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Ganzjahresreifen Test 2020 - Diskussion

Themenstarteram 16. September 2020 um 22:56

Moin allerseits,

da ja immer mehr zu Ganzjahresreifen tendieren und ich bisher nur die jährliche Sommer und Winter Test Threads finden konnte, dachte ich mir es wird Zeit das wir das jährliche Ganzjahresreifen Test - Diskusion Thread auch Mal einführen.

Ich habe hier den aktuellsten Test Mal verlinkt aus diesem Jahr den ich finden konnte und würde mich über rege Teilnahme freuen.

Test ADAC - 235/55/17

https://www.adac.de/.../

Mein Anliegen für diesen Thread rührt daher das wir selber zwar im Sommer immer noch Sommerreifen fahren aber im Winter bei unseren Verhältnissen der vielen letzen Jahre zu der Entscheidung gekommen sind das wir mit GJR im Winter besser dran sind, da die trocken und nass Performance/Haltbarkeit für mich gefühlt besser ist als bei reinrassigen Winterreifen.

Hier fällt kaum noch Schnee und selten bis auf ein paar Tage im Winter ist mit Schneematsch zu rechnen, überwiegend ist es halt mal kalt, nass oder trocken, öfter auch mehr als sieben Grad.

Wie seht ihr die Entwicklung?

Der Test zeigt zumindest in der Größe wie dort getestet ganz klar daß diese All Season Reifen kein echten Winterreifen im Schnee verdrängen können aber ist das überhaupt noch ein Muss bis auf einzelne Regionen bei uns?

Wir persönlich fahren im Sommer noch Sommerreifen aber haben uns für diesen Winter statt Winterreifen nun für GJR entschieden und die Hankook Kingery 4S in 215/55/17 montiert.

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Beste Antwort im Thema

Guten Tag zusammen,

ich möchte hier kurz meine Erfahrungen schildern, die jedoch nur für den Raum Ostwestfalen/Hamburg gelten, was die Region anbelangt.

Ich kaufte mir privat Anfang 2020 einen neuen A4 Quattro; nicht, dass ich Quattro benötige, aber wer ihn einmal hatte möchte ihn auch nicht mehr missen.

Zudem war von vornherein klar, dass ich als Privatperson keine Lust auf die alljährlichen Wechsel habe - also Allwetterreifen gepaart mit Quattro in Norddeutschland eine legitime Alternative bei ca. 10.000 KM/Jahr.

Ich fahre 18 Zoll S-Line und benötige 245er Reifen.

Also Audi in Ingolstadt abgeholt, ca. 1.000 KM gefahren, dann die original S-Line Räder gut über ein Kleinanzeigenportal verkauft und einen zweiten Satz S-Line Felgen hatte ich im Keller.

Auch ich las viele Testberichte und für mich war klar: Michelin CC.

Die wurden auch aufgezogen und ich war komplett enttäuscht - das betrifft jetzt nicht das Handling oder die Fahreigenschaften im Trockenen oder bei Nässe...nein, die Reifen waren einfach wahnsinng laut und je nach Asphalt SINGEN sie...und zwar regelmäßig.

Ich war dann x Mal beim Reifenhändler und monierte das auch im Rahmen einer gemeinsamen Probefahrt...Michelin hatte dann ein Einsehen.

Heute fahre ich die Vredestein Quattrac Pro in 245/18 Zoll, zahlte komplett mit allem drum und dran 540,- Euro für 245/18 und bin bis dato begeistert. Leise, komfortabel und wirklich kein Unterschied zum Pirelli Sommerreifen.

Und Schnee/Eis Eigenschaften? Nun ja, berichte, wenn man wieder ein Winter kommt.

Aber bis dato ein toller Reifen, der preislich attraktiv und sonst komplett unauffällig.

Leonie

P.S. Ich finde es gut, dass es diesen Thread gibt, da die Akzeptanz von Allwetterreifen gerade hier oft ad absurdum geführt wird.

Ein Beispiel: Nehmen wir 2019 - der normale Deutsche zog im November Winterreifen auf - wann schneite es hier in meiner Region? Kaum. Aber man fuhr mit Winterreifen, die in 90% aller Situationen in 2019 schlechter gewesen wären als Sommerreifen oder Allwetterreifen.

Und dann dieses Video bei Youtube eines minderbemittelten Südosteuropäers, der aufzeigte, wie sich der Bremsweg aus 200 KM/h im vgl. zu Sommerreifen verändert. Ohne Worte...

Ich fuhr beruflich (heute arbeite ich nicht mehr) ca. 1,5 Millionen Kilometer, oft sehr schnell...hatte aber in all dieser Zeit weder eine Vollbremsung aus 200 KM/h oder auch nur 100 KM/h.

Will heißen, wer besonnen fährt, gerne auch schnell mit Abstand, ist mit Allwetterreifen stets gut bedient.

Leonie

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@Cultus: ja, wobei für mich hauptsächlich als Erkenntnis was anderes hängen bleibt.

