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Frage an die Reifenhändler

Themenstarteram 7. August 2019 um 20:01

Hallo zusammen,

vor 2 Monaten gründete ich meinen Reifenhandel als Nebengewerbe.

Nun ist mir aufgefallen das manche Reifen auf diversen Plattformen

billiger im Endkundenpreis sind, als ich diese zum EK bei verschiedenen Großhandelsplattformen kaufe.

Das selbe bei Felgen. Natürlich spielt die Abnahmemenge auch eine Rolle.

Wie kann das sein?

Hat jemand einen Tipp wo man die Reifen günstiger einkaufen kann bzw. eine bessere

Marge erzielt?

Gerne auch über private Nachricht.

Mit freundlichen Grüßen

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25 Antworten

Darf ich fragen wo du ansässig bist?

Ich hatte schon vor Jahren als kleiner Tuningshop diese Diskussionen mit den Händlern. Sogar Besuch vom Hankook Vertreter im Laden. Der EK ist nun mal so wie er ist. Kleine Umsatzzahlen, hoher EK. Jeder will davon leben und seine Marge haben. Darum ist der Endkundenpreis im Laden höher wie der Internetpreis. Infolge der verschiedensten Reifengrößen muss der Großhändler auch ein entsprechendes Lager vorhalten, um auf End-Händler-Bestellungen reagieren zu können, vom kleinen Smart Reifen bis zum großen Dodge RAM Off Roader. Kein Kunde will lange warten. So kommt eben der Preis zustande. Schau mal bei Alibaba die Angebote an. Dort kaufen Großhändler Reifen für 10 Dollar/Stück mit einem halben Jahr Vorlauf ein. Natürlich einen vollen 40 Fuß Container mit den ganzen Importschnulli, Zoll usw. Bei 46 Euro Abgabepreis inkl MwSt und Versand bleibt bei der Masse mehr Marge hängen als bei Dir. Du musst also Dein Nebengewerbe abmelden und eine Importfirma gründen und so einen 40 Fuß Container auch cash zahlen können.

Zitat:

@PR WORX schrieb am 7. August 2019 um 20:01:27 Uhr:

Hallo zusammen,

vor 2 Monaten gründete ich meinen Reifenhandel als Nebengewerbe.

Nun ist mir aufgefallen das manche Reifen auf diversen Plattformen

billiger im Endkundenpreis sind, als ich diese zum EK bei verschiedenen Großhandelsplattformen kaufe.

Das selbe bei Felgen. Natürlich spielt die Abnahmemenge auch eine Rolle.

Wie kann das sein?

Hat jemand einen Tipp wo man die Reifen günstiger einkaufen kann bzw. eine bessere

Marge erzielt?

Gerne auch über private Nachricht.

Mit freundlichen Grüßen

moin, machst du nur Vertrieb oder montierst du auch? ...hast du Vorkenntnisse? ...mal eben so als Nebengewerbe nen Reifenhandel aufmachen iss schon mutig. Ich gehe mal davon aus das du kein Lager hast, sondern dich über andere Plattformen bedienst, oder`?

Themenstarteram 7. August 2019 um 21:06

Ja ich habe Vorkenntnisse, komme aus dem Kfz Gewerbe. Habe alle Maschinen die für den Reifenservice benötigt werden bzw. ja montiere auch.

Ein Lager habe ich nicht.

Ich habe vor ein paar Jahren 4 Stück Michelin 9.00R16 XZL gesucht und ging zum Michelin Reifenshop - die Antwort war "gibt es nicht mehr".

Ich habe dann die Reifen im Netz gefunden und gekauft (laut Prod. Datum knapp 1 Jahr alt aber fabriksneu).

Ich habe die Reifen montiert und ging dann zum Wuchten wieder zum besagten Michelin - Reifenshop - die haben mich auch nach dem Preis gefragt und dann gesagt, dass der Preis, den ich bezahlt habe, unter deren Einstandspreis läge - diese Michelin - Reifen hätten also bei Michelin das doppelte gekostet.

Zitat:

@romanusko schrieb am 7. August 2019 um 20:41:57 Uhr:

Ich hatte schon vor Jahren als kleiner Tuningshop diese Diskussionen mit den Händlern. Sogar Besuch vom Hankook Vertreter im Laden. Der EK ist nun mal so wie er ist. Kleine Umsatzzahlen, hoher EK. Jeder will davon leben und seine Marge haben. Darum ist der Endkundenpreis im Laden höher wie der Internetpreis. Infolge der verschiedensten Reifengrößen muss der Großhändler auch ein entsprechendes Lager vorhalten, um auf End-Händler-Bestellungen reagieren zu können, vom kleinen Smart Reifen bis zum großen Dodge RAM Off Roader. Kein Kunde will lange warten.

