Feststellbremse wirkt nur einseitig und dann die Hammerrechnung

Mercedes E-Klasse W212

Mein 200E CGI hat nun 36000Km auf der Uhr und viel beim ersten TÜV wegen der Feststellbremse durch.
Der Freundliche beim TÜV meinte es ist wohl nur eine Kleinigkeit. Denkste....
Habe den Wagen nach zwei Tagen bei meiner Mercedeswerkstatt abholen dürfen und dann für
die Kleinigkeit 550 Euro bezahlen müssen. Die rechte Seite hatte zuwenig Grip sagten man mir
und deshalb gab es einen neuen Feststellbelag.
Was für eine Kleinigkeit....

Gruß
Heinz

Beste Antwort im Thema

Zitat:

Als "Geheimtipp" bleibt hier nur eine Bergabfahrt auf verkehrsarmer Nebenstraße mit abgestellten Motor und mehrfachen Feststellbremse betätigen. Die Abnutzung dieser o.g. Trommelbremse ist technisch sowieso fast unmöglich.

Diese Methode ist an Dummheit kaum zu überbieten. Bei abgestelltem Motor hat man weder Lenkunterstützung, noch Bremskraftunterstützung, von ABS, ESP und co ganz zu schweigen. In einer Notsituation ist man nur noch Passagier im eigenen Wagen.
Und sollte die Feststellbremse blockieren, wird man wahrscheinlich vom eigenen Heck überholt.

Gruß c220

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Ich bin bei den TÜV Prüfungen immer Anwesend und auch 5m neben meinem Auto, damit ich mir die defekten Sachen auch erklären lassen kann, ich reparier das ja nacher selbst.

Sogar die TÜV Prüfer probieren es mit dem einbremsen auf dem Prüfstand und geben sich mühe damit die Werte gleich sind.

Da ich nur einen Automatikwagen habe, habe ich mir angewöhnt die Feststellbremse auch zu benutzen, und hatte noch nie Probleme damit.

Vor 20 Jahren waren mal die Handbremsseile an meinem 190er schwergängig, das war aber beim Kauf schon, die habe ich erneuert.

Wobei ich die Konstruktion von VW mir einer Feststell- und Betriebsbremse auf einer Scheibe auch gut finde.....

Gruß

Mit dem gleichen Problem bin ich mit dem 211er beim ersten TüV durchgefallen.
Ab zum 🙂 der nur lachte und fuhr mit dem Wagen einige Runden, dabei hat er die
Feststellbremse mehrmals betätigt. Danach wieder den Wagen vorgestellt und
die Plakette war drauf, Kosten 8,- € für die Wiedervorführung. Das tritt vor allem
bei Automatikfahrzeugen häufiger auf. Muss natürlich bei Dir nicht das Gleiche gewesen sein.

Mal zum Verständnis und interessehalber: Warum muss die Feststellbremse gleichmäßig ziehen?
Damit meine ich nicht links 100% zu rechts <10%, sondern z.B. >90% zu <50%.

Wie wirkt sich das auf die Verkehrs- oder Betriebssicherheit aus?

Zitat:

Als "Geheimtipp" bleibt hier nur eine Bergabfahrt auf verkehrsarmer Nebenstraße mit abgestellten Motor und mehrfachen Feststellbremse betätigen. Die Abnutzung dieser o.g. Trommelbremse ist technisch sowieso fast unmöglich.

Diese Methode ist an Dummheit kaum zu überbieten. Bei abgestelltem Motor hat man weder Lenkunterstützung, noch Bremskraftunterstützung, von ABS, ESP und co ganz zu schweigen. In einer Notsituation ist man nur noch Passagier im eigenen Wagen.
Und sollte die Feststellbremse blockieren, wird man wahrscheinlich vom eigenen Heck überholt.

Gruß c220

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Hallo ins Forum,

Zitat:

@FM500 schrieb am 13. Mai 2016 um 19:32:13 Uhr:


Wie wirkt sich das auf die Verkehrs- oder Betriebssicherheit aus?

die Feststellbremse dient i.d.R. auch als Rückfallebene für die Betriebsbremse. Wenn diese - warum auch immer - ausfällt, hast Du noch die Feststellbremse. Daher haben z.B. auch die neuen elektronischen Bremsen eine programmierte Ersatznotbremsfunktion. Damit in diesem - in der Realität wohl sehr seltenem - Fall die Spurhaltung wenigstens halbwegs klappt, muss auch die Feststellbremse im Rahmen gleichmäßig anziehen.

Ich bremse die Technik regelmäßig frei und auf jeden Fall vor der HU. Probleme habe ich daher noch nicht gehabt. Übrigens findet es die Betriebsbremse auch nicht schlecht, dann und wann mal härter zu bremsen. Damit läuft die auch besser und quietschfrei.

Viele Grüße

Peter

Danke Peter.

Ich glaubte bisher doch tatsächlich dass seit Einführung der Zweikreisbremse in den 1960ern das Thema "Notbremse" erledigt wäre. (Umbenennung von Handbremse auf Feststellbremse)

Zitat:

@c220 schrieb am 13. Mai 2016 um 21:36:51 Uhr:



Zitat:

Als "Geheimtipp" bleibt hier nur eine Bergabfahrt auf verkehrsarmer Nebenstraße mit abgestellten Motor und mehrfachen Feststellbremse betätigen. Die Abnutzung dieser o.g. Trommelbremse ist technisch sowieso fast unmöglich.

