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Erster gebrauchter Allrounder mit etwas Kraft unter der Haube gesucht, bis ~15k

Themenstarteram 20. Juli 2020 um 22:47

Durch Covid19 veranlasst sind Carsharing und DB-Fernverkehr für mich erstmal gestorben, weshalb ich mich in den nächsten 1-3 Monaten dauerhaft mit einem Auto versorgen will, da Mietwagen in Dingen Langzeitmiete auch nicht billig und den Stress bei der Kleinstschadensvermeidung im Alltag nicht wert sind.

Fahrprofil: Ich pendele aktuell noch in Berlin (Stadtautobahn, üblicherweise etwas Stau) 50km insgesamt zur/von Arbeit; ab Herbst werde ich in Brandenburg wohnen und maximal 50-100km pro Arbeitstag zügig über Land fahren können. Hinzu kommen Wochendfahrten von 100 bis 800km, fast ganz Autobahn. Im Jahr ist somit eine Fahrleistung von ca. 25-40000km zu erwarten, je nachdem.

Erfahrungswerte: Dies wird mein erstes eigenes Auto sein; meine praktischen Erfahrungen der letzten 10 Jahre beschränken sich auf Carsharingfahrzeuge aus den Flotten von DriveNow/ShareNow (BMW, Mini), Car2Go (smart, Benz A-Klasse) und SIXT (Mischmasch) sowie Peaugeot 207, VW Golf Sportsvan, Ford Focus Turnier 1.5 TDCI.

Für mich nach einigen Stunden bislang interessante Fahrzeugmodelle (um den Ton anzugeben): Ford Focus (Turnier, ST), Hyundai i30, VW Golf, VW Polo, Opel Astra, Seat Leon, Kia Ceed, Mazda 3, Honda Civic, Toyota Corolla, Skoda Scala, Skoda Fabia …

Meine Preisvorstellung: bis um die 15k€, lieber um die 10k. Der Vergleich der Gebrauchtwagenpreise in vielen Kategorien zeigt, dass diese gefährlich nah an die Neuwagenpreise aus den Onlinekonfiguratoren der Hersteller herankommen, was entweder heißt, dass sie viel zu hoch oder die Autos ziemlich haltbar geworden sind, aber die letzten 10-15k bis zum Neuwagen will ich für das erste Auto trotzdem nicht gehen -- es sei denn, das wäre absolut angebracht? In den Konfiguratoren fallen meine Wunschfahrzeuge immer um die 30k€ neu aus (s.u., heißt: kompakt, Diesel-Automatik, ab 110-120PS, Sicherheitspakete)

Meine Ansprüche:

- Solides, verlässliches Fahrzeug, relativ geringe Pannenquote (z.B. ADAC-Pannenstatistik als Richtlinie)

- Bequem sitzbar auf kurzen wie langen Fahrten; angenehmes Langstreckenerlebnis

- Lieber einen einfach ausgeführten, durchdachten Innenraum als knarzendes Billigplastik und unbrauchbare Featureflut

- Ich tendiere eher zum Kompaktwagen, aber Kombi oder Limousine sind auch völlig i.O.

- Autobahntauglich und kraftvoll motorisiert, so ab 110-120 PS, ich bin kein Raser, aber Leistung ist auch ein Sicherheitsmerkmal

- Moderner Sicherheitsstandard (reichlich Airbags, ABS, ESP, Tempomat, ggf. Parksensoren, ggf. Parkkamera)

- Standardkomfort völlig ausreichend, solange eine Klimaanlage drin ist

- Schaltung oder Automatik - eigentlich bin ich der Meinung, dass eine gute Automatik längst Standard sein sollte und würde eine solche auch deutlich bevorzugen, angesichts der Preislage im Gebrauchtwagenmarkt sind Automaten aber relativ teuer, daher macht es keinen Sinn, manuell kategorisch auszuschließen

- Ich würde zu einem Diesel tendieren, sofern das nicht absolut unvernünftig wäre? Das gemischte Streckenprofil (und die gänzlich andersartige Fahrstrecke ab Herbst) macht mir die Entscheidung hier ehrlich gesagt schwer.

Weitere Fragen:

- Lohnen sich Firmen-Leasingrückläufer für Focus, Opel? Gibt es besonders gute Händler? Der Bruder hat o.g. Ford Focus Turnier beim DB-Autohaus für ca. 8k erworben und der Wagen macht einen soliden Eindruck bei vergleichbarer Fahrleistung seit 2 Jahren mittlerweile. Der Ankereffekt auf das DB-AH ist wegen dieses praktischen Beispiels ziemlich groß.

