Etwas weniger bitte (aktuell Opel Signum)
Liebe Community,
schon einmal habt ihr mir sehr geholfen, als ich damals einen haltbaren, zuverlässigen Kombi suchte. Die Wahl fiel dann auf einen Opel Signum, mit dem ich abgesehen von ein paar kleineren Macken sehr zufrieden bin.
Mittlerweile hat sich meine Lebenslage völlig verändert und ich empfinde es als regelrechte Verschwendung, den Opel länger zu fahren. Da meine Schwester für mindestens ein halbes Jahr nach Neuseeland geht habe ich Zeit, den Opel zu verkaufen und ihren kleinen VW-Flitzer als Übergang zu fahren.
Natürlich möchte ich dann wieder ein eigenes Auto haben, die Frage ist nun, welches.
Hier nun meine Eckdaten:
Aktuelles Fahrzeug
- http://www.motor-talk.de/fahrzeuge/810497/opel-signum-z-c-s
- Möchte ich wieder für 7-8k verkaufen
Umstände in der Zukunft
- Die Woche über überwiegend Kurzstrecke Stadt, 10-20km
- Am Wochenende keine Fahrt oder Langstrecken (Familie, Hobby)
- Budget: 5000€
Was mir wichtig ist beim neuen Fahrzeug - oder wo es sich vom Opel unterscheiden kann/soll/darf
- Es besteht kein Bedarf mehr an einem Kombi für mich als Single. Der letzte Umzug für viele Jahre ist auch durch. Bisschen Platz für Krimskrams ist aber schon toll, gerade wenn ich am WE zur Familie düse und mal was transportieren mag
- Ich lege weiterhin Wert auf Wirtschaftlichkeit, Sparsamkeit, Zuverlässigkeit und Haltbarkeit. Die laufenden Kosten sollten nach Möglichkeit nochmal geringer ausfallen
- Bisschen Durchzugskraft trotz Sparsamkeit wäre toll, ich mag das Autofahren und als Unwetterjäger brauche ich auch mal paar PS mehr wenn es drauf ankommt. Traktoren überholen sich auch entspannter, wenn man dafür nicht die Klimaanlage ausschalten muss. Bei Wetterkapriolen darf er mich nicht im Stich lassen, bin auch gern in Schneestürmen oder im Schlamm unterwegs.
- Keine Familie geplant
- Ich möchte das Auto eine Weile fahren. Oder ich kaufe mir 2 zum halben Preis. Frage ist nur, ob man mit so einer "bis zum nächsten Tüv und dann next"-Taktik glücklich ist, wenn die Möhre dann einen vorher schon im Stich lässt.
- Nogo: Mängelbomber wie Renault, Fahrzeuge mit bekannten Qualitätsproblemen (Rost, Serienfehler)
- Ich bin 190 - sollte schon irgendwo bequem nutzbar sein für mich
Was ich am Opel habe schätzen gelernt (und das gibt man ja ungern wieder her)
- Verstauoptionen (Flugzeugstaufächer oben mittig...ein Traum) und aufgeräumtes Inneres im Allgemeinen
- kein Schreihals, trotzdem hört man den Motor gut raus
- Top Verarbeitung und Korrosionsschutz
- Leistungsstarke Belüftung
- Raumsystem - ein echtes Raumwunder
- Mittelklasse-Feeling, Einstellbarkeit aller Sitze
Was ich nicht so mag
- Trotz 80.000km bereits hakelige Schaltung, manchmal Ruckeln im Anzug
- Lichtmaschine schwach obwohl vom Fachmann als "normal" erklärt. Servo ruckelt, Licht wird dunkler, Aggregate im Inneren fallen bei zu niedriger Drehzahl (einparken) gern man kurz aus
- Scheibe beschlägt schneller als in meinem undichten Toyota von damals
- Federung wirkt manchmal überfordert mit der Masse des Fahrzeugs
- Offenbar gemocht von Mardern
Eine Frage stelle ich mir auch erneut: Soll ich lieber nach weniger Kilometern schauen und mir durchaus auch ne ältere Qualitätskarre holen, oder mehr Kilometer und neuere Baujahre (=bessere Gesamtqualität auf lange Sicht?).
Stellt mir gern weitere Fragen, wenn ihr diese als wichtig erachtet. Ich bin wirklich gespannt auf eure Vorschläge. 🙂
Liebe Grüße
C.G.
Beste Antwort im Thema
Fangen wir mal von vorne an ...
Zitat:
"Etwas weniger bitte"
(Überschrift) -> im Bezug auf was?
- Größe? Wenn ja, warum ist der Signum zu groß?
