Festgefahren, Rad im Matsch dreht durch, Rad auf Strasse bewegt sich nicht

Opel Meriva B

Hallo,

ich habe mich gestern in einem Seitengraben festgefahren. Das Auto (Meriva B Automatik) ist in einen Graben mit Matsch und Wasser seitlich wegerutscht. Ich habe das Auto nicht ohne fremde Hilfe aus dem Graben fahren können, obwohl ein Vorderrad noch auf der Strasse stand. Es drehte sich nur das Rad im Matsch, ohne dass das Rad auf der Strasse einen Mucks machte. Es war weder vorwärts noch rückwärts etwas zu bewegen. Auch nach Ausschalten der Traktionskontrolle keine Änderung. Erst nachdem ein Nachbar mit seinem Auto meinen Wagen rausgezogen hatte, kam mein Auto - Gott sei Dank ohne Schaden - aus dem Matsch. Ist das normal, dass wenn ein Rad keinen festen Grip hat, das andere überhaupt keinen Vortrieb mehr hat. Wenn dem so ist, fährt man sich also schon fest, wenn ein Rad auf weichem rutschigem Grund steht, obwohl das andere noch auf der Strasse steht? Geht das nur mit Autos mit Differentialsperre? Wenn dem so ist, wäre das ja fatal.

Über Hinweise zum Thema würde ich freuen.

15 Antworten

Natürlich ist das normal. Such dir mal Erklärungen zu "Differential", dann wirst du es verstehen, weshalb das so ist. Geholfen hätte hier nur eine Differentialsperre, die aber nicht in Fronttriebler PKW verbaut wurde (auch im Standart Hecktriebler nicht)

@op1234

Seit wann fährst du Auto im öffentlichen Verkehr?
Traktionskontrolle hat nichts mit Differentialsperre zu tun.
Kleiner Tipp.
Google mal danach.

Na ja, also das geht normalerweise auch ohne Differentialsperre. Die Traktionskontrolle sollte das freidrehende Rad einbremsen. Bei meinem BMW Hecktriebler war das extrem gut zu beobachten bei Eis auf dem Parkplatz.

Zitat:

@hwd63 schrieb am 17. Februar 2024 um 13:37:56 Uhr:


@op1234

Seit wann fährst du Auto im öffentlichen Verkehr?
Traktionskontrolle hat nichts mit Differentialsperre zu tun.
Kleiner Tipp.
Google mal danach.

Habe gegoogelt: Wie funktioniert die Traktionskontrolle?

Für gewöhnlich dreht zuerst ein Rad durch, was die anderen Reifen dann beeinflusst. Daher kontrolliert die Antriebsschlupfregelung alle Räder getrennt voneinander. Die Steuerung geschieht entweder über die Bremse oder über den Motor. Im ersten Fall sorgt die Traktionskontrolle dafür, dass das durchdrehende Rad abbremst und sich die Antriebskraft des stabilen Rades erhöht. Dazu greift das System auf die Daten des Antiblockiersystems (ABS) zurück.

Genau das hätte ich erwartet. Nur leider war es kein Unterschied, ob die Traktionskontrolle eingeschaltet war oder eben nicht. Es macht wahrscheinlich einen Unterschied, ob das Rad quasi freidrehend ist oder noch etwas Haftung hat. Anders kann ich es mir nicht erklären.

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Das ASR regelt erst ab einer gewissen Geschwindigkeit und meistens nur, wenn sich alle Räder drehen. Sonst könnten viele Arbeiten in der Werkstatt nicht durchgeführt werden bzw. viele Sachen nicht getestet werden.