- Bei o.g. Preisrahmen, was wäre ein vernünftiges Maximalalter? Bei 15000€ für ein 6 Jahre altes 08/15-Auto bspw. lesen sich die entsprechenden Inserate für mich fischig.

- Sind die jeweiligen Varianten der herstellergeprüften Gebrauchtwagen zu empfehlen (Toyota Plus u.a) oder wertlos?

Meine Favoriten bislang sind:

- Ford Focus (ggf. Turnier) ab 2017 - auch wegen der Fülle des Angebots

- Hyundai i30 ab 2017 - sehr viel Leistung für relativ wenig Geld

Für Modellvorschläge, deutliches Ablehnen bestimmter Modelle aus der Liste oben oder sachdienliche Hinweise aller Art bin ich sehr dankbar!

Beste Antwort im Thema

Auf die Pannenstatistik vom ADAC gebe nichts, das im Grunde nur reel die Marken abbildet die keinen eigenen Pannendienst haben. Bei Pannen die über die Dachlrganisation, der Automarken abgewickelt werden, darunter kann auch der ADAC als Dienstleister eingestzt werden, fließen nicht in diese Statistik ein.

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11 Antworten

Nimm den Audi A1 1.4 TFSI mit 125 PS auf die Kandidatenliste.

 

Er hat Bestnoten in den Pannenstatistiken, genug Power (205 km/h, 0 - > 100 unter 9 s ) und fährt sich fast so sparsam wie ein Diesel ( 6-7 l/100 km im Mischbetrieb, bei mir mit 50% Kurzstreckenanteil ( Strecken unter 10 km).

 

Da klappert auch nach 4 Jahren und knapp 50 tkm nichts und er ist bis 160 km/h leise wie ein Kompaktwagen oder eine Mittelklasselimousine.

 

Zu empfehlen sind Sportsitze und Xenon + Scheinwerfer und als Sportback mit 4 Türen und umklappbare Rückbank braucht man eigentlich kaum mehr Auto, wenn man nicht häufiger mit mehr als 2 Personen unterwegs sein will.

 

Âhnliches bietet der VW Polo mit gleicher Motorisierung, der etwas preiswerter zu bekommen ist. Allerdings ist der A1 besser gedämpft und lässt sich etwas sportlicher bewegen. Dazu konnte man beim A1 im Vergleich zum Polo mehr SA auswählen, wenn man als Erstkäufer genug Scheine übrig hatte.

Hmmm, sollte kein Problem sein mit deinem Budget dein Wunschauto zu finden.

 

Ich würde dir allerdings empfehlen, dir mal ein paar Modelle von Peugeot und BMW anzuschauen, diese sind erfahrungsgemäß die zuverlässigsten Hersteller von Dieselmotoren.

 

Von Benzinern würde ich dir bei den km die du im Jahr fährst abraten, verbraucht zum einen zu viel Sprit und Dieselmotoren sind in der Regel auch langlebiger.

 

Bei deinen Langstreckenkomfort Ansprüchen sollten Sportsitze ( eventuell auch aus Leder ) Pflicht sein.

 

Das einzige Manko sehe ich bei deinem Wunsch nach einer Automatikschaltung, die findest du vor allem bei guten gebrauchten selten. Wenn du jedoch Glück hast und was anständiges findest, solltest du bedenken, dass die meisten Automatikgetriebe nicht länger als 150tsd Km problemfrei leben ( gibt natürlich auch Ausnahmen ).

 

Zum Schluss kann ich dir nur noch empfehlen von Händler zu Händler zu rennen bist du ein passendes Auto gefunden hast. Lass dir da am besten viel Zeit und schau dir auch ruhig mal ein Auto an was du nicht auf dem Plan hast.

 

Viel Glück bei der Suche

Tach!

Audi A1?

Come on! Das ist ein heillos überteuerter Kleinwagen mit BMW-Servicepreisen.

Ich würde als kompakten Diesel auch den Fiat Tipo in den Ring werfen:

https://suchen.mobile.de/.../details.html?...

Oder eben der Focus:

https://suchen.mobile.de/.../details.html?...

Beide bekommt man für Dein Budget jung mit 120 PS Diesel.

Achte auf Abgasnorm Euro 6 aufwärts.

ZK

Man bekommt doch auch Quasi-Neuwagen für das Geld.

