Etwas enttäuscht von Qualität und Service

VW Passat B8

Hallo

habe vor knapp 3 Monaten einen Passat 2.0TDI Jahreswagen gekauft. Entgegen der hochgejubelten Qualität in der Presse (dachte, damit kann man nichts falsch machen), gibt es doch einige Mängel die zum Teil behoben wurden. Bei den anderen Dingen heißt es natürlich beim Händler wieder "Das ist normal" - ich möchte aber versuchen mithilfe von Erfahrungsaustausch meine eventuell berechtigten Beanstandungen vor Ablauf der Garantie durchzusetzen. Vielleicht sind meine Ansprüche aber auch zu hoch an diesen "an der Oberklasse kratzenden" Mittelklassewagen.

1.
Das Panoramadach war undicht. Als ich das Auto an einer Steigung bei nächtlichem Regen abstellte, hatte ich einen Wassereinbruch im Kofferraum. Meine Aktentasche stellte ich zum Schutz vor Diebstahl genau an die Stelle wo das Wasser reinlief. Komplett durchnässt inklusive Notebook. Bei der Werkstatt haben sie das Problem zum Glück gleich gefunden. Eine umlaufende Dichtung musste erneuert werden. Die Teile wurden bestellt und ich war ein paar Tage wieder bei Regen unterwegs (Beim Waschen und auch bei Regenfahrten trat bisher kein Wasser ein). Als ich in die Autobahnausfahrt einfuhr und einlenkte ergoss sich ein Schwall über meinen Schoß und die Schaltkonsole.

Zwei Tage benötigten die für die Reparatur. Ersatzwagen gab es natürlich keinen (war ein Händler bei dem ich das Auto nicht gekauft hatte) kostenlos. Mobilitätsgarantie greift nicht, da das Auto ja noch fahrbar war.
Beim VW Kundenservice beißt man sich da die Zähne aus.
Regendichte Autos können ja sogar Franzosen und Koreaner bauen. Bei dieser Peinlichkeit dem Kunden mal entgegenkommen um die Verärgerung zu lindern - dafür ist VW anscheinend zu kurzsichtig.
Nun gut, das ist nun erledigt. Geregnet hat es leider seitdem nicht mehr.

2.
Knacken, Rascheln, Knarzen, zirpen in Verkleidungen und deutliche Verwindungsgeräusche
Gut, ich habe das mal bei einem Ausstellungsfahrzeug verglichen. Wenn man da die Türverkleidungen drückt, knistert nichts. Bei meinem erheblich. Zierstreifen in den Türen, Resonanzen durch die Lautsprecher. Der Anschein von Qualität wird bei meinem Exemplar nur auf den ersten Blick geweckt.
Wenn ich rückwärts aus meiner Einfahrt setze, quietschen die Dichtungen erheblich. Deutliche Verwindungsgeräusche. Das fühlt sich sehr minderwertig an.
In der Werkstatt habe ich auch das beanstandet. Vor allem die Türverkleidungen im Zusammenspiel mit den Lautsprechern. Bei tiefen Stimmen oder Musikpassagen bei denen die Höhen fehlen, ist das wirklich kein Hörgenuss mehr. Obwohl die Standard Anlage gar nicht mal so schlecht klingt.
Nachdem ich das Auto abholte knarzten die Zierleisten in den Türen kaum mehr und insgesamt scheint auch das Schnarren der Lautsprecher (wohlgemerkt bei Lautstärken im unteren Drittel) geringer geworden zu sein. Aber immer noch lange nicht, wie ich das von einem deutschen Hersteller in der heutigen Zeit erwarte.
Kann denn so was nach 35.000 km und einem Jahr schon eine Alterserscheinung sein?

Auch die Lüftung vorne macht 20 Sekunden lang rumpelnde, knarzende Geräusche wenn man das Auto kurz abgestellt hat und wieder losfährt. Auch das sei normal, wurde mir gesagt. Das seien die Stellmotoren die in Nullstellung gehen etc. Hatte ich aber so deutlich noch bei keinem anderen Auto.

3. Fahrwerk
Das Fahrwerk ist auf der Autobahn/Landstraße wirklich komfortabel. Aber bestimmte Stöße mag es überhaupt nicht. Dazu gehören vor allem eingelassene Gullideckel. Da knallt es so sehr, dass es durch Mark und Bein geht. Und laut ist das auch noch. Die DCC Einstellung ändert daran überhaupt nichts. Auch auf Comfort hat man das Gefühl, man sitzt in einem tiefergelegten 2er Golf. Schlechtes Ansprechverhalten nennt man so was glaub ich. Gut, davon habe ich bereits gelesen. Das lässt sich wohl nicht ändern. Trotzdem ist das sehr auffällig und ich frage mich, warum so etwas bei der Entwicklung, die hunderte Millionen kostet bei einem eher komfortabel ausgelegten Fahrzeug nicht auffällt.

Dazu kommen noch einige Kleinigkeiten, wie der oft eher unangenehme und nicht mal zuverlässig funktionierende Spurhalteassistent, die unzuverlässige Verkehrszeichenerkennung, eine übereifrige Start/Stopp-Automatik, die häufig schon beim Ausrollen den Motor abstellt. Dann fällt plötzlich einfach die Servounterstützung weg was schon mal irritierend wirkt. Bediene die nun meist manuell - aber dann kann man sich so was ja gleich sparen und den Anlassknopf drücken.
Sobald 3 Schneeflocken vom Himmel kommen, sind die ganzen Assistenten ohnehin gleich ausser Betrieb, da das VW Logo (wo wohl die Sensoren untergebracht sind) die Dinger anzieht wie ein Fliegenfänger.
Habe das kürzlich noch kontrolliert nach einer kurzen Fahrt. Die ganze Front frei nur das Logo mit Schnee bedeckt. Gerade bei schlechten Wetterverhältnissen könnten die Assistenzsysteme zusätzliche Sicherheit bieten (ACC) aber ausgerechnet dann versagen die.

