Für kleines Geld Auto schweißen

Ich möchte hier mal über das billigste Schweißgerät das ich gefunden habe schreiben, mit dem man Bleche und Metallteile aller Art schweißen kann.

Ich habe mir einen Golf 3 zugelegt. Eine Auto das Günstig ist, das man im Winter, Bei Schlecht Wetter und auf Baustellen benutzen kann. Ein Auto das für nichts zu schade ist. Das Auto ist dafür aber auch in einem Entsprechenden Zustand. Beulen, Dellen, Rost und viele andere Schäden die man selber beseitigen kann. TÜV stand an und Rost mag der TÜV gar nicht und schon gar nicht wenn man mit der Bloßen Hand den Rost abkratzen kann.

Am Schweißen kam ich nicht vorbei. Kleben oder nieten ist hier kaum noch möglich. Möglich bestimmt, aber ich wüsste nicht in was für einem Verhältnis es stehen würde, die Arbeit die damit verbunden wäre, besonders das Blech biegen und Löcher an stellen bohren wo man mit dem Akkuschrauber kaum noch dran kommt. Auf der Suche nach einem billigen schweißverfahren bin ich auf den OBI Schrott von LUX gestoßen. Dieses Schweißgerät gibt es auch von etlichen anderen Herstellern, wie Einhell, Kraft, Güde und viele andere, die alle Kosten gleich und kommen vermutlich auch aus der gleichen Fabrik. LUX deshalb, weil OBI nur LUX hatte und der OBI gleich um die Ecke ist. 150€ Fülldrahtschweißgerät und 30€ der Draht 900g Fülldraht von LUX. 180€ bei OBI gelassen. Interessante Summe, weil ich davor noch in etlichen ALIBABA Werkstätten gefragt habe und der billigste von allen auch 180€ wollte. Habe ihm 25€ geboten, er hat abgelehnt. Dann dachte ich, wenn ich 180€ in das Fülldraht Gerät investiere, dann kann ich die Arbeit dutzende Male versauen und komme an mein Ziel und habe am Ende auch noch ein Schweißgerät. Ich dachte mir das Ergebnis wird nicht gut sein, aber für mich ist ein schlechtes Ergebnis ist immer besser als überhaupt kein Ergebnis.

Über Fülldraht Geräte ohne Schutzgas gibt es im Deutschen leider so gut wie gar nichts, außer dass die meisten davon abraten. Da heißt es entweder etwas Anständiges oder gar nichts, wobei Anständig ein sehr dehnbarer Begriff ist. Was man über billige Schweiß Geräte liest ist wirklich erschreckend, dass kann einen Extrem verunsichern und was die Leute schreiben ist mehr als nur erschreckend, dass die nicht schweißen, dass die nicht funktionieren. Am Ende dachte ich mir, wie sich diese Geräte überhaupt verkaufen können, wenn die nicht einmal arbeiten. Im Englischen wurde ich dann, unter Flux Core Welder, fündig. Unglaublich was die damit schweißen, die schweißen damit wirklich alles mit einem ausreichendem Ergebnis. Dann dachte ich mir, es ist möglich und habe es dann einfach versucht.

Die Ersten Schweißversuche. Das Gerät hat leider kaum Einstellmöglichkeiten. 45A und 90A und der Draht Vorschub 0-10m/min. Das Stromkabel ist vielleicht 1,5 Meter lang, das heißt, das Gerät sitzt einem immer im Nacken oder gleich neben dem zu schweißenden Werkstück.

