Frischer TÜV vom Händler = sorgenfrei kaufen?

Hallo Leute,

ich fasse mich kurz..

Meine Frage steht ja quasi schon da.

Wenn ich mir nen Gebrauchtwagen vom Händler holen möchte und der Händler noch den TÜV neu macht.. Bedeutet das dann, dass ich mir um Zustand von Bremsen, Querlenkern, etc. keine großen Sorgen machen muss?

Sowss wird doch schon ordentlich getestet und sollte wenigstens vermerkt werden, wenn da was nicht in Ordnung ist. Oder?

Dafür gibt es doch die Formulierungen "Mängelfrei bzw ohne festgestellte Mängel" und so..?

Und hängen TÜV-relevante Teile mit der Gewährleistung zusammen?
Sprich: Kann ich was reklamieren wenn der Wagen mehr oder weniger vom hauseigenen Prüfer durchgewunken wurde bei der TÜV-Untersuchung?

Danke euch.

Beste Antwort im Thema

Um Deine Eingangsfrage kurz und Bündig zu beantworten - nein.

Es gibt zu viele schwarze Schafe auf Seiten von Händlern und TÜV-Prüfer. Und es gibt noch viele Fehlerquellen, die teuer werden können und vom TÜV nicht geprüft werden.

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Moin,

Ich würde mir mal die Frage stellen, weshalb der Verkäufer dich eben NICHT zur Werkstatt fahren lässt? Als Verkäufer sollte ich so offen sein, dass der Interessent eben ohne weiteres auch zur Werkstatt seines Vertrauens fahren kann - wenn die nicht grade 200km weg ist. Wenn ich ehrlich bin, das Auto gut ist - sollte das eher kein Problem darstellen.

LG Kester

Also die Werkstatt ist ca. 45 bis 60 Minuten entfernt.

Haben bisher telefoniert und er sagte mir, dass der TÜV nun frisch gemacht ist.
Klingt alles soweit vernünftig.

Darüber, dass ich nun erst zur Werkstatt möchte damit die das checken, haben wir noch nicht gesprochen.
Weiß aber nicht was er dazu sagen soll.. weil den Termin zur Inspektion habe ich ja schon.

Dann muss die Werkstatt mir ja nen Leihwagen mitgeben, damit ich den Verkäufer wieder zu seinem Betrieb bringen könnte..

Ich kann es ja mal ansprechen.

Kann mir aber vorstellen, dass er auf den frischen TÜV verweist oder so

Moin,

Du sollst das Auto doch nicht für die Inspektion da lassen ... Sondern einfach jemanden deüber schauen lassen, der sich im Gegensatz zu dir damit auskennt. Wenn die Werkstatt soweit weg ist - klar - das ist etwas viel. Aber ne Werkstatt, die mal kostengünstig drüberschaut wirst du sicherlich auch in der Nähe finden.

LG Kester

Zitat:

@s-lab schrieb am 19. März 2019 um 21:31:40 Uhr:


Aber Reifen, Bremsbeläge bzw Bremsscheiben kurz vor Verschleissgrenze und ausgeschlagene Lager müssten doch eigentlich schriftlich festgehalten werden, oder?

nein

der TÜV-/HU-Prüfer KANN einen entsprechenden Hinweis geben ... er MUSS aber nur die (gefundenen) Mängel festhalten ...

und ein seit 4 Jahren überfälliger Zahnriemen ist z.B. auch nicht HU-relevant 😉

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Zitat:

@s-lab schrieb am 20. März 2019 um 09:13:16 Uhr:


Ok vielen Dank

Ich werde mal auf Spaltmaße, Lack bzw. Einschlüsse und evtl Farbnebel achten.

Denke die Bremsscheiben und Belege kann ich auch noch abwägen..

Wenn dann alles passt wird er genommen und dem Händler zur Inspektion vorgefahren.

Dann können die vlt nochmal den Fehlerspeicher auslesen und so nen Blick drauf/drunter werfen..