Ford verwendet die Dieselmotoren von Peugeot, die haltbar und sparsam sind. Gleiches gilt für die Renault Motoren, die verwendet auch Mercedes.

Daher schau Dir ruhig auch mal die Renault Megane, C4 Cactus, C3 Aircross oder Peugeot 308 an, die bekommt man quasi neu im Budget. Die Peugeot und Citroen haben die bessere Automatik gegenüber Ford.

Bei Renault würde ich bei den Handschaltern bleiben.

Der nagelneue Opel Astra Diesel nach dem Facelift ist auch extrem sparsam, den wird man bald auch im Budget bekommen.

Ansonsten gilt insbesondere der 2 Liter Diesel im Focus als sehr robust, kräftig und sparsam.

Wie sieht es in Berlin mit zukünftigen Umweltzonen aus, kommt ein alter Diesel da in Frage?

Die ADAC Pannenstatistik ist nutzlos. Es gibt Hersteller, die haben einen eigenen Pannendienst, darum werden die Pannen nicht vom ADAC registriert.

Honda Civic Diesel ist ein zuverlässiges Modell, gibt es in der Preisregion aber nur mit Handschaltung.

Zitat:

@templum schrieb am 20. Juli 2020 um 22:47:03 Uhr:

Für mich nach einigen Stunden bislang interessante Fahrzeugmodelle (um den Ton anzugeben): Ford Focus (Turnier, ST), Hyundai i30, VW Golf, VW Polo, Opel Astra, Seat Leon, Kia Ceed, Mazda 3, Honda Civic, Toyota Corolla, Skoda Scala, Skoda Fabia …

Damit hast du so ziemlich alle gängigen und passablen Fahrzeuge drin. Nur verstehe ich nicht warum bei VW und Skoda Kleinwagen nimmst, beim Rest jedoch nicht. Der Wunsch nach einem starken Diesel wird dort auch eher schwierig.

Zitat:

Meine Preisvorstellung: bis um die 15k€, lieber um die 10k.

Dafür bekommst du die üblichen Leasingrückläufer. Ich empfehle da von VW Abstand zu nehmen (zu teuer). Bei Hyundai und Kia hättest du noch Neuwagengarantie.

Zitat:

Der Vergleich der Gebrauchtwagenpreise in vielen Kategorien zeigt, dass diese gefährlich nah an die Neuwagenpreise aus den Onlinekonfiguratoren der Hersteller herankommen,

Ist korrekt so. Ich habe deshalb zum Neuwagen gegriffen. Der Aufpreis war verschwindend gering. Bei deinen wünschen müsstest du dein Budget aber noch um rund 5000€ erhöhen. Allerdings fährst du auch mit einem Leasingrückläufer gut. Habe mir damals einen 2,5 jährigen Astra Kombi für rund 12.000€ (DB Autohaus) angeschaut. Sowas würde alle deine Anforderungen locker erfüllen. Den kannst du dann problemlos noch genügend Jahre fahren.

Zitat:

In den Konfiguratoren fallen meine Wunschfahrzeuge immer um die 30k€ neu aus (s.u., heißt: kompakt, Diesel-Automatik, ab 110-120PS, Sicherheitspakete)

Wenn du keine Rabatte haben willst. Ein i30 mit 116PS Diesel bekommst du neu für rund 22-25.000€ (jenachdem ob Automatik und welche Pakete)

 

Zitat:

Lohnen sich Firmen-Leasingrückläufer für Focus, Opel? Gibt es besonders gute Händler? Der Bruder hat o.g. Ford Focus Turnier beim DB-Autohaus für ca. 8k erworben und der Wagen macht einen soliden Eindruck bei vergleichbarer Fahrleistung seit 2 Jahren mittlerweile. Der Ankereffekt auf das DB-AH ist wegen dieses praktischen Beispiels ziemlich groß.

Das sind Fahrzeuge die bei der DB oder der Bundeswehr als Poolfahrzeuge oder Mietwagen liefen. Also übermäßig pflegliche Behandlung haben die meist nicht erfahren. Die Historie ist stets sauber. Also alle Wartungen gemacht und keine gedrehten Tachos. Man muss da genauer schauen. Deren "discount" Modelle haben Schäden (Einstufung sobald Schaden >300€. Meist Lackschäden oder Dellen). Die "Qualitätsmodelle" sind etwas teurer, jedoch ohne größere Beschädigungen. Meist abgenutzter Innenraum. Grundsätzlich würde ich die Fahrzeuge jedoch empfehlen. In Anbetracht der oft niedrigen Preise kann sich das dennoch lohnen.

