Fahrverbot vom Tisch
Auch wenn ich froh darüber bin, dass es die Initiative Kulturgut Mobilität und ihre Arbeit gibt, so bin ich eher skeptisch, ob Unterschriftenaktionen gegen einen immer dreister werdenden Staatsapparat ankommen. Wie hier schon zuhauf diskutiert und erkannt, werden fadenscheinige Umweltparolen benutzt, um die Absatzzahlen der Automobilindustrie zu erhöhen.
Ob es sich rentiert, das Thema an eine breite Öffentlichkeit zu tragen, sei dahingestellt. Schließlich war die Bevölkerung in diesem Land auch bei früheren, fatalen politischen Entscheidungen eher verhalten. Sog. "französische" Verhältnisse lassen sich hierzulande gewiß nicht mit ein paar Flugblättern einrichten.
Sicher könnte man warten bis es soweit gekommen ist, die meisten Bürger sich beugen und einen günstigen Koreaner leasen, viele "Oldtimerliebhaber" ihren gerade erst erstandenen Youngtimer flugs veräußern ehe der Wertverlust noch größer wird und die paar übriggebliebenen ewiggestrigen Schrauber und Oldtimerfahrer alleine da stehen und eine noch kleinere Lobby haben.
Vielleicht müßte man sich aus dem Sessel erheben und auf den Tisch hauen. Am Tag X nach Berlin fahren und mit mehreren hundert Autos wichtige Zufahrtstr. zur Innenstadt bzw. Reichstag zuparken. Bevor der Einzelne jetzt daran zweifelt und Angst vor Abschleppbeschädigungen an seinem Fahrzeug oder Geldbußen hat: bald könnt Ihr Eure Autos eh nur noch abstellen oder ins Ausland verkaufen.
Um dies zu realisieren müßten aber wirklich alle den A** hochkriegen und nicht das Wochenende zu Hause verbringen, in der Hoffnung das andere das schon geschaukelt kriegen und die Woche im Büro eh anstrengend genug war.
Hier geht es um mehr als nur um das Hobby einiger Spinner. Hier geht es darum, dass wirtschaftliche Interessen die Freiheit des Einzelnen mehr und mehr in den Hintergrund drängen. Wir alle eingelullt in diffuse Ängste zu einer konformen Masse werden, die jeden Tag aufsteht, arbeitet und konsumiert. Ohne Fragen zu stellen, im Glauben daran, dass die Regierung schon recht hat.
14. APRIL in Berlin. Wer nicht kommt, soll sich nachher nicht beschweren.
17 Antworten
Sorry, dass ich so schnell hintereinander poste, aber mir kam da gerade eine Idee um diese ewige Diskussion (nicht hier, hier soll natürlich schön weiter diskutiert werden 😉 ) um Spritfresser und Umwelt zu beenden.
Ich fände es zB sinnvoll Hubraumstarke Autos ab - sagen wir - dem Jahr 2012 zum Umrüsten auf alternative Energien zu verpflichten.
Die Idee - alles ab 3.0 l Hubraum und einem Benzinverbrauch von mehr als 10 L MUSS dann auf Gas ober eben mit Pflanzenöl fahren.
Wie gesagt, nur ne Idee.... 😉
Und wer soll sich herablassen, für eine Handvoll ziemlich verschieden aussehender Autos (die zwar zum Großteil aus Gleichteilen bestehen mögen, aber das weiß der Mann vom Dampfkesselprüfverein ja nicht...) die Umrüstsätze zu nichtobszönen Preisen zu fertigen?
MfG
DirkB