Finanzierung für Studenten
Hallo liebes Forum,
dies ist mal wieder eine Frage bezüglich einer Finanzierung ohne viel Geld.
Leider bin ich zur Zeit noch Student und konnte auch in den letzten Jahren daher kein großes Vermögen zur Seite legen. Aber bis November brauche ich ein Auto, dass mich sicher über die nächsten Zwei Jahre bringt.
Ich beginne im Februar mein Referendariat und mein Einsatzort wird etwa 45-75 Km (eine Strecke) von meinem jetztigen Wohnort liegen. Ein Umzug ist bei mir ausgeschlossen.
Bereits im November beginnt meine Hospitationsphase. Aber dafür gibt es noch kein Geld. Also muss ich mich mit meinem Nebenjob und den restlichen Bafög-Zahlungen finanzieren.
Wie sind da Eure Erfahrungen? Ist es überhaupt möglich als Student und angehender Lehrer einen Kredit für ein kleines Auto zu bekommen? Ist das ohne Bürgen möglich?
Mein Dilemma ist ja, dass ich unbedingt eines brauche, da der Weg mit denn Öffentlichen nicht zu machen ist. Das Referendariatsgehalt ist nicht so üppig, dass ich bei einer alten Kiste teure Reperaturen bezahlen kann. Bei einem neuen günstigen (Panda etc.) bleibt am Montasende eine theoretische Summe übrig, die mich finanziell schlechter da stehen lässet, als zu Zeiten meines Studiums.
Wie sind denn Eure Erfahrungen bezüglich Zielfinanzierungen? Also diese bei denen man nach 48 Monaten die Restsumme auf einen Schlag abzahlt. Wie weit kann man durch diese die Raten drücken? Geht da auch was unter 100 Euro Finanzierungsrate im Monat? Weil um die 100 ist die maximale Rate, die ich unter Schmerzen aufbringen könnte. (Die laufenden Kosten natürlich nicht eingerechnet.)
Vielen Dank für Eure Antworten.
Beste Antwort im Thema
Hallo,
kurz und knapp:
Ohne Bürgen keine Chance!
Stand vor 1 1/2 Jahren in einer ähnlichen Situation, brauchte ein Auto um zu meiner Praktikumsstelle zu fahren (40 km Entfernung). Keine Chance ein Auto zu finanzieren als Student. Bürgen wollten meine Eltern nicht "du brauchst keinen Neuwagen, ein guter Gebrauchter, den du bar bezahlen kannst, tuts auch! Als ich in deinem Alter war....."
Was ich letztendich auch getan habe.
Mein Rat, investier knapp 2000€! Du hast fast ein halbes Jahr Zeit, dir was vernünftiges zu suchen. Für 2000€ kriegst du keinen Luxus, aber zumindest etwas, was dich die nächsten 2 Jahren ohne Stress von A nach B bringt.
Du kriegst für die Summe z.B. gute Mazda 626 BJ 94-96 o.ä.
Die 2l Maschinen sind top und schaffen problemlos 300tkm. Verheizt wurden diese Autos nicht, da heizer nicht zu diesen Kisten greifen würden.
Hab mir damals genau aus dem Grund den Opel Omega (siege sig) geholt. hab 2700 investiert (wollte klima haben) und 1 Jahr später für 2500 wieder verkauft. Top Motor, nicht der schnellste, aber zuverlässigste.
19 Antworten
Da ich selbst Student bin mit ebenso knappem Budget bin, kann ich hier aus Erfahrung sprechen. ( Danke Herr Jürgen R. für die Studiengebühren! A*******)
Aber nun zum wesentlichen: Je nach Geschmack würde ich einen Corsa B, Fiesta Mk IV ( glaube ich jedenfalls von 96 an) oder den Baugleichen Mazda 121 empfehlen.
Einen Fiesta von 1998 mit wenig Km ( unter 80tkm) sollte mit ein wenig suchen schon gut unter 2000 Euro möglich sein.
Nur dann darauf achten, dass Du kein Exemplar erwischt, dass noch die Ventile eingestellt bekommen muss ( weiss nicht genau, wie es da mit welchem Baujahr aussieht).
Ansonsten noch das übliche beim Fiesta: Kreuzgelenk und Rost am Tankdeckel.
Beim Corsa einfach mal einen Blick ins Opel Forum wegen üblicher Schwächen, ansonsten weiss ich von meiner Schwester, dass er wenig schluckt, kaum Reparaturen verursacht, aber als 45ps Auto sehr lahm ist, das kann der Fiesta besser.
Der Fiesta ist in meinen Augen, eine der günstigsten Arten Auto zu fahren. Kaufpreis, Wartung, Versicherung und Verbrauch sind SEHR niedrig, was besseres kenne ich ehrlich gesagt nicht.
Danke für den Tipp. Ich werde das mal durchrechnen.
