tüv bekommen bei Opa 😁

Zitat:

Genau das ist es, was ich meinte: Manchette und Getriebedichtung müssen vor einem langen Urlaub gemacht werden. So hat man an solchen Gurken immer etwas zu tun. Wer als Angestellter seinen Jahresurlaub planen muss, wird begeistert sein, wenn die Kiste dauernd Ärger macht und man nicht dann losfahren kann, wenn man möchte.

Für 13.800 Eur kannst Du 10 Jahre lang ein neues WoMo mieten und hast keinen Stress damit.

Nächstes Jahr kommt dann ein Fenster des Aufbaus und der Kühler.
Übernächstes Jahr die Bremsleitungen.

Danach dann eine Roststelle am Boden und die Radlager.

U.s.w.

Mieten ? Son Wohnmobil kostet im Schnitt, wenn man nicht auf die Feriensaison angewiesen ist 100€ die Nacht. Ich hatte mit meinem Wohnmobil 20 Nächte pro Jahr geplant, es sind aber real eher 30 (dieses Jahr noch mehr) und 30 Nächte im Mietmobil sind 3000€ pro Jahr, dann kannste mal sehen wie weit du mit 13.000€ kommst. Dazu hat mein FZ immernoch nen Verkaufswert von 8, 9.000€, also selbst wenn ich den nach 2 Jahren verkaufe, wäre das ein Nullsummenspiel gewesen . . . Das Mietmobil musst du abholen, du musst es wegbringen, du kriegst kein Wohnmobil für eine Nacht gemietet oder 2 Tage am Wochenende, du musst Kaution hinterlegen und idr. wird noch eine Endreinigungspauschale fällig, wofür du dann trotzdem immer nur in von anderen gebrauchten Betten schläfst mit anderer Leute Restsiff und deine eigenen Klamotten auch nicht so richtig dabei hast. Für mich absolut keine Option.

Weiterhin möchte ich garantiert nicht den ganzen Tag Wohnmobilfahren, ich brauche für die Autobahn und für die Stadt nen normalen PKW, nur weil ich ein paar Wochen Urlaub im Jahr mache, möchte ich nicht mein Wohnmobil den ganzen Tag mitschleppen. Bevor ich da n neues Wohnmobil kaufe, kaufe ich lieber n gebrauchtes und n gebrauchten PKW...

Ich fahre ein kürzlich sehr gut gepflegt eingekauftes Rentnerwohnmobil, den Rekord fahre ich schon seit über 10 Jahren... Allerdings nur Momentan im Alltag, habe noch andere Autos...

Was das Thema "müssen vor einem Urlaub gemacht werden" angeht, ist das totaler Quatsch. Ich habe teilweise bis zu 14 Monate Vorlaufzeit in meiner Urlaubsplanung ohne angestellter zu sein. Die Sachen sind schon im letzten Jahr aufgefallen, das eine Dichtung anfängt zu siffen, das die Manchetten rissig werden, das wusste ich schon vor einem Jahr nach dem der bei Fiat zur Inspektion war und das ich das im Auge behalten muss und die Manchette hat jetzt nach dem letzten Urlaub aufgegeben und natürlich, nach dem Urlaub ist immer vor dem Urlaub, aber ich hatte ja jetzt auch 3 Wochen zeit das reparieren zu lassen. Ist ja nix wichtiges.

Genau darum geht es, ordentliche Inspektion machen, Verschleißteile erneuern bevor sie kaputt sind und fertig . . .