1.: GJR die WR nahekommen sind im Prinzip verkappte WR und wenn ich im parallelen Thread „WR Test 2020“ die Bremstests angucke, könnte beispielsweise der Blizzak LM005 vermutlich locker auch als GJR durchgehen, wahrscheinlich sogar als Testsieger unter den GJR die verkappte WR sind.

2.: GJR die SR nahekommen - oder zumindest Michelins CC - sind jedoch keine verkappte SR, weil sie bei Nasskälte und Schnee andere Eigenschaften bieten als SR.

Nach jetzt gut 3 Fahrzeugen bin ich von den Goodyears immer noch voll überzeugt und habe sie wieder auf meinem Superb drauf ziehen lassen.

Nach 61tkm und 3 Jahren habe ich meinem Mondeo mk4 samt der Goodyears, die noch 4mm aufwiesen verkauft.

Das einzige was ich bemängeln würde ist das leicht, bei Sommertemperaturen, schwammigere Lenkverhalten.

insbesondere der Nässegrip ist sehr gut, hier in Hildesheim kann man schön anhand eines großen Kreisverkehrs langsam an die Grenzen gehen.

Schnee und Winterverhalten ist voll wie bei einem Winterreifen.

Aus dem ADAC -GZR 2020 Test habe ich für mich mitgenommen,

Es gibt verschiedene Auslegungen dieser Allround-Reifen.....

Einige Hersteller liefern "verkappte Sommerreifen" , die schlechte

Wintereigenschaften haben, aber gut bei Trockenheit und Nässe sind.

Diese sind für Gegenden, wo es Klimawandel bedingt, keine Winter

mehr gibt. Auch im Sommer müßten Diese ganz vernünftig sein.

Andere Hersteller liefern "verkappte Winterreifen" die sich mit Ihren

Eigenschaften mit Winterreifen messen könnten. Bei Diesen sind die

Sommereigenschaften denkbar schlechter.

Darum sollte Jeder, der sich mit GZR beschäftigt, überlegen, welche

Auslegung der Eigenschaften, für Ihn wichtiger ist.

Beispiele: Sommerlastig

Michelin Cross Climate oder Bridgestone A005 Weather Control

Winterlastig:

Goodyear Vector , und Andere

Dies ist meine Meinung zu dem Thema......

Zitat:

@Cultus schrieb am 16. September 2020 um 23:35:13 Uhr:

Du hast recht es ist der aktuellste. Die Autobild testet GJR später......

Der neue GJR-Test der Autobild (Kompaktklassen-Größe, wahrscheinlich 205/55R16) erscheint am kommenden Donnerstag, 24.09.

@maritirosso

Danke für den Hinweis !

Was mich bei dem aktuellen ADAC GJR-Test auch wundert ist die Tatsache das der Testsieger im ADAC GJR Test von 2018 (für 2019 habe ich keinen gefunden) nicht mitgetestet wurde. Der Nexen NBlue hat damals den Test gewonnen und wäre auch in der jetzt getesteten Größe verfügbar gewesen.

Hier der Test von 2018,

https://www.adac.de/.../

Stimmt, den hatte er wegen den Abwertungen gewonnen. Rechnet man diese nicht mit ein, ergibt sich ein gaaaanz anderes Ranking

@diambi

Richtig, das ist auch noch so ein Kuriosum bei den ADAC Test. Der Reifen kann nicht besser sein als die schlechteste-

Note in einer Rubrik. Das verfälscht das Ergebnis. Wobei der Nexen ein guter GJR ist mit einem sehr guten Preis Leistungsverhältnis. Aber meiner Meinung nach kein Testsieger.

In Tests liest man immer wieder das GJR etwas für wenig Fahrer sind, wie viel fahrt ihr GJR Fahrer den im Jahr?

Vom Bridgestone A005 gibt es seit kurzem eine Evo Version mit besseren Wintereigenschaften. Hoffentlich ist die neue Version im nächsten Autobild Vergleich mit dabei. Genauso wie der Vector 4Seasons Gen-3.

Zitat:

Gegenüber seinem Vorläufer habe der „Weather Control A005 Evo“ vor allem hinsichtlich der Leistungen auf Schnee zugelegt, sagt der Reifenhersteller. „Aufbauend auf der beeindruckenden Nasshaftung unseres ‚A005‘ haben wir beschlossen, die Schnee-Performance des Nachfolgers noch weiter zu verbessern.

https://reifenpresse.de/.../

@Tarnik, also ich fahre etwa 12.000 Km im Jahr. Derzeit fahre ich den Contintenal AllSeasonContact.

Themenstarteram 20. September 2020 um 13:01

Ich verstehe die Aussage für wenig Fahrer eh nicht. Ob ich nun einen teuren Satz Sommer und einen teuren Satz Winter besitze und wie viele das machen auch noch zweimal im Jahr in der Werkstatt umstecken lasse oder in der Zeit mal grob angenommen zwei Sätze GJR verfahre ohne das ständige umstecken, relativiert sich das ganze doch. So viel teurer ist ein Satz GJR doch nun auch nicht wie ein Satz Winter oder Sommer. Wenn man es richtig anstellt kommt man ganz sicher ohne Mehrkosten aus und hat statt ca vier Termine zum umstecken in der Zeit nur einen oder sehe ich das was verkehrt. Ich glaube auch kaum daß der Mehrverschleiß so dramatisch hoch sein soll bei GJR. Die Aussage ist mir einfach zu pauschal oder wie seht ihr das?

