FIAT DUCATO 2,3 150 Multijet, EZ 08/2012 - EURO 5 - Wohnmobil - Verdacht auf Abgasbetrug
Hallo an die Ducato-Eigentümer in diesem Forum.
Ich habe aus dem Internet Dokumente herunterladen können, die in der Lage sind, zu beweisen, daß FIAT unter anderem beim DUCATO (aber nicht nur da) möglicherweise ebenfalls einen Abgasbetrug begangen hat. Nach den Dokumenten schaltet das AGR ca. 22 Minuten nach dem Anlassen komplett ab, d.h.es findet dann keine NOx-mindernde Abgasrückführung mehr statt. Dies wurde nach den Dokumenten offiziell vom KBA festgestellt; es gab dazu auch einen Schriftwechsel zwischen dem deutschen Verkehrsminister mit der EU und dem Verkehrsminister Italiens. Lt. Italien: es ist alles i.O. !
Bezeichnenderweise ist die Internetseite, von der ich die Dokumente herunterladen konnte, seit Wochen schon nicht mehr abrufbar...ein Schelm, der Böses dabei denkt!
Der um ein Mehrfaches über der Zulassungsgrenze liegende NOx-Ausstoß auf der Strasse wurde auch ausführlich vom ADAC im Rahmen seines Tests über die Wirksamkeit von Hardware-Nachrüstungen dokumentiert (Vergleich vor und nach Nachrüstung).
Frage:
Hat ein DUCATO-Besitzer*in sich bereits einmal mit dieser Frage auseinandergesetzt und kann mir entsprechende Informationen geben?
59 Antworten
Zitat:
@Italo001 schrieb am 25. Juli 2019 um 16:56:45 Uhr:
.... Ich hatte dir schon unter dem Wohnmobilforum geschrieben, das ......
Ach, da hat er das auch noch unter gebracht!?!
Unter welcher Rubrik denn ?
Zitat:
@Italo001 schrieb am 25. Juli 2019 um 17:28:15 Uhr:
Dort ist es gelöscht worden.
Ach siehe da. Dann versucht es man halt anderswo ......................................🙁🙁🙁
Zitat:
@Italo001 schrieb am 25. Juli 2019 um 16:56:45 Uhr:
Zitat:
Ja, Du hast den gleichen Motor wie ich...und wir können beide Gift darauf nehmen, daß unter anderem die Abgasrückführung nach 22 Minuten zumacht.
Mit der Aussage wäre vorsichtig. Ich hatte dir schon unter dem Wohnmobilforum geschrieben, das eine Einigung zwischen FCA und KBA gab. Es sollten die Werte für die Dauer erhöht werden.
Wenn das stimmen würde, dann hätte ich (und @Oskar78) einen "freiwilligen" oder verpflichtenden Rückruf für ein Softwareupdate bekommen müssen...war aber nicht!
Steuersoftware ist an beiden Fahrzeugen unverändert wie beim Kauf.
Wie die Sache wirklich "im Sande verlaufen" ist, habe ich bereits selbst und mithilfe einiger Links dargestellt.
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Die Links sind nicht sehr aussagefähig. Abgesehen ist dein Wagen von 2012, da gelten ganz andere Vorgaben. Bei den Nutzfahrzeuge gelten andere Vorschriften als bei den PKWs. Darum kann man die Vorschriften nicht mit einander vergleichen. Die Nutzfahrzeuge hängen den PKWs hinterher. Oder willst du jetzt sagen dein Wohnmobil ist jetzt ein PKW?
Siehe auch HIER
Ich habe am 03.08.2020 wg. meines DUCATO-Wohnmobil (2,3 Liter 150 Multijet, EZ 2012) Klage auf Schadenersatz gegen FIAT einreichen lassen (siehe Anlage; zur Vermeidung von Werbung für die Kanzlei habe ich deren Namen geschwärzt).
