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Garage ohne Belüftung - ja/nein?

Themenstarteram 17. Mai 2010 um 18:37

Hallo,

mein Auto parkt zur Zeit noch im Freien (Anwohnerparkplatz) und hätte in naher Zukunft die Möglichkeit, in eine Einzelgarage zu ziehen.

Die (Beton-)Garage ist aus den 70ern und verfügt über keinerlei Belüftungsmethoden, zumindest sind mir als Laie keine aufgefallen.

Die Rückwand hat keine Entlüftungsschlitze o.ä., am Tor finde ich auch nichts.

Gibt es überhaupt Garagen, die gar nicht belüftet werden?

Klar, das Tor ist natürlich auch nicht luftdicht, aber wirklich viel Luft kommt da sicherlich nicht durch.

Das Auto wäre mir am liebsten in der Garage aufgehoben, wenn ich dann natürlich aufgrund fehlender Belüftung jedes Jahr zum Lackierer muss, dann könnte ich es gleich im Freien der Witterung aussetzen.

Was meint ihr??

Gruß

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38 Antworten

Klar, Garage ist Gold wert, und soo schnell dürfte ein Auto auch in einer Garage nicht rosten. Notfalls kannst du dir aber ein anderes Garagentor, oder Belüftungen zB in der Rückwand einbauen

Themenstarteram 17. Mai 2010 um 19:36

Zwecks neuen Belüftungsmaßnahmen hat mir der Vermieter leider schon eine Absage erteilt.

Naja, bin halt bloß Mieter. ;)

Wann ist die Rostgefahr eigentlich am größten?

Im Sommer wegen der höheren Luftfeuchtigkeit oder im Winter, weil ein feuchtes Auto kaum trocknen kann?

Tägliches Lüften sollte genügen oder? (Laufe sowieso mehrmals am Tag daran vorbei)

im winter...wegen dem salz im wasser, tippe ich mal so als laie.

 

ne belüftung spielt in meinen augen nur wirklich ne rolle wenn man sein auto dort überwintern, also mehrere monate, stehen lassen will.

Die Rostgefahr ist im Sommer höher. Grund: Die Luft trägt aufgrund der höheren Temperatur mehr Wasserdampf (absolut), in der kühleren Garage steigt dann die relative Luftfeuchtigkeit stark an, das kann bis hin zur Kondensation an den kalten Betonwänden bzw. kalten Fahrzeug führen -> Rostgefahr. Häng mal ein Hygrometer da rein, das dürfte tagsüber zwischen 80...90% relativ anzeigen. Im Winter ist es eher umgekehrt, aufgrund der kalten Temperatur wenig Wasser absolut in der Luft, die Garage eher wärmer als Lufttemperatur -> geringe rel. Feuchtigkeit, weniger Rostgefahr.

Zweiter Grund: Rostbildung ist nichts anderes als eine chemische Reaktion und die Geschwindigkeit mit der diese ablaufen hängt stark von der Temperatur ab, siehe Vant Hoffsche Regel. Pro 10 Grad mehr geht man (Faustregel) von jeweils der Verdoppelung der Geschwindigkeit aus. Im Winter daher weniger Gefahr (das Streusalz lasse ich mal aussen vor...).

Völlig unbelüftete Betongaragen fördern den Rost, wobei man erstmal schauen muss ob es da wirklich keinerlei Belüftung gibt. Wenn ja musst eben selbst dafür sorgen, z.B. indem man das Tor einfach so oft wie möglich offen lässt und die Garage sozusagen als "Carport" nutzt. Wichtig vor allem wenn das Fahrzeug nass ist.

Wie Onkel August schon ausgeführt hat:

Auf jeden Fall für Belüftung sorgen.

Am besten an der Rückwand eine Lüftungsöffnung schaffen, das Tor ist meist ausreichend undicht (vorallem unten, was gut ist, weil die Lzft unten am Tor eintreten kann und an der Rückwand oben austritt, wenn sie von der Restwärme des Fahrzeuges erhitzt wird).

Noch besser ist ein Saugzugventilator an der Rückwand der mit der Garagenbeleuchtung und einer Nachlaufregelung versehen ist (Badventilator).

Gruß SRAM

am 17. Mai 2010 um 21:22

Kann mich meinen Vor-Schreibern da nur in jeder Hinsicht anschließen. Bauern haben ihre Scheunen immer mit Durchzug gebaut, damit das Heu trocknet bzw. nicht feucht wird. Oldtimer, die in gut durchlüfteten Scheunen stehen, rosten deutlich weniger. Ich hab einen Käfer gesehen, der 10 Jahre in einer weitgehend "dichten" Garage stand und an Karosserie und Fahrgestell übel gerostet hat.

Wenn das Auto feucht ist, sollte man das Garagentor auf jeden Fall auflassen. Carport ist ne gute Lösung. Scheune auch. Garage sollte Durchlüftung haben.

Themenstarteram 17. Mai 2010 um 21:43

Zitat:

Original geschrieben von Onkel August

Häng mal ein Hygrometer da rein, das dürfte tagsüber zwischen 80...90% relativ anzeigen.

Gibt es denn einen Luftfeuchtigkeitswert, den eine Garage besser dauerhaft nicht überschreiten sollte?

Sozusagen das kleine Einmaleins für Garagenlaien. :D

Wenn ich heute mein nasses Auto reinstelle, dann ist es ja normal, dass morgen ein erhöhter Feuchtigkeitswert gemessen wird.

Oder?