Zitat:

@mik1h schrieb am 20. September 2020 um 12:33:42 Uhr:

Vom Bridgestone A005 gibt es seit kurzem eine Evo Version mit besseren Wintereigenschaften. Hoffentlich ist die neue Version im nächsten Autobild Vergleich mit dabei. Genauso wie der Vector 4Seasons Gen-3.

Zitat:

@mik1h schrieb am 20. September 2020 um 12:33:42 Uhr:

Zitat:

Gegenüber seinem Vorläufer habe der „Weather Control A005 Evo“ vor allem hinsichtlich der Leistungen auf Schnee zugelegt, sagt der Reifenhersteller. „Aufbauend auf der beeindruckenden Nasshaftung unseres ‚A005‘ haben wir beschlossen, die Schnee-Performance des Nachfolgers noch weiter zu verbessern.

https://reifenpresse.de/.../

@Tarnik, also ich fahre etwa 12.000 Km im Jahr. Derzeit fahre ich den Contintenal AllSeasonContact.

Und nächstes Jahr bringt Michelin den CrossClimate 2 auf den deutschen Markt, welcher in den Staaten bereits erhältlich ist. Es bleibt also interessant.

@Tarnik, komme dieses Jahr (Corona-bedingt) ebenfalls auf nur 12.000 km. Normalerweise sind es ein paar mehr.

Mit meinen Conti ASC habe ich seit Okt. 2017 ca. 46 TKM abgespult.

Zitat:

@SchrauberfreundeMV schrieb am 20. September 2020 um 13:01:56 Uhr:

 

Ich glaube auch kaum daß der Mehrverschleiß so dramatisch hoch sein soll bei GJR. Die Aussage ist mir einfach zu pauschal oder wie seht ihr das?

Insbesondere in Anbetracht der Tatsache, hier ab und an Postings zu lesen, wo Leute berichten den einen oder anderen Saisonreifen, z.T. aus dem Premiumsegment, binnen Kilometerleistungen von 9 - 15 TKM an die Verschleißgrenze gebracht zu haben...

Da werde ich dann auch manchmal nachdenklich, wenn ich mir meine bisherige KM - Leistung in Verbindung mit dem noch vorhandenem Restprofil anschaue.

 

Angenommen du fährst 10.000km im Jahr und deine Reifen - egal ob GJR, WR, oder SR - halten jeweils 50.000 km. Dann hast du einen Satz GJR 5 Jahre gefahren. Wenn du aber SR und WR fährst dann hast du 10 Jahre alte Schlappen am Auto bis du die 50.000km runter hast.

Ob man aber ohne Umstecken bei GJR auskommt ist auch so eine Sache. Meine GY V4S hatten sich nach 27.000km auf der VA aufgelöst während sie auf der HA noch in gutem Zustand waren. Da hätte sich ein Wechsel zwischen VA und HA sehr gelohnt so nach ca. 15.000 km.

Nichtsdestotrotz ist der Vorteil von SR+WR, dass man mindestens in einer Jahreszeit bessere Fahrleistungen mit wesentlich günstiger Reifen schon erreichen kann. Ich fahre jetzt Hankook VP3 und die fahren sich wesentlich besser als die GY V4S. Ein neuer Satz GY hätte mich ca. 50% mehr gekostet als Hankook. Zwei Sätze GY kosten mich also in etwa so viel, wie zwei Sätze Hankook inklusive ein Satz Stahlfelgen mit RDKS. Für mich als Vielfahrer bleiben langfristig von GJR also nur du die schlechteren Fahreigenschaften.

Zitat:

@Klampi schrieb am 20. September 2020 um 13:34:08 Uhr:

 

Ich fahre jetzt Hankook VP3 und die fahren sich wesentlich besser als die GY V4S. Ein neuer Satz GY hätte mich ca. 50% mehr gekostet als Hankook. Zwei Sätze GY kosten mich also in etwa so viel, wie zwei Sätze Hankook inklusive ein Satz Stahlfelgen mit RDKS. Für mich als Vielfahrer bleiben langfristig von GJR also nur du die schlechteren Fahreigenschaften.

Hinkt trotzdem ein wenig , da Du einerseits Gut & Günstig und andererseits Premium-Klasse zu Grunde legst und vergleichst. Wenn Du bei der Wahl Deines GJR-Satz z.B. ebenfalls zu günstigeren Hankook gegriffen hättest, relativiert sich das Ganze wieder.

Es gibt auch gute GJR für die keine Premium-Preise hingeblättert werden müssen.

Beispiele:

Hankook Kinergy 4S²

Nexen N' blue 4 Season

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