Wie Ihr auf den Bildern seht waren die ersten Versuche jenseits jeglicher Vorstellungskraft, Katastrophe ist noch untertrieben. Aber mit der Zeit wurden die besser und besser. Am Ende war das Ergebnis besser als es erwartet wurde. Geschweißt wurde mit 45A und 80% Draht Schub. Leider ist der Drahtschub sehr unregelmäßig, mal schneller mal langsam, mal schießt das teil nach vorne und ehe man sich versieht, hat man durch einmal drücken 6cm Draht raus hängen. Beim Schweißen muss man ordentlich gegenhalten, am besten an einen Festen Punkt abstützen und gut festhalten. Den dieser Draht drückt mal ordentlich und mal kaum und ehe man sich versieht schweißt man so als wenn man auf einen Telegraphen tippt, es ist oft am Hüfen und das sehr unregelmäßig. Es ist nicht einfach, erfordert ein wenig Übung. Einige Leute in den Amazon Rezessionen behaupten auch, dass der Draht einiges ausmacht. Ich hatte den von LUX, es gibt aber auch andere Fülldraht Rollen, die ich gefunden habe, für diese billigen Geräte. 4 Stück von AMAZON bekommt man für 55€ das Sind knappe 14€ Pro Rolle. Bei OBI zahlt man 34€ die Rolle.

Mich hat die Reparatur 208€ gekostet. 150€ Schweißgerät, 30€ Fülldraht, 5€ 125mm Schruppscheibe vom OBI, 13€ Rotbraunspray, 10€ Unterbodenschutz. Und in Zukunft wird mich das nur noch ein paar Euros kosten an Fülldraht, Spraydosen und vielleicht etwas Blech. Metall ist bei uns keine Mangelwaren, jeden Dritten Monat bekommt man es umsonst auf dem Sperrmüll.

Fazit zum Schweiß gerät. Ich bin positiv überrascht. Es klebt nicht nur, nein es schweißt, eine Verbindung entsteht die stabil ist. Ich habe damit, nach dem Auto, Material geschweißt das 2mm breit ist. Ich habe das Fahrzeug schon an der geschweißten stelle mit dem Wagenheber leicht aufgebockt, bis jetzt hält alles.

Die 2mm Scharniere war sehr einfach zu schweißen, ging an einem Stück. Beim gebrochenen Auto Sitz hatte ich weniger Glück. Da hat die Reparatur 2 Stunden gedauert, da ich von 10 Versuchen vielleicht 2-mal eine ausreichende Schmelze hatte und jedes Mal wenn ich keine hatte, musste ich den Mist mit der Flex beseitigen und es nochmal versuchen. Aber auch hier habe ich mein Ziel erreicht, mit mühe und Not.

Also wer für ein Auto nicht mehr wie 500€ ausgeben kann oder will, kann mit einem 150€ billigen Schweißgerät es TÜV tauglich machen und das immer wieder. Die Arbeit wird nicht gut, aber Sie wird erledigt.

Leider hat das Schweißgerät aber auch viele Nachteile.

- Es bilden sich Schweißperlen die schon 2 Meter weit geschleudert wurden. Es sieht aus wie eine fliegende Wunderkerze.
- Es Spritzt extrem und man kann sich leicht verbrennen.
- Man schweißt manchmal die schlacke mit ein, beim Schleifen sieht man dann die Hohlräume in der Naht.
- Die naht ist unsauber.
- Das Arbeiten mit einem Teuren Helm ist nicht möglich, da dieser nach jeder Arbeit total versaut wäre. Die Gleichen Schweißspritzer die jedes Mal das Werkstück verzieren, kleben dann auch am Helm fest.
- Unfälle gab es mit dem Gerät schon 2-mal. Einmal hat eine Schweißperle ein Feuer verursacht. Diese ist weit geflogen und hat hinter mir den Besen in Brand gesteckt. Ich habe es nur bemerkt, weil es neben dem Fuß plötzlich warm wurde. Unglaublich wie schnell sowas gehen kann. Und eine Schweißperle hat sich durch den Schuh gebrannt und den Fuß ein wenig an gekokelt. Also es ist nicht ungefährlich damit zu arbeiten.
- Der Gestank der dabei entsteht ist wirklich unangenehm und kann Schwindel verursachen. Nach 10 Minuten schweißen in einem 20qm² Raum ist alles vernebelt, dass man kaum noch was sehen kann. Deswegen unbedingt im Freien oder mit einer Atemschutz Maske arbeiten und gut lüften. Ich nutze einen 3M Halbmaskenkörper der 6000er Serie mit zwei 3M 6055 A2 Filter, darauf sind zwei 3M 70070757987 501 Filter Deckel mit zwei 3M Partikel-Einlegefilter 5925. Kostenpunkt für die Maske mit den genannten Komponenten 39€. Die 3M Maske ist eigentlich für Lackierarbeiten, filtert aber auch die Schweißgase gut.
- Bleche ab 2mm werden kaum noch möglich zum Schweißen, nur unter großen Aufwand und etwas Glück und viel Zeit.
- Der Draht Vorschub ist sehr unregelmäßig, so das der Draht mal eben 1 ganze Sekunde zum Stehen kommt und das in unregelmäßigen abständen während des Schweißens.