Nächstes Jahr kommen nicht die Fenster, da kommen die Dachleisten rundum, sind wahrscheinlich wieder 1.000€ 😁 Das ist aber gar kein Problem, das immer irgendwas ist ist normal. Und n Ford Nugget ist ja gar keine Alternative, das ist kein Wohnmobil, das ist n Campingbus ^^

Ich möchte mich im Urlaub mit SICHERHEIT NICHT in einen Campingbus quetschen. Ich will ein richtiges Badezimmer, ein vernünftiges Doppelbett und nicht in einem Alkoven schlafen, ich will dadrin mal duschen können, ich brauche auf jeden Fall eine gescheite Küche weil ich grade im Urlaub gerne Koche und eine vernünftige Sitzgruppe, die auch unabhänig vom Bett funktioniert, sonst trete ich mir mit kleiner Maus nur auf den Füßen rum, man muss gemeinsam aufstehen usw. usf. und das ist dann für mich in so ne Blechdose a la VW Bus eingequetscht zu sein kein Urlaub. Und da reden wir dann auch nicht mehr von 13.000€ für gebraucht zu 25.000€ für n Nugget, sondern dann reden wir über die Wohnmobileinstiegsklasse von 55-60.000€, Rabattbereinigt immernoch über 50.000€ und das ist n Unterschied, ob ich 50.000€ oder 13.000€ ausgebe ^^

Es ist doch immer ´ne Frage der Pflege! Ich weiß garnicht, was hier manche gegen ältere Womos haben???
Ich fahre seit über 20 Jahren Wohnmobile, alle gebraucht gekauft!
Das erste habe ich als leeren Transporter, Lieferfahrzeug, gekauft, mit Motorschaden nach 288.000 Km. Das war 1992, ein LT 28 TD Bj. 1989. Den Motor habe ich damals von einem Motoreninstandsetzer aufarbeiten lassen, alle defekten und Verschleißteile kamen neu, wurde als von Grund auf saniert... Der hat mich dann weitere 75.000 Km durch die Gegend gefahren, problemlos, und auch danach beim neuen BEsitzer lief er problemlos. Gekostet hat die Instandsetzung damals 5000 DM.
Danach kam ein Alkoven, LMC 6400 auch Ducato, Bj. 1994, EZ 1995, noch das eckige Modell, mit 2,5 TD. Hatte damals beim Kauf 20.000 Km gelaufen, den fahren meine Eltern heute noch mit Begeisterung, absolut rostfrei (!!!), hat inzwischen 205.000 Km gelaufen, problemlos, und wird auch so weiterlaufen.
Zwischenzeitlich habe ich dann ein Alkovenmobil für mich bzw. meine Familie allein gekauft. Das war ein Eura 560 Bj. 1990, Peugeot J5 2,5 TD, gekauft 2001, mit 191.000 Km. Ausser einer neuen Kopfdichtung und kleineren Wehwehchen wie mal ein kleines Elektrikproblem lief der bei uns 4 Jahre bis 221.000 Km prolemlos, war übrigens auch rostfrei, und lief dann auch noch jahrelang beim neuen Besitzer problemlos.
Jetzt habe ich seit 2006 einen Concorde auf Ducato-Basis, 2,5 TDi, damals beim Kauf hatte er 91.000 Km gelaufen, jetzt 142.000, immer ohne jeglichen Defekt, und ebenso rostfrei, auch von unten! Der Tüv ist jedes Jahr (über 3,5 t) wieder begeistert.
Und der Motor wird auch noch ´ne Ewigkeit weiterlaufen.

Die schlimmsten Rostkisten die ich bisher gesehen habe waren Aufbauten auf Mercedes Sprintern aus den Jahren 1999 bis 2003 oder so, habe mir diverse Gebrauchte bei Händlern angeguckt, alle waren stark verrostet, teilweise an mehreren Stellen schon durchgerostet.

Also um die Motoren bei Womos würde ich mir bei 200.000 Km noch überhaupt keine Gedanken machen, viel wichtiger ist, dass der Aufbau dicht ist!

