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Erstes Auto für Schülerin

Themenstarteram 30. August 2008 um 17:22

Hallo motor-talk community!

Ich habe vor mir mein erstes Auto zu kaufen und suche dafür an dieser Stelle Unterstützung und guten Rat, da ich selber absolut keine Ahnung von Autos habe. Ich habe mir in den letzten 3-4 Stunden einiges an Grundwissen angelesen, davon auch einiges aus diesem Forum, habe aber das Gefühl, dass ich noch ein wenig individuelle Beratung gebrauchen könnte. Wen dieser Thread nicht gefällt oder wen mein Anlegen nicht interessiert den zwinge ich ja nicht zum Lesen, wer mir aber gerne ein wenig helfen möchte, dem danke ich im Voraus schon einmal ganz besonders :)

Erst einmal zu meiner Person:

Ich bin 19 Jahre alt, Schülerin, 1,80m groß, wohne zwischen Düsseldorf und Köln und werde in ca. einer Woche meinen Führerschein in der Hand halten.

Mein Anliegen ist es mit so wenig Geld wie möglich auf den Straßen unterwegs zu sein, Anschaffung und Unterhalt kombiniert. Wichtig hierbei: Ich plane nur für genau ein Jahr, da ich nach jetztiger Einschätzung ab Oktober2009 für 1 1/2 bis 2 Jahre überhaupt kein Auto brauchen werde. Dieses eine Jahr möchte ich aber auf jeden Fall fahren, allein schon um ein wenig Praxiserfahrung zu gewinnen. Ich habe auch schon über Leasingangebote nachgedacht, denke aber, dass sie für meinen Spezialfall eher weniger Sinn machen. Ich muss den Wagen über mich selbst versichern und habe auch Leider für den Kauf niemanden der mir irgendwie behilfich sein könnte, weder Eltern noch Freunde die sich gut auskennen.

Hier ein paar Eckdaten:

Für die laufenden Kosten stehen ca. 250€ zur Verfügung.

Für die Anschaffung ist theoretisch alles bis 3500€ drin, mehr als 2500€ würde ich aber nur äußerst ungern ausgeben.

Ich werde schätzungsweise 15t bis 20t km in diesem Jahr fahren.

Es wird wohl auf einen gebrauchten Kleinwagen hinauslaufen. Ins Auge gefasst habe ich schon den Opel Corsa oder den Renault Saxo ein wenig. Die Schwierigkeit in meiner Situation ist, dass ich auf eine relative Planungssicherheit angewiesen bin, und auf einen einigermaßen sicheren Kauf, da ich angebotene Fahrzeuge selber überhaupt nicht beurteilen kann.

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16 Antworten

Moin Moin!

Da dieses Auto nicht ewig halten muß, empfehle ich, für klein(st)es Geld eine kleine billige Kiste á la Fiat Pandaoder Uno , Seat Marbella, Nissan Micra, Daihatsu Cuore oder Suzuki Alto zu kaufen und möglichst viel von Deinem Geld (genannte bekommst Du oft für dreistellige Preise) zurückzulegen. Mit Hilfe im entsprechenden Forum wirst Du die meisten Reparaturen auch selbst hinbekommen. Billiger kannst kaum Auto fahren.

Wichtig ist in Deiner Gegend, daß Dein Auto einen G-Kat hat, damit Du in die "Umweltzonen" reinfahren darfst.

Ich selbst habe mir im Januar diesen Jahres einen 1993er Fiat Panda für 400 € gekauft und bisher inklusive Kauf, Unterhalt, Sprit, Reparaturen usw. für inzwischen über 10000 km nur etwas über 2000 € ausgegeben.

Liebe Grüße

Meehster

Themenstarteram 30. August 2008 um 18:42

Die Idee klingt eigentlich ganz gut, allerdings ist das mit den Reparaturen selber machen so eine Sache ... da würde ich lieber Abstand von nehmen. Kommt es nicht so ungefähr auf das selbe raus, wenn ich ca. das doppelte ausgebe (bis zu 2000€) und spare mir dann dadurch das Geld und den Stress diverser Pannen? Ich weiß, dass es auf diese Frage wohl keine pauschale Antwort gibt, aber so vom Gefühl her ;) ?

Und außerdem gibt es in der Preisklasse anscheinend nichts beim Händler sondern nur über Privatkauf. Da hätte ich allerdings große Angst über den Tisch gezogen zu werden, und ich wüsste auch niemanden den ich mitnehmen könnte :(

Das ist natürlich ein Problem. Aber man steckt generell nicht drin und Pannen kannst immer haben. Mein Panda hatte bisher keine :) Und es sieht auch nicht so aus, als käme da bald etwas :)

Mein Schatzi hat einen Monat vorher beim Händler einen Wagen für das Dreifache gekauft, die Karre war nur kaputt und jetzt haben wir Ärger damit, den Wagen wieder zurückzugeben. Die Sache liegt inzwischen beim Anwalt. Gerade im Niedrigpreissegment bin ich nach inzwischen mehreren Erfahrungen zu dem Schluß gekommen, daß es idR besser ist, so etwas von Privat zu kaufen.