Also insgesamt geht mir das Auto manchmal ziemlich auf den Geist. Auch wenn er sich ansonsten recht gut fährt.

Wichtig ist mir jetzt erst mal das Knacken der Lüftung vorne, die Beseitigung von knistern der Türverkleidungen und der Resonanzen durch die Lautsprecher.
Kennt das sonst noch jemand hier von seinem B8 und wie sind die Chancen, dass VW das anständig behebt?

Frage mich auch ob der Dachhimmel durch das Wasser keinen Schaden genommen hat. Das ist doch irgend so ein Spanplattenmaterial? Die Werkstatt sagte mir, man habe das gecheckt und hätte den Himmel getauscht wenn es nötig gewesen wäre. Ich traue dem Braten aber nicht wirklich, denn wenn sich ein Glas Wasser aus der Verkleidung der Innenbeleuchtung ergiesst, muss sich da ja schon was angesammelt haben.

Mein Fazit: Für mich ist das eher ein aufgeblasener Golf als ein Auto was sich an Fünfer BMW oder E-Klasse orientiert. Dann noch dieses unkulante Verhalten von Volkswagen.
Ich bin davor mehrere Jahre BMW gefahren. Ein Fünfer liegt natürlich preislich deutlich über dem Passat. Aber in kürzester Zeit habe ich deutlich zu spüren bekommen, dass sich der Aufpreis dicke lohnt.
Da fühlt man sich als Kunde wenigstens ernst genommen und wenn hier mal was im Argen liegt, setzen die alle Hebel in Bewegung um den Kunden zufrieden zu stellen. VW versucht eher, sich mit Hinweis auf Vertragsbedingungen so weit wie möglich aus der Verantwortung zu ziehen.

So auch bei den hinteren Bremsscheiben, welche tiefe Riefen aufweisen und beim Bremsen bei Rückwärtsfahrt quietschen wie eine alte Kutsche. Aussage von VW hier: Bremsscheiben/Beläge wird eine Lebensdauer von 6 Monaten/10.000 km zugeschrieben. Also wenn dann Austausch auf eigene Kosten.
Bei dem Vertrauen in das eigene Material kann man ja wahrscheinlich davon ausgehen, dass der Passat nach 150.000 und 5 Jahren seine Lebensdauer erreicht hat und reif für den Schrott ist.

Echt schade, optisch gefällt mir das Auto wirklich gut und ansonsten fährt er sich recht angenehm.

Beste Antwort im Thema

Hallo

habe vor knapp 3 Monaten einen Passat 2.0TDI Jahreswagen gekauft. Entgegen der hochgejubelten Qualität in der Presse (dachte, damit kann man nichts falsch machen), gibt es doch einige Mängel die zum Teil behoben wurden. Bei den anderen Dingen heißt es natürlich beim Händler wieder "Das ist normal" - ich möchte aber versuchen mithilfe von Erfahrungsaustausch meine eventuell berechtigten Beanstandungen vor Ablauf der Garantie durchzusetzen. Vielleicht sind meine Ansprüche aber auch zu hoch an diesen "an der Oberklasse kratzenden" Mittelklassewagen.

1.
Das Panoramadach war undicht. Als ich das Auto an einer Steigung bei nächtlichem Regen abstellte, hatte ich einen Wassereinbruch im Kofferraum. Meine Aktentasche stellte ich zum Schutz vor Diebstahl genau an die Stelle wo das Wasser reinlief. Komplett durchnässt inklusive Notebook. Bei der Werkstatt haben sie das Problem zum Glück gleich gefunden. Eine umlaufende Dichtung musste erneuert werden. Die Teile wurden bestellt und ich war ein paar Tage wieder bei Regen unterwegs (Beim Waschen und auch bei Regenfahrten trat bisher kein Wasser ein). Als ich in die Autobahnausfahrt einfuhr und einlenkte ergoss sich ein Schwall über meinen Schoß und die Schaltkonsole.

Zwei Tage benötigten die für die Reparatur. Ersatzwagen gab es natürlich keinen (war ein Händler bei dem ich das Auto nicht gekauft hatte) kostenlos. Mobilitätsgarantie greift nicht, da das Auto ja noch fahrbar war.
Beim VW Kundenservice beißt man sich da die Zähne aus.
Regendichte Autos können ja sogar Franzosen und Koreaner bauen. Bei dieser Peinlichkeit dem Kunden mal entgegenkommen um die Verärgerung zu lindern - dafür ist VW anscheinend zu kurzsichtig.
Nun gut, das ist nun erledigt. Geregnet hat es leider seitdem nicht mehr.