- Unterhaltskosten? Wenn ja, was kostet dich der Signum aktuell (alle Kosten beachten) und welche Ersparnis möchtest Du erzielen?
- Andere Aspekte?
Zitat:
... ich empfinde es als regelrechte Verschwendung, den Opel länger zu fahren.
Warum? Was wird verschwendet?
Zitat:
Ich lege weiterhin Wert auf Wirtschaftlichkeit, Sparsamkeit, Zuverlässigkeit und Haltbarkeit. Die laufenden Kosten sollten nach Möglichkeit nochmal geringer ausfallen
- Siehe oben: Was heißt geringer? Von 500 € auf 250 € ? (Nur ein Beispiel)
- Was heißt Sparsamkeit? Möchtest Du weniger verbrauchen wie bisher? Wenn ja, wie viel hast Du denn verbraucht?
Zitat:
bin auch gern in Schneestürmen oder im Schlamm unterwegs.
-Im Schlamm? 😰 Kannst Du das vielleicht genauer erläutern?
Was Du meiner Meinung nach auch direkt von der Liste streichen kannst:
- Toyota Camry (Verfügbarkeit, Unterhaltskosten)
- BMW 535i (Unterhalt -> V8)
- Mercedes E420 (Unterhalt -> V8)
- Golf III (den kauft man sich wenn man eine billige Karre will und keine 1.000 € zur Verfügung hat)
- Ibiza SC (Verfügbarkeit bei deinem Budget)
Ansonsten ist die Liste ziemlich wirr, weil sie einfach Fahrzeuge vieler und verschiedenster Klassen beinhaltet und zusätzlich noch Oldtimer (H-Kennzeichen).
22 Antworten
Nunja, wenn ich ihn für 8150 verkaufen möchte (VHB) und mein neues Limit bei 5000 liegt, dann ist ja offensichtlich, dass ich die 2-3k anderweitig verbraten möchte.
Reparatur - in welchem Sinne? Mehrere Werkstätten haben nichts gefunden, also stemple ich es mittlerweile als Signum-typisch ab. Vielleicht fällt mir manches auch nur auf, da ich ihn eben in der Stadt bewege und nicht geschmeidig über Landstraßen. Für den Marder kann er nix. 😉
Ich denke einfach, dass ich mit einem etwas kleineren/kürzeren Fahrzeug wesentlich besser käme, als mit einer Familien-Reise-Kutsche. Klar muss ich dann auf das Mittelklasse-Feeling verzichten, aber selbst mit eingeschränkter Suche (Xenon, <150.000km, <5000€, kein Kleinstwagen, genug Leistung, nicht zu alt, hohe Ausstattung) finde ich im 200km Umkreis noch einige Fahrzeuge. Mein Problem ist, dass ich auch nach dutzenden Testberichten nicht die Erfahrung aufbauen kann, die hier im Forum scheinbar einige haben, um da bestimmten Typen direkt durchzuwinken oder zu streichen (abgesehen von den bereits gestrichenen).
Vielleicht sollte ich einfach mal ein paar konkrete Angebote posten, was meint ihr?
Nur zu... Würde mich allerdings nicht allzu sehr auf die Statistiken versteifen. Du suchst in einer Preisklasse, in der der Erhaltungszustand mehr Gewicht hat als das durchschnittliche Abschneiden des jeweiligen Modells. Selbst statistisch "schlechte" Exemplare sind keine 100%-Defektgarantien, auf der anderen Seite kannst Du gerade bei einem ungeliebten Modell mehr Auto (jünger, weniger Laufleistung), bzw. Ausstattung bekommen als bei Fahrzeugen mit unkaputtbar-Nimbus.
Gruß
Derk
Zitat:
@CanisGid schrieb am 14. Oktober 2015 um 10:49:52 Uhr:
Nunja, wenn ich ihn für 8150 verkaufen möchte (VHB) und mein neues Limit bei 5000 liegt, dann ist ja offensichtlich, dass ich die 2-3k anderweitig verbraten möchte.Reparatur - in welchem Sinne? Mehrere Werkstätten haben nichts gefunden, also stemple ich es mittlerweile als Signum-typisch ab. Vielleicht fällt mir manches auch nur auf, da ich ihn eben in der Stadt bewege und nicht geschmeidig über Landstraßen. Für den Marder kann er nix. 😉
Ich denke einfach, dass ich mit einem etwas kleineren/kürzeren Fahrzeug wesentlich besser käme, als mit einer Familien-Reise-Kutsche. Klar muss ich dann auf das Mittelklasse-Feeling verzichten, aber selbst mit eingeschränkter Suche (Xenon, <150.000km, <5000€, kein Kleinstwagen, genug Leistung, nicht zu alt, hohe Ausstattung) finde ich im 200km Umkreis noch einige Fahrzeuge. Mein Problem ist, dass ich auch nach dutzenden Testberichten nicht die Erfahrung aufbauen kann, die hier im Forum scheinbar einige haben, um da bestimmten Typen direkt durchzuwinken oder zu streichen (abgesehen von den bereits gestrichenen).