Diese Methode ist an Dummheit kaum zu überbieten. Bei abgestelltem Motor hat man weder Lenkunterstützung, noch Bremskraftunterstützung, von ABS, ESP und co ganz zu schweigen. In einer Notsituation ist man nur noch Passagier im eigenen Wagen.
Und sollte die Feststellbremse blockieren, wird man wahrscheinlich vom eigenen Heck überholt.

Gruß c220

Deshalb ja auch "Geheimtipp".

Hallo, ich hänge mich einfach hier dran:

heute hat sich beim abstellen das Pedal der Feststellbremse beim "treten" verabschiedet. ist irgendwas gebrochen - lässt sich jetzt ohne Funktion durchtreten und kommt auch nicht wieder selber hervor wenn man am hebel zieht. ev auch nur was ausgehängt.. 😕

Jetzt bräuchte ich eine Anleitung zur demontage, will da nichts kaputtmachen beim ausbau.
TN des Pedals, fall ein neues benötigt wird, habe ich schon: A2044201584
danke.

Hier nochmal zum " Geheimtipp" ... wir reden hier vom alten E-Klasse Modell
E350 CDI aus 2/2010
das linke äußere Bremspedal schaffte nach paar Jahren nicht mehr das T-Modell auf leichter Steigung etwa 5 % Steigung beim abstellen festzuhalten.

Ab zum Freundlichen ... Dialog-Annahme . hier wird grundsätzlich immer und sofort die Funktion der Vorderbremse ... Hinterbremse und abschließend die manuelle Feststellbremse zwingend geprüft.

Bei mir lagen die beiden Meßuhren (Kilo-Newton-Meter) Kn sehr weit auseinander ... die Abhilfe beim wirklich Freundlichen erfolgt - indem er mindestens 10 x mit kräftigen Fußpedal-Tritt die Verkrustung und Ablagerungen runterschleift.
Die Werte nähern sich dann auf fast 100 % zw. re & li und jeder TÜV wäre hocherfreut.

Falls dein Freundlicher nun auch freundlich ist, macht er das für dich kostenlos und du trinkst in der Zeit deinen Kaffee.
Wenn er nicht freundlich ist , zahlst du die etwa 140 € /h MB - Stundenlohn und "da werden Sie geholfen".

p.s.:
die Angstmache hier verhindert natürlich hier mal den V250 auch ohne Lenk-Hilfs-Pumpe zu fahren ... er ist dann genau wie ein LKW aus den 50er Jahren vollkommen sicher zu steuern.
Im Ernstfall sollte es niemals zu Fehlreaktionen kommen - mit ausgefallenem Bremskraft-Verstärker oder fehlender Lenkhilfspumpe in die Begrenzung zu fahren (alles Erfahrungs- und Übungssache !)

also habe heute das pedal getauscht, geht relativ gut
Abdeckung A-Säule unten weg,
fussraum abdeckung raus (3mal torx 25, Lampe und Sensor abstecken, OBD Stecker ausbauen, Seilzug für motorhaube aushängen)
Pedal ist noch mit 2 schrauben (Torx 45 lang) angeschraubt. Sensor ausklipsen

leider war dies nicht der fehler anscheinend ist der Seilzug zu den bremsbacken irgendwo gerissen oder ausgehängt, da er sich nicht wieder zurückzieht.
meine frage wäre ob wer weis wo der Seilzug langgeht, geht der am unterboden draussen entlang?

Ja, der Seilzug macht einen Bogen im Fussraum und geht nach außen im Bereich vorderen Getriebetunnel.
Danach geradeaus nach hinten. Es gibt noch eine Kuppung (genau weiß ich nicht mehr wo ... ) im Bereich Getriebebrücke. Danach ein Seilzug zur Hinterachse, und dann jeweils ein Seilzug zum Rad LI/RE

Seilzug Feststellbremse

ahh super das hilft mir ungemein weiter DANKE! 😎

Feststellbremse wechseln ist mit Arbeit verbunden und braucht seine Zeit. Mir wurde gesagt, dass man diese regelmäßig benutzen soll, dann bleibt sie eher funktionstüchtig. Was nicht benutzt wird vergammelt.

Meine Niederlassung versucht seit 2 Jahren meine Feststellbremse zu monieren. Immer wieder: "Ihre Bremse zieht ungleich!". Auf die Frage was man da machen könnte kam nur: "Irgendwas! Wir müssen zerlegen um es zu sehen!"
Ich habe zwischendurch eine TÜV-Untersuchung gehabt, alles schick! Hab mal am Berg geparkt und der Wagen rollte keinen Millimeter trotz Getriebestellung "N". Bei 20km/h Feststellbremse voll angezogen, keine Auffälligkeiten außer das es extrem fies klingt.
War dann in einer anderen Werkstatt (TE Taxiteile, mieser Verein): "Ja, da ist was! Müssen wir aufmachen und gucken!"
Ich glaube da haben Werkstätten erkannt wie man leicht Geld verdient. Wenn mein Auto mal nicht in der Parkposition stehen bleibt oder der TÜV meckert, dann werde ich was tun.
Am Montag geht er wieder in den Service (B0) und ich rechne mit einer neuen Runde bei diesem Thema. Werde ihn vorher mal einbremsen. 🙂

Die Feststellbremse leidet einfach darunter, dass sie bei Autos mir Automatik so gut wie nie gebraucht wird. Hat mir seinerzeit mal ein TÜV-Prüfer erklärt, während er auf dem Prüfstand die Bremse meines W202 einbremste.

Wenn ihr sie nie benutzt, fahrt dreimal im Jahr 10m langsam mit leicht angezogener Bremse. Dann treten keine Probleme auf.

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