Danke!
🙂

Ruhig auch mal unters Auto gucken und im Motorraum mal alles abgucken und an den Kotflügeln gucken ob die Schrauben schon mal auf waren .

Ein Blick in den Kofferraum unter den Teppich aufs Blech ist auch inner gut da sieht man meistens direkt ob noch alles original ist oder da schon mal was neu gemacht wurde Stichwort Unfallwagen.

Sich lieber dreckige Klamotten beim Auto check holen .Als am Ende ins Klo gegriffen und Zeit nehmen nicht hetzen lassen.

Weil auch gerade bei jüngeren Fahrzeug werd gar nicht so selten versucht was zu verstecken.Und die meisten Käufer gucken bei jüngeren Fahrzeugen nicht immer so genau hin.

Getreu dem Motto neu (neuerer) ist treu.

Ich hol übrigens meistens noch kleinen Magnet mit um zugucken ob was gespachelt wurde oder nicht. Und wenn ja wie gross Fläche) gespachelt wurde

Ich hab mich missverständlich ausgedrückt - sorry

Also der Wagen muss eine Inspektion bekommen. Die ist einfach dran (nach KM und Datum).
Und weil die Markenwerkstatt, wo der Wagen immer war, nur ne knappe Stunde entfernt ist -> fahre ich nach dem Händler dort hin und lasse die Inspektion machen.
Danach fahre ich wieder nach Hause.

Deswegen wird die Werkstatt ja auch nochmal gucken können, was so im/am/unterm Auto los ist.

Ich kann dann nur noch fragen, ob es OK ist wenn ich mit dem Verkäufer dahin fahre damit die Werkstatt den einmal "schnell" anschauen kann bevor sie mir der eigentlichen Inspektion starten.

Dann muss ich den Verkäufer natürlich zurück bringen - dazu müsste ich nen Leihwagen bekommen^^

Und wenn ich ihn wieder absetze, DANN den Vertrag unterzeichnen..

Frage ist, ob er das mitmacht - ist ja ein bisschen Gehampel

Oder frag ihn doch einfach ob Du das so machen kannst im rahmen einer probefahrt z.B.

Kurzes Telefonat geführt.
Ergebnis:

Ein gewisses Vertrauen wird vorausgesetzt (das bringe ich ja mit).
Er sagte auch, dass es kaum transparenter ginge als mit Fahrgestellnummer (daher konnte ich die Historie mit den Wartungen einsehen) und dem neuen TÜV (unabhängiger Prüfer).
Wenn da nun das gewesen wäre (meine Beispiele Reifen, Bremsen, "Unterkonstruktion"😉 hätte der Prüfer das vermerkt.
Und auf seine Gewährleistungspflicht als Händler hat er nochmal hingewiesen.

Somit kann ich nun entweder absagen oder hin fahren, Probefahrt + Bauchgefühl, und zur Werkstatt wo der Wagen immer seine Inspektionen bekommen hat.

Ich denke halt, dass die Werkstatt mich auf die ganz schlimmen Sachen (wenn es welche geben sollte) dann aufmerksam machen wird. Dann hätte ich den Fall wie Heiko-SH.. aber hoffen wir das mal nicht 🙂

Ob aus Zeitgründen (Termine?) oder aus eigenem Ego (ich lasse niemanden noch zusätzlich gucken) weiß ich natürlich nicht. Kommt natürlich auch n stückweit komisch rüber.. Vlt. hat er Angst, dass ne andere Werkstatt "zu pingelig" schaut?

Die Laufleistung ist belegbar und wenn es mir zu merkwürdig vorkommt, werde ich wieder abreisen.

Preis ist (auch laut Internetbörse) sehr gut; Ausstattung top und mich beruhigt, dass die Werkstatt den eh nochmal bekommt.. und ich denke dass das hin hauen wird.