2.
Knacken, Rascheln, Knarzen, zirpen in Verkleidungen und deutliche Verwindungsgeräusche
Gut, ich habe das mal bei einem Ausstellungsfahrzeug verglichen. Wenn man da die Türverkleidungen drückt, knistert nichts. Bei meinem erheblich. Zierstreifen in den Türen, Resonanzen durch die Lautsprecher. Der Anschein von Qualität wird bei meinem Exemplar nur auf den ersten Blick geweckt.
Wenn ich rückwärts aus meiner Einfahrt setze, quietschen die Dichtungen erheblich. Deutliche Verwindungsgeräusche. Das fühlt sich sehr minderwertig an.
In der Werkstatt habe ich auch das beanstandet. Vor allem die Türverkleidungen im Zusammenspiel mit den Lautsprechern. Bei tiefen Stimmen oder Musikpassagen bei denen die Höhen fehlen, ist das wirklich kein Hörgenuss mehr. Obwohl die Standard Anlage gar nicht mal so schlecht klingt.
Nachdem ich das Auto abholte knarzten die Zierleisten in den Türen kaum mehr und insgesamt scheint auch das Schnarren der Lautsprecher (wohlgemerkt bei Lautstärken im unteren Drittel) geringer geworden zu sein. Aber immer noch lange nicht, wie ich das von einem deutschen Hersteller in der heutigen Zeit erwarte.
Kann denn so was nach 35.000 km und einem Jahr schon eine Alterserscheinung sein?

Auch die Lüftung vorne macht 20 Sekunden lang rumpelnde, knarzende Geräusche wenn man das Auto kurz abgestellt hat und wieder losfährt. Auch das sei normal, wurde mir gesagt. Das seien die Stellmotoren die in Nullstellung gehen etc. Hatte ich aber so deutlich noch bei keinem anderen Auto.

3. Fahrwerk
Das Fahrwerk ist auf der Autobahn/Landstraße wirklich komfortabel. Aber bestimmte Stöße mag es überhaupt nicht. Dazu gehören vor allem eingelassene Gullideckel. Da knallt es so sehr, dass es durch Mark und Bein geht. Und laut ist das auch noch. Die DCC Einstellung ändert daran überhaupt nichts. Auch auf Comfort hat man das Gefühl, man sitzt in einem tiefergelegten 2er Golf. Schlechtes Ansprechverhalten nennt man so was glaub ich. Gut, davon habe ich bereits gelesen. Das lässt sich wohl nicht ändern. Trotzdem ist das sehr auffällig und ich frage mich, warum so etwas bei der Entwicklung, die hunderte Millionen kostet bei einem eher komfortabel ausgelegten Fahrzeug nicht auffällt.

Dazu kommen noch einige Kleinigkeiten, wie der oft eher unangenehme und nicht mal zuverlässig funktionierende Spurhalteassistent, die unzuverlässige Verkehrszeichenerkennung, eine übereifrige Start/Stopp-Automatik, die häufig schon beim Ausrollen den Motor abstellt. Dann fällt plötzlich einfach die Servounterstützung weg was schon mal irritierend wirkt. Bediene die nun meist manuell - aber dann kann man sich so was ja gleich sparen und den Anlassknopf drücken.
Sobald 3 Schneeflocken vom Himmel kommen, sind die ganzen Assistenten ohnehin gleich ausser Betrieb, da das VW Logo (wo wohl die Sensoren untergebracht sind) die Dinger anzieht wie ein Fliegenfänger.
Habe das kürzlich noch kontrolliert nach einer kurzen Fahrt. Die ganze Front frei nur das Logo mit Schnee bedeckt. Gerade bei schlechten Wetterverhältnissen könnten die Assistenzsysteme zusätzliche Sicherheit bieten (ACC) aber ausgerechnet dann versagen die.

Also insgesamt geht mir das Auto manchmal ziemlich auf den Geist. Auch wenn er sich ansonsten recht gut fährt.

Wichtig ist mir jetzt erst mal das Knacken der Lüftung vorne, die Beseitigung von knistern der Türverkleidungen und der Resonanzen durch die Lautsprecher.
Kennt das sonst noch jemand hier von seinem B8 und wie sind die Chancen, dass VW das anständig behebt?

Frage mich auch ob der Dachhimmel durch das Wasser keinen Schaden genommen hat. Das ist doch irgend so ein Spanplattenmaterial? Die Werkstatt sagte mir, man habe das gecheckt und hätte den Himmel getauscht wenn es nötig gewesen wäre. Ich traue dem Braten aber nicht wirklich, denn wenn sich ein Glas Wasser aus der Verkleidung der Innenbeleuchtung ergiesst, muss sich da ja schon was angesammelt haben.

Mein Fazit: Für mich ist das eher ein aufgeblasener Golf als ein Auto was sich an Fünfer BMW oder E-Klasse orientiert. Dann noch dieses unkulante Verhalten von Volkswagen.
Ich bin davor mehrere Jahre BMW gefahren. Ein Fünfer liegt natürlich preislich deutlich über dem Passat. Aber in kürzester Zeit habe ich deutlich zu spüren bekommen, dass sich der Aufpreis dicke lohnt.
Da fühlt man sich als Kunde wenigstens ernst genommen und wenn hier mal was im Argen liegt, setzen die alle Hebel in Bewegung um den Kunden zufrieden zu stellen. VW versucht eher, sich mit Hinweis auf Vertragsbedingungen so weit wie möglich aus der Verantwortung zu ziehen.

So auch bei den hinteren Bremsscheiben, welche tiefe Riefen aufweisen und beim Bremsen bei Rückwärtsfahrt quietschen wie eine alte Kutsche. Aussage von VW hier: Bremsscheiben/Beläge wird eine Lebensdauer von 6 Monaten/10.000 km zugeschrieben. Also wenn dann Austausch auf eigene Kosten.
Bei dem Vertrauen in das eigene Material kann man ja wahrscheinlich davon ausgehen, dass der Passat nach 150.000 und 5 Jahren seine Lebensdauer erreicht hat und reif für den Schrott ist.

