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Geblitzt in Österreich, Heckfoto.

Themenstarteram 21. Juni 2021 um 18:29

Grüß Gott zusammen.

Auf dem Heimweg aus dem Urlaub wurden wir wohl auf der Fernpaßstraße in Österreich geblitzt.

Laut Bußgeldsbescheid liegt nur ein Heckfoto vor. Also lediglich das Kennzeichen, jedoch nicht der Fahrer abgelichtet.

Wie sieht es rechtlich aus? In Deutschland muss der Fahrer sichtbar sein. Bei den Ösis reicht ein Nummernschild.

Fahrzeug ist in Deutschland zugelassen.

Es geht um kein Fahrverbot und nur um einen recht geringen Geldbetrag.

Wie ist das ganze zu bewerten?

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64 Antworten

Nach österreichischem Recht zulässig.

Kann in Deutschland vollstreckt werden, wenn das Bußgeld mindestens 70 € beträgt.

Oder anders ausgedrückt: In Österreich gilt Halterhaftung.

Ich würde auch an deiner Stelle einen geringeren Betrag zahlen, falls du in den nächsten Jahren mal wieder nach Österreich einreisen willst. Sonst könnte das vor Ort unangenehm und teuer werden.

Vorsicht. Deutschland und Österreich haben seit Jahrzehnten ein bilaterales Vollstreckungsabkommen. Demnach wird bereits ab 25 Euro Strafe zzgl. Verfahrenskosten eingetrieben.

Entgegen mancher Meinungen ist es ratsam, die Strafe zu zahlen. Das Einschalten eines Anwalts lohnt sich kaum, es gilt das österreichische Gesetz. Demnach dürfen Geschwindigkeitsübertretungen auch geschätzt und zur Anzeige gebracht werden. Besonders pikant: ein Bußgeldkatalog wie in Deutschland gibt es nicht, es gilt "ab", ist je nach Region und Ansicht der Polizei unterschiedlich und kann auch deutlich höher ausfallen. Und spätestens nach dem nächsten Grenzübertritt darf man damit rechnen, auf einer Kamera erfasst und anschließend von einem Behördenfahrzeug gestoppt zu werden.

Der TE kann ja noch froh sein, dass er geblitzt wurde und nur seine gerechte Strafe bezahlen muss. Die österreichischen Inspektoren sind tätsächlich darauf geschult Geschwindigkeitsübertretungen bis max. 3okm/h mit bloßem Auge zu ermitteln. Eine fantastische Möglichkeit das Staatssäckel aufzufüllen. Als Ausländer und jemand mit Sportauspuff hast du dort schnell ein Problem. Ist mir vor ca. 20 Jahren in Kärnten passiert. Musste direkt zahlen oder Auto wäre beschlagnahmt worden.

Ich bin in Österreich auch einmal geblitzt worden, sollte irgendwas um 250,- € kosten. Da RS-Versicherung besteht, hab ich dort um eine Kostenübernahme für das Verfahren gebeten. Prompt kam der Gegenvorschlag, mir 200,- € zu überweisen, ich akzeptiere die Strafe und verzichte auf ein Verfahren. Klar, dass ich den Vorschlag angenommen habe.

Zitat:

@PeterBH schrieb am 21. Juni 2021 um 20:56:54 Uhr:

Ich bin in Österreich auch einmal geblitzt worden, sollte irgendwas um 250,- € kosten. Da RS-Versicherung besteht, hab ich dort um eine Kostenübernahme für das Verfahren gebeten. Prompt kam der Gegenvorschlag, mir 200,- € zu überweisen, ich akzeptiere die Strafe und verzichte auf ein Verfahren. Klar, dass ich den Vorschlag angenommen habe.

Statt 250€ zu zahlen haben sie dir 200€ überwiesen, ist ja top.

Eventuell hast du es falsch verstanden, ich musste 250,- € "Bußgeld" zahlen und die Versicherung hat mir - statt hinterher deutlich höhere Verfahrenskosten zahlen zu müssen - 200,- € überwiesen. Unter'm Strich kostete mich die Geschwindigkeitsüberschreitung im Tunnel damit nur 50,- €. Ist übrigens nur möglich, wenn es ein Auslandsverfahren ist.

Aso . Ok das macht natürlich einen Sinn .

Und das sogar für beide. Denn ich war unbestritten deutlich zu schnell. Aus dem strahlenden Sonnenschein in den dunklen Tunnel, da wurde ich ziemlich unbewusst immer schneller und am Ausgang standen die Herren mit der Laserpistole. Haben uns aber noch nett unterhalten, die fuhren die älteren BMW-Boxer und interessierten sich sehr für meine R 1200 RT.

Da gibt es nur eins.

Meidet Österreich.

Und Italien ist da noch grausamer.

Zitat:

@borcamper schrieb am 21. Juni 2021 um 23:41:46 Uhr:

Da gibt es nur eins.

Meidet Österreich.

Und Italien ist da noch grausamer.

Oder haltet Euch an Tempolimits ;)

Zitat:

@borcamper schrieb am 21. Juni 2021 um 23:41:46 Uhr:

Da gibt es nur eins.

Meidet Österreich.

Und Italien ist da noch grausamer.

Das wäre die falsxhe Reaktion .

Besser ist doch ab nach Österreich aber möglichst an die Regeln halten.

 

Zitat:

@PeterBH schrieb am 21. Juni 2021 um 21:10:05 Uhr:

Eventuell hast du es falsch verstanden, ich musste 250,- € "Bußgeld" zahlen und die Versicherung hat mir - statt hinterher deutlich höhere Verfahrenskosten zahlen zu müssen - 200,- € überwiesen. Unter'm Strich kostete mich die Geschwindigkeitsüberschreitung im Tunnel damit nur 50,- €. Ist übrigens nur möglich, wenn es ein Auslandsverfahren ist.

Das beruhigt mich sehr, die Versicherungen scheinen über ein gutes finanzielles Polster zu verfügen wenn sie jetzt sogar Bußgelder für Geschwindigkeitsüberschreitungen bezahlen.

Das beunruhigt mich aber auch, denn es ist ein falsches Zeichen, denn damit wird die Ahndung bei Geschwindigkeitsübertretungen als unrechtmäßig abgestempelt.

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