Wäre Volvo V40 was?

Auf die Pannenstatistik vom ADAC gebe nichts, das im Grunde nur reel die Marken abbildet die keinen eigenen Pannendienst haben. Bei Pannen die über die Dachlrganisation, der Automarken abgewickelt werden, darunter kann auch der ADAC als Dienstleister eingestzt werden, fließen nicht in diese Statistik ein.

Themenstarteram 23. Juli 2020 um 19:41

Danke für die zahlreichen Hinweise.

Zitat:

Auf die Pannenstatistik vom ADAC gebe nichts, das im Grunde nur reel die Marken abbildet die keinen eigenen Pannendienst haben. Bei Pannen die über die Dachlrganisation, der Automarken abgewickelt werden, darunter kann auch der ADAC als Dienstleister eingestzt werden, fließen nicht in diese Statistik ein.

Das Problem ist, dass man als Laie bzw. Nicht-Enthusiast im Markt Orientierung braucht; ein paar Zahlen helfen mir da schon ganz gut. Gerade als Perfektionist ist die Produktauswahl und die Konsolidierung all der Informationen sehr anstrengend.

Zitat:

- Volvo V40

Relativ selten in den Angeboten aber gut bepreist und mit interessanter Ausstattung; schaue ich mir im Detail an.

Zitat:

Wenn du keine Rabatte haben willst. Ein i30 mit 116PS Diesel bekommst du neu für rund 22-25.000€ (jenachdem ob Automatik und welche Pakete)

Ich habe schon festgestellt, dass sich die Preisfindung für Autoangebote nicht online abbilden lässt sondern man den Autohäusern hinterherlaufen muss bzw. erst da konkrete Angebote und Rabatte bekommen kann bei Neuwagen. Ich bin gespannt, was sich machen lässt; Runden durch Autohäuser sind für die ersten Augustwochen geplant.

Zitat:

Damit hast du so ziemlich alle gängigen und passablen Fahrzeuge drin. Nur verstehe ich nicht warum bei VW und Skoda Kleinwagen nimmst, beim Rest jedoch nicht. Der Wunsch nach einem starken Diesel wird dort auch eher schwierig.

Gerade bei Skoda habe ich am wenigsten geforscht; die Octavias schienen recht teuer, genau so wie die größeren Autos bei VW.

Zitat:

 

Zitat:

Meine Preisvorstellung: bis um die 15k€, lieber um die 10k.

Dafür bekommst du die üblichen Leasingrückläufer. Ich empfehle da von VW Abstand zu nehmen (zu teuer). Bei Hyundai und Kia hättest du noch Neuwagengarantie.

Zitat:

Der Vergleich der Gebrauchtwagenpreise in vielen Kategorien zeigt, dass diese gefährlich nah an die Neuwagenpreise aus den Onlinekonfiguratoren der Hersteller herankommen,

Ist korrekt so. Ich habe deshalb zum Neuwagen gegriffen. Der Aufpreis war verschwindend gering. Bei deinen wünschen müsstest du dein Budget aber noch um rund 5000€ erhöhen. Allerdings fährst du auch mit einem Leasingrückläufer gut. Habe mir damals einen 2,5 jährigen Astra Kombi für rund 12.000€ (DB Autohaus) angeschaut. Sowas würde alle deine Anforderungen locker erfüllen. Den kannst du dann problemlos noch genügend Jahre fahren.

Der Leasingrückläufer aus dem DBA wird meine Abkürzung werden, falls mir die ganze Sache zu komplex oder langwierig wird. Von wegen Neuwagen bin ich wie gesagt gespannt, was sich bei den Runden durch die Autohäuser ergibt.

Zitat:

Wie sieht es in Berlin mit zukünftigen Umweltzonen aus, kommt ein alter Diesel da in Frage?

Ich schaue immer nach grüner Plakette und mindestens euro6. Abgesehen davon werde ich bald eh nicht mehr in dieser Halde wohnen und wohne jetzt sowieso schon am äußersten Rand, da spielt das keine Rolle, hier fahren die Tieflader am Heizkraftwerk vorbei.

 

Zitat:

Honda Civic Diesel ist ein zuverlässiges Modell, gibt es in der Preisregion aber nur mit Handschaltung.

Honda fühlte sich ebenso wie Toyota bei den Gebrauchten ziemlich teuer an, nehme ich auf die Liste.

