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Felgenschloss bei der Montage abgebrochen

Themenstarteram 2. August 2022 um 12:45

Hallo ihr Lieben,

Beim Anziehen der Felgen ist mir ein Felgenschloss abgebrochen. Die Teile aus der Nuss zu holen war ein ganz schöner Akt, aber zum Glück hatte ich es irgendwann.

Das Problem ist, dass ich die Radmutter vom Felgenschloss jetzt nicht mehr abbekomme, da der Rest von der Mutter komplett rund ist (siehe Bilder).

Bei einem weiteren Felgenschloss habe ich auch schon Risse in der Mutter gesehen, wahrscheinlich reißt mir die Mutter auch bei dem Versuch der Demontage...

Bin ratlos, was würdet ihr tun?

Mit einem Dremel komme ich nicht an die Mutter.

Habe schon überlegt mit einem Bohrer ein Loch zu bohren und dann zu versuchen den Rest der Radmutter mit Hammer und Meißel aufzusprengen.

 

Habe den Wagen dieses Jahr gekauft, die Felgenschlösser waren dabei. Kannte sowas bis dato nicht und werde die Teile auch nie wieder nutzen....

 

Ich hoffe ihr könnt mir helfen.

Schon mal vielen Dank ??

Maurice

Felgenschloss intakt
Felgenschloss abgerissen
Felgenschloss abgerissen
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30 Antworten

Moin

Hammer und Meißel würde ich nicht nehmen, da verkanntes du alles.

Setze eine Nuss auf den aussenkranz der Restmutter und gebe darauf ein paar leichte Hammerschläge.

Danach 2 kleine Löcher gegenüberliegend in den Mutterkranz bohren.

Dann mit einer Seegeringzange die Restmutter lösen.

Alternativ in den gebohrten Löcher passende Stahlnägel stecken und zum Beispiel mit einem Flacheisen und Zange die Restmutter raus drehen.

Viel Glück

am 2. August 2022 um 14:02

Bei den erforderlichem Lösemoment der Restmutter wird dir ein versuch mit aufschlagen einer Nuss oder was anderes nicht Helfen!!

Hier würde ich es folgendermaßen angehen: Nimm einen kleinen ,sehr guten/Scharfen Bohrer (so 3,0- 3,5mm). Bohre den Restkranz der Mutter im 120 grad Versatz 3x an, ohne nach Möglichkeit den stehbolzen dabei zu beschädigen, soweit bis zur Felge ( nicht Durchbohren!! Dann einen kleinen schmalen Meißel nehmen und dann die Restmutter an den Bohrungen aufsprengen!!

Somit sollte dann der Radbolzen intakt bleiben und die Felge dann auch abgehen. Hab sowas schon mal beim ausbau von Stoßdämpfern mache müssen, nachdem die wegen Verrottung keinen 6-Kant mehr hatten!!

Viel Erfolg Dabei

Kobaltbohrer und Kreuzmeisel sind die richtigen Zutaten zum Tipp von 0815......

Hatte eine normale 17er Radschraube,die rund gedreht war.

Erst klein,dann größer aufbohren und dann mit Fäustel einen dicken T55-Torx reingekloppt.

Der hatte sich so richtig schön da drin verzahnt und ich konnte die Schraube mit dem Schlagschrauber lösen.

Gibs ihm!

Du hast gesehen, dass der TE Stehbolzen hat?

Erst auf dem zweiten Bild ;)

Ok,auch hier:

Aufbohren und den Stehbolzen "schwächen",also immer mehr von klein auf groß aufbohren.

Irgendwann bricht er dann ab.

Ein Stehbolzen lässt sich ja leicht ersetzen.

P.S.:

Bei Radsicherungen bin ich immer extrem vorsichtig und es wird ausschließlich "per Hand" gearbeitet,also ohne Schlagschrauber.

Und nach x-Montagen würde ich die Dinger gegen Neuteile ersetzen,kosten ja auch nicht die Welt.

Ist halt ein Verschleißteil.

Die hier sind auch sehr gut, man braucht aber außen ein bisschen Platz.

https://www.hesselink24.de/.../...r-set-1-2-14-tlg-sn-200_170_1055?...

am 2. August 2022 um 17:08

Zitat:

@T5-Power schrieb am 2. August 2022 um 18:45:34 Uhr:

...

Ein Stehbolzen lässt sich ja leicht ersetzen.

...

...das kommt aufs Auto an... gibt welche, da haste auf der Rückseite nicht genügend Platz um den neuen Stehbolzen ins Loch einzufädeln.

