Erfahrungsbericht: Was ein defektes AGR-Ventil alles kaputt machen kann
Hallo Leute,
da ich die letzten Wochen mit meinem Auto sehr beschäftigt gewesen bin, möchte ich euch hier einmal ein Beispiel geben, was defekte AGR-Ventile alles so mit "in den Tod reißen":
Mein AGR-Ventil ist scheinbar seit Kilometerstand 100000 defekt (zumindest hatte ich damals einen Fehler mittels OBD-Diagnose mit AGR als Inhalt). Damals wurde mir gesagt, dass das auch nur temporär sein könnte, also habe ich es weiterhin ignoriert. Nun - bei 150000 km - hatten sich erst meine Drallklappen, dann diverse Sensoren und zu guter Letzt eben auch das AGR-Ventil sowie der Rußpartikelfilter verabschiedet. Kostenpunkt insgesamt mit Teilen aus dem Internet und Reparatur in einer freien Werkstatt: 1750€...
Wie gesagt, meine Drallklappen hatten sich zuerst verabschiedet. Daraufhin befand sich das Fahrzeug dauerhaft im Notlauf, ich bin (wie sich herausstellte dämlicherweise) noch die restlichen 250 km gefahren. Dadurch hatte sich vermutlich dann auch der DPF zugesetzt, sodass dieser nicht mehr zu retten war und ersetzt werden musste. An den Drallklappen hingegen hat sich das Steuergestänge, dass über alle Klappen verläuft gelöst. Es lag einfach so im Motorraum rum :-P Später wurde mir dann gesagt, dass das passieren kann, weil das AGR-Ventil nicht mehr richtig schließt und dadurch dauerhaft Ruß bzw. Abgas in die Verbrennung einführt, ohne dass es eigentlich erforderlich wäre. Dadurch setzen sich die Folgeteile zu, so eben auch meine Drallklappen. Irgendwann arbeiten sie halt nicht mehr richtig - oder es bricht etwas ab!
Im Notlauf kommt dann noch hinzu, dass das Fahrzeug selbst den DPF nicht mehr reinigt und dieser sich mehr und mehr zusetzt. Außerdem habe ich mich beim "Notlauffahren" dabei erwischt, dass ich nahezu immer Vollgas gegeben habe. Unter Vollgas wird erst recht viel Ruß in den DPF geleitet und er setzt sich noch schneller zu. So kam es vermutlich zu meinem defekten DPF. Die Sensoren kann ich mir nicht so recht erklären, es sei denn, dass im Notlauf auch höhere Temperaturen erreicht werden und dadurch die Sensoren auf kurz oder lang "durchbrennen".
Quintessenz ist:
1. Fahrt niemals lange im Notlauf. Die Aufforderung, so schnell wie möglich in die Werkstatt zu kommen, ist nicht übertrieben.
2. Sollte bei euch ein Fehler mit dem AGR-Ventil auftreten, lasst es überprüfen und im Zweifelsfall wechseln. Kostet ca. 100 € im Netz und ist besser als die ganzen defekten Teile, die ich nun hatte...
Falls ich etwas fachlich nicht richtig oder ausführlich genug erklärt habe, dürft ihr mich gern verbessern. Ich lasse mich gern belehren =)
LG Stefan
Beste Antwort im Thema
Hallo Leute,
da ich die letzten Wochen mit meinem Auto sehr beschäftigt gewesen bin, möchte ich euch hier einmal ein Beispiel geben, was defekte AGR-Ventile alles so mit "in den Tod reißen":
Mein AGR-Ventil ist scheinbar seit Kilometerstand 100000 defekt (zumindest hatte ich damals einen Fehler mittels OBD-Diagnose mit AGR als Inhalt). Damals wurde mir gesagt, dass das auch nur temporär sein könnte, also habe ich es weiterhin ignoriert. Nun - bei 150000 km - hatten sich erst meine Drallklappen, dann diverse Sensoren und zu guter Letzt eben auch das AGR-Ventil sowie der Rußpartikelfilter verabschiedet. Kostenpunkt insgesamt mit Teilen aus dem Internet und Reparatur in einer freien Werkstatt: 1750€...
Wie gesagt, meine Drallklappen hatten sich zuerst verabschiedet. Daraufhin befand sich das Fahrzeug dauerhaft im Notlauf, ich bin (wie sich herausstellte dämlicherweise) noch die restlichen 250 km gefahren. Dadurch hatte sich vermutlich dann auch der DPF zugesetzt, sodass dieser nicht mehr zu retten war und ersetzt werden musste. An den Drallklappen hingegen hat sich das Steuergestänge, dass über alle Klappen verläuft gelöst. Es lag einfach so im Motorraum rum :-P Später wurde mir dann gesagt, dass das passieren kann, weil das AGR-Ventil nicht mehr richtig schließt und dadurch dauerhaft Ruß bzw. Abgas in die Verbrennung einführt, ohne dass es eigentlich erforderlich wäre. Dadurch setzen sich die Folgeteile zu, so eben auch meine Drallklappen. Irgendwann arbeiten sie halt nicht mehr richtig - oder es bricht etwas ab!
Im Notlauf kommt dann noch hinzu, dass das Fahrzeug selbst den DPF nicht mehr reinigt und dieser sich mehr und mehr zusetzt. Außerdem habe ich mich beim "Notlauffahren" dabei erwischt, dass ich nahezu immer Vollgas gegeben habe. Unter Vollgas wird erst recht viel Ruß in den DPF geleitet und er setzt sich noch schneller zu. So kam es vermutlich zu meinem defekten DPF. Die Sensoren kann ich mir nicht so recht erklären, es sei denn, dass im Notlauf auch höhere Temperaturen erreicht werden und dadurch die Sensoren auf kurz oder lang "durchbrennen".