Echt schade, optisch gefällt mir das Auto wirklich gut und ansonsten fährt er sich recht angenehm.

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Glaube kaum, dass mir ein VW Vertragshändler in der Schweiz einen Unfallwagen verkauft. 🙂

Und wenn ich davon spreche, dass der Audi haushoch überlegen war, dann wars wohl mit Sicherheit keiner mit 190 PS. Der ist wie nix an mir vorbei gezogen. Dafür braucht man bei über 200 schon wesentlich mehr Leistung.
Mir ist auch klar, dass es sich dabei nicht um wissenschaftliche Experimente handelt - wollte damit lediglich umschreiben, wie man den BiTDIbeim Mitschwimmen auf der linken Spur etwa einordnen kann.
Keinesfalls geht mir einer dabei ab, zu erzählen wie toll mein Auto geht. Vorher hatte ich vorübergehend einen Golf 4 V6 und davor einen 5er mit 408 PS. Ich bin schon in der Lage mich dem Abstieg zu fügen und muss mir und schon gar nicht anderen etwas beweisen. Ihr kennt solche Situationen ja selber, wo man jemandem auf der Bahn begegnet, man mit Rücksicht und etwas Spaß ein paar Sachen ausprobiert.

Zitat:

Ich bin schon in der Lage mich dem Abstieg zu fügen und muss mir und schon gar nicht anderen etwas beweisen. Ihr kennt solche Situationen ja selber, wo man jemandem auf der Bahn begegnet, man mit Rücksicht und etwas Spaß ein paar Sachen ausprobiert.

Solange der "Abstieg" heißt, dass man Passat B8 BiTDI fährt, ist ja noch nicht alles verloren hoffe ich 😉

Hehe, vom Golf 4 ist es ja wieder ein Aufstieg zum Passat. Aber natürlich schwelge ich schon hin und wieder in süßen Erinnerungen an die Leichtigkeit, mit der so ein Biturbo V8 auf Tempo kommt. Aber der zieht sich halt auch fast das Doppelte durch, bei der Fahrweise.

Fühle mich immer ein wenig unwohl, wenn ich von diesen Beschleunigungs(schwanz)vergleichen erzähle.
Wollte damit nur sagen, dass ich keinen Grund habe, den BiTDI zu überhöhen.
Denn es gibt ja auch so Leute, die meinen, mit 240 PS die Könige der Straße zu sein. ständig mit dem Messer zwischen den Zähnen fahren und wenn sie dann mal von einem Bugatti überholt werden, war das letzte Softwareupdate Schuld, womit VW die Leistung zurückgenommen hat.

Nun fällt also in Kürze die 140.000 km Marke.
Seit 110.000 Kilometern fahre ich das Auto seit Dezember 2015 also 3 Jahre fast täglich und vergebe wohlwollende 8 von 10 Punkten.

In diese Wertung fließt allerdings NICHT die Erfahrung mit den VW Vertragshändlern und die Kommunikation mit dem VW Konzern ein. Da fühlt man sich als Kunde einfach nicht ernst genommen und diese "Guten Tag, was können wir gegen Sie tun?"-Attitüde ist bisher allgegenwärtig gewesen.

Bis auf heute - aber dazu gleich noch etwas.

Positiv hervorzuheben ist die Tatsache, dass dieses KFZ jederzeit zuverlässig lief.
Es kam 1-2 mal pro Jahr vor, dass die Media-Einheit abgestürzt ist - was sich durch ein paar Minuten Standzeit ohne Zündung eliminieren ließ.
Bei morgentlicher Kälte gibt das Navi auch auf den ersten Metern Morsezeichen, als würde es ein Geisterfinger bedienen.

Das DSG (DQ500) ist ein gutes Getriebe. Es gab damit bisher keine Probleme. Bis auf einige Vorfälle, wo es beim starken Beschleunigen aus dem Stand beim Schaltvorgang von 1 auf 2 die Kupplung zu langsam kam. Da dachte ich schon, die wäre nun auch fällig. Aber ist nicht mehr aufgetreten nach DSG Ölwechsel. Schaltet wieder knochentrocken wie am Anfang. Ich vermisse jedenfalls nix. Allerdings finde ich es schade, dass Runterschalten bei dem DSG nicht so verschliffen und flott ist, wie Hochschalten.
Wie es ausschaut, meldet sich aber jetzt das Zweimassenschwungrad dezent. Bei 1050 bis 1100, einem ganz kleinen Bereich, kann es zu starken Schwingungen kommen, wenn man z.B. bei dieser Drehzahl mit wenig Gas bergauf fährt. Das rattert dann ungefähr so, als würde man ein Auto mit manueller Schaltung beinahe abwürgen. Ist aber leicht zu vermeiden. Abwartendes Beobachten also. Kann teuer werden. Wohl 2.500 bei VW Werkstatt in Deutschland. Als 4000 bis 5000 Franken hier und vielleicht 2.000 bei meinem Hinterhof-Fachbetrieb.

Das Fahrwerk ist nahe an der Perfektion. Es gibt ein paar kurze Kanten und Absätze bzw. welliger Untergrund, die mag es einfach nicht. Dann verhärtet es und versetzt auch leicht bei Kurvenfahrt.
Habe kürzlich noch die Spur einstellen lassen, weil ich erst dachte, es läge daran und die Reifen waren innen auch auffällig stark abgefahren. Hat sich aber höchstens marginal geändert, wobei immerhin die Lenkpräzision spürbar zugenommen hat.
Des Weiteren gibt es ein unelegantes Ächzen der Vorderachse beim überfahren von Unebenheiten mit geringem Tempo. Das ist mir aber schon bei 40.000 (zumindest schwach) aufgefallen.
Aber ansonsten wirklich Top. Bei höheren Geschwindigkeiten sehr komfortabel und einfach in jeder Fahrsituation narrensicher zu beherrschen.

