Fahrradstraßen-AUS. Krachende Pleite für Farben Partei

Tach aus Berlin,

na das sind ja Nachrichten: 276.087,13 Euro für Radstraße in Sand gesetzt. Die Oranienstraße sollte auf einem bestimmten Abschnitt autofrei werden. Typische Gängelung des Autofahrers.....
Kamt ihr auch schonmal in den Genuss, eure Route durch eine plötzlich vorhandene Fahrradstraße ändern zu müssen und dadurch sogar im Stau zu stehen?

Oder seht ihr die Fahrradstraße als eine sinnvolle "Errungenschaft" der Verkehrswende?
...doch zu welchem Preis?

Grüße aus der Hauptstadt

197 Antworten

Wenn sich ein Radfahrer unsicher fühlt, muss dass nicht immer an den Autos liegen. Und wenn sich jetzt noch die Egomanen unter den Radlern ein wenig mehr partenerschaftlich verhielten, wären die meisten Probleme von alleine gelöst. Autos einfach auf die Straßen in der Umgebung verbannen, den Verkehr unnötig verlangsamen und erhöhte Abgaswerte in Kauf zu nehmen, ist ja auch keine erstrebenswerte Lösung, oder?

Im Übrigen ist kein Radler gezwungen, genau diesen Weg zu nehmen. Auch er kann einen Umweg in Kauf nehmen oder den ÖPNV nutzen, oder? Wenn jemand schon im Verkehr gleichberechtigt sein möchte, dann bitte auch mit allen Konsequenzen.

@Taunusrenner Punktlandung.

100% Zustimmung.

Zitat:
@Taunusrenner schrieb am 12. August 2025 um 15:26:36 Uhr:
Im Übrigen ist kein Radler gezwungen, genau diesen Weg zu nehmen. Auch er kann einen Umweg in Kauf nehmen oder den ÖPNV nutzen, oder? Wenn jemand schon im Verkehr gleichberechtigt sein möchte, dann bitte auch mit allen Konsequenzen.

Die Aussage gilt ebenso insbesondere für die AutofahrerInnen.

Und was bedeutet gleichberechtigt? Wie meinst du das? Das interessiert mich. Könnte spannend werden.

Wenn ich hier so manche Antworten anschaue dann bedeutet das:

1. Autofahrer

.

.

.

.

.

999. Fahrradfahrer und Fußgänger.

Das ist mit Gleichberechtigung gemeint.

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Wenn man Gleichberechtigung im Straßenverkehr überhaupt noch erklären muss.....

Jeder, der am Straßenverkehr teilnimmt, in der Hauptsache also Autofahrer, Zweiradfahrer und teils auch die Fußgänger haben sich in gegenseitiger Rücksichtnahme zu üben sowie niemanden zu gefährden oder zu behindern. Jeder hat seine Rechte, aber auch -das wird oft vergessen- aber auch Pflichten. Soweit eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Was daran spannend werden könnte, erschließt sich mir leider nicht.

Auf Deine Anspielung auf die Autofahrer kann ich eigentlich nur antworten: absolut ermüdend, Horrorgeschichten gibt es davon genug.

Zitat:
@Taunusrenner schrieb am 12. August 2025 um 15:26:36 Uhr:
Wenn sich ein Radfahrer unsicher fühlt, muss dass nicht immer an den Autos liegen. Und wenn sich jetzt noch die Egomanen unter den Radlern ein wenig mehr partenerschaftlich verhielten, wären die meisten Probleme von alleine gelöst. Autos einfach auf die Straßen in der Umgebung verbannen, den Verkehr unnötig verlangsamen und erhöhte Abgaswerte in Kauf zu nehmen, ist ja auch keine erstrebenswerte Lösung, oder?
Im Übrigen ist kein Radler gezwungen, genau diesen Weg zu nehmen. Auch er kann einen Umweg in Kauf nehmen oder den ÖPNV nutzen, oder? Wenn jemand schon im Verkehr gleichberechtigt sein möchte, dann bitte auch mit allen Konsequenzen.

Ich sag mal so: Ich wollte nicht mit einem Fahrrad auf einer Landstr. fahren.

Und natürlich können auch Radfahrer Umwege fahren.... ganz weite und viele. So viele dass diese sich lieber ins Auto setzten und dann, mit dir, erst Recht im Stau stehen oder drei Stunden um den Block fahren um sich dann vielleicht endlich einen Parkplatz zu ergattern.

Aber gut. Dann halt, die anderen von mir genannten Straßen zu Fahrradstr. machen und dafür dann halt die Oranienstr. nicht.

Haargenau am Thema vorbei und voller Polemik. Leider.