Quintessenz ist:
1. Fahrt niemals lange im Notlauf. Die Aufforderung, so schnell wie möglich in die Werkstatt zu kommen, ist nicht übertrieben.
2. Sollte bei euch ein Fehler mit dem AGR-Ventil auftreten, lasst es überprüfen und im Zweifelsfall wechseln. Kostet ca. 100 € im Netz und ist besser als die ganzen defekten Teile, die ich nun hatte...
Falls ich etwas fachlich nicht richtig oder ausführlich genug erklärt habe, dürft ihr mich gern verbessern. Ich lasse mich gern belehren =)
LG Stefan
20 Antworten
Nein, TÜV und AU wurden mit dem Kauf Mitte April neugemacht.
Die EDS-Software hat ein TÜV-Gutachten und ist somit eintragbar (zumindest die no AGR-Varianten).
Das AGR arbeitet wir schon gesagt wurde nur im Teillastbereich, die AU wird aber unter Volllast durchgeführt. Somit gibts da keine Probleme.
Zitat:
Original geschrieben von Kinzius
2005er 1,9 mit DPF => AGR schon seit längerer Zeit dicht => AU ohne Probleme bestanden
Und wie läuft da die ASU bei BJ 2004/2005 ab wenn erst ab 2006 die OBD Schnittstelle benutzt wird?
Ich habe noch bis nächstes Jahr Zeit fürn TÜV.
Die Meinungen gehen hier im Forum nach wie vor noch stark auseinander, da meist nur spekuliert wird! :-/
Mfg
Zitat:
Original geschrieben von franklin84
Und wie läuft da die ASU bei BJ 2004/2005 ab wenn erst ab 2006 die OBD Schnittstelle benutzt wird?
Wie bei Diesel-Fahrzeugen vor 2006 so üblich: Sonde in den Auspuff, mehrmals den Motor in den Begrenzer bringen, fertig. Also das AGR ist bei der Messung eh geschlossen.
Zitat:
Original geschrieben von Kinzius
Wie bei Diesel-Fahrzeugen vor 2006 so üblich: Sonde in den Auspuff, mehrmals den Motor in den Begrenzer bringen, fertig. Also das AGR ist bei der Messung eh geschlossen.Zitat:
Original geschrieben von franklin84
Und wie läuft da die ASU bei BJ 2004/2005 ab wenn erst ab 2006 die OBD Schnittstelle benutzt wird?
Mein armes Auto... OMG :-/
Zum Glück ist der Motor noch nicht hochgegangen weil bei meinem das Schwallblech in der Ölwanne fehlt.
Werde es auch so belassen zum TÜV. Werde dann mal die Werte mit den letzten ASU-Protokoll vergleichen.
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Danke für den Beitrag.
Da weiß ich ja, auf was ich mich gefasst machen kann.
Fahre einen Kia Sportage der jetzt 88000 km runter hat. Seit 2 Monaten habe ich das Problem, dass er bei voller Fahrt plötzlich die Beschleunigung weg nimmt und ich nur noch mit 80km/h auf der Autobahn umhertucker. Entweder fährt er dann nach einigen Kilometern wieder normal oder ich muss das Auto ausschalten und neu starten. War deshalb in der Werkstatt und mir wurde gesagt, ich habe falsch getankt oder es sei Luft im Diesel! Wohl bemerkt - KIA Vertragswerkstatt. Ich soll also einfach weiterfahren.
Am Wochenende dann 500km Autobahn, kurz vor Ende leuchtete dann endlich mal die Motorkontrollleuchte auf. Nachdem mir vor Ort keine der 3 im Ort befindlichen KIA Werkstätten helfen wollte, habe ich den ADAC gerufen. Fehlerspeicher ergab Abgasrückführung prüfen.
Auch hier wurde mir empfohlen einfach weiter zu fahren.
Gestern war ich dann in meiner KIA Werkstatt daheim. Ohne, dass sich jemand das Auto überhaupt angeschaut hat wurde ich wieder weggeschickt. Mit der Aussage, es sei schon nicht so schlimm und sie können mich jetzt und heute sowieso nicht bedienen. Freie Termine gibt es erst wieder Mitte Juni. Ich soll bis dahin weiterfahren, denn einen Ersatzwagen können sie mir auch nicht stellen. Man arbeite hier schließlich rund um die Uhr zu 150%....
Es sei sicherlich der Turbolader (per Ferndiagnose! - bringt ja auch schön Geld und ist glaube ich keine Garantieleistung)
Im übrigen habe ich ähnliche Kommentare von Werkstätten in Nachbarorten bekommen.
Ich weiß gerade nicht mehr weiter und an wem ich mich wenden soll.....Lasse das Auto natürlich stehen.
Hat jemand von Euch da einen Tipp?
Ich mach mein agr zwischendurch mit backofenreiniger sauber, dann sollte das pronlem nicht so schnell auftreten! Wenn es Auftritt, sehe ich zu, dass ich nach Hause komme um es zu reinigen ! Wenn das mal auserhalb passieren sollte, Frage ich irgendwo nach Werkzeug und Schraub es da raus! Sind bei mir nur 6 schrauben wo man sehr gut dran kommt!