Kann auch aus meinen Erfahrungen die Kritik am Allradsystem (oder "Anfahrhilfe" lol was auch immer) nicht nachvollziehen. Hatte es kürzlich schon in einem anderen Thread geschrieben:
Vorher XDrive gefahren und die Unterschiede sind wirklich geringer als ich erwartet habe.
Sicher ist das im BMW noch heckbetonter und man kann mit dem Gaspedal viel mehr lenken. (Gut, war auch die 50i Maschine in dem Fall - schwieriger Vergleich)
Aber Traktion ist jederzeit massig vorhanden, auch aus dem Stand schnellt meiner los, wie von der Sehne geschossen. In engen Kurven kommt auch das Heck spürbar.
Soll nicht wie´n Loblied klingen - die negativen Sachen kommen ja noch.

Der Motor ist schon ein witziges Teil. Wenn man die Musik laut hat und ihn nicht hört, fühlt er sich tatsächlich genauso an wie ein V6 Diesel mit drei Liter Hubraum, vergleichbarer Leistung und etwas mehr Drehmoment auf dem Papier. Nur dass er halt nach oben raus niemals zäh wirkt. Die Technik mit den zwei Turbos unterschiedlicher Größe ist so gut, dass er sich schon fast wie ein Drehmomentstarker Sauger fährt.
Wie schon erwähnt, hat er mich nie im Stich gelassen.
In der ganzen Zeit hat sich der Motor beim Starten vielleicht 3-4 Mal etwas verschluckt oder brauchte ein paar Umdrehungen mehr. Aber sobald er angesprungen war, lief er jederzeit wie ein schweizer Uhrwerk.

Den Verbrauch finde ich für die Fahrleistungen lächerlich. Ich gurke hier in der Schweiz mit 4,8 bis 6,8 Liter herum. Langzeit liegt meistens zwischen 6,5 bis 6,8l. Und das ohne besonders zarten Gasfuß.
Wenn die Deutsche Autobahn im Spiel ist, steht auch mal die 9 vorne. Aber dann war schon viel 200+ im Mix. Das ist für einen 1800 Kilo Allradler einfach unbestreitbar top.

Bis auf einige Steinschläge an der Haube, sieht das Auto auch noch wie neu aus. Lackqualität würde ich als sehr gut bezeichnen. Überall glatt wie ein Babypopo und nicht so Hammerschlagoptik wie bei den Neuwagen im Mercedes-Showroom zum Beispiel. Da hab ich echt ein Freitagsauto erwischt.
Für die recht intensive Nutzung (wobei ich ja pfleglich mit meinen Autos umgehe) sieht auch der Innenraum inkl. Fahrersitz und Lenkrad, Knöpfe noch 1a aus. Bissl speckiges Leder an den Hau(p)tkontaktstellen, aber sonst wirklich haltbares Material.

Mit einer Einschränkung allerdings: Es knistert, qietscht und knarzt schon an einigen Stellen, wenn es still im Auto ist. Die Mittelkonsole hat manchmal eine so unglückliche Schwingung, dass sie - zwar leise - aber dauerhaft zirpt. Das ist echt nervig. Genau so wie die Türpaneele in Verbindung mit der HiFi Anlage und auch sonst: wo man mit dem Finger draufdrückt, knirscht es zumindest ganz leicht.
Das schmälert den durchaus hochwertigen Optischen Eindruck doch deutlich.
Da müsste man sich echt mal mit beschäftigen. Türen dämmen usw. Dann würde auch die Anlage richtig geil klingen. Dann noch so ein Helix System rein. Steht noch auf meiner "Bucket List" 😁

Sonst eben auch aus dem Kofferraumbereich/Abdeckung. Aber sooo tragisch ist das nun auch nicht. Ein leerer Wasserkasten im Gepäckraum oder ein Schlüsselbund auf dem Beifahrersitz macht ja schon mehr Lärm, wenn man es mal objektiv betrachtet.

Ansonsten Tipp von meinem Kollegen: Wenn Auto macht Geräusche, einfach die Anlage weiter aufdrehen.

Bin ich jetzt nicht so Fan von. :E

Weiteres Problem: Das Auto ist von Anfang an nicht Regenfest. Schon an anderer Stelle beschrieben:
Wenn Auto geneigt geparkt ist bei Regen (Heck tiefer als Front), läuft die Karre voll mehr oder weniger.
War deshalb vor knapp 3 Jahren bei VW Händler und habe reklamiert (steht im Anfangspost)
Dachte dann, das sei erledigt. Hatte aber dann lange Zeit nicht mehr die Bedingungen. Beim nächsten Mal trat aber der gleiche Wassereinbruch wieder auf.
Die Werkstatt sah natürlich mal a priori KEINERLEI Zusammenhang zwischen deren fachgemäßer Reparatur und dem sich wiederholenden Fehler.

Genau wie damals, als sie mir einen Heckschaden auf Kosten der gegnerischen Versicherung reparierten und ein paar Tage später dann die Heckscheibe bei geparktem Wagen über Nacht platzte.
Hat natürlich keinen Zusammenhang zu einem Aufprall mit 20-30 km/h.
Also selber zahlen. Sorry, zurück zum Thema.