Hier geht es nicht um das Befahren von Landstraßen mit dem Fahrrad, es geht um einen relativ kleinen Abschnitt der Oranienburgerstraße in Berlin und um keine andere Straße. Der Verweis auf Deine anderen Straßen verfehlt schon allein, weil jede Straße mit ihrem Problem individuell betrachtet werden muss. Wenn es dem Radfahrer in der Oranienburger zu unbequem, zu eng oder zu gefählich ist, ist auch ihm ein kleiner Umweg zuzumuten- erst recht, weil er mit dem Rad viel flexibler ist. Oder ist das an von ihm stets verlangter Gleichberechtigung zuviel verlangt?

Also wurde der Artikel falsch geschrieben oder vom TE falsch verstanden.

Eine Fahrradstrasse ist eine Straße für Radfahrer und Autos, hier hat nur der Radfahrer Vorfahrt vor dem Autofahrer und man darf auch neben einander fahren. Desweiteren ist Tempo 30 als Höchstgeschwindigkeit vorgeschrieben und es gibt kein Rechts / Vor Links. Wir haben in unsere Stadt mehrere davon und die meisten Autofahrer können davon nicht verstehen.

Zitat:
@fighterAndre schrieb am 12. August 2025 um 11:15:51 Uhr:

Kamt ihr auch schonmal in den Genuss, eure Route durch eine plötzlich vorhandene Fahrradstraße ändern zu müssen und dadurch sogar im Stau zu stehen?

Warum mußt Du deshalb die Route ändern?

Zitat:
@Taunusrenner schrieb am 12. August 2025 um 17:45:48 Uhr:
Haargenau am Thema vorbei und voller Polemik. Leider.
Hier geht es nicht um das Befahren von Landstraßen mit dem Fahrrad, es geht um einen relativ kleinen Abschnitt der Oranienburgerstraße in Berlin und um keine andere Straße. Der Verweis auf Deine anderen Straßen verfehlt schon allein, weil jede Straße mit ihrem Problem individuell betrachtet werden muss. Wenn es dem Radfahrer in der Oranienburger zu unbequem, zu eng oder zu gefählich ist, ist auch ihm ein kleiner Umweg zuzumuten- erst recht, weil er mit dem Rad viel flexibler ist. Oder ist das an von ihm stets verlangter Gleichberechtigung zuviel verlangt?

Nö. Aber wenn du meinst solls so sein.

Ich möchte auch auf einer stark befahren innerstädtischen Straße nicht unbedingt mit dem Fahrrad fahren und das läge sehr wohl an den Autos bzw. dessen Fahrern.

Und deshalb schrieb ich ja dass ein Radfahrer halt Umwege fahren kann und deshalb der Vorschlag die vermeintlichen "Ausweichstrecken" dann eben zu Fahrradstr. zu machen und dann eben die Oranienstraße so zu lassen wie sie ist.

Passt dann jetzt komischerweise auch nicht.

Zitat:
@Taunusrenner schrieb am 12. August 2025 um 15:26:36 Uhr:
Wenn sich ein Radfahrer unsicher fühlt, muss dass nicht immer an den Autos liegen.

An was denn sonst? Ok, vielleicht mal ein LKW, aber von denen gibts in der Innenstadt ja zum Glück nicht so viele...

Edit:

Zitat:
@Moers75 schrieb am 12. August 2025 um 18:54:04 Uhr:
Dabei sind autofreie Ecken für nahezu jede Stadt ein deutlicher Gewinn, man hält sich viel länger dort auf, nutzt viel mehr die Gastronomie. Man setzt sich nicht draußen zum Essen hin neben einer vielbefahrenen Straße.

Word. Meine Ex-Heimat Bern hat das in einigen Nebenstraßen konsequent umgesetzt und es ist beeindruckend und begeisternd, wie viel mehr Leben dort nun stattfindet.

Zitat:
@Holger-TDI schrieb am 12. August 2025 um 12:38:31 Uhr:
Also erstmal. Die genannte Straße sollte eine verkehrsberuhigte Flaniermeile mit Gehwegen und Radstreifen werden. Und dieses Vorhaben ist aus diversen Gründen gestoppt worden.

Was sollte es denn jetzt werden? Verkehrsberuhiger Bereich? Reine Fahrradstraße (=Autos verboten), Fahrradstraße mit Auto/Anlieger frei? Fußgängerzone (Flaniermeile?!?)?

Wenn ich mir das mit google maps angucke wie viele Restaurants, Cocktailbars etc.. da links und recht sind hätte weitgehend autofrei mit entsprechend Außengastronomie etc.. schon was für sich.

Die Diskussion haben wir in unserer Kleinstadt auch. Man will auf jeden Fall und ohne jede Diskussion bis vor jeden Laden mit dem Auto und überall Parkplätze, beschwert sich dann aber über zu wenig (Außen-)Gastronomie und zu wenig Aufenthaltsqualität wegen dem ganzen Autoverkehr in der Stadt. Dabei sind autofreie Ecken für nahezu jede Stadt ein deutlicher Gewinn, man hält sich viel länger dort auf, nutzt viel mehr die Gastronomie. Man setzt sich nicht draußen zum Essen hin neben einer vielbefahrenen Straße.