Zitat:
Ich habe am 03.08.2020 wg. meines DUCATO-Wohnmobil (2,3 Liter 150 Multijet, EZ 2012) Klage auf Schadenersatz gegen FIAT einreichen lassen (siehe Anlage; zur Vermeidung von Werbung für die Kanzlei habe ich deren Namen geschwärzt).
Hallo,
danke für die Infos zur Klage. Schon irgendein Ergebnis bzw. Zwischenergebnis???
Zitat:
@RWVS schrieb am 12. Oktober 2021 um 13:16:05 Uhr:
Zitat:
Ich habe am 03.08.2020 wg. meines DUCATO-Wohnmobil (2,3 Liter 150 Multijet, EZ 2012) Klage auf Schadenersatz gegen FIAT einreichen lassen (siehe Anlage; zur Vermeidung von Werbung für die Kanzlei habe ich deren Namen geschwärzt).
Hallo,
danke für die Infos zur Klage. Schon irgendein Ergebnis bzw. Zwischenergebnis???
Die zweite mündliche Verhandlung in meinem Fall ist für den 23.11.2021 terminiert. Bis heute gibt es noch keine rechtskräftigen Entscheidungen. Einige wenige Klagen wurden abgewiesen und diese befinden sich in der Berufung. In der Regel wurden diese wenigen Klagen deshalb abgewiesen, weil sich die Klagen sich bei der Nennung der Beklagten auf die Holdinggesellschaft FCA N.V./Stellantis N.V. beschränkten; dies gab FCA die Möglichkeit zur Argumentation, dass die Holdinggesellschaft nicht für die Auslegung, Herstellung und Homologation der streitgegenständlichen Fahrzeuge verantwortlich sei. Zwischenzeitlich wurde der Beklagtenkreis um die verantwortliche Gesellschaft FCA Italy S.p.A. erweitert.
FCA/Stellantis verfolgt bei allen bisherigen Klagen folgende Verzögerungstaktik: FCA erscheint nicht zur Verhandlung/verteidigt sich nicht, so dass es in den allermeisten Fällen zu einem sogenannten „Versäumnisurteil“ gegen FCA kommt. FCA legt innerhalb der dafür vorgeschriebenen Frist von 2 Wochen Beschwerde gegen das Versäumnisurteil ein und muss dann zu den Vorwürfen Stellung beziehen. Das Verfahren (dann immer noch in der 1. Instanz) wird dann fortgesetzt. Interessant wird die Angelegenheit erst nach Vorliegen der ersten OLG-Entscheidungen und ich würde mich nicht wundern, wenn sich FCA erst den BGH-Urteilen beugen wird. Die Angelegenheit erfordert von den Klägern einen langen Atem…kein Sprint, sondern ein Marathonlauf.
Danke. Gab es eine technische Beweisaufnahme, z.B. Gutachten, ob beim Ducato 2,3 150 Multijet EZ 8/2012 die Abgasreinigung nach den üblichen 22 Minuten abschaltet. Ich habe den gleichen Motor EZ01/2012.
Zitat:
@RWVS schrieb am 12. Oktober 2021 um 14:09:19 Uhr:
Danke. Gab es eine technische Beweisaufnahme, z.B. Gutachten, ob beim Ducato 2,3 150 Multijet EZ 8/2012 die Abgasreinigung nach den üblichen 22 Minuten abschaltet. Ich habe den gleichen Motor EZ01/2012.
Ich habe ein Privatgutachten anfertigen lassen, das in einem der letzten Schriftsätze in den Prozess eingeführt wurde. Dafür wurde vom Gutachter die Motorsteuerungs-Software (Magneti-Marelli Motorsteuerungs-Modul) ausgelesen, analysiert und dabei verschiedene Betrugsstrategien offengelegt. Dazu wird sich nun FCA damit auseinandersetzen und dazu Stellung nehmen müssen. Natürlich hat ein Privatgutachten für das Gericht nicht denselben Stellenwert wie ein vom Gericht beauftragtes Gutachten...wir werden sehen.