Nun habe ich außerhalb der Garantie vom Auto und dieser Reparatur, nochmals einen Versuch gestartet bei einem großen VW Händler hier in der Schweiz. (Der, wo ich das Auto kaufte, hat die VW-Vertragspartnerschaft anschließend aufgegeben)
Da hab ich mich heute erstmals wie ein BMW Kunde gefühlt. Haben meinen Standpunkt gut nachvollziehen können und sagten, sie werden alles versuchen bei VW Kulanz zu erwirken.

Hatte also heute einen seit 1 Woche anstehenden Termin. Nach dem Gespräch reicht er mir den "Auftrag" rüber wo es um die Diagnose ging und sagte: Ich schreibe hier jetzt einmal 200 Franken für die Diagnose auf, weil wir da viel Arbeit haben werden mit dem Leck usw. Wird ihnen aber gut geschrieben, wenn sie die Reparatur dann machen lassen.

Ich entgegnete ihm dann, dass ich mir das anders vorgestellt habe. Da ich ja vorher schon einmal mein Auto 2 Tage deshalb in einer Werkstatt abgeben musste, bin ich davon ausgegangen, sie checken das als Serviceleistung am Kunden und klären die Sache mit dem Hersteller ab.
100 für den Ersatzwagen plus 200 für den Check - dann hab ich nachher eine 1000 Franken Rechnung für die Reparatur und VW zahlt nix. Da gehe ich mit den 300 lieber zum Albaner-Fachbetrieb um die Ecke und hab ein dichtes Dach.

Dann habe ich mich schon höflich bedankt und gesagt, dass ich ihnen keinen Vorwurf mache aber dann doch lieber auf eigene Faust vorgehen will.
Naja und dann hat der sich auf einmal total eingesetzt: "Ja nein, jetzt sind sie doch schon mal hier mit dem Auto und ich will ihnen unbedingt helfen." Er würde jetzt den Betrag in Klammern setzen (Augenzwinkern) und ich solle mir um das finanzielle keine Gedanken machen.
Dann draussen sagte er mir noch, das würde schon alles passen usw. er will mir jetzt einfach nur helfen.
Aber eben ein ganz lieber Kerl.
Jetzt bin ich mal gespannt, was dabei rauskommt.

Ersatzauto ist übrigens ein Polo 1.0 MPI mit 22 km auf der Uhr.
Hey Leute, ich hab gedacht WAS. IST. DAS. DENN?? Sorry ann jede Nuckelpinne, die ich auf der Autobahnauffahrt angehupt habe oder am Berg auf der Landstraße. Die Dinger fahren ja einfach nicht schneller. Hab dann gelesen, dass der nur 65 PS hat. Das ist natürlich extrem.
Aber da geht ja überhaupt nichts auf der Autobahn. Wo ich an Steigungen mit dem BiTDi in Augenblicken locker flockig zwischen 110 und 140 pendle, bleibt dieser Polo bei 119 und Vollgas einfach kleben. Es tut sich NICHTS.
Also ich kann nur jedem empfehlen, zwischendurch mal mit so einer Krücke zu fahren, damit man wieder zu schätzen weiß, was man da eigentlich für einen souveränen Antrieb hat.

Echt, wenn VW mal seine beschissene Servicepolitik auf Kurs bringen würde (wobei ich ja eventuell jetzt mal ein positives Beispiel erlebe) und am Engineering der Bauteile im Innenraum arbeiten würde (wegen der Knistergeräusche), dann würden die mich wirklich halten können. Aber so steht unsere Beziehung doch noch sehr auf der Kippe.

Das Auto ist allerdings auch mit allen möglichen Spielereien voll und hat noch soo viel was kaputt gehen kann.
4 Jahre sind natürlich jetzt auch kein biblisches Alter. Aber bin eigentlich guter Dinge.

Investiert habe ich neben Service/Flüssigkeiten in zweimal neue Bremsen vorne (bei 67.000 und bei 125.000)und einmal hinten bei 125.000.
Einmal Scheibenwischer vorne und hinten. Reifen, Vignette und Sprit.
1 Liter Öl alle 20.000 km und 200 ml Kühlflüssigkeit

Bis heute bin ich traurig, dass ich kein AID habe und nur das Discover Media Navi.
Dafür eine elektrische Anhängerkupplung, die ich einmal in einer Ausnahmesituation genutzt habe.

Bin mal gespannt, wie lange der mich noch begleitet.

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Endlich auch mal eine Stimme, die den Passat nicht nur in der Luft zerreisst, sondern auch (!) das Gute an dem Wagen honoriert.

Hoffe, es klingt nicht überheblich, wenn ich dazu sage, dass ich in Sachen Autos schon wirklich sehr heikel bin. Also kann man das sicherlich als Auszeichnung sehen. Ich habe natürlich momentan auch nicht die Vergleichsmöglichkeiten mit anderen Fabrikaten in dieser Klasse. Vielleicht kann das ein Hyundai oder Kia alles schon fast genau so gut oder besser.
Aber ich bin z.B. vor kurzem noch ab und zu mit einem S63 AMG Coupé unterwegs gewesen. Sicherlich ein Top-Auto, wenn auch nicht so perfekt, wie ich es mir vorgestellt habe. Selbst da hat´s mal in der Verkleidung geraschelt beim Fahren. Auch ein Panamera 4 V6 Facelift-Modell von 2017 war dabei. Das Fahrwerk ist natürlich schon überragend (wenn auch unkomfortabler als ich dachte) aber der Motor ist ja ein Totalausfall im Vergleich zum BiTDi.
Würde ich nicht tauschen wollen. Ob Ihr´s glaubt oder nicht. Also gegen den S63 schon!! Haha.