Der Fahrradfahrer macht im Gegensatz zur Brum-Brum-Blechbüchse keinen Krach und keine Abgase und braucht nebenbei kaum Fläche zum Abstellen.

Hat man bei uns vor ü 20 Jahren begonnen umzusetzen. Nachdem dann Schlecker, Rossmann die Innenstadt verlassen haben, ist ein kleines Geschäft nach dem anderen dicht gemacht worden

Dann hat man begonnen, Abschnittsweise die Innenstadt wieder mit Kfz befahren zu lassen. Nur die Geschäfte kommen nicht wieder.

Wer jetzt flanieren will, bestaunt leere Schaufenster. Gut gemacht BGM

@Luke-R56

Zitat:
@Taunusrenner schrieb am 12. August 2025 um 15:26:36 Uhr:
Wenn sich ein Radfahrer unsicher fühlt, muss dass nicht immer an den Autos liegen.

An was denn sonst? Ok, vielleicht mal ein LKW, aber von denen gibts in der Innenstadt ja zum Glück nicht so viele..

Schon mal beobachtet, wie so manche Leute auf ihren Rädern unterwegs sind? Sich fahren sieht anders aus. Dass man sich dann von so manchem Auto bedrängt fühlt, ist verständlich. Aber ist dann der Autofahrer schuld?

Die Vergleiche zu anderen Städten und sogar anderen Ländern sind immer wieder toll...

@ Moers

Schon mal überlegt, warum Innenstädte langsam unattraktiv werden, aussterben und vdie großen Einkaufsparadiese vor der Stadt immer mehr und größer werden? Wo man früher beispielsweise in die Stadt zum Einkaufen fuhr, gehts heute liebe in die Einkaufszentren. Nur noch ein wenig Geduld, bals wird auch die Frankfurter Innenstadt zum Paradies für Radfahrer werden.

Generell finde ich es sehr schade, dass man auch bei diesem Thema nicht versucht, eine Gemeinsamkeit herauszuarbeiten und vielleicht auch einen tragfähigen Lösungsvorschlag findet. Autofahrer gegen Radfahrer und umgekehrt, wenn es nach den meisten Schreibern hier geht, wird sicjhdas auch nicht ändern. Warum auch, fehlt das Feindbild, fehlt auch die Diskussion.

Zitat:
@Taunusrenner schrieb am 12. August 2025 um 16:59:34 Uhr:
Wenn man Gleichberechtigung im Straßenverkehr überhaupt noch erklären muss.....
Jeder, der am Straßenverkehr teilnimmt, in der Hauptsache also Autofahrer, Zweiradfahrer und teils auch die Fußgänger haben sich in gegenseitiger Rücksichtnahme zu üben sowie niemanden zu gefährden oder zu behindern. Jeder hat seine Rechte, aber auch -das wird oft vergessen- aber auch Pflichten. Soweit eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Was daran spannend werden könnte, erschließt sich mir leider nicht.
Auf Deine Anspielung auf die Autofahrer kann ich eigentlich nur antworten: absolut ermüdend, Horrorgeschichten gibt es davon genug.

Ja, das muss man.

Ach, die Horrorgeschichten sind hier nicht das Thema.

Du hast das Thema Gleichberechtigung angesprochen. Also ganz ehrlich, ich kann keine Gleichberechtigung erkennen. Wenn es um Radwege geht, dann muss der Radfahrer fast immer Umwege fahren, während der KFZ Verkehr in der Regel den kürzesten Weg hat. Wo bitte ist hier die Gleichberechtigung?

Oder nehmen wir Ampelschaltungen. Als Radfahrer steht man an der Ampel oft doppelt bis drei Mal so lang. Und muss zusätzlich einige Ampelphasen überstehen, um links abbiegen zu können. Das kann mitunter schon mal mehrere Minuten dauern, bis man eine Kreuzung passiert hat. Wo ist hier die Gleichberechtigung?

Ich könnte den ganzen Abend so weiter schreiben...... deine sogenannte Gleichberechtigung existiert weder auf dem Papier noch in der Realität.

Und übrigens: Fahrradstraßen sind nicht per se freigegeben für den Autoverkehr. Es sind tatsächlich nur Fahrräder erlaubt und keine Autos. Sie sind nur freigegeben wenn unterm Schild die Bemerkung "Auto frei" steht. Das steht zugegebenermaßen fast immer dabei. Eine reine Fahrradstraße nur für Radverkehr habe ich noch nicht gesehen.

Und noch eine Tatsache: viele KFZ-Fahrer kennen die Regeln einer Fahrradstraße überhaupt nicht. Traurig, aber wahr.

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