Zitat:
@Esquire10 schrieb am 13. Oktober 2021 um 11:48:34 Uhr:
Ich habe ein Privatgutachten anfertigen lassen, das in einem der letzten Schriftsätze in den Prozess eingeführt wurde. Dafür wurde vom Gutachter die Motorsteuerungs-Software (Magneti-Marelli Motorsteuerungs-Modul) ausgelesen, analysiert und dabei verschiedene Betrugsstrategien offengelegt. Dazu wird sich nun FCA damit auseinandersetzen und dazu Stellung nehmen müssen. Natürlich hat ein Privatgutachten für das Gericht nicht denselben Stellenwert wie ein vom Gericht beauftragtes Gutachten...wir werden sehen.
Ich komme zwar aus der IT-Technik und Elektronik, aber:
1. Der Gutachter konnte die Motorsteuersoftware so einfach auslesen?
Keine Sperre von FCA drin? Passwort? Kommt man ja ohne weiteres dran.
2. Der Gutachter hat die Software analysiert und offengelegt.
Der Gutachter kennt also den FCA Motor 100% und auch die Abläufe Hardware und Softwaremäßig.
Er kennt auch genau den Programmierstil des FCA Ingenieurs und weiß welches gesetzte Bit für welchen Zweck ist.
Junge junge, ist das ein toller allwissender Gutachter. Das schreit doch zum Himmel.
Hacker brauchen da ja schon länger zu.
Zitat:
@Oskar78 schrieb am 13. Oktober 2021 um 12:44:12 Uhr:
Zitat:
@Esquire10 schrieb am 13. Oktober 2021 um 11:48:34 Uhr:
Ich habe ein Privatgutachten anfertigen lassen, das in einem der letzten Schriftsätze in den Prozess eingeführt wurde. Dafür wurde vom Gutachter die Motorsteuerungs-Software (Magneti-Marelli Motorsteuerungs-Modul) ausgelesen, analysiert und dabei verschiedene Betrugsstrategien offengelegt. Dazu wird sich nun FCA damit auseinandersetzen und dazu Stellung nehmen müssen. Natürlich hat ein Privatgutachten für das Gericht nicht denselben Stellenwert wie ein vom Gericht beauftragtes Gutachten...wir werden sehen.Ich komme zwar aus der IT-Technik und Elektronik, aber:
1. Der Gutachter konnte die Motorsteuersoftware so einfach auslesen?
Keine Sperre von FCA drin? Passwort? Kommt man ja ohne weiteres dran.2. Der Gutachter hat die Software analysiert und offengelegt.
Der Gutachter kennt also den FCA Motor 100% und auch die Abläufe Hardware und Softwaremäßig.
Er kennt auch genau den Programmierstil des FCA Ingenieurs und weiß welches gesetzte Bit für welchen Zweck ist.Junge junge, ist das ein toller allwissender Gutachter. Das schreit doch zum Himmel.
Hacker brauchen da ja schon länger zu.
Na ja, Du wirst jetzt ja wohl nicht erwarten, daß ich nun das Gutachten für jeden zugänglich hier veröffentliche?
Es gibt aber inzwischen eine Nachrüstmöglichkeit von HJS:
Neues Nachrüstsystem für den Fiat Ducato - Freie Fahrt für den Fiat Ducato - Neues Nachrüstsystem für die beliebte Wohnmobilbasis
Quelle: https://www.promobil.de/.../
Das mindeste wäre, daß FCA bei den betroffenen Fahrzeugen (sämtliche Euro 5 & 6 Multijet-Motoren) die Kosten für die Nachrüstung übernehmen würde. Das wird aber nicht passieren, sondern FCA wird sich nur rechtskräftigen Entscheidungen beugen, was noch eine Weile dauern kann.
Also ich finde es wirklich bewundernswert, dass Esquire10 sich da so reinkniet, eine Parteigutachten auf eigene Kosten erstellen lässt und klagt. Ich vermute, er wird sich das Gutachten schon auch selbstkritisch angeschaut haben, bevor er klagt, denn verlieren will er sicher nicht. Also: Vielen Dank und viel Glück am 23.11.21 am LG Freiburg.