Vorteile

- Es ist Mobil und kann leicht getragen werden.
- Günstig bei gelegentlichem Einsatz.
- Günstige Möglichkeit auf die Harte tour das schweißen zu lernen.

Das Schweißgerät ist zwar schlecht, aber auch nicht unbrauchbar. Wer seiner Alten Klapperkiste noch mal den Rost Tod hinauszögern möchte, kann es damit. Dieses Schweißgerät ist eine Absolute Notlösung.

Hier ist noch die Amerikanische Version dieses Billigen Schweißgerätes. Leider kommt LUX nicht mal ansatzweise an die Qualität von dem 80$ - 100$ Teil ran und ist dazu auch noch teurer.

https://www.youtube.com/watch?v=rOa0MCjHKC8
https://www.youtube.com/watch?v=HfioT3RHT6Y

Ich werde mir in Zukunft ein besseres zu legen, eins mit Schutzgas.

Durch dieses Schweißgerät hat sich einiges eröffnet. Spezialwerkzeug kann man sich schnell selber basteln. Polradabzieher hat keine 20 Minuten gedauert einen zu bauen. Griff für den Wagenheber kaputt, kein Problem, einen schnell aus Schrott zusammen geschweißt. Ich hätte mir niemals vorstellen können wie wichtig so ein Schweißgerät sein kann. Egal wie schlecht dieses Schweißgerät auch sein mag. Besser dieser Schrott als gar keins.

Man kann es auch in der Werkstatt machen lassen. Aber offiziell mit Rechnung und Quittung kostet es bei uns, wenn der Schweller nur durch einen Wagenheber eingedrückt ist schon 1000er. Und hier ist es noch um einiges schlimmer. Lohnt sich einfach nicht, da das Fahrzeug auch noch an anderen Stellen am Rosten ist. An den meisten Unterboden Stopfen, Türen, Motorraum, Heckklappe, Reserveradmulde. Wenn man alles machen lassen würde, wäre man mit einem Neuen Auto billiger dran. Oder man investiert alle 2 Jahre vor dem TÜV 1-2 Wochen Arbeit, am besten immer spätestens 3 Monate vor dem TÜV Termin die Arbeit erledigen, damit es nicht so aussieht als wenn man das nur für den TÜV gemacht hätte. Es sollte so aussehen, als wenn da nie was dran gewesen wäre. Denn wenn man erst zum TÜV fährt und der TÜV dann ein Loch entdeckt das geschweißt werden muss, kann oder wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit die Schweißnaht sehen wollen und so wie ich das gemacht habe wird der Kein TÜV bekommen. Deswegen 3 Monate vorher überall nach Rost suchen, mit der Schraubenzieher überall rumstochern. Rostige Leitungen mit Hammerite, den billigsten den man im Baumarkt bekommt und einfach darüber streichen. OBI Hammerite Schwartz Matt 750ml 16€ und 3€ Pinsel. Ich habe damit den Unterboden an allen Roststellen und die Bremstrommeln zum Test gestrichen, Rechte Seite 2-mal und Linke Seite nur 1-mal, ob das Zeug für die Bremsen wirklich was taugt und ob 2 anstriche notwendig sind. Anfang 2018 weiß ich es.