Vielleicht sollte ich einfach mal ein paar konkrete Angebote posten, was meint ihr?
Was meinst Du mit "besser"? Sparsamer? Kaum, vielleicht wirst Du noch einen Liter auf 100km rausholen können, aber lohnt es sich tatsächlich, dafür diesen Aufwand zu betreiben?
Nur dafür sicher nicht, das wären bei 10.000km im Jahr (wieviel genau fährst Du denn und welches Fahrprofil?) ziemlich genau 150,- Moppen im Jahr, die Du "gespart" hättest, wow!😁
Ich vermute stark, dass du generell lieber was "neues" also anderes hättest, aber noch gar nicht so genau weißt, was und darüber solltest Du Dir erstmal klar werden!
Also, ob einen rein vernünftigen Kompaktwagen mit vielleicht so 100-120PS, der dann eben so um die 7L/100km verbraucht oder eben doch lieber nen Kleinen oder Kompakten mit etwas "Feuer", der dann auch ruhig etwas mehr , also um die 10L/100km verfeuert!
Zitat:
@CanisGid schrieb am 10. Oktober 2015 um 20:46:11 Uhr:
Liebe Community,- Trotz 80.000km bereits hakelige Schaltung, manchmal Ruckeln im Anzug
- Lichtmaschine schwach obwohl vom Fachmann als "normal" erklärt. Servo ruckelt, Licht wird dunkler, Aggregate im Inneren fallen bei zu niedriger Drehzahl (einparken) gern man kurz aus
- Scheibe beschlägt schneller als in meinem undichten Toyota von damals
- Federung wirkt manchmal überfordert mit der Masse des Fahrzeugs
- Offenbar gemocht von MardernEine Frage stelle ich mir auch erneut: Soll ich lieber nach weniger Kilometern schauen und mir durchaus auch ne ältere Qualitätskarre holen, oder mehr Kilometer und neuere Baujahre (=bessere Gesamtqualität auf lange Sicht?).
Stellt mir gern weitere Fragen, wenn ihr diese als wichtig erachtet. Ich bin wirklich gespannt auf eure Vorschläge. 🙂
Liebe Grüße
C.G.
Das vernünftigste wäre, du behältst deinen Opel "Siechtum" ähhh ..... Signum (Entschuldigung dafür, konnte ich mir nicht verkneifen).
Das hakelnde Getriebe kannst du relativ einfach wieder "wie neu" hinbekommen, indem du mal einen Getriebeölwechsel machen lässt, das wirkt wahre Wunder, weil es nämlich auch Verschleiß im Getriebe gibt. bzw. das Öl dort einem Alterungsprozess unterliegt.
Das mit der Elektrik darf nicht sein, such da mal einen Bosch-Dienst auf, dein Opel-Meister traut sich da wohl nicht ran.
Federung ..... da kann man auch was tun, z. B. andere Stoßdämpfer einbauen lassen? Vielleicht sind die jetzigen sowieso schon nicht mehr so gut wie sie sein sollten? Das kann man prüfen lassen.
Gegen Marder hilft meiner Meinung nach nur das Abstellen in einer dichten und mardersicheren Garage, ob so mancher empfohlener Trick oder diverse Geräte da wirklich helfen? Das ist leider kein Signum-typisches Problem, sonder völlig markenunabhängig, das kann dir also mit jedem anderen Auto auch passieren.
Begründung:
Für den Opel gibt es beim Verkauf leider nicht viel Geld, jedenfalls weit weniger, als es das Auto objektiv gesehen wert wäre, du verlierst also viel Geld, wenn du den verkaufst.
Spar das Geld lieber und fahre den Signum noch eine lange Zeit, lass die Kalamitäten beheben und du weißt, was du hast. Kaufst du dir nun ein anderes Auto, so weißt du nie, was du bekommst, vor allem nicht bei Gebrauchtwagen. Da entpuppen sich manche gut klingende Angebote später dann als wahre Wundertüten oder sind wie eine Schachtel Pralinen: Man weiß nie, was man bekommt.