Womos sind nun mal als Neufahrzeuge schon recht teuer, dafür steckt aber auch viel mehr drin als in einem leeren Kastenwagen, der nur ´ne Blechhülle darstellt. Entwicklung, Möbel, Technik wie Heizung, Elektrik, Kühlschrank usw usw...
Bei der Rostvorsorge müssen die Hersteller schon seit Jahren auf Qualität achten, denn es ist nun mal so, dass Wohnmobile wegen der geringeren Laufleistung pro Jahr lange halten sollen und müssen, und Womo-Hersteller nehmen schon ne große Anzahl Fahrzeuge ab!
Dazu kommt, dass die Käufer von Wohnmobilen, ob neu oder gebraucht, viel Geld für die Anschaffung ausgeben und meistens schon auch einen möglichst guten Werterhalt achten, hat schließlich viel Geld gekostet und soll beim Verkauf auch noch was bringen, was aber nur mit guter Pflege zu erreichen ist.
Wenn ich mal unser Womo nehme: bezahlt habe ich 2006 rund 18.000 €, da war es als 11 Jahre alt (ehemaliger Neupreis mit der Ausstattung 1995: ca. 120.000 DM). Wenn ich es heute verkaufen würde, dann könnte man gut 15.000 € erzielen, also kaum Verlust für die vielen Jahre, aber der Markt regelt nun mal die Preise, und Qualität des Aufbaus ist das A und O.
Dafür kann man aber locker noch weitere 10 Jahre recht entspannt damit Spaß haben, ohne viel investieren zu müssen, wahrscheinlich noch länger, und beim späteren Verkauf noch ein paar Euro dafür bekommen. Kommt halt drauf an, wie dann die Marktpreise sind...
Bei heutigem Stand eine 10 Jahre älteren Mobils der Kategorie immernoch zwischen 5 und 8.000 € würde ich schätzen.

Fazit: Womos bekommen im Privatbesitz normalerweise eine bessere Pflege als Lieferfahrzeuge, weil sie für den Besitzer einen viel höheren Wert haben!
Deshalb würde ich ein gut gepflegtes Womo (und das erkennt man beim Angucken!) auch mit hohem Alter und einer Laufleistung um die 200.000 Km bedenkenlos kaufen.
Leider gibt es natürlich auch undichte Torfbuden, die man zu verkaufen versucht, aber mit einem etwas erfahrenen Auge erkennt man das.

Noch eine Alternative:
Transporter Fahrgestell je nach Bedarf als 2 bis 6 Sitzer gebraucht kaufen und separate Wohnkabine draufstellen. Für die Wohnkabine muss man einmal investieren und kann die dann bei Bedarf auf das nächste Fahrgestell mitnehmen.
Kabinen gibt es auch gebraucht, wobei man auch böse hereinfallen kann, wenn man sich ein Feuchtbiotop andrehen lässt. Ordentlich gebaute und gepflegte Wohnkabinen halten 30 oder 40 Jahre. Den Ausbau muss nicht der Hersteller machen, dass kann jeder handwerklich geschickte Heimwerker mit ein paar Werkzeugen und ausreichend Zeit, oder Handwerksbetriebe. Der Camping- und Ausbauhandel hat reichlich Auswahl an Materialien. Reimo nenne ich mal, auch wenn die nicht immer die besten Angebote haben.

Als Beispiel mal ein Kabinenhersteller aus Deutschland, der ordentliche Qualität liefert und auch Leerkabinen oder Basisausstattungen bietet:
http://www.wagner-kunststofftechnik.de/index1.html

Das Design ist nicht so elegant, aber es hat erhebliche Vorteile, weil Standardelemente verwendet werden und auch in 20 Jahren noch Reparaturen oder Ersatz durch neue Standardteile möglich sind.

Und noch ein unschlagbarer Vorteil:
Man kann die Kabine im Urlaub auf dem Campingplatz absetzen und nur mit dem Transporter rumfahren. Zu Hause kann man die Kabine auch abstellen und das Fahrzeug bei Bedarf als Transporter sinnvoll nutzen.