Beste Antwort im Thema

Ich möchte hier mal über das billigste Schweißgerät das ich gefunden habe schreiben, mit dem man Bleche und Metallteile aller Art schweißen kann.

Ich habe mir einen Golf 3 zugelegt. Eine Auto das Günstig ist, das man im Winter, Bei Schlecht Wetter und auf Baustellen benutzen kann. Ein Auto das für nichts zu schade ist. Das Auto ist dafür aber auch in einem Entsprechenden Zustand. Beulen, Dellen, Rost und viele andere Schäden die man selber beseitigen kann. TÜV stand an und Rost mag der TÜV gar nicht und schon gar nicht wenn man mit der Bloßen Hand den Rost abkratzen kann.

Am Schweißen kam ich nicht vorbei. Kleben oder nieten ist hier kaum noch möglich. Möglich bestimmt, aber ich wüsste nicht in was für einem Verhältnis es stehen würde, die Arbeit die damit verbunden wäre, besonders das Blech biegen und Löcher an stellen bohren wo man mit dem Akkuschrauber kaum noch dran kommt. Auf der Suche nach einem billigen schweißverfahren bin ich auf den OBI Schrott von LUX gestoßen. Dieses Schweißgerät gibt es auch von etlichen anderen Herstellern, wie Einhell, Kraft, Güde und viele andere, die alle Kosten gleich und kommen vermutlich auch aus der gleichen Fabrik. LUX deshalb, weil OBI nur LUX hatte und der OBI gleich um die Ecke ist. 150€ Fülldrahtschweißgerät und 30€ der Draht 900g Fülldraht von LUX. 180€ bei OBI gelassen. Interessante Summe, weil ich davor noch in etlichen ALIBABA Werkstätten gefragt habe und der billigste von allen auch 180€ wollte. Habe ihm 25€ geboten, er hat abgelehnt. Dann dachte ich, wenn ich 180€ in das Fülldraht Gerät investiere, dann kann ich die Arbeit dutzende Male versauen und komme an mein Ziel und habe am Ende auch noch ein Schweißgerät. Ich dachte mir das Ergebnis wird nicht gut sein, aber für mich ist ein schlechtes Ergebnis ist immer besser als überhaupt kein Ergebnis.

Über Fülldraht Geräte ohne Schutzgas gibt es im Deutschen leider so gut wie gar nichts, außer dass die meisten davon abraten. Da heißt es entweder etwas Anständiges oder gar nichts, wobei Anständig ein sehr dehnbarer Begriff ist. Was man über billige Schweiß Geräte liest ist wirklich erschreckend, dass kann einen Extrem verunsichern und was die Leute schreiben ist mehr als nur erschreckend, dass die nicht schweißen, dass die nicht funktionieren. Am Ende dachte ich mir, wie sich diese Geräte überhaupt verkaufen können, wenn die nicht einmal arbeiten. Im Englischen wurde ich dann, unter Flux Core Welder, fündig. Unglaublich was die damit schweißen, die schweißen damit wirklich alles mit einem ausreichendem Ergebnis. Dann dachte ich mir, es ist möglich und habe es dann einfach versucht.

Die Ersten Schweißversuche. Das Gerät hat leider kaum Einstellmöglichkeiten. 45A und 90A und der Draht Vorschub 0-10m/min. Das Stromkabel ist vielleicht 1,5 Meter lang, das heißt, das Gerät sitzt einem immer im Nacken oder gleich neben dem zu schweißenden Werkstück.