Ach ja:

Zahnriemen musste noch gemacht werden. Das entspricht aber dem Serviceplan bei 120.000 km.

Dass auch andere Mütter schöne Töchter haben, ist klar und zieht auch niemand in Zweifel. Und das kann auch gesagt werden.

Aber so manches Mal haben sich hier schon User zu Wort gemeldet, die kein gutes Haar am VW lassen: "alles ist Mist und die anderen Hersteller haben das viel besser gelöst". Das klingt dann so, als hätten sie als Dienstwagen NUR einen 65T€ Passat bekommen und nicht den 85T€ Fünfer-BMW, auf den sie ganz bestimmt einen "Anspruch" haben.

Na ja. Dass der Passat - wie jeder andere Wagen auch - nicht das Filetstück deutscher Ingenieurskunst ist, darf natürlich ebenfalls gesagt werden.

Und weil das in deinem Beitrag sehr schön ausgewogen ist, klingt es realistisch und fair.

Also vielen Dank nochmal.

Zitat:

@laptop24 schrieb am 21. Februar 2019 um 06:34:26 Uhr:


Na ja. Dass der Passat - wie jeder andere Wagen auch - nicht das Filetstück deutscher Ingenieurskunst ist, darf natürlich ebenfalls gesagt werden.

doch, das ist er durchaus. Welches Auto gibt es schon, das einen größeren Innenraum bei kleineren Außenabmessungen hat, genauso leicht ist und noch dazu derart leise fährt?

Natürlich könnte man den Passat für 100-200 EUR mehr Produktionskosten hier und dort materialtechnisch deutlich schöner gestalten, aber das wären dann halt auch 100-200 Margenverlust für VW. Weil mehr bezahlen wird am Ende auch keiner.

Ich muss auch sagen, der Passat ist alles in allem das beste Auto seiner Klasse bzw sogar noch weiter. Denn er kann alles macht alles und bleibt immer ein wenig im Hintergrund. Ich war bis auf Kleinigkeiten mit allen Passats zufrieden. Klar könnte man hier und dort noch was besser machen , aber das kostet auch wieder. Und es gibt Fahrzeuge die teurer sind und trotzdem nicht besser.
Ich werde meinen Dicken schon vermissen, aber leider war VW nicht in der Lage mir was anzubieten, bis sie den BiTDI wieder im Programm haben. Denn im Stich hat er mich nie gelassen und das obwohl er schon öfters gequält wurde mit Vollgastouren. Aber auch bei 170t Km läuft er noch wie am Anfang. Einmal innen aufbereiten und der sieht fast aus wie neu. :-)
Mal sehen wie sich nun den BMW schlägt.

ich hoffe du hast einen G30 bekommen oder zumindest einen G20 vorbestellt. Der F30 wäre in punkto Langstreckenqualität zum B8 ein echter Rückschritt, auch wenn er bessere Sitze und Motoren hat.

Nein ich habe den F31 330d genommen und bin mir schon bewusst dass es in manchen Dingen ein Rückschritt ist. Ich bin ihn ja vorher gefahren. Aber ich wollte nochmal ein "Fahrerauto" je neuer die Fahrzeuge werden umso synthetischer finde ich das fahren damit. Ich weiß er ist innen lauter usw aber ich empfand es nicht als störend sondern eher als "näher an der Straße" Außerdem braucht ich einen Kombi und der G21 kommt erst im Herbst. Ein G30 steht grade vor der Tür als 530e zur Probe , aber der ist mir dann doch ne Nummer zu "gut" aber auch zu synthetisch. Übrigens hatte ich auch einen A6 zum testen und ich kann die Tester da nicht verstehen, der A6 ist näher am Passat als am 5er dran, der Fünfer ist schon noch ne Nummer besser , auch wenn es da und dort noch etwas mehr Qualität ginge.
Mich stört z.B das sog Hartplastik im F31 überhaupt nicht solange es nicht knistert , mir gefällt das Cockpit sehr gut , endlich wieder ein Tacho mit linearer Einteilung. Allerdings hab ich das MFID genommen und daran muss ich mich wirklich noch gewöhnen. Denn schon wie das AID im Passat gefallen mir normale Anzeigen immer noch besser. Es fehlt einfach der 3D Effekt von Zeiger zum Untergrund. Schön finde ich allerdings dass BMW im Sportmodus wirklich nur das anzeigt was man braucht und keinen zusätzlichen Firlrefanz.
Ich lass mich nun einfach mal überraschen und werde mal einen Bericht schreiben wenn paar 1000 Km runter sind mit dem BMW.

Gerade kam der Anruf vom VW Partner.

Grund für den Wassereinbruch ist ein verstopfter Ablaufschlauch vom Panoramadach im Bereich der A Säule glaub ich. Dann läuft die Rinne irgendwie voll und das Wasser fließt über den Dachhimmel in den Innenraum ab.
Kulanz wurde abgelehnt aufgrund Fahrzeugalter und KM-Leistung. Trotz der Vorgeschichte. :/

Kostenpunkt komplett CHF 600.

Begründung ist auch, dass es sich hier um eine Lappalie von den Kosten handele - wenn es um was richtig teures gehen würde, dann ständen die oft mehr gerade dafür.