Wer eine Nummer kleiner kaufen will, ist bei den Pickups vielleicht richtig. Da gibt es auch sehr viele Anbieter, nicht nur Tischer und Bimobil, die sich Stände in Düsseldorf auf der Messe leisten können.
Da bekommt man auf der Abenteuer Allrad in Bad Kissingen mehr zu sehen, oder auf der Hausmesse des Wohnkabinencenter.de

Noch ein wichtiger Punkt, der die Basisfahrzeuge betrifft:
Dank der Fahrverbotszonen in Deutschland ist die grüne Plakette für immer mehr Großstädte notwendig, in Österreich geht es jetzt auch los und zwar gleich mit ganzen Regionen, die für Fahrzeuge ohne Plakette gesperrt sind. Ab 2020 wird es dann auch eng für die Fahrzeuge mit grünen Plaketten, über weitere Verschärfungen wird bereits verhandelt.
https://www.wko.at/.../...kette_wird_auch_in_Oesterreich_Pflicht_.html
Die Dänen sind auch am Thema und dabei wird es nicht bleiben.

Bernhard

Hm, wenn du eine Wohnkabine auf einen Transporter stellst, dann ist aber alles was damit zu tun hat auch auf den Würfelraum beschränkt. Die Einbindung der Ladeleitung ist sicher das kleinste Übel, aber du musst Gasflaschen, Wasser und vor allem Abwassertanks, Heizung, Staufächer usw. usf. alles in der Kabine unterbringen, was sich bei einem herkömlichen Wohnmobil idr. den Platz im Fahrgestell teilt. Auch sind die Transporter im Gegensatz zu einem Alko-Tiefrahmenchassi sehr hoch, das heist, du brauchst schon eine richtige Treppe um da rein zu kommen und kommst dann auch nach oben hin zu einer stattichen Höhe und zu einem für das Fahrverhalten ungünstigen Schwerpunkt. Das ganze dann so zu realisieren, dass man vom Wohnbereich ins Führerhaus kommt, wird schwer. Das ganze bei einer üblichen Wohnmobilgröße von 6 oder 7 Metern unter 3,5 Tonnen zu realisieren finanziell unmöglich.

Wenn du dir dann mal anschaust, aus wie viele 1000 Einzelteilen alleine das Mobiliar eines Wohnmobiles besteht, wie sauber konstruiert und durchdacht die ganzen Ecken sind und wie da alles ineinander greift und was alleine die Technik im Bereich Heizung, Elektrik, Wasserversorgung, Warmwasseraufbereitung usw. usf. alles kostet, landest du im 6-Stelligen Bereich und n gescheites 7,5 Tonner Fahrgestell kaufst du auch nicht mehr für 15.000€ neu...

Selbst wenn du das alles selbst bauen willst, ist das in einer Vergleichbaren Qualität wie in einem fertigen Wohnmobil ein Projekt für Jahre...
Ich hatte überlegt, nen 7,5 Tonner Atego Kühlkoffer zu kaufen und aus zu bauen, die gibts für unter 10.000€, aber, die Hochkalkulation des Projektes wäre Arbeit von etwa 1000 Stunden gewesen und mindestens 50.000€ ...

Langsam verliere ich hier den Faden.
Wohnkabinen sind irgendwo Krampf, haben sich nicht umsonst nicht durchgesetzt. Hatte mal so ein Geschoss beim Fahren beobachtet, Seitenneigung wie ein 2CV - nur mit anderer Schwerpunktlage.
Es gab auch mal ein Kadett-/Astra-Umbau mit Wohnteil, wurde fest verschraubt und deshalb weiterhin ohne speed-limit zu fahren.

Wenn der TE ein günstiges Womo mit halbwegs akzeptabler Qualität sucht, möge er bei den alten Ahorn Womos mit GFK Aufbau schauen, ab ca. 2002. Gibt als Alkoven 5,50 (NP 49000 DM), 4er Dinette mit grosser Seitensitzbank oder als Teilintegr. mit Halb- oder 4er Dinette.
Oder eben älter und billiger, z:B. Detleffs 5420, auch sehr schön...... aus den 90ern.

Irgendwann kommt dann noch die Idee, ein Frischdienstauto umzubauen....

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