Denn wie Du schon geschrieben hast, sind wegen der Studiengebühren meine Ersparnisse jetzt zum Studienende völlig aufgebraucht. So dass ich eben auch ein Auto für "nur" 2000-3000 Euro finanzieren muss. Weil das Wenige, was noch an Erspartem übrig ist, werde ich für Winterreifen, Versicherung und Anmeldung brauchen und zur Überbrückung der Prüfungszeit, in der ich nicht arbeiten kann. Das Referendariatsgehalt ist ja mit netto 900 Euro für die kommenden zwei Jahre auch nicht gerade üppig bezahlt. (Also gemessen an der Studiendauer und einer abgeschlossen Ausbildung, die ich auch schon habe.) So dass ich bei meinen bisherigen Überlegungen immer noch hin und her gerissen bin. Denn ein 10-12 Jahre altes Auto länger als 2 oder 3 Jahre zu finanzieren hälte ich für dämlich, oder? Bei einer Finanzierungssumme von ca. 2500 Euro zahle ich bei einer Laufzeit von 24 bzw. 36 Monaten 112/77 Euro im Monat. Bei einer Laufzeit von 60 Monaten mit Schlussrate (Die zahle ich entweder von meinem Bausparvertrag, der dann fällig ist, oder von meinem nicht wirklich geringem Lehrergehalt.) bekomme ich einen neuen C1 auch für 112 Euro im Monat. Da er dann Garantie hat und weniger verbraucht als fast jeder andere Kleinwagen, befinde ich mich nach wie vor in einem Dilemma. Denn ein älteres Auto mit 7l im Durschnitt kostet mich dann auch etwa 40/50 Euro mehr an Benzin im Monat. Der C1 muss natürlich dann über 5 Jahre finanziert werden, ist aber neu. Bei Toyota hätte ich sogar 36 Monate Garantie. Der Vergleich alt/neu für die nächsten 2-3 Jahre lässt mich wirklich verzweifeln. Also es ist nicht so, dass ich den Neuen unbedingt brauche, aber ich frage mich, ob das für die nächsten 2-3 Jahre nicht mehr Sinn macht???
Blöder Mist. Wie gesagt, vielen Dank für die Studiengebühren.
Soviel Sprit, wie dich ein Neuwagen (egal welcher) alleine an Wertverlust kostet, kann ein "alter" gar nicht verbrauchen.
Auch DAS würde ich mit ins Kalkül ziehen.
Einen Neuwagen zu fahren ist IMMER teu(r)er.
Auch wenn schöngerechnete Raten einem etwas anderes vorgaukeln.
Zitat:
Original geschrieben von flingomin
Soviel Sprit, wie dich ein Neuwagen (egal welcher) alleine an Wertverlust kostet, kann ein "alter" gar nicht verbrauchen.
Auch DAS würde ich mit ins Kalkül ziehen.
Eben. Ich kann zwar sagen, daß mich mein Daihatsu ca. 11000 € an den Tankstellen gekostet hat, da hat die Mühle aber 100000 km für gebraucht und ich bin nicht direkt auf Sparsamkeit gefahren...
Zitat:
Original geschrieben von flingomin
Einen Neuwagen zu fahren ist IMMER teu(r)er.
Auch wenn schöngerechnete Raten einem etwas anderes vorgaukeln.
Zumal ein Auto auf Pump immer vollkaskoversichert sein sollte. Auch das sollte in die Rechnung mit hinein. Ebenso zum Erhalt der Garantie sämtliche Inspektionen machen lassen! Bei meinen alten Mühlen kann ich alles entweder selbst machen oder von den Schraubern meiner Hinterhofwerkstatt für vergleichsweise n appel und n ei machen lassen.
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Zitat:
Original geschrieben von autogesucht
Denn ein 10-12 Jahre altes Auto länger als 2 oder 3 Jahre zu finanzieren hälte ich für dämlich, oder?
JA!
An deiner Stelle würde ich mir einen (hier schon angesprochenen) Fiesta mit viel TÜV suchen. (Als Spritspartipp kann ich noch einen Daihatsu Cuore empfehlen).
ABER: Nix finanzieren! Kratz die 500-700 Euro cash zusammen (dafür gibts wirklich 95-96 er Fiestas mit neu TÜV). Nimm jemand zum Kauf mit, der was von Autos versteht. Gröbere Mängel sollten bei einem neu getüvten Auto eigentlich nicht da sein, aber Kontrolle ist immer besser. Wer weiss schon wie die Kiste TÜV gekriegt hat 😉
Kleinigkeiten kann an so einem Auto jeder reparieren, der einen Schraubenschlüssel halten kann. Wenn was Größeres ist (eigentlich selten), dann schmeisst Du ihn halt weg und holst den Nächsten.
Beispiel1
noch einer
klingt gut
So fährt man günstig Auto 😉
Gruß