Bei meinem Volvo V50 (baugleich mit Ford Focus) bedeutet das, dass das Radlager ausgepresst werden muß... wobei das Kompaktlager (Radlager mit Radnabe) nach dem Auspressen hinüber ist (Druck auf den Innenlagerring wobei die Kraft durchs Lager auf den Außenring geht... ergo Lager defekt) d.h. ein neuer Stehbolzen bedeutet neues Radlager.

Da wirklich nur ein paar Millimeter fehlen um den Stehbolzen ins Loch zu bekommen gabs schon so Spezialisten, die den Kopf des Stehbolzens mit der Flex bearbeiten wollten damit sie den beieingebautem Radlager rein bekommen - das waren Reparaturvorschläge in einem Forum.

@TE ...wie tolerabel bis du bei evtl. Beschädigungen an der Felge? Ich würde mir einen Streifen dünnes Blech (Getränkedose, etc.) zuschneiden, zusammenrollen und als Schutz in das Schraubenloch der Felge stecken. Dann würde ich einen Rundstahlstab im Durchmesser etwas größer als der Radbolzen / Stehbolzen an den Rest der Radmutter punkten / schweißen.

Evtl. wenn der Stehbolzen weiter raus steht als die Reste der Mutter, dann den Rundstahl an der Stirnseite entsprechend ein paar Milimeter anbohren, damit das Material des Rundstahl bündig an den Resten der Radmutter zum Schweißen / Punkten anliegt.

Ich würde eine Stahlhülse nehmen die etwas schmaler ist als der Rest deines Felgenschlosses. Diese sollte größer als der Stehbolzen sein, aber der Außendurchmesser der Hülse sollte schmaler sein. Dadurch bekommst du eine Stufe, wo du die Hülse rundherum festschweißen kannst. Oben drauf eine Mutter fest geschweißt und schon müßte das Felgenschloss runter gehen.

Ich sehe hier auch nur Schweißen als Lösung an. Da mit Meißel und Konsorten ist mir nicht vorstellbar

Dazu würde ich eine Schraube nehmen, die von der Dimension her 1 o. 2 Größen über dem Stehbolzen liegt. Also bei M 14 eine M 18 Schraube. Das Gewindeteil wegschneiden. Den Schaft der Schraube zentrisch minimal freilegen, sodass der Außenteil vom Schaft an die festsitzende Mutter ragt. Am besten auf der Drehe. Dann den Schaft mit dem Mutternrest verschweißen. Vorzüglich mit einer Edelstahlelektrode.

Ich frage mich ja immer, wie man da unten gezielt mit dem Schweißdraht hinkommt, ohne gegen die Felge zu kommen und ohne diese zu beschädigen. Kann das Mal jemand zeigen?

Habt ihr mal geschaut, wieviel. Platz in der Felge für "größer aufschweißen" ist? Ich sehe da schwarz.

Themenstarteram 3. August 2022 um 7:30

Wow, erstmal vielen Dank für die zahlreichen hilfreichen Ideen und Vorschläge!!! Damit habe ich gar nicht gerechnet.

Da ich leider weder ein Schweißgerät habe, geschweige denn schon mal geschweißt habe, würde ich versuchen die Muttern wie vorgeschlagen vorsichtig zu bohren und dann mit dem Meißel zu bearbeiten. Das Material scheint ja schon entsprechend geschwächt, sonst würde es ja nicht reißen.

Ansonsten habe ich einen Kumpel der öfter schweißt. Aber was genau wollt ihr da dran schweißen, das habe ich nicht ganz verstanden?

Eigentlich müsste man doch eine Nuss anschweißen, an die ich dann den Drehmomentschlüssel oder Schlagschrauber ansetzen kann, oder vertue ich mich da?

 

Gott sei Dank sind Distanzscheiben montiert, das heißt wenn der Bolzen beschädigt wird, sind es nur die Bolzen der Distanzscheiben. Wäre zwar ärgerlich aber zu verschmerzen.

Zur Frage wie tolerant ich zu Schäden bei der Felge stehe: Also Priorität ist, das die blöden Muttern runterkommen.... Im Optimalfall mit wenig Blessuren an der Felgen. Wenn es sich aber nicht vermeiden lässt ist das halt so...

Es ist gemeint, dass man einen 6-Kant (Bolzen mit Kopf) aufschweißt, wo ich mich immer frage, wie das praktisch da unten im Loch gehen soll.

Eine Hülse um das Schloss legen und diese von innen verschweißen sehe ich da als machbarer an, wobei der Rest vom Schloss nicht mit dem Stehbolzen verschweißt werden darf, was sicherlich wieder viel Übung benötigt, falls möglich. Auf diese Hülse könnte man dann einen 6-Kant aufschweißen und hoffen, dass das geschweißte hält.

 

Auch den Bohrern stehe ich skeptisch gegenüber, da die Schlösser recht hart sein dürften.

 

Ich bin auf das Ergebnis gespannt.

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