Wie Ihr auf den Bildern seht waren die ersten Versuche jenseits jeglicher Vorstellungskraft, Katastrophe ist noch untertrieben. Aber mit der Zeit wurden die besser und besser. Am Ende war das Ergebnis besser als es erwartet wurde. Geschweißt wurde mit 45A und 80% Draht Schub. Leider ist der Drahtschub sehr unregelmäßig, mal schneller mal langsam, mal schießt das teil nach vorne und ehe man sich versieht, hat man durch einmal drücken 6cm Draht raus hängen. Beim Schweißen muss man ordentlich gegenhalten, am besten an einen Festen Punkt abstützen und gut festhalten. Den dieser Draht drückt mal ordentlich und mal kaum und ehe man sich versieht schweißt man so als wenn man auf einen Telegraphen tippt, es ist oft am Hüfen und das sehr unregelmäßig. Es ist nicht einfach, erfordert ein wenig Übung. Einige Leute in den Amazon Rezessionen behaupten auch, dass der Draht einiges ausmacht. Ich hatte den von LUX, es gibt aber auch andere Fülldraht Rollen, die ich gefunden habe, für diese billigen Geräte. 4 Stück von AMAZON bekommt man für 55€ das Sind knappe 14€ Pro Rolle. Bei OBI zahlt man 34€ die Rolle.

Mich hat die Reparatur 208€ gekostet. 150€ Schweißgerät, 30€ Fülldraht, 5€ 125mm Schruppscheibe vom OBI, 13€ Rotbraunspray, 10€ Unterbodenschutz. Und in Zukunft wird mich das nur noch ein paar Euros kosten an Fülldraht, Spraydosen und vielleicht etwas Blech. Metall ist bei uns keine Mangelwaren, jeden Dritten Monat bekommt man es umsonst auf dem Sperrmüll.

Fazit zum Schweiß gerät. Ich bin positiv überrascht. Es klebt nicht nur, nein es schweißt, eine Verbindung entsteht die stabil ist. Ich habe damit, nach dem Auto, Material geschweißt das 2mm breit ist. Ich habe das Fahrzeug schon an der geschweißten stelle mit dem Wagenheber leicht aufgebockt, bis jetzt hält alles.

Die 2mm Scharniere war sehr einfach zu schweißen, ging an einem Stück. Beim gebrochenen Auto Sitz hatte ich weniger Glück. Da hat die Reparatur 2 Stunden gedauert, da ich von 10 Versuchen vielleicht 2-mal eine ausreichende Schmelze hatte und jedes Mal wenn ich keine hatte, musste ich den Mist mit der Flex beseitigen und es nochmal versuchen. Aber auch hier habe ich mein Ziel erreicht, mit mühe und Not.

Also wer für ein Auto nicht mehr wie 500€ ausgeben kann oder will, kann mit einem 150€ billigen Schweißgerät es TÜV tauglich machen und das immer wieder. Die Arbeit wird nicht gut, aber Sie wird erledigt.

Leider hat das Schweißgerät aber auch viele Nachteile.

- Es bilden sich Schweißperlen die schon 2 Meter weit geschleudert wurden. Es sieht aus wie eine fliegende Wunderkerze.
- Es Spritzt extrem und man kann sich leicht verbrennen.
- Man schweißt manchmal die schlacke mit ein, beim Schleifen sieht man dann die Hohlräume in der Naht.
- Die naht ist unsauber.
- Das Arbeiten mit einem Teuren Helm ist nicht möglich, da dieser nach jeder Arbeit total versaut wäre. Die Gleichen Schweißspritzer die jedes Mal das Werkstück verzieren, kleben dann auch am Helm fest.
- Unfälle gab es mit dem Gerät schon 2-mal. Einmal hat eine Schweißperle ein Feuer verursacht. Diese ist weit geflogen und hat hinter mir den Besen in Brand gesteckt. Ich habe es nur bemerkt, weil es neben dem Fuß plötzlich warm wurde. Unglaublich wie schnell sowas gehen kann. Und eine Schweißperle hat sich durch den Schuh gebrannt und den Fuß ein wenig an gekokelt. Also es ist nicht ungefährlich damit zu arbeiten.
- Der Gestank der dabei entsteht ist wirklich unangenehm und kann Schwindel verursachen. Nach 10 Minuten schweißen in einem 20qm² Raum ist alles vernebelt, dass man kaum noch was sehen kann. Deswegen unbedingt im Freien oder mit einer Atemschutz Maske arbeiten und gut lüften. Ich nutze einen 3M Halbmaskenkörper der 6000er Serie mit zwei 3M 6055 A2 Filter, darauf sind zwei 3M 70070757987 501 Filter Deckel mit zwei 3M Partikel-Einlegefilter 5925. Kostenpunkt für die Maske mit den genannten Komponenten 39€. Die 3M Maske ist eigentlich für Lackierarbeiten, filtert aber auch die Schweißgase gut.
- Bleche ab 2mm werden kaum noch möglich zum Schweißen, nur unter großen Aufwand und etwas Glück und viel Zeit.
- Der Draht Vorschub ist sehr unregelmäßig, so das der Draht mal eben 1 ganze Sekunde zum Stehen kommt und das in unregelmäßigen abständen während des Schweißens.