Darum hängen sich auch größere Händler an Reifenketten an und/ oder arbeiten mehrere Händler zusammen. Selbst Händler größerer Ketten kaufen bei kleineren Händlern wenn die zb bei gewissen Größen bessere Preise bekommt.

Als Nebenerwerbshändler muss man sich deswegen mühsam ein Netzwerk aufbauen um an gute Preise zu kommen.

War vor den ganzen Onlinehändlern eindeutig Einfacher. ;)

Zitat:

@PR WORX schrieb am 7. August 2019 um 21:06:00 Uhr:

Ja ich habe Vorkenntnisse, komme aus dem Kfz Gewerbe. Habe alle Maschinen die für den Reifenservice benötigt werden bzw. ja montiere auch.

Ein Lager habe ich nicht.

Wenn du kein eigenes Lager hast, dann wirst du, genau wie der Endkunde, den jeweiligen Einzelpreis zuzüglich der Versandkosten bezahlen müssen.

Größere Abnahmemengen welche es ermöglichen den EK zu senken sind für dich damit nicht möglich.

Da bleibt nur dem Kunden einen sehr guten Service zu bieten und sich diesen auch bezahlen zu lassen.

Wenn der Kunde seine Reifen mitbringt, oder zum gleichen Preis bei dir bestellen kann, hat er zumindest das Gefühl gut eingekauft zu haben.

Für dich sehe ich da keine große Gewinnerwartung, da es schwierig wird allein von den Reifenmontagen zu leben.

Es sei denn du betreibst das Geschäft allein und stehst selbst an der Bühne.

Da brauchst du einen langen Atem.

Warum sollte der Großhändler dir als Neukunde gleich die beste Rabattstaffel einstellen?

So nach 3 bis 4 Jahren, bei jährlich steigendem Umsatz wird dein EK deutlich besser.

Ein Lager ist nicht notwendig gerade im Nebengewerbe.

 

Vergleiche die Preise, bestell da wo es am günstigsten ist.

Jammer aber deinen Kunden nicht die Ohren voll wegen der fehlenden Marge, das will keiner hören.

Ich würde die Montagepreise für bei dir gekaufte Reifen und von Kunden angelieferte Reifen gleich hoch halten.

Auf die Frage warum der Reifen bei dir teurer ist, ruhig ehrlich darauf antworten dass deine EK Preise aufgrund der Neugründung noch nicht die besten sind, man aber bei Problemen nur einen Ansprechpartner hat, welcher auch noch Vorort ist.

 

 

 

 

Hi,

Das ist ein bisschen so ein Thema. Die Marge auf einen Reifen selbst ist ja eh gering. Wenn man sich dann noch in den Preisdumping-Kampf der Montagepartner von Reifendirekt und sonst was begibt, dann hast du eigentlich schon verloren. Ein Niederquerschnittsreifen für 9,50 € inkl. Wuchten auf Alu montieren ist nicht wirtschaftlich oder einfach nur Pfusch.

Du kannst mal bei TyreSystem reinschauen, die haben ein gutes Portal und ich finde angemessene Preise. Von hohen Margen kannst du dich aber bei den üblichen Stückzahlen verabschieden. Bei einem 205/55R16 von Hankook sind ca. 5€ drin, wenn du dich mit dem Reifendirektpreis messen willst.

Selbst wenn du da 5€ drüber liegst wirst du bei den meisten Kunden das Geschft machen, wenn du einen ordentlichen und fairen Service bietest. Bei den paar Pfenningfuchsern machst du das Geschäft dann eben nicht, für einen Nebenerwerb wäre mir das völlig wurscht. Das ist ja auch der Charme eines Nebengewerbes, dass man sich auch das Geschäft oder den Kunden auch mal raussuchen kann, ohne dass man am Ende des Monats Baumrinde essen muss.

Wie gesagt, eigentlich finde ich die Dumping-Preise beim Montieren und Wuchten viel gravierender. Da muss man hart bleiben. Ab einem gewissen Punkt der Kundenbindung spielt das Internet dann eh keine Rolle mehr.