Übrigens: Als ich mein erstes Auto kaufte, hatte ich auch noch ziemlich genau null Ahnung. Das kommt mit der Zeit. Learning by Doing - mit Hilfe eines Selbsthilfebuchs ;) Das geht umso einfacher, je einfacher das Auto gebaut ist :)

Wenn ich hier mal ein anspruchsloses aber relativ zuverlässiges Auto in die Runde schmeissen darf ?

Den Ford Fiesta . Einzige wirklich Problemstelle: Rost am Schweller und rund um Tankstutzen (zumindest beim frühen GFJ, der Nachfolger hat dies nicht mehr so). Aber das ist ja kein Problem... einfach darauf achten, dass dort nix zu sehen ist. Ansonsten ist ein Fiesta dank "Langweiler-Image" günstig in der Anschaffung, schluckt nicht viel Sprit und auch in der Versicherung hält er sich zurück. Für ein Jahr (sofern TÜV/AU vorhanden) kann man relativ bedenkenlos zugreifen.

Ich würde sogar auf ein wenig Ausstattung achten. ABS, Servolenkung und mindestens ein Airbag sind für eine Anfängerin empfehlenswerte Extras.

Suzuki Swift könnt ich noch empfehlen.

Ich selbst habe für meine Mutter vor etwa 6 Jahren einen Suzuki Swift Bj.91 mit Automatik für sagenhafte 780€ gekauft.

Das Auto bekommt Null Pflege und wird nur in der Stadt misshandelt.

Ersetzt wurden bisher Batterie, Auspuff, 2 Reifen und einmal Öl und Filterwechsel.

Die Karre kriegt mann nicht Kaputt.

Zitat:

werde in ca. einer Woche meinen Führerschein in der Hand halten.

was macht dich so sicher?

Ich würde spontan auch mal zu den "typischen" Anfängerautos Opel Corsa B, VW Polo 6N, Ford Fiesta etc. raten.

Die Dinger sind recht günstig zu haben, und - da weit verbreitet - nicht teuer, wenn wider Erwarten doch was dran sein sollte. Japaner in dieser Größenordnung sind zwar idR etwas günstiger, aber wenn mal was passiert, dafür umso teurer.

 

Worauf ich an deiner Stelle achten würde:

  • mind. Fahrerairbag (womit Meehsters Vorschläge draußen wären ;))
  • TÜV und AU bis du die Karre nicht mehr brauchst (am besten noch länger, denn du willst das Auto vielleicht nächstes Jahr ja wieder verkaufen, und der nächste Käufer will bestimmt auch ein Auto, das noch TÜV hat)
  • einigermaßen frische Reifen (also noch etwas Abstand zu den "Prüfhubbels" im Profil), dann brauchst du zwischendrin keine neuen mehr kaufen.

 

Viel Erfolg

Ralle

Themenstarteram 8. September 2008 um 14:03

Ich habe jetzt meinen Führerschein *freu*

Mit dem Auto bin ich noch nicht wirklich weiter gekommen. Vielen Dank nochmal für alle Tips und Vorschläge bis hierhin.

Ich habe zwischendurch mal bei ebay reingeschaut. Vielleicht findet sich da ja etwas brauchbares.

Was den Kaufpreis angeht: den habe ich jetzt auf ca. 500€ bis 1500€ eingegrenzt.

Vielleicht ist es einfach das schlauste mir Angebote aus der Nähe rauszusuchen und einfach zu allen in Frage kommenden hinzufahren um einen besseren Überblick zu bekommen und zu lernen ein gutes von einem schlechten Angebot zu unterscheiden.

Für weitere Tips bin ich natürlich dankbar *g*

Zitat:

Original geschrieben von dixonette

 

Vielleicht ist es einfach das schlauste mir Angebote aus der Nähe rauszusuchen und einfach zu allen in Frage kommenden hinzufahren um einen besseren Überblick zu bekommen und zu lernen ein gutes von einem schlechten Angebot zu unterscheiden.

Für weitere Tips bin ich natürlich dankbar *g*

Tipp:

Es wird ziemlich lange dauern, bis dir ein Auto durch "langes anstarren" freiwillig erzählt, ob es ein gutes oder schlechtes Angebot ist. ;)

 

Um den Preis eines Kandidaten zu ermitteln kannst du Seiten wie autobudget.de oder dat.de aufsuchen.

Um den technischen Zustand bewerten zu können rate ich dir: Gehe/Fahre mit dem Fahrzeug zur nächsten TÜV oder Dekra-Station. Die bieten für wenig Kröten einen Rundum-Check für Gebrauchtwagen an. Ist 100x mal sicherer, als sich auf seine männliche Intuition zu verlassen. Du bist doch weiblich, oder? In dem Fall: Nimm den Rat an! Da werden Sachen kontrolliert, die man(n) ohne eine Hebebühne gar nicht checken kann. Ich finde das immer zu lustig, wenn der stolze Mann sein Auto selber "jagen möchte". Fachmännisch wird die Motorhaube aufgefriemelt.... und mit einem grummelnden "Hmmmmmmmm" reibt man(n) mit der Nase von der Motorabdeckung über den Ölpeilstab bis hin zum Scheibenwaschbehälter, um das Auto "durchzuchecken" und "den Fehler" zu finden . Köööstlich!!!! :D

Themenstarteram 10. September 2008 um 17:23

Das klingt sehr sinnvoll. Ich werde dann auf jeden Fall so ein Dekra/TÜV Angebot in Anspruch nehmen.