Vorteile

- Es ist Mobil und kann leicht getragen werden.
- Günstig bei gelegentlichem Einsatz.
- Günstige Möglichkeit auf die Harte tour das schweißen zu lernen.

Das Schweißgerät ist zwar schlecht, aber auch nicht unbrauchbar. Wer seiner Alten Klapperkiste noch mal den Rost Tod hinauszögern möchte, kann es damit. Dieses Schweißgerät ist eine Absolute Notlösung.

Hier ist noch die Amerikanische Version dieses Billigen Schweißgerätes. Leider kommt LUX nicht mal ansatzweise an die Qualität von dem 80$ - 100$ Teil ran und ist dazu auch noch teurer.

https://www.youtube.com/watch?v=rOa0MCjHKC8
https://www.youtube.com/watch?v=HfioT3RHT6Y

Ich werde mir in Zukunft ein besseres zu legen, eins mit Schutzgas.

Durch dieses Schweißgerät hat sich einiges eröffnet. Spezialwerkzeug kann man sich schnell selber basteln. Polradabzieher hat keine 20 Minuten gedauert einen zu bauen. Griff für den Wagenheber kaputt, kein Problem, einen schnell aus Schrott zusammen geschweißt. Ich hätte mir niemals vorstellen können wie wichtig so ein Schweißgerät sein kann. Egal wie schlecht dieses Schweißgerät auch sein mag. Besser dieser Schrott als gar keins.

Man kann es auch in der Werkstatt machen lassen. Aber offiziell mit Rechnung und Quittung kostet es bei uns, wenn der Schweller nur durch einen Wagenheber eingedrückt ist schon 1000er. Und hier ist es noch um einiges schlimmer. Lohnt sich einfach nicht, da das Fahrzeug auch noch an anderen Stellen am Rosten ist. An den meisten Unterboden Stopfen, Türen, Motorraum, Heckklappe, Reserveradmulde. Wenn man alles machen lassen würde, wäre man mit einem Neuen Auto billiger dran. Oder man investiert alle 2 Jahre vor dem TÜV 1-2 Wochen Arbeit, am besten immer spätestens 3 Monate vor dem TÜV Termin die Arbeit erledigen, damit es nicht so aussieht als wenn man das nur für den TÜV gemacht hätte. Es sollte so aussehen, als wenn da nie was dran gewesen wäre. Denn wenn man erst zum TÜV fährt und der TÜV dann ein Loch entdeckt das geschweißt werden muss, kann oder wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit die Schweißnaht sehen wollen und so wie ich das gemacht habe wird der Kein TÜV bekommen. Deswegen 3 Monate vorher überall nach Rost suchen, mit der Schraubenzieher überall rumstochern. Rostige Leitungen mit Hammerite, den billigsten den man im Baumarkt bekommt und einfach darüber streichen. OBI Hammerite Schwartz Matt 750ml 16€ und 3€ Pinsel. Ich habe damit den Unterboden an allen Roststellen und die Bremstrommeln zum Test gestrichen, Rechte Seite 2-mal und Linke Seite nur 1-mal, ob das Zeug für die Bremsen wirklich was taugt und ob 2 anstriche notwendig sind. Anfang 2018 weiß ich es.