Zu mir kommen auch Kunden mit Reifen wo ich mit dem Preis nicht ran komme. Stört mich aber auch nicht. Letzte Woche war erst wieder einer da mit einem super Schnäppchen. Leider hatte ein Reifen von 4 einen ordentlichen Höhenschlag. Falles es ihn stört muss er dort reklamieren wo er gekauft hat. Was mich mehr stört sind die dreisten Jammerlappen die noch handeln möchten und dann leider nicht genügend Geld dabei haben. Da wirst du noch einiges erleben. Wie bereits erwähnt, auch bei mir zum Glück nur Nebengewerbe. Ich suche mir meine Kunden auch selber aus.

Manchmal ist es halt so wie es ist. Ich habe letztens einen Kunden nach atu geschickt weil es die Reifen was der Kunde haben wollte im dort im Angebot waren. Diese haben aber auch dementsprechende montagepreise und auch kein Termin frei gehabt. Ich habe dann für das aufziehen, wuchten und umstecken etwas mehr genommen als wenn er die Reifen bei mir gekauft hätte und ich war schon wieder glücklich. Wenn was ist kann er bei atu reklamieren.

Gute Preise kriegst du nur wenn du in Massen einkaufst und kannst immer noch nicht die Preise halten wie wenn atu mal ein Angebot machen. Die kaufen halt Containerweise ein.

Am Reifen selber bleibt dir bei geringen Stückzahlen leider nix über bei einzelbestellungen. So ist das leider.

Oder du hast dir über die Jahre einen Namen gemacht wo du massig Stammkunden hast und du die Preise unbedingt anziehen musst.

Onlinehändler haben keine Kosten. Einkaufen und verkaufen. Du musst aber deine Maschinen Halle usw bezahlen und dich natürlich auch und somit musst du zwangsläufig teurer verkaufen. Entweder überlebst du und die Leute kaufen bei dir ein oder du hast Pech und es bleibt nix über.

Zitat:

@Desposaufkopf schrieb am 8. August 2019 um 13:38:28 Uhr:

Zu mir kommen auch Kunden mit Reifen wo ich mit dem Preis nicht ran komme. Stört mich aber auch nicht. Letzte Woche war erst wieder einer da mit einem super Schnäppchen. Leider hatte ein Reifen von 4 einen ordentlichen Höhenschlag. Falles es ihn stört muss er dort reklamieren wo er gekauft hat. Was mich mehr stört sind die dreisten Jammerlappen die noch handeln möchten und dann leider nicht genügend Geld dabei haben. Da wirst du noch einiges erleben. Wie bereits erwähnt, auch bei mir zum Glück nur Nebengewerbe. Ich suche mir meine Kunden auch selber aus.

Vom Prinzip her richtig.

Aber auf jeden Fall immer höflich und ehrlich zum Kunden sein.

Schlechte Werbung verbreitet sich wie ein Lauffeuer und versaut dir mit 2 doofen Aussagen bei Kunden (die du nie mehr sehen wirst, da du eh viel zu teuer bist) den guten Ruf den du dir über Jahre hart erarbeiten musstest.

Ich mach das seit gut 9 Jahren im Nebenerwerb...

 

Ich hab im Jahr ca. 4,5 bis 5 Tonnen Altreifen die ich kostenpflichtig mit Entsorgungsnachweis loswerden muss.

Keine Gegenfrage, wieviel habt ihr so und wie bezahlt ihr, pro Tonne oder st.? €/t würde mich interessieren

ich frage mal provokant, warum sollte jemand, der das als Nebengewerbe macht und in kein Lager investiert die gleichen Preise bekommen und machen können wie jemand, der das als Unternehmen macht mit allen Risiken dahinter

Zitat:

@cbmobil schrieb am 9. August 2019 um 13:32:37 Uhr:

ich frage mal provokant, warum sollte jemand, der das als Nebengewerbe macht und in kein Lager investiert die gleichen Preise bekommen und machen können wie jemand, der das als Unternehmen macht mit allen Risiken dahinter

Weil es dem Hersteller/Großhändler piepegal sein kann ob sein Kunde das im Haupt- oder Nebenerwerb macht und ob der ein hohes oder niederes Risiko eingeht.

Tatsächlich ist es dem Hersteller/Großhändler auch egal. Was wirklich zählt ist, wieviel Umsatz du als Kunde bei denen machst und wieviel Gewinn du dabei generierst. Der Hersteller muss abwägen zwischen seinem eigenen Risiko von entgangenem Gewinn, weil er dir zu gute Konditionen einräumt und damit auf einen Teil der theoretisch erzielbaren Einnahmen verzichtet und entgangenem Gewinn, weil seine Konditionen so schlecht sind, dass du zu einem anderen Hersteller/Großhändler abwanderst und er dich als Kunde komplett verliert.

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