.... nehmt Ihr das hier jetzt nicht ein wenig zu genau? Ich denke es geht hier nicht darum ein Fahrzeug einzumotten um es für die Nachwelt auf zu bewahren, sondern nur darum ein Auto abzustellen. Besonders wenn es im täglichen gebrauch ist wird sich das mit der Belüftung sicher nicht so gravierend auswirken. Wobei ich der Meinung bin das es normalerweise in Deutschland von den Bauvorschriften her auch keine Garage ohne korrekte Be- und Entlüftung gibt ....

Themenstarteram 17. Mai 2010 um 22:14

Naja, mein Auto steht meistens einige Tage und wird überwiegend auf Langstrecke bewegt.

Da kommen dann schon auch einige km zusammen, aber die meiste Zeit steht das Auto halt in der Garage.

Was die Bauvorschriften betrifft, da stimme ich Dir schon teilweise zu.

Es ist sicherlich nicht erlaubt, eine luftdichte Garage zu bauen.

Und bei einer Garage ohne besondere Belüftung, gibt es natürlich trotzdem Luftzirkulation, die sicherlich ausreichend ist, um nicht zu ersticken.

Aber ob sie ausreichend für mein geliebtes Autolein ist? :cool:

Es ist auf jeden Fall ein Faktor, den man bedenken sollte. Auch nicht zu unterschätzen: Der Salz-Dreck vom Winter, der dann aufgrund mangelnder Luftzirkulation in einer Garage, und durch Motorwärme etc erwärmt wird..

Also die Aussage das Autos im Sommer in feuchten Garagen mehr rosten als im Winter bei Salz und Schnee halte ich für total falsch.

Solange der Lack in Ordnung ist rostet kein Auto in einer noch so feuchten Garage.

Ist der Lack nichtmehr in Ordnung rostet der Wagen bei berührung mit Salzwasser deutlich schneller als wenn du es im Regenwald in einer Schaumstoffgarage geparkt hättest.

Es ist in jedem Fall besser das Auto in die Garage zu stellen als draussen stehen zu lassen, dabei ist eine belüftete Garage noch etwas besser als eine relativ Dichte.

Zitat:

Original geschrieben von Destructor

Also die Aussage das Autos im Sommer in feuchten Garagen mehr rosten als im Winter bei Salz und Schnee halte ich für total falsch.

Solange der Lack in Ordnung ist rostet kein Auto in einer noch so feuchten Garage.

Ist der Lack nichtmehr in Ordnung rostet der Wagen bei berührung mit Salzwasser deutlich schneller als wenn du es im Regenwald in einer Schaumstoffgarage geparkt hättest.

Es ist in jedem Fall besser das Auto in die Garage zu stellen als draussen stehen zu lassen, dabei ist eine belüftete Garage noch etwas besser als eine relativ Dichte.

Sehe ich genau so! Mensch wir haben doch hier moderne Autos, warum sollen die rosten, wenn diese keine Schäden aufweisen! Könnte mich z. B. nicht vorstellen, dass mein E61 nur wg. schlechter Belüftung (habe nur ein Belüftungsloch, die anderen habe ich wg. Mardern verschlossen) rostet :o

Das Auto stattdessen nun lieber in einem Carport stehen zu lassen, wäre für mich das absolute no go! In einem Carport ist der Wagen den Witterungsbedingungen m. E. fast genau so ausgesetzt wie im freien (staubige Winde, schräg einfallender Regen etc.). Außerdem können sich im Carport auch noch irgendwelche Spacken am Wagen ran machen und schöne Neidgravuren einritzen.

Daher meine Meinung: Guter, höher preisiger Wagen => Garage, alte schrottige Karre => im Freien...

Zitat:

Original geschrieben von Destructor

Solange der Lack in Ordnung ist rostet kein Auto in einer noch so feuchten Garage.

Ist der Lack nichtmehr in Ordnung rostet der Wagen bei berührung mit Salzwasser deutlich schneller als wenn du es im Regenwald in einer Schaumstoffgarage geparkt hättest.

Lack ja, aber was ist mit dem Unterboden? Den Radkästen, etc.?

 

Mein erstes Auto war ein Mazda 323F BG Bj. 92. An der Karrosserie war kein einziges Rosttüpfelchen zu sehen, der Unterboden und die Übergänge zu den Radkästen waren aber knapp vorm Durchrosten. Haben das Auto dann noch ein paar Jahre durch diverse Schweißarbeiten am Leben gehalten bzw. durch den TÜV gebracht, aber nach 13 Jahren war dann einfach keine sinnvolle Lebenswerhaltung mehr möglich.

Der neue Besitzer hat dann glaub ich einen neuen Unterboden gemacht, aber das ist eine andere Geschichte.

Meine Erfahrung ist also, dass ein Auto bei schlechter Handhabung bzw. Pflege eher unten rostet als oben am Lack. Zudem ist Rost an der Karrosserie, sprich am Lack, weitaus leichter zu beheben als am Unterboden.

Und von diesen Gesichtspunkten her ist ein Carport dann besser. Aber es gibt halt nicht den perfekten Abstellplatz: In der Garage ist bei uns auch zu wenig Luftzirkulation, im Carport halt der Marder und so im November auch der Nebel, der die Autos nicht trocknen lässt...

Wobei das mit dem Regen im Carport nur teilweise stimmt: Seit 1,5 Jahren haben wir ein Carport, und da sind die Autos noch nie (auch nicht bei den Stürmen und extremen Regen letztes Jahr) nass geworden. Aber da is dann wohl der Unterschied, ob man sich so ein Mini-Carport ausm Baumarkt aufstellt, oder ein richtig großes..

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