54 weitere Antworten
54 Antworten

Ganz ehrlich lass es ... oder such dir kompetente Hilfe, die dich vor Ort unterstützt. Wenn ich das billigste laienhafte Gepfusche hier sehe, wirst du irgendwann (die Frage ist nicht ob sondern nur wann) echt deine Gesundheit und/oder deine Werkstatt ernsthaft beschädigen. Du beweißt mit deinen Bildern/Beschreibungen eindeutig, das du dir das nicht selbst beibringen kannst.

Ok, das ist vielleicht nicht das, was du hören willst, aber dir muss man in den Arsch treten. Mit Bauchpinseln wie "du schaffst das schon" ist dir nämlich nicht geholfen.

Zitat:

@CrispyBit schrieb am 18. November 2016 um 16:37:01 Uhr:


Habe vorhin mal es mit der Gripzange getestet. Das Geräusch ist definitiv gleichmäßiger.

Ich bekomme es aber nicht hin mit dem gerät anständig Stechend zu schweißen. Ich kann es einfach nicht ruhig halten. Beim heften nutze ich die Düse als Ständer, im 45-30 Grad Winkel anlehnen und kurz drücken.

Das letzte Bild ist mit 90A geschweißt. Die Zahlen sind die Einstellung des Drahtvorschubs 10-1 Meter die Minute. Ich habe so gut wie möglich versucht, jeden Punkt, maximal 1 Sekunde zu schweißen.

Du musst den Drahtvorschub so einstellen, dass sich beim Schweissen ein gleichmässiges Britzelgeräusch ergibt.
Ist der Vorschub zu schnell, wird beim Schweissen die Düse immer pulsierend vom Werkstück wegegeschoben. ist der Vorschub zu langsam, brennt der Draht zu schnell ab brennt an der Düse fest.
In Deinem Blechbeispiel sehen die Ergbnisse mit den niedrigen Vorschüben besser aus.

Zitat:

@CrispyBit schrieb am 18. November 2016 um 16:37:01 Uhr:


...
Ich bekomme es aber nicht hin mit dem gerät anständig Stechend zu schweißen. Ich kann es einfach nicht ruhig halten. Beim heften nutze ich die Düse als Ständer, im 45-30 Grad Winkel anlehnen und kurz drücken.
...

Versteh ich nicht, die andere Hand ist doch frei?? Ich benutze die als Auflage, das klappt prima.

Zitat:

@Knergy schrieb am 20. November 2016 um 10:01:43 Uhr:


Ganz ehrlich lass es ... oder such dir kompetente Hilfe, die dich vor Ort unterstützt. Wenn ich das billigste laienhafte Gepfusche hier sehe, wirst du irgendwann (die Frage ist nicht ob sondern nur wann) echt deine Gesundheit und/oder deine Werkstatt ernsthaft beschädigen. Du beweißt mit deinen Bildern/Beschreibungen eindeutig, das du dir das nicht selbst beibringen kannst.

Ok, das ist vielleicht nicht das, was du hören willst, aber dir muss man in den Arsch treten. Mit Bauchpinseln wie "du schaffst das schon" ist dir nämlich nicht geholfen.

Wenn alle so schlau wie du wären, würden wir heute noch auf Bäumen leben. Deine aussage ist ziemlich oberflächlich. Denkst du wenn ich kompetente Hilfe hätte würde ich mir das antun? Mit Aussagen wie "Ganz ehrlich lass es" ist mir auch nicht geholfen.