Zitat:

Daher schau Dir ruhig auch mal die Renault Megane, C4 Cactus, C3 Aircross oder Peugeot 308 an, die bekommt man quasi neu im Budget. Die Peugeot und Citroen haben die bessere Automatik gegenüber Ford.

Bei Renault würde ich bei den Handschaltern bleiben.

Interessant, dass die Franzosen so verlässlich sein sollen (bei den Motoren) - die Eltern haben einen Renault Megane (älteres Modell) auf unter 1000€ Restwert gefahren, ebenso den 207, sind jetzt beim VW. Mein Eindruck war zwar nicht, dass die Autos katastrophal waren, aber halt so lala von der Langlebigkeit her. Schaue ich hier also noch einmal genauer hin.

Zitat:

Nimm den Audi A1 1.4 TFSI mit 125 PS auf die Kandidatenliste.

Ähnlich dem Volvo V40 überraschend günstig gepreist als Gebrauchter, ist einen zweiten Blick wert.

Also vielen Dank nochmal; jetzt muss ich wohl noch ein bisschen den Hinweisen nachgehen und dann raus und die Händler aufsuchen.

 

Zitat:

@templum schrieb am 23. Juli 2020 um 19:41:11 Uhr:

Das Problem ist, dass man als Laie bzw. Nicht-Enthusiast im Markt Orientierung braucht; ein paar Zahlen helfen mir da schon ganz gut. Gerade als Perfektionist ist die Produktauswahl und die Konsolidierung all der Informationen sehr anstrengend.

Da hast du mit Statistiken keine Chance. Egal welche.

ADAC -> bildet nur Pannen ab. Das sind oft leere Batterien oder kaputte Reifen. Eine Panne ist natürlich ein Albtraum. Allerdings ist das nur ein winzig kleiner Einblick ins Thema "Qualität": Insbesondere weil Pannen außerhalb der beiden genannten Punkte heute echt selten sind. So wie du es aus letzter Kraft in die Werkstatt schaffst, erfährt der ADAC davon nicht. Mein alter Golf war Stammkunde in der Werkstatt. Aber abgeschleppt wurde ich nie.

TÜV/Dekra -> Muss man im Detail lesen und interpretieren. Viele "Mängelriesen" fallen wegen mangelhafter Wartung durch. Wenn da steht der habe oft schlechte Ergebnisse und der häufigste Grund sei ein Mangel an der Beleuchtung, sagt das mehr über den Halter als übers Auto aus. Porsche und Mercedes gewinnen meist. Allerdings sind die stets im Schnitt weniger gefahren und die Halter dürften zuvor alle Mängel behoben haben. Generelle "Qualität" erfassen die nur sehr bedingt. Typische Schwachstellen decken sie zumindest teilweise auf.

Kundenbefragungen -> Maximal subjektiv. Selbst objektiv schlechte Modelle bekommen oft positive Bewertungen.

Was hilft: Modelle die dich interessieren auswählen und hier im Forum schauen ob es zu diesem konkreten Modell+Motor+Getriebe bekannte Probleme gibt. Ein schönes Beispiel sind die TSI Motoren von VW aus der Generation Golf V/VI. Die haben alle massive Probleme aufgrund ihrer sich längenden Steuerkette. Dieses Problem siehst du weder beim ADAC noch beim TÜV noch bei der Kundenzufriedenheit. Noch dazu könnte man noch nichtmal generell abraten, da es im gleichen Modell auch völlig unproblematische Motoren gab.

Ich rate auch den Volvo V40 mal anzuschauen. Der Wagen basiert auf dem Focus DYB ist also was Fahrwerk und Lenkung angeht auf einem sehr hohen Niveau. Er kann sportlich, ist aber immer auch sehr komfortabel. Der Wagen ist relativ gut gedämmt und innen sehr hochwertig. Die Motoren ab Facelift sind Volvo Eigenentwicklungen und ebenfalls top. Schaltung ist butterweich, optional ein sehr guter Wandler mit sechs oder acht Gängen (Je nach Motor)

Der V40 war mit sehr guten LED Scheinwerfern erhältlich im schicken Thors Hammer Design.

Hervorheben möchte ich Volvo typisch die sehr guten Sitze.

Er ist kein Platzwunder und von außen recht lang, aber ein wirklich tolles, stilvolles und problemloses Alltagsauto.

Bin den V40 D3 Momentum 2 Jahre und knapp 120.000 KM als Dienstwagen gefahren und würde das Auto bedenkenlos weiter empfehlen.

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