Hallo in die Community,

also es ist schon so wie es bonsaiausl und hwd63 geschrieben haben : das hätte nur mit einer Diff- Sperre funktioniert - die ASR bzw. die Traktionskontrolle sind da außen vor und mit dem ABS hat das ganze auch gar nix zu tun. Wenn ein Rad komplett frei dreht und das andere steht auf festem Untergrund haste halt verkackt und wenn`s dumm läuft drehst du dir noch eine Antriebswelle ab oder das Getriebe geht übern Jordan. Dann hilft nur noch die gute alte Abschlepp- Öse

Es gibt sehr wohl Systeme, die eine Art Differentialsperre einfach darüber realisieren, dass das durchdrehende Rad angebremst wird und dann mehr Moment auf das Rad mit Gripp geht.

Zitat:

@mark29 schrieb am 31. März 2024 um 20:16:31 Uhr:


Es gibt sehr wohl Systeme, die eine Art Differentialsperre einfach darüber realisieren, dass das durchdrehende Rad angebremst wird und dann mehr Moment auf das Rad mit Gripp geht.

Jepp, die gibt es. Nur, die Bedingung dafür, dass das funktioniert ist, das sich mindestens drei Räder drehen und entsprechende Signale ans Steuergerät liefern! Bitte, woher soll denn das Steuergerät wissen, das du Traktionsprobleme hast, wenn 3 Räder stehen? Das könnte ja auch eine Versuchsaktion sein, wo du ein angetriebenes Rad beabsichtigt blockierst, um nur eins zum drehen zu bringen. Und nur das macht eine Traktionskontrolle! Sie vergleicht die Drehzahl aller Räder und bremst bei Drehzahlunterschieden das durchdrehende Rad ab und nimmt meistens auch die Motorleistung zurück. Aber wie soll sie das machen bei nur einem Drehzahlsignal?

????

Es gibt 4 Räder mit Radsensoren, stehen 3 und eines dreht, ist der Rückschluß sehr eindeutig!

Gibts denn nen Meriva 4x4?
Wenn ja, dann einfach Sperre rein und Vollgaaaaaaaaaaaaaaaaaasssssssssssssssssss..............

Zitat:

@mark29 schrieb am 2. April 2024 um 16:51:17 Uhr:


????

Es gibt 4 Räder mit Radsensoren, stehen 3 und eines dreht, ist der Rückschluß sehr eindeutig!

Eben nicht! Beschäftige dich mal mit Steuerungssoftware. Dann wirst du nämlich feststellen, das die Traktionskontrolle sowas NICHT auswerten kann. Hier ist nämlich die Überzahl der Signale =0, und nur ein Signal auf 1. Und somit lautet die Schlussfolgerung daraus 0, also (in dem Fall) das Auto steht, alles ist in Ordnung. Was anderes wäre, wenn noch ein zweites Signal=1 dazu kommt. 0 und 1 stehen hierbei exemplarisch für 0V bzw 4mA und 1 für 10V bzw 20mA, je nach dem, was zum Regeln herangezogen wird.

Ich hab Maschinenbau/Fahrzeugtechnik studiert.... 3 Räder stehen, 1 dreht - also wird bei dem einen was als drehend erkannt wird einfach angebremst.

Ich glaube das Problem hier ist, dass der Begriff "Traktionskontrolle" nicht eindeutig definiert ist und von unterschiedlichen Herstellern unterschiedlich interpretiert wird.

Zumindest in der Betriebsanleitung definiert Opel die Traktionskontrolle (TC) leider nur sehr schwammig. Da dort von "Fahrstabilität" die Rede ist, vermute ich mal, dass sie nur während der Fahrt eingreift. Das entspräche ja auch der Beobachtung von op1234.
Tatsächlich kann man durch gezieltes Abbremsen des durchdrehenden Rades aber auch eine Anfahrhilfe realisieren.
Für manche Hersteller fällt auch das unter "Traktionkontrolle" und ist in deren System enthalten.
Die ersten Systeme vor ewigen Zeiten hatten meist nur die Anfahrhilfe implementiert.
Bei VW und einigen Anderen wurde diese damals als "Elektronische Differentialsperre (EDS)" vermarktet. Allerdings wäre dieser Begriff auch für Eingriffe während der Fahrt nicht falsch.

https://www.verivox.de/motorradversicherung/themen/traktionskontrolle/

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