Bin halt Optimist..^^

2 Stunden Arbeit (d.h. äquivalent zu einer Fahrt zur Werkstatt: 1 hin + 1 zurück) eines Automechanikers sind aus der Sicht einer Werkstatt ca. 200 Euro wert - richtig? "Händler" ist zwar kein "Mechaniker", aber ich könnte mir gut vorstellen, dass er das nicht mitmachen würde, es sei denn Du würdest ihm seinen Zeitaufwand erstatten 😁

Bei solchen Zusatzkosten würde ich stattdessen ruhig zum ADAC / DEKRA oder Werkstatt VOR DEM KAUF fahren, einen kompletten Gebrauchtwagencheck auf meine Kosten (120 Euro?) machen lassen und erst dann entscheiden. Es wäre mir egal, ob ich die xxx Euro so oder so investiere.

Sollte der Händler sich mit dem Vorschlag irgendwie "unwohl" fühlen bzw. ausdrücklich verbieten, würde ich auf das Auto verzichten.

Zitat:

@s-lab schrieb am 20. März 2019 um 13:09:43 Uhr:


Bin halt Optimist..^^

Nach allem, was ich hier von dir gelesen habe, wolltest du Pessimist schreiben. Wenn dir das alles zu unsicher bist, bist du ein Neuwagenkunde. Da hast du Garantie, kannst sie sogar noch verlängern lassen, und machst sicher keinen Fehler.

Ja, sicher.. Zeit ist Geld (bei AUtohändlern wie bei jedem anderen auch^^)

Hehe, einigen wir uns auf hoffnungsvoller Pessimist :P
Möchte nur ausloten, was machbar ist bzw. was man als Kunde fordern "darf".
Es geht um knappe 17.000 Euro - für mich schon viel Geld.

Aber ich werde nochmals berichten, was nun wurde!

Danke euch! 🙂

Zitat:

Hehe, einigen wir uns auf hoffnungsvoller Pessimist :P

Wie hat man das in dem Film gesagt?

"Auf das Beste hoffen, mit dem Schlimmsten rechnen" 😁

Oha.. Die Devise gilt aber auch nur ausnahmsweise
🙂

Zitat:

@s-lab schrieb am 20. März 2019 um 12:35:15 Uhr:


Also der Wagen muss eine Inspektion bekommen. Die ist einfach dran (nach KM und Datum).
Und weil die Markenwerkstatt, wo der Wagen immer war, nur ne knappe Stunde entfernt ist -> fahre ich nach dem Händler dort hin und lasse die Inspektion machen.
...

Deswegen wird die Werkstatt ja auch nochmal gucken können, was so im/am/unterm Auto los ist.

Problem:

1. kannst Du die Inspektion nur sinnvoll machen (lassen), NACHDEM Du das Auto gekauft hast ... eventuelle Mängel solltest Du aber VORHER kennen (und in die Preisverhandlungen einfließen lassen) ...

2. wäre - wenn der Händler auch eine Werkstatt hat - doch vielleicht auch einen Option, die Erledigung der Inspektion noch als "Zugabe" herauszuhandeln 😉

Zitat:

@s-lab schrieb am 20. März 2019 um 13:09:43 Uhr:


...
Ich denke halt, dass die Werkstatt mich auf die ganz schlimmen Sachen (wenn es welche geben sollte) dann aufmerksam machen wird. Dann hätte ich den Fall wie Heiko-SH.. aber hoffen wir das mal nicht 🙂
...

Nachdem ich nun mehr über Dein "zukünftiges" Auto weiß, kann ich Dich vielleicht etwas beruhigen - mein Fehlkauf war BJ 2001 ...

Das wirst Du also

so

nicht vergleichen können, aber trotzdem: sei vorsichtig - gerade wenn der Preis sehr gut ist, sollte man so neutral wie möglich an die Sache ran gehen - der geübte Verkäufer merkt, wann der Kunde kaufen will und man selbst ist eher mal unvorsichtig, wenn man das Auto gerne haben möchte 😉

Gruß, Heiko

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