Ähnliche Themen

Wiewar das mit Lehrgang? 😉

mfg

Zitat:

@CrispyBit schrieb am 21. November 2016 um 20:15:16 Uhr:



Zitat:

@Knergy schrieb am 20. November 2016 um 10:01:43 Uhr:


Ganz ehrlich lass es ... oder such dir kompetente Hilfe, die dich vor Ort unterstützt. Wenn ich das billigste laienhafte Gepfusche hier sehe, wirst du irgendwann (die Frage ist nicht ob sondern nur wann) echt deine Gesundheit und/oder deine Werkstatt ernsthaft beschädigen. Du beweißt mit deinen Bildern/Beschreibungen eindeutig, das du dir das nicht selbst beibringen kannst.

Ok, das ist vielleicht nicht das, was du hören willst, aber dir muss man in den Arsch treten. Mit Bauchpinseln wie "du schaffst das schon" ist dir nämlich nicht geholfen.

Wenn alle so schlau wie du wären, würden wir heute noch auf Bäumen leben. Deine aussage ist ziemlich oberflächlich. Denkst du wenn ich kompetente Hilfe hätte würde ich mir das antun? Mit Aussagen wie "Ganz ehrlich lass es" ist mir auch nicht geholfen.

Na ja...🙄

Schau mal in Dritte Welt Länder, da gibt es ein paar Naturtalente und Überlebenskünstler, die gute Fähigkeiten haben, die große Masse aber.... scheitert ja schon am lesen und rechnen.

Also Ausbildung, Lehrgänge und Kurse haben schon ihre Berechtigung, sonst würden wir größtenteils wirklich auch heute noch auf Bäumen leben....😉

Hier sagt auch keiner lass es, Leute die ahnung vom schweißen haben raten dir nur mal einen Kurs zu besuchen, aber ok, Sturköpfe müssen halt immer mit dem Kopf durch die Wand, da sie es besser wissen...😁

@ TE: Was willst du denn?

Zuerst legt man sich eine brauchbare PSA zu, dann braucht man sich um Schweißspritzer schonmal keine Gedanken zu machen. Üblicherweise fängt man bei seinen Übungen mit starkem Blech an und arbeitet sich langsam zum dünnen Material vor.

Dann besorgt man sich fürs Auto ordentliches Blech und nimmt nicht das, was sich gerade auf dem Sperrmüll findet. Dort ist meist nur Müll dabei, was man aufwendig vorbereiten muss und wo trotzdem kein gescheites Ergebnis rauskommt. Im Sperrmüll findet sich nur Wald&Wiesenstahl, woran der LAie eben nicht üben kann. Zum üben brauchst du eine gleichbleibende MAteiralqualität. Es ist ja kein Wunder das du zu nix kommst, wenn du nur damit übst. Du machst eine Naht, änderst was und das nächste Blech hat ganz andere Ausgangsbedingungen die dein Ergebnis verfälschen. Mit dem Wald&Wiese kannst du dir auch tolle Sachen zusammelnbasteln, am Auto hat sowas aber nix verloren.

Bei einem Metallbaubetrieb oder ähnlichen dürfte man gegen drei Bier und nen Fünfer in die Kaffeekasse dagegen alles was man braucht aus der Schrottkiste rausnehmen.

Deine "Schweißungen" wird jeder TÜV zurecht bemängeln, sofern er das mitbekommt. Und das wird ein schwerer Mangel werden.

Schleppend schweißen mit ca. 10-20 ° Neigung! -> wenig Schlacke und geeignet für Dünnblech.
Es sollten sich nur kleine Spirzter bilden, hast du große ist der Drahtvorschub zu hoch bzw. du bist zu langsam.

Aber dein Gerät ist halt billig, zu billig!

Mal son Vorschlag von mir ,stell doch mal ein paar Schweissproben von dir hier rein.
Bin immer lernbegierig.
B 19

Gute Idee! :-)

Warum haben wir mal eine Lehre gemacht, damit wir hinterher was können. Und jemehr man macht wird man besser.

Deine Antwort
Ähnliche Themen