Sowieso sind deine Forderungen in Summe unerfüllbar, du willst alles auf einmal: Sparsamkeit, kräftiger Antritt, wenig PS, kleine Abmessungen, trotzdem viel Platz, komfortabel und sicher, viel Ausstattung aber möglichst billig, fast neu und unfallfrei aus 1.Hand, aber zum Schrottpreis und mit 10 Jahren Garantie (überspitzt formuliert), sowas geht nicht, du wirst erhebliche Kompromisse machen müssen.
Am Ende hast du ein kleineres, älteres, mehr gelaufenes Autochen als dein jetziger Signum und dafür noch eine hübsche Stange Geld bezahlt.
Grüße
Udo
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Zitat:
@Premiumextra schrieb am 14. Oktober 2015 um 21:53:49 Uhr:
Quark, kaufe einen Opel GTC 2.0T mit 170/200 oder 240PS, BJ 2008 bis 2010 und gut.
Für 5000€ wird's da etwas eng...
Zitat:
@CanisGid schrieb am 14. Oktober 2015 um 10:49:52 Uhr:
Nunja, wenn ich ihn für 8150 verkaufen möchte (VHB) und mein neues Limit bei 5000 liegt, dann ist ja offensichtlich, dass ich die 2-3k anderweitig verbraten möchte.
Für so viel Geld wirst du deinen Signum garantiert NICHT verkaufen können, die allerteuersten Signums (letztes Baujahr, 80.000 Kilometer) werden im Netz aus Privathand für 7.000 Euro angeboten. Und das ist dann nie der "letzte Preis", zu dem diese Autos verkauft werden, da geht immer noch etliches runter.
Man darf auch nicht vergessen, dass es dieses Modell weder zuvor nach danach gab, das war eine Sackgasse für Opel, die Käufer haben dieses Auto nie zum Erfolg werden lassen, das lief bei Opel immer nur so nebenher.
Und Autos, die schon zu "Lebzeiten" nicht sehr begehrt waren, verlieren dann als Gebrauchte nochmals das Interesse der Kunden, will heißen: Kaum jemand sucht nach einem Signum, weil der den so toll findet und unbedingt dieses Granaten-Bomben-Auto besitzen MUSS, dieses Auto hat keinen "Haben-wollen-Effekt", wenn jemand danach sucht, dann nur wegen des günstigen Preises, weil er genau weiß, dass diese Autos weniger beliebt sind, kaum nachgefragt werden und daher nur über den Preis verkauft werden können.
Und da wäre deine Preisvorstellung von über 8.000 Euro doch sehr kontraproduktiv, so dass du keinen ernsthaften Interessenten finden dürftest, allenfalls Betrüger, die dann nachträglich viel Ärger machen werden.
Meiner Meinung nach solltest du bei deinen Preisvorstellungen realistisch bleiben und bei ca. 5.000 Euro anfangen, wobei eine Summe in Höhe von 4.900 Euro sich weit besser macht. Dann kannst dich ja noch auf 4.000 Euro runterhandeln lassen, mehr wirst du als Privatverkäufer an Privat dafür auf keinen Fall bekommen, wenn überhaupt. Und schnell wird das auch nicht gehen, du brauchst dafür Zeit, viel Zeit, Geduld und Ruhe. Zudem kommt jetzt eine für den Autoverkauf eher ungünstige Jahreszeit auf uns zu, die Leute denken an alles mögliche, nur nicht an ein neues Auto, es sei denn, das Alte gibt den Geist auf.
Das Frühjahr ist die traditionell richtige Zeit, um eine Auto zu verkaufen, nicht jetzt.
Eine Alternative wäre noch, dir dein neues Traumauto bei einem seriösen Händler auszusuchen und dein altes Auto in Zahlung zu geben, auf den ersten Blick wird der dir für dein Altauto noch weniger Geld geben, als du normalerweise am Privatmarkt erlöst hättest, auf den zweiten Blick jedoch ergibt sich daraus ein entspanntes Zug-um-Zug-Geschäft ohne nervende Wartezeiten auf den richtigen Käufer, ohne vergebliches Warten nach Terminvereinbarung zur Besichtigung und Probefahrten, weil der potentielle Käufer es sich doch anders überlegt hatte, ohne unverschämte Nachverhandlungen des schon arg abgesenkten Verkaufspreises, ohne die Gefahr, dass du auch noch Monate nach Verkauf böse Post und Drohanrufe vom Käufer erhältst, der sich betrogen glaubt und das Auto letztlich umsonst haben will usw.
Gibt ja genug Beiträge diesbezüglich hier im Forum, diese Vorkommnisse sind gar nicht so selten.
Grüße
Udo