Habe das ZMS auch angesprochen. Die sagten, dass sei so minimal und auf den Drehzahlbereich begrenzt, dass sie das für unnötig halten, das zu wechseln. Läge bei etwa 2.000 bis 2.200 CHF also echt günstig für hiesige Verhältnisse.

Hab auch noch gefragt ob das nicht das Getriebe oder sonstiges stärker belastet und da dann ein Rattenschwanz dranhängt. Sie meinten, da kann ich unbesorgt sein.

Nachher kann ich das Auto wieder abholen.

Also mein Händler hat gesagt sie hatten schon viele Post Caddys die eine gebrochene Kurbelwelle hatten aufgrund eines defekten ZWS. Dauert zwar lange aber scheinbar wird bei der Post solange gefahren bis nix mehr geht. Wie weit sich das aber nun auf einen BiTDI übertragen lässt , keine Ahnung. Ich fahr jetzt noch den Monat dann geht er eh zurück. Ich lass das nun nicht mehr machen weil die wollten nicht die vollen Kosten übernehmen.

Was ich nicht ist gedacht hätte, ist, dass ein Touchscreen auf der Höhe des Navimonitors während der Fahrt (auch für den Beifahrer) so mühsam zu bedienen ist. Bei jeder Unebenheit versetzt es einem die Hand und natürlich genau dann, wenn man den Bildschirm berührt. Ich vermisse das Rädchen aus meinen beiden Ex-BWM und meinen Mercedes bei jeder Fahrt. Und im Herbst, als ich den B8 kaufte, dachte ich noch, dass Touchscreen besser ist. Dazu kommen die zahlreichen in die Hose gegangenen Navigierungen mit Passagen in Fahrverboten oder falschen Richtungen in Einbahnen.

Vielleicht noch eine kleine Anmerkung: Auch wenn es vielleicht stimmt, dass die Materialien in einem 3er oder 1er nicht so gut sind und die Verarbeitung schlechter ist, fühle ich mich in einem BMW wohler. Es sieht einfach stimmiger aus, es wurde in diesem Thema das "aus einem Guss sein" erwähnt. Genau dieses Gefühl empfinde ich im B8 nicht. Daher verstehe ich die User, die mit dem Passat nicht warm werden. Auf der anderen Seite verstehe ich auch die Passatfans, die schon den dritten oder vierten haben. Die finden das Auto einfach gut.
Was mich im Herbst geritten hat, das Auto zu kaufen, weiss ich nicht mehr. Es werden wohl die vielen Assistenten gewesen sein. Was mir damals auch nicht so aufgefallen ist: Überall, wo VW bei der höherpreisigen Ausstattung noch etwas an der Optik machen möchte, werden die Chromplastikfakes angebracht. So zum Beispiel bei der R-Line-Front. Dort wird die eigentlich flache Erscheinung durch die waagrechten Streben wieder optisch in die Höhe gestreckt. Aber R-Line muss sich von den anderen Erscheinungen abheben. Schaut euch mal eure Autos an: Wer findet auch, dass an der einen oder anderen Stelle weniger auch mehr gewesen wäre?

Auch in Sachen Motor bin ich nicht zufrieden. Vielleicht liegt es daran, dass ich davor den hervorragenden twinscroll Turbo des BMW M135i hatte und nebenbei noch einen 5,5 Liter V8 im Mercedes S 500 L fahre. Es ist halt ein Diesel. Fahrspass gibt es anderswo.

Auf der anderen Seite greift bei mir das Argument Platz nicht. Länge beziehungsweise Beinfreiheit beziehungsweise Kofferraumvolumen kostet nix. Aber dann dieses Seelenlicht als Kofferraumbeleuchtung. Genau da sieht man VW: Es fehlt einfach am letzten bisschen Fleiss - oder kann man es Perfektionismus nennen? -, dass einfach mehr gemacht wird, als ein Bierkasten mehr Kofferraumvolumen? Es hat ein Navi, aber man stellt die Karten selbst her. Und das in einer Optik, die wirklich unter aller Würde ist. Mein BMW mit Baujahr 2014 hatte viel die bessere Aufmachung der Karte, sowohl in 2D als auch in 3D.

So, nun können mich die VW-Jünger niedermachen. Wieder einer, der es gewagt hat, aus eigener Erfahrung eine andere Marke über VW zu stellen.

Und Übrigens: B8 Listenpreis 74'000 Franken, M135i 69'000 und BMW 320d (auch schon Navi, Festplatte, Handyanbindung, xdrive und Automat, Baujahr 2011) 72'000 Franken. Aber jetzt kommt wieder, dass der B8 mehr Platz hat. Wer vor den Nennern dieses Arguments hat täglich drei Leute auf der Rückbank und den Kofferraum voll?

Autos sind Geschmackssache. Der VW ist ganz offensichtlich nicht dein Geschmack. BMW ist es wohl. Da zählen weder rationale noch irrationale Argumente (weder in die eine, noch in die andere Richtung).

Ich persönlich finde BMW aussen schick, innen furchtbar. Und deshalb werden mir immer Gründe einfallen, warum der BMW schlechter ist.

Bei dir ist es umgekehrt.

Deshalb kann man nur sagen: verkaufe den Passat, denn du willst einen BMW. Da ist nichts falsch dran oder schlecht. Aber auch nichts besser.

BMW löst gewisse Dinge so, VW löst sie anders und Peugeot wieder ganz anders. Und jede Lösung findet seine Anhänger und Gegner.

Mehr kann man dazu einfach nicht mehr sagen.

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