Beim Kaufpreis bin ich wieder sehr unsicher geworden. Da es bei meiner finanziellen Situation im Moment wahrscheinlich sinnvoll ist Geld in Wertgüter umzusetzten tendiere ich im Moment wieder zu einem Kaufpreis von 2500€ bis 3500€, wobei ich weiterhin die monatlichen Kosten so gering wie möglich halten möchte. Aber auch da bin ich mir nicht ganz sicher. Also meine absoluten Unter- und Obergrenzen sind 0€/3500€

Außerdem wäre es wünscheswert mit dem Wagen ein möglichst sicheres Kapital zu haben, d.h. möglichst wenig Wertverlust im nächsten Jahr.

Ich dachte z.B. an einen älteren Golf.

Wobei der anscheinend wieder teurer in der Versicherung wäre. Gibt vllt so etwas wie ein Ranking für die Versicherungskosten bei Gebrauchtwagen?

Danke für alles bisherigen und noch kommenden Tips *g*

Wenn der Preisrahmen so ausschaut und es auf Dauer günstig sein soll, gibt es eigentlich nur noch einen Tip, den ich geben kann:

Daihatsu Cuore

Vorteile: Klein, leicht, wendig, praktisch, spritzig, sparsam, zuverlässig, günstig zu versichern

Nachteile: Oft "Nackte Hütte"-Ausstattung, Fahrwerk nicht übermäßig komfortabel und solche Dinge.

Schwachstelle: Auspuff verschleißt schneller als bei vielen Europäern.

Moin,

Ich würde dir zu einem Corsa B raten. Und zwar entweder als 1.2L mit 45 oder 65 PS, sowie zum 1.4L mit 60 PS.

Die Kiste ist sparsam, robust, die meisten Ersatzteile gibt es für nen Appel und ein Ei. Nächster Vorteil: Jede freie Werkstatt traut sich an den Hobel ran ... und der TÜV kennt das Auto gut, so dass auch die Untersuchung vorm Kauf beim TÜV eine gewisse Sicherheit gibt. Kommst du da mit nem "Exoten" an, den die Jungs da nicht regelmäßig sehen ... kommt es vor, das auch die mal was übersehen.

Und noch nen Bonus gibt es dazu ... fast alle Corsa B haben einen, viele sogar 2 Airbags und eine akzeptable Crashsicherheit, falls DOCH MAL was passieren sollte.

Relativ vergleichbar stufe ich den Fiat Punto 1.2 mit 60 PS ein. Bei den meisten anderen Autos gibt es hier und da immer mal irgendwo den einen oder anderen Punkt ... wo einzelne Punkte nicht so glücklich ausschauen.

Ich schätze ab 1500 Euro gibt es was brauchbares.

MFG Kester

Themenstarteram 4. Oktober 2008 um 0:47

Hier nach längerer Zeit ein Update:

Ich fahre jetzt seit drei Tagen einen Opel Corsa B 1.2l 45PS Bj97, 111000km gelaufen. Die nächste HU&AU ist 03/2010 fällig. Den Wagen habe ich von der Mutter eines Freundes für 200€ gekauft. Er wurde nur von ihr, und ihren beiden Töchtern gefahren und ist unfallfrei. Einige Teile wurden in letzter Zeit erneuert, auf jeden Fall sind die Worte Keilriemen, Batterie und Auspuff gefallen, ganz sicher war sie sich da aber nicht.

Aktuell ist ein Bremslicht defekt, für die Innenbeleuchtung ist wahrscheinlich eine Sicherung durch und die Scheibenwischerblätter müssen wohl erneuert werden.

Versichert habe ich mich bei der WGV und zahle im ersten Jahr 1392€ (Es gibt niemanden, der mich irgendwie mit in eine Versicherung reinholen könnte, also starte ich mit 240% voll durch).

Ich denke, dass ich alles in allem großes Glück mit dem Wagen gehabt habe -zu dem Preis- und möchte mich hier bei allen die mir geholfen haben noch einmal bedanken.

Was mich wundert ist, dass der Wagen angeblich nur eine gelbe Umweltplakette bekommen kann.

Zitat:

Original geschrieben von dixonette

Ich fahre jetzt seit drei Tagen einen Opel Corsa B 1.2l 45PS Bj97[...]Was mich wundert ist, dass der Wagen angeblich nur eine gelbe Umweltplakette bekommen kann.

Der bekommt die grüne wie jeder andere Benziner mit G-Kat auch.

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